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Donnerstag, 22. September 2016, 10:26

Lohnt sich meine Entgeltumwandlung noch?

Entgeltumwandlungsvertrag noch?
Ich hatte vor 5 Jahren einen Entgeltumwandlungsvertrag über meinen Arbeitgeber abgeschlossen. ICh zahle dort 150 Euro ein die direkt vom Brutto abgezogen werden. Netto macht das wohl 83 Euro aus. Mein Arbeitgeber zahlt nichts dazu. Ich wusste dass ich Steuern nachbelagert bezahlen muss. Aber dass ich dann bei Auszahlung noch Sozialabgaben nachzählen muss davon war nie die Rede. Auch nicht dass sich meine gesetzliche Rente verringert. Bei 100 Euro Sparbetrag pro Jahr geht sie wohl um ca. einen Euro runter. Das wären bei mir dann über die ganze Laufzeit mit 150 Euro Sparbetrag ca. 67 Euro weniger gesetzliche REnte.
Ich bin nun sehr verärgert und stark am zweifeln ob ich den Vertrag nicht ganz kündige oder zumindest still lege und anders vorsorge. In diesem Vertrag habe ich wohl 2.25 Garantiezins. Nach 40 Jahren Laufzeit bekomme ich garantiert 99921 Euro einmalbetrag oder 356 Rente. Wenn ich davon aber die Steuern und Sozialabgaben und den Verlust der gesetzlichen REnte ( bei z.b. Lebenserwartung von noch 15 Jahren) abrechnen, bleibt vielleicht ein kleiner Gewinn von 7000 Euro übrig. Allerdings habe ich mit den nedrigsten Steuer und Sozialabgabensätzen gerechnet. Wer weiß ob sich das nicht alles erhöht in 35 Jahren. Allerdings fehlen mir die Alternativen. Private Riester kosten zuviel. Nun bin ich auch schon über 32. Ich habe noch eine kleine Lebensversicherung mit 50 Euro die auf jeden Fall bleibt. Jetzt überlege ich eben diese Entgeltumwandlungsvertrag still zu legen (oder zu kündogen) und einfach so Geld fürs Alter weg zu legen Ohne jahrzehntelang gebundenen Vertrag. Habe gelesen dass es auch Gebühren Kosten kann wenn man den Vertrag still legt . Meine Versicherung könnte mir keine klare Antwort geben. Bei bis jetzt eingezahlten 9000 Euro würde ich bei still Legung bis Ende dann 15600 raus bekommen
Ich weiß einfach nicht was ich machen soll...Es ärgert mich total dass man bei solchen Verträgen immer abgezockt wird. Da mit aber die Alternativen Anlegemöglichkeit fehlt habe ich aber auch evtl. ein schlechtes Gewissen wenn ich kündige/still lege und nur die andere geringe Lebensversicherung fürs Alter habe. Was würdet ihr mir empfehlen?
Da ich vom öffentlichen Dienst noch eine Zusatrete bekomme bin ich mit meinen Beträgen über der Beitragsbemessungsgrenze. Das heißt ich zahle Ende des Jahres einen teil Sozialversicherungsbeiträge. Zahle ich diese dann bei Auszahlung trotzdem nochmal? Oder wird das dann im Alter nicht nochmal berechnet ? Lohnt sich dann so etwas? Wenn man über diese Grenze kommt?
Vielen Dank an alle.

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 629

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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Donnerstag, 22. September 2016, 23:38

Hallo,

es ist richtig, dass die derzeitige Regelung mit den Beiträgen zur KV im Alter die Attraktivität der Gehaltsumwandlung gegenüber einer privaten Vorsorge praktisch aufhebt. Genau kann man es nie sagen, weil ja niemand 30 Jahre in die Zukunft schauen kann.

Hier ist aber einmal eine Entscheidung getroffen worden. Kündigen ist auf jeden Fall die schlechteste Lösung, wenn überhaupt möglich, sind alle Vorteile zurückzuzahlen. Zudem sind garantierte 2,25% gegenüber allen derzeitigen Anlagen eine traumhafte Rendite. Außerdem sind in dem Vertrag inzwischen die Abschlußkosten bezahlt.

Also mindestens halten oder weiterzahlen, mindestens bis sich Besseres auftut.

Die Frage erinnert mich an eine Frage in einem anderen Forum. Auch hier ist mit Beitragsbemessungsgrenze wohl etwas ganz anderes gemeint, nämlich die Höchstgrenze für Steuerfreiheit und SV-Freiheit ? Wenn die Höchstgrenze für die Sozialversicherungsfreiheit überschritten ist, fällt immerhin die weiter oben beklagte Reduzierung der Rente insoweit fort. Im Alter zahlt man Beiträge für Renten- und Pflegeversicherung, nicht für andere Zweige der Sozialversicherung.

Viel Glück

Barmer

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