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Dienstag, 21. Januar 2014, 14:53

Rentenversicherung "geerbt"??

Liebe Leser,

ich habe eine Frage zu folgendem Sachverhalt:

Eine Tante hat vor 10 Jahren eine private Rentenversicherung mit mir als Begünstigten abgeschlossen. Die Tante ist nun gestorben. Ich als Begünstigter habe diesen Vertrag gekündigt und um Auszahlung des Guthabens gebeten. Jetzt stellt sich die Versicherung quer und meint der Vertrag fällt in die Erbmasse und es bedarf eines Erbscheins oder Testaments bzw. des Einverständisses der Erben zur Kündigung. Das widerspricht der ersten Aussage einer Versicherungsmitarbeiterin, die mir telefonisch die Auskunft gab, dass ich als Begünstigter kündigen kann, es ist nur eine Sterbeurkunde erforderlich.
Wer hat nun Recht?
Weiterhin verwirrt mich die Begrifflichkeit im Versicherungsschein. Dort steht "bezugsberechtigt im Erlebensfall" (ich) und "bezugsberechtigt im Todesfall" (meine Frau)...wessen Todesfall ist denn hier gemeint..meiner oder der der Tante?

Vielen Dank fürs Lesen und für hilfreiche Tips!

Peter Wolnitza

Versicherungsprofi

Beiträge: 260

Wohnort: Nidderau

Beruf: Versicherungsmakler

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2

Dienstag, 21. Januar 2014, 15:19

Begriffe klären

Hallo,

leider lässt sich Ihre Frage nicht zu 100% richtig beantworten - dazu bedarf es der Klärung einiger Begriffe, die beim Abschluss eines Versicherungsvertrages eine Rolle spiele-
hoffe, dass ich da jetzt niemanden vergesse:

1. Versicherungsnehmer - derjenige, der den Versicherungsantrag stellt
2. Versicherte Person - so im Versicherungsschein auch benannt - vereinfacht ausgedrückt: Wenn diese Person verstirbt, wird Leistung fällig
3. Beitragszahler - naja, der zahlt die Beiträge
4. Bezugsberechtigt im Erlebensfall - wer bekommt die Kohle, wenn die Laufzeit des Vetrages vorbei ist UND die versicherte Person noch lebt?
5. Bezugsberechtigt im Todesfall - wer erhält Leistungen, wenn die versicherte Person (2.) verstirbt

Mit dem Begriff "Begünstigten" ist in diesem Zusammenhang leider keine eindeutige Klärung möglich.

Schauen Sie in der Police nach, wie bei dem Vertragsabschluss Ihrer Tante diese Funktionen aufgeteilt waren - dann lassen sich Ihre Fragen beantworten.

Im Zweifelsfalle nochmal nachfragen!
Hoffe, das hilft Ihnen erst mal weiter.
Peter Wolnitza
Makler für BU, PKV, Altersvorsorge
Zert_FP (FH Frankfurt)
Tel . : 06187 - 90 29 89
www.wolnitza.de
info@wolnitza.de

3

Dienstag, 21. Januar 2014, 15:36

Vielen Dank für die erste Hilfe!

Soweit habe ich es jetzt verstanden, ich bin die "versicherte Person", Tante war Versicherungsnehmer, auch diese Bezugsberechtigung ist mir nun klar.

Weiter unklar ist mir jedoch, wie jetzt mit diesem Vertrag verfahren werden kann. Wenn ich den "Versicherungsnehmerwechsel" (Vorschlag der Versicherung) vornehme und ich Versicherungsnehmer bin, kann ich den Vertrag dann kündigen oder vllt. ruhend stellen? Eine Kündigung im derzeitigen Stand kann ich nicht erwirken?

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 650

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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4

Dienstag, 21. Januar 2014, 15:48

Hallo,

wer Versicherungsnehmer wird, bestimmen der oder die Erben. Daher will die Versicherung den Erbschein sehen.

Der neue VN bestimmt, was geschieht.

Und wenn Du nicht der neue VN wirst, kann der neue VN sogar die Bezugsberechtigung ändern. Das ist zwar vielleicht nicht im Sinne der Tante, aber dann hätte sie die Bezugsberechtigung unwiderruflich machen müssen. Selbst dann kann der Bezugsberechtigte nicht kündigen, sondern muss den Ablauf der Versicherung abwarten oder den VN zur Kündigung veranlassen.

Viel Glück

Barmer

5

Dienstag, 21. Januar 2014, 16:12

Auch Ihnen vielen Dank!

für die hilfreichen Tipps. Ich werde als zuerst VN werden müssen und das mit allen Erben klären, dürfte kein Problem werden. Das ist alles viel komplizierter als ich es mir als Laie vorstellte.
Nochmal vielen Dank Ihnen beiden!

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