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  • »Tianchen« ist der Autor dieses Themas

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1

Sonntag, 29. Oktober 2006, 16:57

Dynamik bei Rentenversicherungen

Bei Abschluss meiner privaten Rentenversicherung im Jahr 2003 konnte ich wählen, ob ich eine Dynamik einschließen möchte (keine, 5 oder 10 Prozent). Damals entschied ich mich für 5 Prozent jährlich. Dieser Anpassung habe ich bisher jährlich zugestimmt.

Da sich nun mein Einkommen ein wenig gesteigert hat, wollte ich die Dynamik auf 10 Prozent erhöhen. Doch die Versicherungsgesellschaft gab mir zur Antwort, dass das nicht ginge. Auf Nachfragen warum es nicht gehen würde, sagte man mir, dass steuerliche Gründe dagegen sprechen. Mehr Informationen erhielt ich nicht. Lediglich einen neuen und zusätzlichen Vertrag bot man mir an, wo ich dann gleich die Dynamik von 10 Prozent wählen könnte.

Kann mir jemand die steuerlichen Gründe erklären? Danke im Voraus!

Christiane

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2

Sonntag, 29. Oktober 2006, 19:41

RE: Dynamik bei Rentenversicherungen

Hallo Christiane,
die Versicherungsgesellschaft hat in der Tat Recht.
Rein versicherungstechnisch gesehen ist die dynamische Erhöhung ein neuer Vertrag. Und die Ablaufleistung steuerfrei, da "Altvertrag". Nun kamen kluge Leute am Anfang auf die Idee, einen Vertrag in 2005 abzuschliessen, kleine Monatsbeiträge einzuzahlen und diesen mit einer Dynamik von 20 oder mehr Prozent auzuschmücken. Das geht laut Finanzamt aber nicht. Auch der nachträgliche Einschluss oder Erhöhung ist nicht möglich. Denn dieses löst eine anteilige Steuerschädlichkeit aus. Es sei denn: Man hat einen bestimmten Prozentsatz von Anfang an vereinbart. Dann ist der gesamte Vertrag inkl. dynamischer Erhöhungen steuerfrei.Aber wenn Du mit 5% bis zum Ende durchhältst, kommst Du schon in vernünftige Bereiche.

Gruß
Ibanez
Versicherungsmakler

  • »Tianchen« ist der Autor dieses Themas

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3

Montag, 30. Oktober 2006, 08:08

RE: Dynamik bei Rentenversicherungen

Danke für die schnelle Auskunft. Das ist doch mal ein Wort. Mein Vater hat ja auch schon gedacht, dass das was mit diesem "Altvertrag" was zu tun hat, nur wirklich erklären konnten wir es uns nicht.

Dann werde ich mir halt noch ein dritte Vorsorge an Land ziehen müssen, denn wer sagt mir denn, dass mir der Staat in 40 Jahren noch Rente zahlt. Ich habe zwar eine betriebliche Altersvorsorge durch meinen Arbeitgeber und meine private Rentenversicherung, aber insgesamt gesehen kommt da im Moment noch kein Betrag raus, mit dem man leben könnte.

Ich überlege ja auch schon wegen einer Riester-Rente, kann mich aber nicht wirklich entscheiden, da die einen sagen, dass es gut ist, und andere wieder davon abraten...wie soll man da noch durchblicken?

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4

Montag, 30. Oktober 2006, 17:48

RE: Dynamik bei Rentenversicherungen

Hallo Tianchen,
lobenswerte Einstellung, die Du da hast. Nicht jeder denkt über seine Rente nach. Jedenfalls nicht in jungen Jahren.
"RIESTER" hat sicher gute Ansätze, was Zulagen oder Sonderausgabenabzug anbetrifft, sicher einige gute Ansätze, jedoch mag ich (meine persönliche Meinung) keine "Kebelungen" in der Vertragsgestaltung. Da Du ja privat und über den Betrieb eine konventionelle Altersvorsorge hast, würde ich (auch wieder rein persönlich) Fondssparpläne anbieten wollen. Da gibt es einige, die gute Renditen langfristig abwerfen und Du bist frei in Deiner Anlageentscheidung und entscheidest selbst, was Du später mit Deinem Vermögen machst.

Gruß
Ibanez
Versicherungsmakler

mischa

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5

Dienstag, 31. Oktober 2006, 07:00

Fondssparen geht als "reine" Fondsanlage und als fondsgebundene Versicherung.
Beim Fondssparen zahlst Du mit jeder Rate einen Ausgabeaufschlag, bei der fondsgebundenen Versicherung zahlst Du die Hauptkosten am Vertragsbeginn in Form von Abschlußkosten (aber keinen Ausgabeaufschlag).

Beim jetzigen Steuersystem wird die fondsgebundene Versicherung bei einer Laufzeit von über 15 Jahren "billiger" als das direkte Fondssparen.

Man sollte aber wissen, dass im Koalitionsvertrag die Besteuerung von Kursgewinnen spätestens ab 2009 vorgesehen ist. Unter dieser Prämisse wird die fondsgebundene Versicherung schon nach etwa 7-8 Jahren rentabler als eine Fondsdirektanlage - wegen der unterschiedlichen steuerlichen Behandlung. Voraussetzung ist allerdings eine Laufzeit von mindestens 12 Jahren und einer Entnahme nicht vor Alter 60 (oder lebenslange Rente).

Davon abgesehen halte ich Riester für einen geeigneten Baustein für die Altersvorsorge - aber eben nur einer von mehreren Bausteinen!
Liebe User, da ich in diesem Forum nicht mehr regelmäßig aktiv bin, können (allgemeine) Fragen an mich über meinen (neuen) Blog gestellt werden: http://www.finanzberater-augsburg.de

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6

Dienstag, 31. Oktober 2006, 09:26

Also ich muss ehrlich zugeben, dass ich mich zwar viel mit dem Thema Versicherung etc. beschäftige, jedoch ist das Thema Fonds irgendwie zu kompliziert für mich.

Die Riesterrente gibt es ja zum einen ganz normal, wo man einzahlt und am Ende die Auszahlung plus Zulagen etc. erfolgt. Aber diese Variante gibt es doch auch fondsgebunden. Hat man mir zum einen schon angeboten, zum anderen habe ich es selbst mal berechnet, wo man sogar zwischen drei Fonds wählen konnte. Und das was man einzahlt ist ja auch garantiert. Der Fonds würde quasi einen netten Nebeneffekt bringen und die zu erwartende Rente erhöhen.

Ich bin ein sicherheitsorientierter Mensch. Mich schockt bei Riester nur, dass der monatliche Aufwand relativ hoch ist, um die volle Förderung zu erhalten. Und das sollte ja auch das Ziel sein.

Oder nicht?

mischa

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7

Dienstag, 31. Oktober 2006, 13:42

Du solltest Dir mal von unabhängiger Stelle ausrechnen lassen, wie hoch Deine vorhandene Altersversorgung (nach Abzug der Inflationsrate) ausfällt.

Wahrscheinlich wirst Du dann erkennen, dass Du mit Riester nur einen Bruchteil Deiner Versorgungslücke schließen kannst - Du brauchst viel mehr!

Bei Riester macht der Staat das Sparen durch den Zuschuss (Zulage + Steuervorteil) schon deutlich leichter - aber das alleine reicht selten.
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8

Dienstag, 31. Oktober 2006, 20:33

Und was wird mir jetzt geraten? Ich habe weiter oben doch geschrieben, dass ich vom Arbeitgeber die betriebliche Altersvorsorge durch VBL habe und eine private Rentenversicherung.

mischa

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9

Mittwoch, 1. November 2006, 11:20

Zitat

Original von mi.scha
Du solltest Dir mal von unabhängiger Stelle ausrechnen lassen, wie hoch Deine vorhandene Altersversorgung (nach Abzug der Inflationsrate) ausfällt.


Wenn Du dann noch eine Lücke hast, macht Riester Sinn!
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MMD

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10

Montag, 6. November 2006, 22:10

Zitat

Original von mi.scha

Zitat

Original von mi.scha
Du solltest Dir mal von unabhängiger Stelle ausrechnen lassen, wie hoch Deine vorhandene Altersversorgung (nach Abzug der Inflationsrate) ausfällt.


Wenn Du dann noch eine Lücke hast, macht Riester Sinn!


Hallo zusammen,

das würde ich auch so sehen. ich denke Du solltest dir Riester wirklich mal rechnen lassen.Auch wenn Du nicht die volle Förderung bekommst ist doch jeder "geschenkte" Euro gut.
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