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Mittwoch, 15. August 2012, 10:04

Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht bei Waldfläche (ca. 3.250m2) ausreichend??? Frage an die Experten!

Hallo Leute,

ich habe mal eine knifflige Frage an die Experten!

Leider muss ich etwas ausholen, damit ihr das richtig beurteilen könnt.

Mein Vater will mir seine beiden Privatwaldgrundstücke ( zusammen ca.3.250m2) überschreiben.

Also eine kleine Waldfläche. Trotzdem hat das nicht nur Vor- sondern auch evtl. Nachteile (Haftung).
Angrenzend an den Wald stehen derzeit 3 Wohnhäuser und 1-2 weitere sind geplant.

Ich hätte für den Wald eine Verkehrssicherungspflicht, was heißt ich muss ca. 1-2 mal im Jahr eine Begehung machen und morsche bzw. schadhafte Bäume/Äste aus dem Bestand nehmen. Dies würde ich dokumentieren und wäre somit erstmal aus der Haftung. Im Schadensfall (Sach- oder Personenschaden) muss mir der Geschädigte bzw. dessen Versicherung (falls diese die Kosten vom Waldbesitzer einfordert) nachweisen, dass ich die Verkehrssicherungspflicht verletzt habe. Dies würde dann wohl mit Gutachter usw. vor Gericht geklärt.

Man kann ja in die Bäume nicht reinschauen und somit könnte es ja doch sein, dass ein Gutachter oder das Gericht entscheidet, ich hätte das sehen/feststellen müssen. Hierfür möchte ich nun eine Versicherung die in genanntem Fall den Schaden übernimmt.

Es gibt hierfür spezielle Waldversicherungen die zwischen 150-500 Euro pro Jahr liegen. Diese sind eher für Forstwirte mit viel Waldfläche gedacht. Ich glaube das wäre für die kleine Waldparzelle bei mir wohl etwas übertrieben.

Ich habe hierauf mein Versicherungsvertreter der Axa/DBV angesprochen. Diese bieten auch eine spezielle Waldversicherung an, die aber relativ teuer ist für die kleine Waldfläche.

Er meinte eine „Haftpflichtversicherung für unbebaute Grundstücke“ wäre in dem Fall ausreichend.

Ich persönlich kann leider nicht beurteilen, ob das die korrekte Versicherung für einen Privatwald ist.

Daher habe ich noch mal genau „nachgehakt“ und ihm auch zwei Lagepläne der beiden Waldgrundstücke geschickt. Ich habe ihm noch mal geschrieben:
> Gemessen an der Grundstücksgröße erscheint (bezüglich des
> Jahresbeitrages) der günstigere Baustein für das unbebaute Grundstück
> wohl sinnvoller. Ich besitze ja nicht Hektarweise Waldgebiet.
>
> Dennoch wäre ich Ihnen verbunden, wenn Sie sich hierzu nochmals mit
> ihrem "Wald-Experten" unterhalten könnten, da ich im Schadensfall
> natürlich auch sinnvoll versichert sein möchte.
>
> Nicht dass es dann heißt "Hierfür ist ihre Police nicht gedacht, dafür
> hätten sie eine spezielle Versicherung benötigt."
>
> Es geht vor allem um z. B. Versicherungsschutz für Personen- und
> sonstige Schäden (Sach- und Vermögensschäden) bei Ersatzansprüchen, die sich u. a.
> ergeben können aus einer Verletzung der Verkehrssicherungspflicht.
> Umstürzende Bäume, herabfallend Äste u.ä.
>
> Der Wald wird von mir beaufsichtigt und entsprechend sichtbar
> schadhafte Bäume entfernt.
> Man kann aber natürlich nicht in die Bäume reinschauen (z.B. innen
> morsch/hol usw.) und wenn nun doch ein Baum auf ein Haus fällt,
> versucht der Eigentümer oder seine Gebäudeversicherung mir natürlich
> eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht nachzuweisen. Und
> speziell in solch einem Fall soll dann halt diese Haftpflichtversicherung greifen.

++++++++++++++++++++++++++++++++

Er darauf hat er geantwortet:

für den von Ihnen geschilderten Fall (umstürzende Bäume) genügt der
> Baustein "unbebautes Grundstück" vollkommen. Die Waldversicherung wäre
> dann sinnvoll, wenn Sie das Grundstück forstwirtschaftlich nutzen und
> z.B. mit nicht zulassungspflichtigen Maschinen dort arbeiten, dann
> wären nämlich auch Schäden, die durch den Gebrauch dieser Maschinen eintreten mitversichert.
>
> Freundliche Grüsse

+++++++++++++++++

Für´s Bäume fällen greift evtl. die Privathaftpflicht, weil ich das ja privat zum Selbstverbrauch mache und nicht gewerblich.


--> Da ich es per Mail gemacht habe als Dokumentation (und das ja hoffentlich auch eindeutig formuliert habe!), sollte sich meiner Meinung nach die Versicherung im Schadensfall nicht einfach so rausreden können. Hoffe ich zumindest!


Derzeit bin ich bei der DEVK Haftpflichtversichert. Diese hat mir auch die Grundbesitzer Haftpflichtversicherung angeboten (evtl. haben die ja keine spezielle Wald-Versicherung).

Ich habe auch bei der Gesellschaft noch mal speziell „nachgebohrt“ wie bei der Axa/DBV, aber bisher noch keine Antwort.

Frage 1:

Hat der Versicherungsvertreter recht, dass die Versicherung ausreichend ist?

Werden solche Schäden (Baum auf Haus oder gar eine Person) übernommen??

Frage 2:

Was kann ich als Versicherungsnehmer noch tun, als speziell noch mal nachzuhaken und auf die Problematik hinzuweisen. Er bietet mir ja den Tarif an als „ausreichend versichert“. Nicht dass es im Schadensfall dann heißt „Das war nicht der korrekte Tarif/Versicherung!“.

Was meint ihr dazu??

Gruß
Dennis

2

Mittwoch, 15. August 2012, 16:10

Meines Erachtens reicht eine Haus- und Grundstückshaftpflichtversicherung für unbebaute Grundstücke aus.
Kostet keine 100 Euro im Jahr.

Vielleicht besteht für Dich auch die Möglichkeit, Mitglied bei Haus & Grund zu werden,
das sind nicht nur Experten auf dem Gebiet des Grundstückseigentums,
sondern bieten (in der Regel) auch im Rahmen einer Kollektivversicherung entsprechenden Haftpflichtversicherungsschutz an.
just my 2 cents

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3

Donnerstag, 16. August 2012, 10:57

Hallo,

die Unterschiede zwischen den verschiedenen Versicherungen hat Ihnen Ihr Berater ja schon dargelegt. Die Entscheidung können wir Ihnen nicht abnehmen ;)
Ich gehe davon aus, dass es sich um einen Vertreter handelt, der ja als "Auge und Ohr" der Gesellschaft jetzt auf jeden Fall das abzusichernde Risiko kennt. Das gibt Ihnen für einen eventuellen Schadenfall zusätzliche Sicherheit.

@Jack: Der Tipp mit Haus und Grund ist schön und gut, aber dort gibt es genau einen Anbieter. Daher kann die Empfehlung genauso falsch sein, wie jeder andere Tarif, den wir hier nicht empfehlen ;)

Gruß

4

Donnerstag, 16. August 2012, 20:44

Mir wurde angeraten evtl. gegen die Ausweisung des Baulandes ohne Auflagen bezüglich der Verkehrssicherung
Widerspruch und ggf. Klage gegen die Gemeinde zu erheben.


Würde so etwas von meiner Rechtschutzversicherung getragen?

Natürlich kennt ihr nicht meinen Rechtschutzvertrag (Privat, Beruf + Verkehr), aber es könnte ja sein,
dass ihr gleich sagt "Kannst Du vergessen, sowas zahlt keine Rechtschutz..."

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5

Freitag, 17. August 2012, 08:07

Hallo,
dass ihr gleich sagt "Kannst Du vergessen, sowas zahlt keine Rechtschutz..."
so sieht´s aus. Dafür gibt es den Baustein "Wohnungs- und Grundstücksrechtschutz"

Gruß

6

Freitag, 17. August 2012, 08:34

Ah danke für die Info, dann sollte ich das vielleicht jetzt abschließen. Noch bin ich ja nicht Grundstückseigentümer und die offizielle Aufstellung des Bebauungsplanes hat noch nicht bekommen.

Momentan gibt es hierzu eine Art Vorplanung. Den genauen Begriff kenne ich jetzt nicht.


7

Freitag, 17. August 2012, 19:34

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