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Samstag, 2. November 2013, 19:25

Berufsunfähigkeitsversicherung und fondsgebundene Rentenversicherung, Allgemeine Fragen

Hallo Community,

Auf Empfehlung eines Arbeitskollegen, habe ich mich hier angemeldet, um mit eurer Hilfe Informationen über ein Thema zu bekommen, von dem ich grundsätzlich kaum Ahnung habe.
Und zwar geht es um meine Freundin...Vor einigen Jahren hat ein Versicherungshai die Unwissenheit von den Eltern meiner Freundin ausgenutzt und sage und schreibe 13 Versicherungen für die gesamte Familie abgeschlossen. Vier dieser Versicherungen (Rechtsschutzversicherung, Haftpflicht, Berufsunfähigkeitsversicherung und Rentenversicherung) laufen bzw. liefen auf den Namen meiner Freundin. Die Rechtsschutz -und Haftpflichtversicherung (Laufzeit 5 Jahre) konnten wir nun nach dem 3. Jahr kündigen und zu einem anderen Versicherungsunternehmen mit besseren Konditionen und geringeren Beiträgen wechseln.

Bei der Berufsunfähigkeits -und fondsgebundenen Rentenversicherung scheint eine Kündigung prinzipiell zwar möglich zu sein, wirft allerdings einige Fragen auf. Wir haben bereits zum Ende des Monats einen Termin bei der Verbraucherzentrale. Da allerdings die Sprechzeit auf 30 Minuten begrenzt ist, wollten wir uns so gut es geht in das Thema einlesen und so viele Informationen wie möglich sammeln, um bei der Verbraucherzentrale mitreden zu können.

Zur besseren Orientierung habe ich für euch die entsprechenden Absätze der Policen abgetippt:

Berufsunfähigkeitsversicherung:

Zitat

§8.1: Sie können ihre Versicherung jederzeit zum Schluss der Versicherungsperiode ganz oder teilweise schriftlich kündigen, frühestens jedoch zum Schluss des ersten Versicherungsjahres.
§8.2: Kündigen Sie Ihre Versicherung nur teilweise (z.B. indem Sie die versicherte Rente oder den Beitrag herabsetzen), muss die verbleibende beitragspflichtige Jahresrente mindestens EUR 600,00 betragen
§8.3: Mit Kündigung erlischt die Versicherung, ohne das ein Rückkaufwert fällig wird.
§8.4: Eine Umwandlung in eine beitragsfreie oder eine Rückzahlung der Beiträge ist ausgeschlossen.
fondsgebundene Rentenversicherung:

Zitat

§15.1: Vor Rentenbeginn können Sie den Vertrag jederzeit mit einer Frist von zwei Wochen zum nächsten Monatsersten kündigen.
§15.2: In diesem Fall erstatten wir Ihnen den Rückkaufswert gemäß §176 Versicherungsvertragsgesetz. Dieser wird nach den anerkannten Regeln der Versicherungsmathematik als Zeitwert Ihrer Versicherung berechnet, wobei ein als angemessen angesehener Abzug erfolgt. Der Abzug beträgt im ersten Jahr 10% des Zeitwerts. Er verringert sich anschließend jährlich um einen gleichen
Prozentsatz (linear) bis auf 2% des Zeitwerts im letzten Jahr vor Erreichen des 60. Lebensjahres. Bei einer Kündigung nach Erreichen des 60. Lebensjahres erfolgt kein Abzug.
§15.3: Zusätzlich zahlen wir das Fondsvermögen vermindert um einen Abzug in Prozent des Fondsvermögens. Der Abzug beträgt im ersten Jahr 10% des Zeitwerts. Er verringert sich anschließend jährlich um einen gleichen Prozentsatz (linear) bis auf 2% des Zeitwerts im letzten Jahr vor Erreichen des 60. Lebensjahres. Bei einer Kündigung nach Erreichen des 60. Lebensjahres erfolgt kein Abzug.
$15.4: Allerdings sind wir gesetzlich verpflichtet, alle gesetzlichen Zulagen und etwaige steuerliche Förderungen einzubehalten und an die zuständige staatliche Stelle abzuführen. Soweit die Versicherungsleistung zur Rückzahlung nicht ausreicht, erhalten Sie einen Rückforderungsbescheid von der zuständigen staatlichen Stelle.
§15.5: Den Bewertungsstichtag für Ihre Fondsanteile entnehmen Sie bitte dem Anhang.
§15.6: Bitte beachten Sie, dass Sie bei Kündigung regelmäßig erhebliche finanzielle Nachteile haben. Wir raten deshalb von einer Kündigung ab. Sprechen Sie vorher mit uns.
Wie man sieht, ist in beiden Fällen eine Kündigung problemlos möglich. Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung würde meine Freundin laut §8.4 nichts von den geleisteten Beitragszahlungen zurückbekommen. Was passiert den mit in den vergangenen 94 Monaten geleisten Zahlungen von immerhin rund 1450 Euro? Gibt es außerdem eine Seite um den Rückkaufswert für die fondsgebundene Rentenversicherung zu berechnen. Ich bin zwar selber Diplom Ingenieur, aber diese versicherungsmathematischen Berechnungen sind selbst für mich zu kompliziert. Welche finanziellen Nachteile könnten laut §15.6 auf Sie zu kommen?

Entschuldigt bitte den umfangreichen Beitrag, ich danke euch jetzt schon mal für eure hoffentlich zahlreichen Antworten.

Viele Grüße
Weezy

pas-ko

V.I.P.

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2

Samstag, 2. November 2013, 19:45

Zitat

Vor einigen Jahren hat ein Versicherungshai die Unwissenheit von den Eltern meiner Freundin ausgenutzt


Ich wusste gar nicht, dass es auch Versicherungshaie gibt... kenn Weiße Haie, Hammerhaie... aber von Versicherungshaien hab ich jedenfalls noch nichts gehört.

Auch, wenn mir so manches Vorgehen diverser Versicherungsvermittler sauer aufstößt, so gehören zum Vertragsschluss doch immer zwei Parteien, die (wie in dem von Ihnen beschriebenen Fall) wohl beide zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses der vollen Geschäftsfähigkeit unterlagen. Oder nicht?

Und die rein schiere Anzahl von Verträgen, die vermittelt wurden

(ja, vermittelt und nicht abgeschlossen. Und Versicherungsverträge, nicht Versicherungen. Es werden Verträge vermittelt. Als Dipl.-Ing. sind Sie ja mit korrekten Termini vertraut. Verträge abschließen können nur Vertragspartner, oder Abschluss-Agenten, die eine besondere Vollmacht des jeweiligen Vertragspartners haben, in deren Namen Rechtsgeschäfte verbindlich einzugehen, dass trifft aber auf die weitaus überwiegende Anzahl der Vermittler nicht zu)

sagt noch gar nichts über die Qualität des vermittelten Versicherungsschutzes aus. Die Fähigkeit, Leistungskomponenten von Versicherungsverträgen substantiiert zu beurteilen, spreche ich vielen Menschen ab.

Daher stellt sich zunächst die Frage, aus welchem Grund Sie den vermittelten Versicherungsschutz für nicht geboten halten.

Wenn vorher gleichartige Verträge nicht bestanden haben, so sehe ich (zumindest anhand der spärlichen Informationen) noch kein zweifelhaftes Vorgehen, insbesondere, wenn so wichtige Sparten wie Berufsunfähigkeit und Privat-Haftpflicht dabei sind.

Zu Ihrer konkrete Frage mögen sich anders äußern, aber die Polemik, mit der Sie die Situation beschrieben haben, ist unnötig.


Ich schreibe hier als Privatperson. Versicherung ist auch mein Hobby 8o
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3

Samstag, 2. November 2013, 20:16

Bei allem nötigen Respekt, was soll jetzt bitte diese Belehrung. Ich habe lediglich die Ausgangssituation beschrieben. Das die Eltern meiner Freundin naiv waren und so viele Versicherungen abgeschlossen haben, steht hier gar nicht zur Debatte. Also müssen Sie sich auch nicht gekränkt fühlen und Ihren Kollegen verteidigen.

Spärlichen Informationen? Ich habe Fragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung und fondsgebundene Rentenversicherung und habe dazu die entsprechenden Absätze zu denen ich eine Frage habe aus den AGBs abgetippt. Wenn das falsch oder nicht ausreichend war, dann wäre es doch viel besser gewesen, wenn Sie mir die notwendigen Punkte zur Klärung meiner Fragen stichpunktartig erläutert hätten. Aber ein Rundumschlag, in dem Sie Ihre persönliche Leseinkompetenz unter Beweis stellen, war wohl Ihrer Meinung nach anscheint der bessere Weg.

Also nochmal als Zusammenfassung. Es geht NICHT, um die Naivität der Eltern meiner Freundin, es geht NICHT um die Qualität der abgeschlossenen Verträge, es geht auch NICHT um irgendein zweifelhaftes Vorgehen von Seiten des Versicherungsvermittlers. Es geht lediglich um die Klärung der o.g. Fragen.

In der Hoffnung, dass von nun an meine Fragen behandelt werden, wünsche ich allen ein angenehmen Samstagabend
Grüße W.

pas-ko

V.I.P.

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4

Samstag, 2. November 2013, 20:50

Zitat

Aber ein Rundumschlag, in dem Sie Ihre persönliche Leseinkompetenz unter Beweis stellen, war wohl Ihrer Meinung nach anscheint der bessere Weg.


Nö. Rundumschlag? Wo? Ach so... es heißt "anscheinend"...


Zitat

Und zwar geht es um meine Freundin...Vor einigen Jahren hat ein Versicherungshai die Unwissenheit von den Eltern meiner Freundin ausgenutzt und sage und schreibe 13 Versicherungen für die gesamte Familie abgeschlossen.


Keine Polemik? Das ist nicht die Beschreibung einer Ausgangssituation, sondern Ausdruck subtiler Wertung. Aber egal.


Vergessen Sie bitte eines nicht: In diesem Forum sind viele Menschen unterwegs und opfern hier ihre Zeit, die sich Ihr monatliches Auskommen durch Vermitteln von Versicherungsverträgen verdienen müssen. Also von dieser Seite aus, bitte ich um Respekt.

Insofern könnte dieser von Ihnen beschriebene "Versicherungshai" durchaus in unseren Reihen sitzen. Es könnte sogar sein, dass er seinen Job objektiv betrachtet gut gemacht hat.



Zitat

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung würde meine Freundin laut §8.4 nichts von den geleisteten Beitragszahlungen zurückbekommen. Was passiert den mit in den vergangenen 94 Monaten geleisten Zahlungen von immerhin rund 1450 Euro?


Die verbleiben dort, wo sie jetzt sind. BU ist grundsätzlich (vorsorglich: das heißt, mit Ausnahmen) eine reine Risikoversicherung, warum sollte der Versicherer bei Kündigung etwas ausbezahlen? Er hat die Gefahr getragen. Dass Ihre Freundin nun nach so kurzer Zeit kündigt, das berücksichtigt die Risikokalkulation nicht. Möglicherweise war das bezahlte Geld für die eingezahlte Dauer nicht adäquat, aber das nennt man dann Storno-Gewinn und steht dem Versicherer zu.


Zitat

Gibt es außerdem eine Seite um den Rückkaufswert für die fondsgebundene Rentenversicherung zu berechnen.


Bei fondsgebunden Versicherungen gibt es keinen Rückkaufswert. Es gibt das Fondsguthaben. Das wird bei vorzeitiger Kündigung des Vertrages ausbezahlt. Wie hoch das ist, lässt sich von außen nicht berechnen.

Das Fondsguthaben bildet sich aus den Einzahlungen des, ich sags mal einfach, Sparanteils der monatlichen Prämie (den die Versicherer nicht ausweisen). Damit werden Anteile von Fonds gekauft. Die Unterliegen Wertschwankungen.

Wie hoch das Fondsguthaben aktuell ist, kann Ihnen Ihr Versicherer mitteilen. Damit wissen Sie aber aufgrund weiterer Wertschwankungen noch nicht, wie hoch das Fondsguthaben zum Zeitpunkt der Auszahlung sein wird.

zu 15.6

Der Nachteil besteht in der Tat aus der Versicherungsmathematik.

Bei Abschluss des Versicherungsvertrages entstehen sogenannte Abschlusskosten, welche auf max. 5 Jahre verteilt werden. Des Weiteren gibt es Verwaltungskosten, die permanent anfallen.

Alle Kosten müssen durch Prämie gedeckt werden.

Insofern wird der monatliche Zahlbetrag in
a) Kostenanteil (bestehend aus Abschluss- und Verwaltungskosten)
b) Sparanteil
aufgeteilt.

Was der Versicherer mit den Nachteilen meint: Der Auszahlungsbetrag wird deutlich niedriger ausfallen, als die Summe der eingezahlten Beiträge. Insbesondere die Abschlusskosten tragen hieran besonderen Anteil. Wie ich beschrieben habe, werden diese auf 60 Monate aufgeteilt.

Prämie ./. Verwaltungskosten ./. Abschlusskosten (nur in den ersten 60 Monaten) = Sparanteil

Der Kostenanteil der Prämie ist, äh, W-E-C-H. Wech. hat jetzt der Versicherer. So einfach.


Soviel dann nun zum Grundkurs "Kalkulation der Lebensversicherung".


Zitat

Also nochmal als Zusammenfassung. Es geht NICHT, um die Naivität der Eltern meiner Freundin, es geht NICHT um die Qualität der abgeschlossenen Verträge, es geht auch NICHT um irgendein zweifelhaftes Vorgehen von Seiten des Versicherungsvermittlers.


Ich muss Ihnen widersprechen.

Es geht schon um die Qualität der abgeschlossenen Verträge. Insbesondere geht es auch darum, ob der Versicherungsnehmer den Versicherungsschutz grundsätzlich wünscht. (Von Brauchen will ich gar nicht reden, gebraucht wird der grundsätzlich immer).

Wenn Sie die Verträge kündigen wollen, OK, tun Sie das.

Wenn Sie die Verträge durch andere ersetzen wollen, ist eine Prüfung der Qualität der Verträge dringend angezeigt. Insbesondere in den Sparten, in denen eine Gesundheitsprüfung stattfindet.

Mein Rat:

Suchen Sie sich einen versierten Versicherungsmakler. Falls Sie nicht wissen, was das ist: §34d GewO klärt Sie auf. Oder suchen Sie sich einen versierten Versicherungsberater (s. §34e GewO.)

Aber wenn Sie es unbedingt bei der Verbraucherzentrale versuchen wollen, dann tun Sie es halt. Viele Grüße an Edda Jahns.

Und viel Glück!


Ich schreibe hier als Privatperson. Versicherung ist auch mein Hobby 8o
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Framal

Versicherungsprofi

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5

Samstag, 2. November 2013, 20:51

Hallo weezy,

die Kündigungsfristen, worauf sich das Erstpostig fast ausschließlich bezieht, kann man ohne Vorbereitung bei der Verbraucherschutzzentrale klären. Aber eigentlich reicht da auch ein Anruf bei dem Versicherungsunternehmen.

Ich hoffe mal Du bist der Überzeugung, dass eine Bu sinnvoll ist. Das "Ding" hat in 94 Monaten 1.450 € gekostet, also doch immerhin über 15 € je Monat. Das erschein mir vom Beitrag her weder im BU-Fall, noch im Punkto Altersvorsorge sehr sinnvoll zu sein. Ich würd's mit einem Versicherungsmakler(in) oder -berater(in) und nicht mit der Verbraucherschutzzentrale versuchen. Lies Dich doch mal hier in das Thema BU ein. Da sind sehr viele Hinweise enthalten. Oder wende Dich hier an einen Berater, bezüglich einer vernünftigen Beratung.

Zitat

Was passiert den mit in den vergangenen 94 Monaten geleisten Zahlungen von immerhin rund 1450 Euro?
Die sind wohl weg.

Zitat

Gibt es außerdem eine Seite um den Rückkaufswert für die fondsgebundene Rentenversicherung zu berechnen.

Es müsste doch eine Wertmitteilung der Gesellschaft geben. Da steht das drin.

Zitat

Welche finanziellen Nachteile könnten laut §15.6 auf Sie zu kommen?

Beispielsweise werden die Abschlusskosten einer Versicherung auf die ersten 5 Jahr verteilt. Die Versicherung läuft seit über 7 Jahren, die Gebühren sind bezahlt und das Geld ist weg.


MfG

Framal

6

Sonntag, 3. November 2013, 10:44

Guten Morgen und vielen Dank für diese ausführlichen Beiträge...

Zitat

Ich hoffe mal Du bist der Überzeugung, dass eine Bu sinnvoll ist. Das
"Ding" hat in 94 Monaten 1.450 € gekostet, also doch immerhin über 15 €
je Monat. Das erschein mir vom Beitrag her weder im BU-Fall, noch im
Punkto Altersvorsorge sehr sinnvoll zu sein
Da stimmen wir dir völlig zu. Das ist auch der Hauptgrund, weshalb wir diesen Vertrag kündigen wollen. Hinzukommt, dass der Arbeitgeber meiner Freundin ab Dezember eine betriebliche Altersvorsorge zahlt. Der Storno-Gewinn, soll uns in Zukunft eine Lehre sein. Wie heißt es so schön, man lernt aus Fehlern.

Zitat


Es müsste doch eine Wertmitteilung der Gesellschaft geben. Da steht das drin.
Wir haben in der Tat in den Unterlagen meiner Freundin etwas gefunden, das eine Wertmitteilung aus dem letzten Jahr sein könnte. Ich tippe es euch mal ab:

Zitat

Fondsvermögen zum 31.12.2012:
Lingohr-Systematic-LBB-Invest, Rücknahmepreis: 88,09 Euro
Anzahl der Fondsanteile: 8,8217 Anteile
Fondsvermögen: 777,11 Euro

Das gesamte Fondsvermögen beträgt zum 31.12.2012: 777,11 Euro

Gebildetes Kapital und Rückkaufwert:
Das zusätzlich zum Fondsvermögen gebildete Kapital beträgt zum 31.12.2012: 786,49 Euro
Das gesamte bisher gebildete Kapital beträgt zum 31.12.2012: 1563,60 Euro
Der Rückkaufwert beträgt zum 31.12.2012: 1429,53 Euro

Bitte beachten Sie, dass wir bei Kündigung des Vertrags gesetzlich verplichtet sind, alle gesetzlichen Zulagen und etwaigen steuerlichen Förderungen einzubehalten und an die zuständige staatliche Stelle abzuführen. Soweit der Rückkaufswert der Rückzahlung nicht ausreicht, wird die zuständige staatliche Stelle den restlichen Betrag vo Ihnen einfordern.
Die Summen sind jetzt cirka 1 Jahr nach dem dieses Schreiben erstellt wurde sicherlich gestiegen, aber was sagt uns das jetzt? Wenn wir kündigen, dann bekommen wir den Rückkaufwert (Stand 12/12) 1429,53 Euro zurück? Sind in diesem Rückkaufwert bereits die gesetzlichen Zulagen und etwaigen steuerlichen Förderungen abgerechnet, von denen im letzten Absatz die Rede ist oder kommt das noch hinzu?

Zitat

Beispielsweise werden die Abschlusskosten einer Versicherung auf die
ersten 5 Jahr verteilt. Die Versicherung läuft seit über 7 Jahren, die
Gebühren sind bezahlt und das Geld ist weg.
OK, sehe ich das richtig, dass uns diesbezüglich keine Überraschungen erwarten?

Nochmals vielen Dank für die ganzen Insiderinfos, ihr helft uns wirklich sehr.
Vielen Dank und einen schönen Sonntag
Grüße W.

pas-ko

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7

Sonntag, 3. November 2013, 12:24

Oh, das ist eine sog. Riester-Rente, oder auch Zulagen-Rente nach dem AVermG.

Da hingegen gibt es wieder einen Rückkaufswert, auch wenn es eine fondsgebundene Rentenversicherung ist. Der Sparanteil wird in mind. 2 Töpfe bezahlt:

1.) ein Topf, der nach den Regeln der konventionellen, sprich, kapitalbildenden Versicherungen anlegt, um die Beitragserhaltungsgarantie zum Ablaufdatum zu sichern --> daraus resultiert "Rückkaufswert"
2.) ein Topf, aus dem Fonds oder deren Anteile gekauft werden --> unterliegt Wertschwankungen



Zitat

Wenn wir kündigen, dann bekommen wir den Rückkaufwert (Stand 12/12) 1429,53 Euro zurück? Sind in diesem Rückkaufwert bereits die gesetzlichen Zulagen und etwaigen steuerlichen Förderungen abgerechnet, von denen im letzten Absatz die Rede ist oder kommt das noch hinzu?


Wenn Ihr kündigt, werden erhaltene Zulagen von dem Betrag noch abgezogen. Wie viel das ist? steht auch irgendwo. Es kommt eine jährliche Mitteilung, aus denen die vom Staat erhaltenen Zulagen ersichtlich sind.

Zudem werden etwaige steuerliche Vorteile noch abgezogen, die der Versicherer gar nicht kennt, denn diese Vorteile kann der Versicherungsnehmer nur durch jährliche Steuererklärung erhalten.




Hier würde ich mir eine Kündigung sehr wohl überlegen. Der Vertrag fängt jetzt gerade an, rentabel zu werden, da die Abschlusskosten getilgt sind. Im Grunde habe Ihr folgende Möglichkeiten:

1.) Beitragsfreistellung des Vertrages

Zulagen bleiben im Vertrag, der Rückkaufswert und die Fondsanteile bleiben unangetastet. Ihr könnte jederzeit die Beitragszahlung wieder aufnehmen und an die aktuellen Verhältnisse anpassen.

Die max. Förderung von 154 EUR pro Jahr (zzgl. Kinder, wenn vorhanden), gibt es, wenn 4% des sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens des Vorjahres inkl. Zulage gezahlt werden. (Das kannst Du als Dipl. Ing. berechnen)

2.) Anpassung an die aktuellen Verhältnisse

Die max. Förderung von 154 EUR pro Jahr (zzgl. Kinder, wenn vorhanden), gibt es, wenn 4% des sozialversicherungspflichtigen Bruttoeinkommens des Vorjahres inkl. Zulage gezahlt werden. (Das kannst Du als Dipl. Ing. berechnen)


3.) Kündigung des Vertrages

Ausgezahlt werden der ausgewiesenen Rückkaufswert + Fondsguthaben (Wert der Fondsanteile zum Auszahlungszeitpunkt) ./. erhaltene Zulagen ./. eventuelle erhaltene, steuerliche Vergünstigungen (weiß das Finanzamt)

Danach ist der Vertrag erloschen.

4.) Anbieterwechsel

Ihr schließt ein anderes Produkt aus den Möglichkeiten der Riester-Rente ab und beantragt, das Kapital der jetzigen Police auf die neue zu übertragen. Vorteil ist, das erhaltene Zulagen und steuerliche Vorteile bleiben, wo sie sind: Nämlich im Wert des Vertrages, jetzt halt des neuen Vertrages.

Nachteil: Wenn Ihr wieder ein Produkt einer Versicherungsgesellschaft abschließt (das durchaus seine Vorteile gegenüber Bank und Investment-Produkte hat), dann werden wieder Abschlusskosten fällig.




Die Abschlusskosten liegen irgendwo zwischen 5% und 10% der Beitragssumme, eher bei 10%. Beispiel:

Ihre Freundin ist 30 Jahre alt. Der neue Vertrag wird auf Endalter 67 geschlossen. Die Beitragszahlungsdauer beträgt 37 Jahre. Der monatliche Beitrag, nehmen wir mal an, 50 EUR. Dann liegt die Beitragssumme bei:

37 Jahre x 12 Monate x 50 EUR = 22.200 EUR

Die Abschlusskosten für den neuen Vertrag, die auf 5 Jahre verteilt werden, betragen also zwischen 1.100 und 2.200 EUR, eher Letzteres.

Das sind für mich 2.200 gute Gründe, die Varianten 3) und 4) gründlich zu überdenken und die Finger von zu lassen.


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Framal

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8

Sonntag, 3. November 2013, 16:40

Hallo weezy,

also doch mal den Rat eines Experten (VS-Makler, VS-berater) einholen. Und weil da eine Fondsanlage mit dran hängt, vorzugsweise jemanden, der sich auch damit auskennt und damit arbeitet. Ich kann mich erinnern, dass dieser Fonds vor 5 Jahren in aller Munde war, dann aber etwas "auf der Strecke" blieb. Aber, in den letzten 5 Jahren stehen hier im Fonds + 70% zubuche, was über 11% p.a. entspricht. Leider fast alles bis etwa 12/2011 erwirtschaftet und seither nur eine leicht steigende Fondsentwicklung.

Der AG der Freundin zahlt ab Dez. eine BAV. Das ist ein sinnvoller Baustein in der Altersvorsorge, aber ob das mit einer BU kombiniert werden soll(te)?

Überlegt es Euch doch einfach mal, einen Berater einzuschalten.

MfG und schönen Restsonntag

Framal

9

Sonntag, 3. November 2013, 16:55

Obwohl Option 3+4 von Ihnen nicht empfohlen wird, möchten wir diesen Weg einschlagen und den Vertrag kündigen. Wie könnte man nun am geschicktesten ein Schreiben mit der Bitte zur Berechnung des aktuellen Rückkaufwertes unter Berücksichtigung aller Kosten aufsetzen. Reicht dafür ein formloses Schreiben mit Angabe aller Vertragsdaten ala

Zitat

Sehr geehrte Damen und Herren,

Aus gegebenem Anlass benötige ich für meine fondgebundene Rentenversicherung eine Berechnung meines aktuellen Rückkaufwertes unter Berücksichtigung aller Kosten für den Fall einer Kündigung.

Mit der Bitte um eine schnelle Bearbeitung verbleibe ich mit

Mit freundlichen Grüßen
Wir haben auch schon unsere Kündigungsschreiben aufgesetzt. Es wäre sehr nett, wenn Ihr uns dazu auch nochmal ein Feedback geben könntet.

Kündigungsschreiben fondsgebundene Rentenversicherung:

Zitat

Betreff: Kündigung meiner fondsgebundene Rentenversicherung

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich meine fondsgebundene Rentenversicherung (VERTRAGSNAME bei VERSICHERUNGSUNTERNEHMEN) fristwahrend zum nächsten Monatsersten.
Ich habe außerdem kein Interesse weitere Verträge abschließen und bitte daher von jeglichen Rückwerbeversuchen abzusehen. Die Ihnen von mir erteilte Einzugsermächtigung erlischt automatisch mit Ablauf der Vertragslaufzeit.

Bitte senden Sie mir eine schriftliche Bestätigung der Kündigung unter Angabe des Beendigungszeitpunktes zu und überweisen Sie bitte das Guthaben auf das folgende Konto:

NAME DER BANK
Kontoinhaber: NAME DES KONTOINHABERS
Kontonummer : KONTONUMMER
Bankleitzahl: BANKLEITZAHL
IBAN:
BIC:

Mit freundlichen Grüßen
Kündigungsschreiben Berufsunfähigkeitsversicherung:

Zitat

Betreff: Kündigung meiner Berufsunfähigkeitsversicherung

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erkläre ich die Kündigung meiner Berufsunfähigkeitsversicherung, mit der Vertragsnummer XXXXXX zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Die bestehende Einzugsermächtigung widerrufe ich zum selbigen Zeitpunkt. Bitte bestätigen Sie die Kündigung schriftlich und teilen Sie mir den Beendigungszeitpunkt mit und sehen Sie von etwaigen Rückwerbeversuchen ab.

Mit freundlichen Grüßen

Weiterhin einen schönen Sonntag
Viele Grüße
W.

pas-ko

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10

Sonntag, 3. November 2013, 18:29

Zitat

Obwohl Option 3+4 von Ihnen nicht empfohlen wird, möchten wir diesen Weg einschlagen und den Vertrag kündigen.


Nun, was soll man dazu sagen. Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.

Zitat

Wie könnte man nun am geschicktesten ein Schreiben mit der Bitte zur Berechnung des aktuellen Rückkaufwertes unter Berücksichtigung aller Kosten aufsetzen. Reicht dafür ein formloses Schreiben mit Angabe aller Vertragsdaten ala


Sofern Sie mit Kosten meinen, was der Versicherer in die Auszahlung gibt, ist das Schreiben unnötig. Den Wert hat er ja bereits mitgeteilt (Stand 12/2012). Die erhaltenen Zulagen wird er Ihnen auch mitgeteilt haben. Ihre private Steuersituation (ob Steuererstattungen erhalten wurden), woher soll das Ihr Versicherer wissen?

Wie Sie es formulieren, ist Ihre Sache. Was der Versicherer versteht, eine ganz andere, und was der Versicherer kann, davon nochmals abweichend.

Falls Sie Absolution erhalten möchte, kann ich Ihnen diese nicht erteilen.

Allein aus fachlicher Sicht ist es grundfalsch, eine langjährig laufende BU-Versicherung zu kündigen, ohne entsprechenden Ersatz dafür zu haben. Dafür würde jeder Vermittler, sollte es zu einem Verfahren kommen, schadenersatzlich verurteilt werden.


Aber bekanntlich ist dem Ingenieur ja nichts zu schwör. Selbst disziplinfremde Angelegenheiten klärt er (ohne Ausbildung und Verstand in diesem Fach) im Nu.


Den Termin bei der Verbraucherzentrale, warum ersparen Sie sich nicht die Zeit und das Geld? Rausgeworfen...


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pas-ko

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11

Sonntag, 3. November 2013, 18:38

Ach so, bevor ich es vergesse..

Da mir Adam Riese bekannt ist und auch ich 1+1 zusammenrechnen kann (und mehr ist bekanntlicherweise Mathematik ja auch nicht), werde ich morgen Brücken konstruieren, übermorgen die Statiken für Gebäude berechnen und danach mich dann sofort daran begeben, Roboter zu konstruieren.


Mathematik ist ja bekanntlich die Sprache der Physik, und da ich 1+1 (mehr ist Mathematik ja nicht) rechnen kann, spreche ich also Physik. Der Dipl.-Ing. bedient sich der Physik, also kenne ich keinen Grund, warum ich das nicht können sollte.


Hmmm... so ungefähr kommt mir der Inhalt Ihres Posts vor.


Wie gesagt, ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem interdisziplinären Ausflug.


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pas-ko

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12

Sonntag, 3. November 2013, 18:38

Ach so, bevor ich es vergesse..

Da mir Adam Riese bekannt ist und auch ich 1+1 zusammenrechnen kann (und mehr ist bekanntlicherweise Mathematik ja auch nicht), werde ich morgen Brücken konstruieren, übermorgen die Statiken für Gebäude berechnen und danach mich dann sofort daran begeben, Roboter zu konstruieren.


Mathematik ist ja bekanntlich die Sprache der Physik, und da ich 1+1 (mehr ist Mathematik ja nicht) rechnen kann, spreche ich also Physik. Der Dipl.-Ing. bedient sich der Physik, also kenne ich keinen Grund, warum ich das nicht können sollte.


Hmmm... so ungefähr kommt mir der Inhalt Ihres Posts vor.


Wie gesagt, ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem interdisziplinären Ausflug.


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Barmer

Versicherungsberater

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13

Montag, 4. November 2013, 01:00

on dem ich grundsätzlich kaum Ahnung habe.
Und zwar geht es um meine Freundin...Vor einigen Jahren hat ein Versicherungshai die Unwissenheit von den Eltern meiner Freundin ausgenutzt
Hallo,

man hat zwar zugegebenermassen keine Ahnung von der Materie, ist aber sicher, dass es ein Versicherungshai war und dass die Unwissenheit ausgenutzt wurde. Darüber würde ich nochmal nachdenken.

Es waren zumindest sinnvolle Versicherungen. Ob man mit den billigeren jetzt besser fährt, wird man sehen.

Von der hier diskutierten Kündigung der BU- und Riester- Verträge muss man im jetzigen Stadium jedenfalls abraten.

Eine Versicherung mit Gesundheitsprüfung kündigt man nicht, solange man keine bessere schwarz auf weiss in Händen hält. Und bei der BU ist die parallele Beibehaltung der alten auch eine Option.

Und die Kündigung von kapitalbildenden Versicherungen 3-5 Jahre nach dem Abschluss ist die beste Möglichkeit, Geld zu verbrennen. (Hin und Her macht Tasche leer. ) Zu prüfen wäre vorab, ob Riester weiterhin sinnvoll ist und ob überhaupt Zulagen abgegriffen wurden.

Viel Glück

Barmer

14

Montag, 4. November 2013, 12:39

@pas-ko:
Beraten Sie eigentlich auch so Ihre potentiellen Kunden? Machen Sie sich in der Realität auch über die Entscheidung des Kunden lustig nachdem Sie ihre Fachkompetenz mit Know-How Kauderwelsch unter Beweis gestellt haben oder funktioniert das nur in der virtuellen Welt? Warum kann unsere Entscheidung nicht einfach akzeptiert werden? Es war anscheint mein Fehler in einem Forum meine Frage zu stellen, wo sich offensichtlich mehr Versicherungvermittler tummeln als Leute, die tatsächlich ein Problem haben.

Fairsichert

Fortgeschrittener

Beiträge: 259

Wohnort: Bremen

Beruf: Versicherungsmakler

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15

Montag, 4. November 2013, 13:26

Hallo !

Sie sehen das ganze unter dem Aspekt , dass man hier ihre Entscheidung zu akzeptieren hat.
Das haben wir alle natuerlich.

Im Umkehrschluss haben sie sich aber hilfesuchend an dieses Forum gerichtet , weil sie Fragen hatten , und dann duerfen sie auch Kritik bzw. Anregungen erwarten.

Auch mir erschliesst es sich nicht , weswegen sie ihre Versicherungen kuendigen wollen , und wenn alle Fachkundigen hier uni sono das gleiche Lied singen , geschieht dies weder aus bösem Willen , sondern eher unter dem Aspekt , dem verständlicherweise laienhaften Wissen etwas Boden unter die Fuesse zu geben.

Und sie erwecken , bei allem gebotenen Respekt , den Eindruck , als ob jeder Ratschlag ein Affront gegen sie wäre.

Also nochmal , möglichst neutral in Kurzform :

Eine bestehende BU-Versicherung aufzukuendigen ist , in aller Regel , keine gute Idee. Ohne in ihren Geldbeutel schauen zu wollen , ist bei dem eh recht niedrigen Beitrag sehr wahrscheinlich nur ein Grundversicherungsschutz gegeben. Ein Neuabschluss , sofern ueber die avisierte Betriebliche Altersvorsorge gewuenscht , birgt
neue Kosten , Risiken in Hinblick auf den inzwischen aktuellen Gesundheitszustand inclusive aller Arztbesuche / Behandlungen / Beschwerden der letzten Jahre , sowie generelle Nachteile , die sich in Hinblick auf das Modell "Betriebliche Altersvorsorge" in Verbindung mit einer BU-Absicherung ergeben.

Selbst einen rein bedingungstechnisch besseren Versicherungsschutz werden sie sich wahrscheinlich nur gegen einen Mehrbeitrag erkaufen können.
Mich persönlich wuerde im uebrigen mal interessieren , wie hoch die versicherte BU-Rente ist und wie lange die Versicherungsdauer ist.
Aber auch ein Grundversicherungsschutz ist besser als nichts , und die Absicherung der Arbeitskraft ist , und daran werden sie nicht vorbeikommen , eine
der elementaren Absicherungen.


Von dem Gang zur Verbraucherzentrale in puncto "Riester" halte ich auch nur bedingt etwas. Die genaue Analyse der Situation , des bestehenden Vertrages , der bisher gewährten Zulagen (?) und natuerlich auch die Wuensche der versicherten Person erfordern mehr als ein paar Minuten.
Weiterhin ist es ein unumstösslicher Fakt , dass sie in diesem Fall tatsächlich Geld verschenken. Und unabhängig vom Ton der Antwortenden sollte doch auch ersichtlich sein , dass ein Neuabschluss BAV ( der natuerlich auch Kosten aufwirft) keinen Rettungsanker bietet , um den Verlust der Riester-Rente aufzufangen.

Mir erschliesst sich nicht , warum man diesen Vertrag , nach einer neutralen Beratung, nicht mit einem Betrag "X" weiterfuehrt.

Es bedarf aber in jedem Versicherungsbereich immer einer professionellen Beratung. Selbst in den ( angeblich läppischen) Bereichen Haftpflicht / Rechtsschutz. Viele Menschen tun sich damit schwer , sei es aus "Angst" oder aber dem Irrglauben , Versicherungen im Alleingang bewältigen zu können . Vieleicht sollten sie also ihren scheinbar festgefahrenen Weg noch einmal ueberdenken , und einer Kuendigung steht in letzter Konsequenz natuerlich nichts im Weg .

Ich darf ihnen aber sagen , dass sie mit Sicherheit schon bessere Ideen hatten als ihren avisierten Weg . Lassen sie die bestehenden Verträge
pruefen. Mit etwas Muße und Menschenkenntnis findet sich ein seriöser Berater / Makler , der das macht .

Vielleicht sehen sie dann die Modelle "BU-Absicherung" , "Riester" und "BAV" mit etwas klareren Augen. Und ein seriöser Berater wird ihnen auch immer die jeweiligen Nachteile der Absicherungen erläutern .

pas-ko

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16

Montag, 4. November 2013, 18:37

Hallo Weezy,

mein Kollege Fairsichert hat den Kern des Gesagten sehr schön auf den Punkt gebracht, herzlichen Dank dafür :thumbsup:

Ich habe wirklich absolut kein Problem damit, wenn andere Menschen andere Schwerpunkte setzen. Sollen Sie.

Jedoch habe ich hier den Eindruck, dass Sie mit der Aussage

Zitat

ein XXX die Unwissenheit von den Eltern meiner Freundin ausgenutzt


die Urteilskraft der Ihnen vertrauensvoll zugewandten Personen herabsetzen und die Personen qua guten Glaubens in Sie den (möglicherweise) gleichen Fehler begehen und alles, was eventuell sogar Sinn machen könnte, einfach aufkündigen. Und Sie sich genau die gleiche Unwissenheit zu Nutze machen und damit das gleiche tun, was Sie dem Kollegen, den Sie als "Versicherungshai" titulieren, vorwerfen - nur in umgekehrter Richtung. Möglicherweise eine Schaden anzurichten, und insbesondere im Hinblick auf die Thematik Berufsunfähigkeit möglicherweise einen irreparablen Schaden, das nehmen Sie nicht nur billigend in Kauf (was den Tatbestand des bedingten Vorsatzes erfüllt), sondern lassen in keiner Art und Weise anregende Fragen zu. Es kommt Ihnen noch nicht einmal in den Sinn, erst zu prüfen, und dann zu handeln - so mein Eindruck.

Des Weiteren habe ich den Eindruck, Ihnen geht es einzig und alleine darum, koste es, was es wolle, die Verträge zu kündigen, ohne auch nur den Gedanken zuzulassen, dass der ein oder andere Vertrag durchaus Sinn ergeben könnte.

Dieser Eindruck mündet in den Begriff der "Beratungsresistenz".

Und ich bin der Überzeugung, manche Menschen müssen vor sich selbst geschützt werden. Da es in dem von Ihnen beschriebenen Fall noch nicht einmal um Sie persönlich geht, sondern um Menschen, die Ihnen Vertrauen schenken, so sind diese vor allem vor Ihnen zu schützen.

Daher kann ich nur nochmals an Sie appellieren, Ihre Entscheidungen zu überdenken. Im Zweifel sind die betroffenen Personen gleich 2x angeschmiert:
- das 1. Mal durch den vermeintlichen Versicherungshai
- das 2. Mal durch Ihr (zumindest bis hier hin offenkundig) fachlich falsches und unbelehrbares und undurchdachtes Handeln (zumindest scheint es so zu sein)

Ich habe den Eindruck, Sie lassen noch nicht einmal den Gedanken zu, dass (Ironie-Modus) sogar ein Versicherungsvermittler Kenntnisse haben könnte, die in dem Ihre Freundin und Eltern betreffenden Fall zur Lösung beitragen könnten.



Mir fehlt die Kenntnis darüber, was der Grund für Ihre Aversion gegenüber Vermittlern ist - ich denke aber, die ist vorhanden.



Was meine Zeit hier in diesem Forum anbelangt, stelle ich für mich fest:

a) der weitaus überwiegende Teil derer, die sich hier engagieren (und zwar unentgeltlich!), sind Vermittler.
b) die Tipps und Ratschläge, die bisher in diesem Forum erteilt wurden, hatten stets aufrichtige Hilfe zum Ziel


Insofern nochmal: Nutzen Sie die von Ihnen beschriebene Unwissenheit der Eltern Ihrer Freundin sowie die derselbigen jetzt nicht auch aus, indem Sie kopflos und überstürzt alles kündigen, was Ihnen das so in die Quere kommt!

Jede Zunft hat Fachkundige, Fachunkundige, Aufrichtige und Unaufrichtige Mitglieder. Aber jede Zunft für sich hat auch ihren Wissensvorteil Außenstehenden gegenüber.

Ich für meinen Teil bin der Überzeugung, dass es durchaus legitim ist, (insbesondere begründete!!) Kritik an vorgebrachten Plänen zu äußern.


Ich schreibe hier als Privatperson. Versicherung ist auch mein Hobby 8o
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17

Samstag, 23. November 2013, 12:18

Mit den Haien meinte er bestimmt nur wie gefährlich und rücksichtlos sie agieren

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