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Mittwoch, 2. Juli 2008, 21:21

Fondgebundene RV kündigen?

Hallo Zusammen,

ersteinmal großes Kompliment. Ich lese schon einige Zeit mal hier und da mit und ich muss sagen, dass ich bis jetzt noch kein besseres Forum zu dem riesen Themenbereich gefunden habe:)

Nun habe ich aber selbst eine Frage und hoffe Ihr könnte mir helfen. Die Frage gründet sich auf der Analyse eines Vermögensberaters.

Meine Freundin hat 10/2004 eine fongebundene Rentenversicherung (ebenfalls über einen Vermögensberater) abgeschlossen. Das Produkt ist MaxiRent von HDI Gerling. Zusätzlich wurde ein dynamischer Beitragssatz abgeschlossen.
Sie hat bis jetzt zum letzten Berechnungsdatum (10/2007) 2160€ einbezahlt und die Todesfallleistung betrug 2255. Aktueller und momentan Maximal machbarer Beitragssatz 80€/Monat.

Der Berater hat ihr nun emfpohlen diese Versicherung beitragsfrei zu stellen bzw. zu kündigen und dafür ein Riesterprodukt vom Volkswohlbund abzuschliessen (ebenfalls fongebunden)

Ich habe nun für mich folgende Vor- und Nachteile ausgemacht:

Riester (fondgebunden)
+ garantierte Leistungen
+ “Hartz 4-sicher“
+ höhere Ertrag durch Fondbindung
+ Staatliche und steuerliche Vorteile
+ geringeres zu versteuerndes Einkommen
- Abhängig vom Aktienmarkt und Fondmanagement
- Nachbesteuerung 100% der Rente + KV +PV- Beiträge???
- nur teilweise beleihbar
- nur maximal 30% des Kapitals auszahlbar (am Ende)
- Förderung nur an Ehegatten vererbbar
- keine Maximalförderung bei 80€
- Start bei 0

Privat
+ höherer Ertrag durch Fondbindung
+ steuerliche Vorteile durch Absetzbarkeit?
+ Nachbesteuerung 18% der Rente
+ keine KV und PV- Pflicht?
+ komplett beleihbar
+ komplett auszahlbar
+ Start bei ca. 2400€ (Momentaner Inhalt)
- Abhängig vom Aktienmarkt und Fondmanagement
- Keine Garantierte Leistung
- Nicht „Hartz4“ sicher
- keine staatliche Förderung


Ich hätte nun ein paar Fragen:

1) Entspricht die im Leistungsspiegel angegebene Todesfallleistung dem Fondinhalt?
2) Habe ich bei den Vor- und Nachteilen was vergessen bzw. Quatsch geschrieben?:)
3) Macht es überhaupt Sinn die Versicherung zu kündigen?
--Ich habe erstmal gemeint sie soll sagen sie überlegt es sich, da ich mir nicht wirklich sicher war...Worauf er dann meinte da gäbe es eigentlich nichts zu überlegen...Daraufhin meinte ich nur, wenn wir uns sicher sind kann er gerne seine Provision bekommen, sonst eben nicht;)
4) Was haltet ihr im Allgemein von einer fongebundenen RV
5) Wie kann man Riester Versicherungen am besten vergleichen? Über die Verlaufs und Abschlusskosten?

Besten Gruß und Vielen Dank für eure Mühe

EVO

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »EVO« (2. Juli 2008, 21:27)


fwilke

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Beiträge: 680

Wohnort: Osnabrück

Beruf: freier Makler

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Mittwoch, 2. Juli 2008, 23:11

RE: Fondgebundene RV kündigen?

Guten Abend EVO

Zitat


Meine Freundin hat 10/2004 eine fongebundene Rentenversicherung (ebenfalls über einen Vermögensberater) abgeschlossen. [...] die Todesfallleistung betrug 2255.

Wie was wo? Rentenversicherung und Todesfallleistung? Was denn nun?

Zitat


Ich habe nun für mich folgende Vor- und Nachteile ausgemacht:

Riester (fondgebunden)
+ garantierte Leistungen <-- Garantie auf eingezahlte Beiträge, aber mal ernsthaft: Das man bei einer länger laufenden fondsgebundenen RV am Ende nicht mal die Beiträge rauskriegt, ist auch verdammt unwahrscheinlich
+ höhere Ertrag durch Fondbindung <-- Die Rentenversicherung ist auch fondsgebunden. Da sehe ich keinen Unterschied!
+ geringeres zu versteuerndes Einkommen <-- Unter Umständen einen Sonderausgabenabzug. Der würde bei nachwuchs allerdings weggefressen.

- Abhängig vom Aktienmarkt und Fondmanagement <-- Das sind Sie mit der Fondsgebundenen RV auch.
- nur teilweise beleihbar <-- zu sinnvollen Konditionen gar nicht beleihbar
- Förderung nur an Ehegatten vererbbar <-- Einem geschenkten Gaul guckt man nicht ins Maul ;-)
- keine Maximalförderung bei 80€ <-- Das kommt auf das einkommen an. Aber es gibt anteilige Förderung - daher bleibt die Förderquote nahezu unverändert.
- Start bei 0 <-- Jo! Aber nicht zu starten bringt das Riesterkonto ja eigentlch ins Minus, weil man die Zuschüsse verschenkt.

Privat
+ höherer Ertrag durch Fondbindung <-- haben Sie bei Riester auch
+ steuerliche Vorteile durch Absetzbarkeit? <-- Sie setzen die Beiträge zur privaten fondsgebundenen Rentenversicherung steuerlich ab? Respekt!
+ Nachbesteuerung 18% der Rente <-- eher weniger. 18% nur dann, wenn sie mit 65 Jahren in Rente gehen. Die TAbelle können Sie im EStG oder Wikipedia nachlesen
+ keine KV und PV- Pflicht? <-- Als freiwillig versichertes GKV-Mitglied würde ich mich mal auf Beitragszahlung einstellen!
+ komplett beleihbar <-- Zu sinnvollen Konditionen nicht beleihbar. Aber ein Policendarlehen ist immer schick!
+ komplett auszahlbar <-- Bei massiven steuerlichen nachteilen: Ja!
+ Start bei ca. 2400€ (Momentaner Inhalt) <-- Ich denke mal, dass 2.400€ der Rückkaufwert ist? Dann starten Sie nämlich mit einem weitaus höheren Stand!
- Abhängig vom Aktienmarkt und Fondmanagement <-- haben Sie bei Riester auch
- keine staatliche Förderung <-- die Ertragsanteilbesteuerung würde ich als staatliche Förderung betrachten!


Zitat


1) Entspricht die im Leistungsspiegel angegebene Todesfallleistung dem Fondinhalt? <-- i.d.R. gibt's im Todesfall die eingezahlten Beiträge zurück oder das Deckungskapital
2) Habe ich bei den Vor- und Nachteilen was vergessen bzw. Quatsch geschrieben?:) <-- passt schon so. Sie sollten sich vielleicht mal von der Versicherungsvariante lösen und einen Riester-Fondssparplan mit ins Auge fassen. Unter Umständen wäre das die sinnvollere Variante. Außerdem wäre das eine Möglichkeit, die Abgeltungssteuer zu umgehen und Steuerlasten auf Gewinne ins Rentenalter zu verschieben.
3) Macht es überhaupt Sinn die Versicherung zu kündigen? <-- vermutlich nicht!!! Der Verlust (Deckungskapital abzgl. Rückkaufwert) ist einfach zu hoch!
--Ich habe erstmal gemeint sie soll sagen sie überlegt es sich, da ich mir nicht wirklich sicher war...Worauf er dann meinte da gäbe es eigentlich nichts zu überlegen...Daraufhin meinte ich nur, wenn wir uns sicher sind kann er gerne seine Provision bekommen, sonst eben nicht;) <-- saubere Antwort! "Da gibt's nichts zu überlegen!" heißt für mich übersetzt: "Bitte nicht überlegen, sonst fällt Ihnen vielleicht noch ein, dass das keinen Sinn macht!". Wer drängelt, hat was zu verbergen oder Abschluss-Druck - beides sind schlechte Ratgeber.
4) Was haltet ihr im Allgemein von einer fongebundenen RV <-- die Frage kann man nicht beantworten.
5) Wie kann man Riester Versicherungen am besten vergleichen? Über die Verlaufs und Abschlusskosten? <-- Man schüttet oben immer die selben Daten rein, (auch die gleiche Renditeannahme!) und unten kommen unterschiedliche Ablaufleistungen raus. Da sollten die Kosten abgezogen sein. Wo hinten mehr rauskommt, ist was besseres drin.

Gute Nacht
Frank Wilke

EDIT: Jetzt wo ich's so lese, kommt das etwas negativ rüber. Daher möchte ich nochmal sagen, dass ich Riester für eine fast immer gute Sache halte, aber 1.) kündigt man deswegen nicht ohne zu überlege alte Verträge und 2.) muss die Versicherungslösung bei Riester nicht die beste sein.
Investment, Beteiligung, Versicherung

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Donnerstag, 3. Juli 2008, 00:12

RE: RE: Fondgebundene RV kündigen?

Vielen Dank erstmal für die ausführliche Antwort :)

Zitat

Wie was wo? Rentenversicherung und Todesfallleistung? Was denn nun?
Gute Frage ;) In den Anschreiben schreiben sie Lebensversicherung, im Leistungsspiegel von Fongebundener Rentenversicherung. Ich habe es jetzt so verstanden, das im Todesfall eine Summe ausgezahlt wird und im Erlebensfahl (Ablauf 2052) die Rente.

Zitat

keine KV und PV- Pflicht? <-- Als freiwillig versichertes GKV-Mitglied würde ich mich mal auf Beitragszahlung einstellen!
Das hatte ich mir schon gedacht ;) Ich meinte eigentlich, dass die Riesterrente im Rahmen der Doppelverbeitragung zur gesetzlichen Rente addiert wird und die Fondgebundene nicht. Sprich von der Riesterrente würde nicht nur ein Teil zur Steuer sondern zusätzlich ein Teil zur KV abfließen, oder bin ich da falsch informiert?

Zitat

Ich denke mal, dass 2.400€ der Rückkaufwert ist? Dann starten Sie nämlich mit einem weitaus höheren Stand!
Wenn mir das so klar wäre...Wie gesagt auf dem Leistungsspiegel wird von einer Todesfallleistung (2255), einem Anteilguthaben (375) und der Endkapitalbetrag bei angenommer Wertentwicklung (z.B. 145000/4% p.a.) Die
2400 Euro wären die bis zum heutigen Tage eingezahlten Beiträge.

Zitat

Sie sollten sich vielleicht mal von der Versicherungsvariante lösen und einen Riester-Fondssparplan mit ins Auge fassen. Unter Umständen wäre das die sinnvollere Variante. Außerdem wäre das eine Möglichkeit, die Abgeltungssteuer zu umgehen und Steuerlasten auf Gewinne ins Rentenalter zu verschieben.
Alles klar, werde ich mir mal anschauen. Könnten sie das mit der Steuer vielleicht etwas genauer erklären, bzw. mir einen Hinweis geben wo ich es nachlesen könnte?

Zitat

Wo hinten mehr rauskommt, ist was besseres drin.
Kein schlechtes Statement :D Für mich als Normalbürger ist es meistens das Problem, dass nicht alle Gesellschaften wirklich Onlinerechner anbieten. Aber ich werde mal ein bisschen rumfragen:)

Zitat

Jetzt wo ich's so lese, kommt das etwas negativ rüber. Daher möchte ich nochmal sagen, dass ich Riester für eine fast immer gute Sache halte, aber 1.) kündigt man deswegen nicht ohne zu überlege alte Verträge und 2.) muss die Versicherungslösung bei Riester nicht die beste sein.
Kein Problem, es ist ja auch recht spät. Ich werde mir den Fondsparplan nochmal anschauen. Mal so nebenbei, wonach sollte man es Abhängig machen ob es Sinn macht die "Privatrente" zu kündigen?

Gute Nacht

EVO

mischa

Profi

Beiträge: 1 756

Wohnort: Südbayern

Beruf: Bankkaufmann, Spezialist Vorsorge

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4

Donnerstag, 3. Juli 2008, 10:56

Einen steuerfreien Altvertrag (vor 1.1.05) zu kündigen, macht fast nie Sinn!

Der zusätzliche Abschluss von Riester meistens schon. Sie sollten sich von einem wirklich kompetenten Fachmann beraten lassen - der berechnet erst einmal die zu erwartenden Ansprüche im Alter unter Berücksichtigung der Inflationsrate. Sie werden erstaunt sein, wie massiv die "Lücke" ausfällt! Vor den "Plattmachern" unter den Beratern sollte man sich besser hüten...

Deshalb mal ausnahmsweise ganz pauschal: Wahrscheinlich ist die beste Lösung, den Altvertrag laufen zu lassen und zusätzlich über Riester nachzudenken (ob als Fondsparer oder Versicherungsprodukt sei mal dahingestellt).

Derzeit unterliegt übrigens weder Riester, noch die "normale" private Rentenversicherung der Krankenversicherungspflicht. Allerdings ist es sehr wahrscheinlich, dass sich das ändert - wenn man die leeren Kassen der Sozialversicherung realistisch einschätzt.
Liebe User, da ich in diesem Forum nicht mehr regelmäßig aktiv bin, können (allgemeine) Fragen an mich über meinen (neuen) Blog gestellt werden: http://www.finanzberater-augsburg.de

Individuelle Beratung: http://www.versicherungsmakler-augsburg.com

mischa


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limburgerbub

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Beiträge: 683

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5

Donnerstag, 11. September 2008, 19:59

wie schon geschrieben, ist der jetzige vertrag steuerfrei......das ist ein riesen vorteil, der nicht zu unterschätzen ist.

und wenn sie mal die threads aufmerksam durchlesen müßte ihne noch etwa auffallen......
98% der anfragen bezüglich auflösung und umdeckung von altervorsorgen taucht der name vermögensberater auf.

makler oder einfirmenvertreter werden dort so gut wie nie genannt. diese beiden spezies der vertreter haben in aller regel eine dementsprechende ausbildung.

vermögensberater sind in aller regel strukturvertreter die in erster linie an verkauf interessiert um möglichst schnell in ihrem strukturvertrieb aufsteigen zu können. ist eine art schneeballsystem, da verdient die höheren strukturen an den anderen unteren strukturen mit. was glauben sie wohl, was denen mehr am herzen liegen wird.

auch ich komme oft zu kunden, die schon länger laufende altersvorsorgen haben.....klar tränen mir dann auch die augen....aber aus profitgier altervorsorgen platt zu machen......

was glauben sie wohl, was passiert, wenn sie den altvertrag kündigen und sie den neuen abschließen und alle 3-4 jahre ein vermögensberater auftaucht.....was glauben sie wohl, mit welcer zusatzrente sie dann im alter rechnen können.

gucken sie mal auf den zahlenblock auf ihrer tastatur......es wird die unterste sein ;)

der titel "vermögensberater" ist wirklich alles.......nur kein qualitätsmerkmal
Tel. 06431/477201 fax: 06431/477368 y
Ich bin hier ausschließlich als Privatperson unterwegs. Alle Beiträge sind ausschließlich privater Natur..,.ob diese nun von mir, meiner Frau, oder von wem auch immer erstellt wurden ;)
E-mail-Adresse: info@juergen-hartenstein.de

www.vermittlerregister.info D-ACQY-20IVL-63

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