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Sonntag, 27. Juni 2010, 12:32

Angebot Rentenversicherung

Hallo zusammen,
von meiner Versicherung habe ein Angebot für eine Teilauszahlung meiner Rentenversicherung erhalten,
diese RV wurde 1999 abgeschlossen
das eine solche Vertragsänderung auch finanzielle Nachteile hat ist mir bekannt
wenn ich das Angebot nutzen möchte müsste ich Kapitalertragsteuer und den Solidaritäszuschlag zahlen,
diese wurde auch von der Versicherung vor ab berechnet.
müsste ich wegen dem Urteil vom Bundessozialgericht vom 27.01.2010 - B 12 KR 28/08 R
als freiwillige Mitglied der gesetzlichen KK einen Krankenversicherungsbeitrag zahlen ?
wenn ja,
werden die KK Beiträge direkt von der Versicherung abgebucht oder müsste ich mich bei der KK melden das ich eine Teilauszahlung der RV erhalten habe
( diese RV ist keine Direktversicherung )
mit wieviel Prozent wird die Teilauszahlung der RV berechnet ?

Gruss spitzbübchen

neugierig

Versicherungsprofi

Beiträge: 17

Wohnort: Sachsen

Beruf: Versicherungsmakler

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Samstag, 3. Juli 2010, 13:23

gesetzliche Krankenkassenbeiträge auf private Renten und Einmalauszahlungen

Hallo Spitzbübchen,

Deine Befürchtungen sind nur berechtigt, wenn Du in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert bist. In diesem Falle werden laut § 240 Abs 2 SGB V wirklich auf alle Zahlungen aus einer privaten Rentenversicherung, egal ob es sich um eine Einmalzahlung oder eine monatliche Rente handelt, Krankenkassenbeiträge in der aktuellen Höhe fällig. Eine Besonderheit, bei Einmalzahlung wird, entsprechend § 229 SGB V, die Beitragsbemessung auf 120 Teilzahlungen verteilt. Damit versucht der Gesetzgeber für Rentenzahlungen, die die Beitragsbemessungsgrenze übersteigen und somit nicht mehr beitragspflichtig wären, auch die Beiträge zu kassieren.
Beispiel: Einmalzahlung in Höhe von 12.000 € >> Beitragsbemessung erfolgt für 120 Monate mit 1/120 von 12.000 € = 100,00 monatlich. Es werden also Krankenkassenbeiträge in Höhe des Beitragssatzes für monatlich 100 € fällig. Bei einem Beitragssatz von 14,9% sind das 14,90 € für 120 Monate.

Alle freiwillig, gesetzlich Krankenversicherten werden also für den Verbleib in der GKV und Ihre Bemühungen persönliche fürs Alter vorzusorgen werden damit belohnt, auf diese Auszahlungen ein zweites Mal Krankenkassenbeiträge zu zahlen. Weil es wurden ja schon mal Beiträge fällig als das Geld für die Beiträge der Rentenversicherung verdient wurden.
Ich liebe diesen Staat!!! :cursing:

Ich hoffe, ich konnte das halbwegs verständlich erklären. Ist nicht ganz einfache Kost.

Gruß Frank
http://blog.1A-Versicherungstips.de
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Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu machen.
Konfuzius

3

Sonntag, 4. Juli 2010, 14:34

Angebot Rentenversicherung

Hallo Frank,
super verständliche Erklärung
Danke für die Info
da ich in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig versichert bin muss ich wohl oder übel auch Beiträge an die Krankenkasse zahlen.
lohnt es sich denn überhaupt noch eine KLV oder RV weiter zu bezahlen wenn man bei der Ausszahlung von der KK noch mals zur Kasse gebeten wird und das Kapital dadurch noch weniger wird ?
es handelt sich bei diesen Verträgen um eine RV und um eine KLV, keine Direktversicherungen, mit einem Garantie Zinssatz von 3,5 und 4 Prozent auf dem Sparanteil Gesamtlaufzeit über 40 Jahre
Beiträge wurden und werden seit fast 20 Jahren regelmähsieg gezahlt,
mit 60 und 65 werden die Verträge ausgezahlt
abgeschlossen wurden die Verträge damals als Teil meiner Altersvorsorge,

Gruss spitzbübchen

neugierig

Versicherungsprofi

Beiträge: 17

Wohnort: Sachsen

Beruf: Versicherungsmakler

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4

Mittwoch, 7. Juli 2010, 15:12

Also hier gibt es ganz unterschiedliche Meinungen dazu, wie so oft im Leben, und eine eigene Meinung sollte man sich nach Abwägung der zur Verfügung stehenden Fakten und des Gesunden Menschenverstandes dann selbt bilden. Und jetzt meine Meinung, die betimmt nicht von allzu vielen Kollegen geteilt wird. Ich glaube, private Altersvorsorge, wie sie heute in den aller meißten Fällen angeboten wird lohnt sich gar nicht. Ich verkaufe auch keine mehr, nur unter Androhung von Gewalt. Ist auch für mich ein spürbarer Einkommensverlust, weil gut bezahlt. Aber früh in den Spiegel schauen können, macht auch Spaß :P

So jetz noch schnell Begründung, bevor ich gelyncht werde:
klassische Rentenversicherung ist noch unsinniger, wie eine fondsgebundene Rente. Kannst Du auch ganz einfach selber nachrechnen, braucht man nicht studiert haben. Zähle die Beiträge zusammen die Du eingezahlt hast und lass Dir den aktuellen Rückkaufswert von der Gesellschaft mitteilen und kalkuliere eventuell anfallende Überschüsse noch dazu. Schon da wird Dir klar werden, dass es nicht der wahre Bringer war. Was die meisten aber vergessen, man sollte mal noch einen kleine Inflation hinzuzurechen. Ein Brötchen hat vor 20 Jahren 10 Pfennige gekostet. Betonung liegt auf Pfennige nicht Cent. Was es heute kostet, weißt Du selbst. Und was ist an dem Brötchen anders als vor 20 Jahren. Also, Deine Anlage muss damit sie Kaufkraft erhält, ersteinmal die Inflation ausgleichen, durchschnittlich 2%, und erst danach fängt die Rendite an. Rechne die also noch dazu oder ab, wie auch immer Du das siehst und denke noch mal darüber nach :cursing: .

Jetzt zu den fondsgebundnen Renten. Da war ich immer der Meinung, die könnte man verkaufen. Gute gestreut und auf gute Fonds achten, habe ich mir gesagt, da tust Du Deinen Kunden was Gutes.
Mit dem neuen VVg mussten die Gesellschaft endlich mal Ihre Kosten offen legen. Das tun sie wirklich nicht gern, nur sehr zögerlich und sehr versteckt. Man bekommt sie eigentlich nur raus, wenn man eine Angebot rechnet. Dann werden sie in diversen Stückprämien und Prozensätzen ausgewiesen. Auch wieder nicht einheitlich, jeder wie er will. Ich habe mir mal die Mühe gemacht und für mich eine Tabelle erstellt, welche Gesellschaft, welche Kosten berechnet und da hat es mich vom Hocker gehauen. günstige Geselschaften liegen hier bei 11% Kosten der gezahlten Beiträge und die teuersten bei 25% Kosten der gezahlten Beiträge. Tja was soll ich da weiter sagen. Da muss eine Oma lange für stricken und ich kenne einfach keine Rentenversicherung, die dauerhaft soviel Rendite erwirtschaftet, um diese Kosten auszugleichen und dann noch eine vernünftige Rendite zu erwirtschaften. Auch hier Inflation nicht vergessen. Wenn überhaupt eine Rendite rauskommt, dann meistens erst gegen Ablauf.

Erschwerend kommt deshalb noch hinzu, dass Kunden, die vorzeitig an Ihr Geld müssen oder wollen, damit zum Verlust verurteilt sind. Wenn man dann noch weiß, dass nach 5 Jahren noch ca. 30% der abgeschlossenen Verträge bedient werden, dann kann ich mir ausrechnen, dass mit Abschluss eines Vertrages eine Anzahl von X Kunden mit ihrer Unterschrift 1000 oder 2000 € vernichten, statt ein Geschäft zu machen. Ich habe immer recht konservativ verkauft, bedeutet nicht die Höhe Beiträge nach der vorhandenen Lücke sondern immer gefragt kannst Du Dir das auch wirklich leisten, weil ich hasse Storno, dehalb sind die bedienten Verträge bei mir mehr wie 30%, aber alle sind es auch lange auch nicht mehr. Arbeitslos, getrennt, unsinnigerweise davon ein Auto gekauft, und, und, und....

Der Verlust ist dann um so höher, da ja selbst nach neuen VVG in den ersten 5 Jahren die hälfte der Beiträgen zur Bezahlung der anfallenden Kosten verwendet werden. Also mindesten die ersten 10-15 Jahre sind für Schrupper.

Bei Dir kommen jetzt noch die Beiträge zur GKV dazu. Macht es noch schlimmer. Also, wenn es irgend wie vernünftig geht, heist versuchen Ausstieg so zu gestalten, dass Verluste möglichst gering sind, dann würde ich aus den Verträgen raus. Kann man aber so pauschal in so einem Forum nicht sagen. Da muss man sich Dein gesamtes Umfeld anschauen, vielleicht sogar Steuerberater hinzuziehen. Also richtig gut beraten lassen.
http://blog.1A-Versicherungstips.de
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Wenn über das Grundsätzliche keine Einigkeit besteht, ist es sinnlos, miteinander Pläne zu machen.
Konfuzius

5

Montag, 12. Juli 2010, 21:03

Angebot Rentenversicherung

Danke für die erste Einschätzung meines Anliegen bevor ich irgendeine Veränderung des Vertrages unterzeichne werde ich mich im jeden Fall vor her gründlich infomieren,

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