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Sonntag, 10. Juni 2018, 17:23

Nachwuchs unterwegs, wie Risikoleben konstruieren

Hallo zusammen,

da bei uns im September 2018 der erste Nachwuchs ansteht, werden derzeit auch die vorhandenen (oder fehlenden) Versicherungen angeschaut. Derzeit beschäftige ich mich mit einer Risikolebensversicherung.

Folgende Lebenssituation / Parameter:

- beide 34 Jahre
- beide unbefristet angestellt, Mutter geht mit Geburt 6 Monate in Elternzeit, plant danach ein Jahr halbtags zu arbeiten, dann wieder Vollzeit
- Haushaltsnettoeinkommen derzeit (beide Vollzeit) bei 75.000 € p.a., wovon der Vater ca. 60%, die Mutter ca. 40% beisteuert
- wir leben in einer Mietwohnung (900€ kalt), es läuft eine Autofinanzierung (385€), darüberhinaus bestehen keine Verbindlichkeiten
- derzeit werden monatlich ca. 2000€ gespart und nicht verkonsumiert

Nun möchte ich gerne den Todesfall eines der Elternteile absichern. Dazu folgende Gedanken:
- beide Elternteile sollen versicherte Person im Vertrag sein
- für mich wäre der Nutzen der RLV insbesondere in den ersten Lebensjahren des Kindes besonders wichtig. Ich halte es für einen Unterschied, ob man einen Zweijährigen alleine erziehen muss oder einen Zwölfjährigen
- daher tendiere ich derzeit zu einer maximalen Laufzeit von 20 Jahren
- außerdem finde ich das Konzept der fallenden Versicherungssumme interessant, da ich das als guten Kompromiss zwischen Versicherungssumme wenn es kritisch ist (am Anfang) und Prämie sehe

Meine Frage ist jetzt: welche Produkte eignen sich aus Expertensicht bzw. habe ich irgendetwas wichtiges übersehen? Mein Eindruck ist, dass die RLV (ähnlich wie die PKW Haftpflicht/Kasko) im Internet als "beratungsfreies Produkt" dargestellt wird. Mit den bei den Platzhirschen (Cosmos und co. angebotenen Produkten kann ich mich aber noch nicht so recht anfreunden.

Danke vorab für Hinweise / Hilfe. Wenn es hier einen Makler gibt, der sich mit dem Thema auskennt, bin ich auch dafür offen.

Viele Grüße
Simon

uwehaensch

Fortgeschrittener

Beiträge: 263

Wohnort: Paderborn

Beruf: Versicherungsmakler, Finanzanlagenvermittler

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Sonntag, 10. Juni 2018, 22:37

Hallo,

nur kurz ein paar Aspekte.

Eine Risiko-LV in Eurem Fall geht nicht wirklich gut ohne Beratung.

Fallende Versicherungssumme: linear fallend bis zum Ende sinnvoll ? Die VS in den letzten Jahren ist zu niedrig und ggf. sinnlos. Wenn, dann ggf. annuitätisch fallend, das ist eigentlich für Finanzierungen gedacht, kann aber u.U. hier auch opportun sein. Spart weniger als man vermutet vs. konstanter VS.

Beide VP: sinnvoll ? Dann endet der Vertrag beim ersten Leistungsfall. Außerdem verliert man diverse Anbieter, nicht jeder bietet verbundene Leben an, noch weniger verbundene Leben mit fallender VS.

Mögliche Alternativen: Einzelleben "über Kreuz" (VN auf der einen Seite und VP & Beitragszahler auf der anderen Seite), fast genauso günstig (u.a. weil alle Anbieter zur Verfügung stehen) und "viel besser" für die Erbschaftssteuer (die VS fällt so nicht in die Erbmasse).

Wenn anfänglich hohe VS (z.B. über 300.000 bis 400.000 Euro) und fallend, trotzdem ggf. erweiterte Gesundheitsprüfung (Arztbericht oder sogar ärztliche Untersuchung, je nach Anbieter).

Wenn es gesundheitliche Einschränkungen gibt, genau die Antragsfragen und die Grenzen (bez. der Höhe der VS) für eventuelle Arztberichte / ärztliche Untersuchungen beachten, bei beiden gibt es signifikante Unterschiede zwischen den diversen Anbietern.

Bitte auch das Delta Brutto- zu Nettobeitrag (bei Überschussverwendung Beitragsverrechnung) beachten. Risiko-LVs waren zwar noch nicht von einer Anhebung des Nettobeitrages (wie z.B. bei einigen BU-Anbietern) betroffen, aber trotzdem.

Ggf. Notwendigkeit von "Deluxe"-Tarifen prüfen, diese bieten u.a. Verlängerungs- und Erhöhungsoptionen ohne nochmalige Gesundheitsprüfung sowie vorgezogene Leistungen bei schweren Erkrankungen.

Versicherer die meist mit "vorne" liegen sind: Europa, Deutsche LV AG (Allianz), Dialog, ErgoDirekt, Hannoversche, Delta Direk, Condor, Eagle Star, AXA, Württembergisceh, Canada Life und InterRisk.
Uwe Haensch

Alle Aussagen in meinen Beiträgen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine (Rechts)Beratung dar.

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Montag, 11. Juni 2018, 09:11

Guten Morgen,

wie es sich zeigt, ist auch eine "einfache" Risiko-LV kein Geschäft, welches eben mal schnell online abgeschlossen werden sollte. Mittlerweile ist der Markt zu komplex, es bestehen zahlrieche Varianten und spätestens wenn es um die Risikofragen / Gesundheitsprüfung geht, ist eine fachmännische Beratung dringend anzuraten.

Die Ansätze sind nachvollziehbar und auch durchaus praktikabel. Natürlich wird es aber auch hier nicht die eine richtige Antwort geben - es kommt eben darauf an. In erster Linie darauf, was Sie tatsächlich benötigen / wünschen. Und dann muss geprüft werden, wie dies am Markt am besten umgesetzte werden kann.

Wenn Ihr Augenmerk auf die Absicherung der Jugendphase Ihres Kindes liegt und die Versicherungssumme ausreichend bemessen wurde, stellt die fallende Variante in Ihrer Ausführung eine gute Möglichkeit dar.

Das Argument, dass beider verbundenen Leben der Vertrag endet sobald einer verstirbt gilt zwar zu bedenken, aber mehr auch nicht. Denn wenn die Versicherungssumme passt, ist das Vorsorgeziel erfüllt! Wie jedoch bereits geschrieben - es gibt mehrere Wege die zum Ziel führen. Und sicherlich hat auch heir jeder Vermittler seine eigene Ansichten.

Aber welche Variante für Sie am geeignetsten ist lässt sich wohl am besten in einem "Gespräch" mit ihrem Versicherungsvertreter des Vertrauens erörtern. Also, diesen aufsuchen und wenn dann Unklarheiten bestehen welche hier im Forum besprochen werden sollten einfach nochmals melden.

Viel Erfolg
Andreas Matin
-Versicherungsfachwirt-
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