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Samstag, 23. Februar 2013, 11:07

Auszahlung bAV nach Scheidungsurteil

Hallo,

ich schreibe im Namen meiner Mutter, weil wir hier ein Problem haben, und nun ratlos sind und nicht mehr weiter wissen. Vielleicht kann jemand von euch helfen.


Die Sachlage:

Scheidung meiner Eltern. Meiner Mutter wurde gerichtlich die Hälfte der bAV meines Vaters zugesprochen. Sie selbst hat eine eigene private Altersvorsorge und ist nicht daran interessiert, diese aufzustocken. In dem Gerichtsbeschluss steht, dass ihr ein Betrag im höheren vierstelligen Bereich zusteht. Diesen möchte sie aber NICHT auf einem beitragsfreien Konto bei der Versicherung meines Vaters beitragsfrei ruhen lassen. Sie möchte ihn sich auszahlen lassen und kommt auch nach Monaten nicht an ihr Geld. Die Versicherungsagentur, die die bAV-Versicherung vermittelt hat (darf man hier Firmennamen nennen?) stellt sich quer und gibt auch nach mehrmaligem schriftlichen und telefonischen Bitten keine Vertragsunterlagen heraus.

Da das Geld ja mit dem Gerichtsbeschluss meinem Vater nicht mehr zusteht, müsste es ja auf so etwas wie einem Treuhandkonto ruhen, da meine Mutter mit dem bAV-Versicherer meines Vaters keinen Vertrag eingegangen ist.

Summa summarum: Keiner kann / will uns helfen. Dass bei einem Rückkauf diverse Kosten vom Wert abgezogen werden, ist völlig klar, darum geht es nicht. Sollen wir uns an den Verbraucherschutz wenden, oder wie ist da das Procedere?

Ich bin für jede Hilfe sehr dankbar.

Barmer

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2

Samstag, 23. Februar 2013, 22:23

Hallo,

dass die Versicherung bzw. die Agentur auch nach Vorlage des Scheidungsurteils keine Informationen herausgeben, kann ich auch nicht verstehen. Falls der Anwalt der Mutter dafür keine Erklärung hat, würde ich mich an den Versicherungs-Ombudsmann wenden. Damit wird die Versicherung mindestens zu einer vernünftigen Stellungnahme gezwungen. Die Verbraucherberatung dürfte damit überfordert sein.

Damit ist aber keineswegs gesagt, dass die Mutter an das Geld kommt. Wenn bei der BAV eine Kündigung vor Ablauf/Tod ausgeschlossen war, besteht diese Sperre möglicherweise weiter.

Man müßte Näheres zur Art der BAV wissen. Erfolgte die Aufteilung im Zugewinn- oder Versorgungsausgleich ?

Viel Glück

Barmer

3

Sonntag, 24. Februar 2013, 12:30

Hallo Barmer,

danke für deine Antwort. Das meinem Vater abgezogene Geld sollte doch nicht an SEINE Vertragsmodalitäten gebunden sein. Meine Mutter würde ja dann effektiv GEGEN IHREN WILLEN ein Konto bei der Versicherung, wenn auch ruhend, eingerichtet, das sie eigentlich gar nicht haben möchte.

Die Aufteilung erfolgte im Zugewinnausgleich.

Barmer

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4

Sonntag, 24. Februar 2013, 15:50

Ja, langsam wird es klarer.

Der Wert der betrieblichen LV wurde ermittelt und rechnerisch aufgeteilt. Üblich und vernünftig ist nun, dass der Partner diesen Wert jetzt in Geld ausgleicht (ggf. mit anderen Forderungen), ohne dass die LV angegriffen wird. Deshalb weigert sich auch die Gesellschaft, mit Euch zu sprechen, denn er ist ja weiter VN oder mind. bezugsberechtigt aus der Versicherung. Erneut die Frage: Wo ist der Anwalt der Mutter ?

Eine Aufteilung der Versicherung geschieht z.B. mit Rentenversicherungen, die dem Versorgungsausgleich unterliegen.

Viel Glück

Barmer

5

Sonntag, 24. Februar 2013, 20:13

"Der Wert der betrieblichen LV wurde ermittelt und rechnerisch aufgeteilt. Üblich und vernünftig ist nun, dass der Partner diesen Wert jetzt in Geld ausgleicht (ggf. mit anderen Forderungen), ohne dass die LV angegriffen wird. "


Das hieße, er hätte ihr anbieten müssen/können, sie auszuzahlen, und sie dafür dem Gericht melden müssen, dass sie auf den Anspruch aus seiner Versicherung verzichtet?




Die Anwältin meiner Mutter sagte, sie würde von einer Auszahlung eh abraten, weil "man dadurch natürlich mehr Geld für später hat". Meine Mutter hat an diesem Punkt - zurecht - abgeschaltet.

Barmer

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6

Sonntag, 24. Februar 2013, 22:35

Hallo,

ich bin jetzt kein Jurist und erst recht kein Scheidungsanwalt.

Aber der Zugewinnausgleich soll und muss nach der Scheidung finanziell durchgeführt werden. Eine Teilung der Versicherung selbst ist vielleicht möglich, aber ungewöhnlich. Wenn der Mann das Geld nicht so aufbringen kann, muss er auf die Versicherung zugehen und versuchen, die Aufteilung zu erreichen. Mit den Problemen, die ich anfangs schon geschildert habe.

Die Aussage der Anwältin passt eher zum Versorgungsausgleich.

Viel Glück

Barmer

7

Montag, 25. Februar 2013, 12:28

Heute mit der Versicherung telefoniert. Fall geschildert, und glasklar dargestellt, dass ich gerne die Auszahlung veranlassen würde. Ohne überhaupt in die Vertragsunterlagen zu sehen oder gar eine Versicherungsnummer zu erfragen, kam direkt "geht nicht". Auf meine Frage, warum das denn nicht ginge, wurde die Dame patzig und erklärte mir, dass LEDIGLICH die Police erhalten wird, kein Anrecht auf Auszahlung. Ich habe es dann dabei gelassen und mache mich an weiteren Stellen schlau. Ich habe schon an mehreren Stellen gelesen, dass "geht nicht" die Standardantwort der Versicherer ist.

Wäre es denn möglich, mit dem Exmann auszuhandeln, dass er (obwohl es ja jetzt schon zu spät ist, da die Teilung schon veranlasst wurde) auszahlt und im Gegenzug (wieder) anrecht auf ihre Police bekommt?

Barmer

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8

Montag, 25. Februar 2013, 13:10

Hallo,

wenn die Teilung schon veranlasst wurde, hättest Du das am besten im ersten Post geschrieben, dann hätten wir es einfacher gehabt. Obwohl ich nicht verstehe, dass das im Zugewinnausgleich so gehandhabt wurde.

Dann würde ich doch, anstatt allgemeine Parolen über Versicherer zu pflegen, den Vorstand des Versicherers anschreiben und um Vertragsunterlagen, Auszahlung bzw. Erläuterung bitten. dann wird sich vielleicht einiges aufklären.

Viel Glück

Barmer

9

Montag, 25. Februar 2013, 13:18

Ich pflege keine Parolen über Versicherungsanbieter, ich habe mich nur, so gut es mir irgendwie möglich war, ins Thema eingelesen und es kam mir so vor, als würde häufig gesagt "geht nicht", obwohl es eben doch geht.

Wäre eine realistische Möglichkeit, einfach die Police auf dem Zweitmarkt zu verkaufen?

10

Montag, 25. Februar 2013, 16:20


Wäre eine realistische Möglichkeit, einfach die Police auf dem Zweitmarkt zu verkaufen?


Sie bekommen keine bAV verkauft. Das Problem ist übrigens, das der Gesetzgeber i.d.R. keine Möglichkeit lässt vor dem 60. Lebensjahr an das Guthaben zu kommen. Ich sehe da den Versicherer nicht im Kreuzfeuer.
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
http://www.lamers-gmbh.eu/ http://www.lamers-gmbh.de/ https://www.debeka.de/svb/butzbach/index.html

11

Montag, 25. Februar 2013, 21:33

Danke für die Information. Gilt das ab dem 60. Lebensjahr des ursprünglichen Versicherungsnehmers oder ab dem 60. des Begünstigten?

12

Dienstag, 26. Februar 2013, 14:31

Da Ihre Mutter nun Versicherungsnehmerin ist, ist deren 60. Lebensjahr maßgeblich.
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
http://www.lamers-gmbh.eu/ http://www.lamers-gmbh.de/ https://www.debeka.de/svb/butzbach/index.html

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