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Montag, 27. Februar 2017, 09:53

Riskolebensversicherung linar fallend oder konstant wählen?

Hallo zusammen,

Wir brauchen einmal euren Rat. Wir haben ein Haus finanziert. Für den Fall, dass einer der Darlehnsnehmer stirbt, soll der andere nicht in finanzielle Not gelangen. Ich und meine Frau würden je eine Versicherung abschließen und zwar auf den anderen (weil wir nicht verheiratet sind und somit die Erbschaftssteuer umgehen, wo die Freigrenze für nicht verheiratete Paare ja nur 20.000€ statt 500.000€ wie bei verheirateten beträgt.
Jetzt gibt es hier mehre Möglichkeiten:

Höhe der Versicherungssumme:

300.000€ pro Versicherung = 100% der Darlehnssumme (damit hätte der Partner ein abbezahltes Haus)
150.000€ pro Versicherung = 50% der Darlehnssummer (die Hälfte des Hauses wäre abbezahlt bzw. die Summe könnte für eine lange Überbrückung der Kosten genutzt werden)**

Linear fallend oder konstant

Bei einer Absicherung von Krediten wird immer zu linear fallenden Verträgen geraten und die dadurch günstigeren monatlichen Beiträge.

Unser Sollzins ist für 15 Jahre gebunden und die Abzahlung dauert ca 30 Jahre. Wenn jetzt also nach der Sollzinsbindung die Zinsen deutlich niedriger sind und wir z.B. den Tilgungsrate reduzieren müssen damit die Kreditrate nicht zu hoch steigt,
dann wäre das Haus nach 30 Jahren nicht abbezahlt. Die Risiko Lebensversicherung geht aber davon aus, dass der zu absichernde Betrag 30 Jahre lang konstant fällt. Das wäre der Fall wenn wir eine Sollzinsbindung für 30 Jahre abgeschlossen hätten, was aber leider nicht der Fall ist.

** Ich habe mal gehört "Wenn man Tod mehr wert ist als lebendig, dann ist man über versichert". Das wäre ja hier der Fall.

Vielen Dank schon einmal für eure Meinung.

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2

Montag, 27. Februar 2017, 12:08

Hallo,

beide Varianten halte ich nicht für optimal. Die schlaueste Variante ist, die Todesfallsumme an den Verlauf des Darlehens anzupassen, beginnend natürlich mit der vollen Summe. Das ist beitragsmäßig meist am günstigsten, bietet aber längst nicht jeder Versicherer an. Dazu gibt es bestenfalls noch eine Nachversicherungsgarantie. Die ist für den Fall gedacht, dass der Zins nach Ablauf der Zinsbindung höher liegt (ich glaube, dass Sie das meinten) und dadurch das Darlehen gestreckt werden muss. Dann kann die Risiko-LV ohne erneute Gesundheitsprüfung angepasst werden.

Dazu separat noch eine kleine, konstante Summe (das hat mehrere Gründe) und Sie sind optimal abgesichert. Den Trick, sich überkreuz zu versichern kennen Sie ja offenbar, was sicher 50% der Berater schon nicht auf die Reihe kriegen ...

Wer genau rät denn zu der fallenden Variante?

Grüße

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Donnerstag, 2. März 2017, 09:01

@Michael Hacke

Danke für das Feedback. Ich habe einen Test zu Riskolebensversicherungen gelesen und dort wurde für die Absicherungen von Kredit die linear fallenden Verträge empfohlen. Unser Haus Darlehn ist aber hier sicherlich nicht wie ein normaler Kredit zu behandeln, denn durch die Zinsbindung kann man heute noch gar nicht sagen wie hoch der Betrag in 20-25 Jahren sein wird. Der kann durch einen höheren Sollzins nach 15 Jahren höher sein, der kann durch Sondertilgungen auch niedriger sein.

Den Ansatz mit der Nachversicherungsgarantie finde ich daher sehr interessant.

Warum würdest du die kompletten 300.000€ absichern? Würde die Hälfte + einer Summe für die angepassten Umstände (vielleicht kann man nicht mehr Vollzeit arbeiten wenn der Partner verstorben ist oder benötigt eine erweiterte Kinderbetreuung die Kosten generiert). Zum Beispiel 200.000€, dass wären 150.000€ für die Hälfte des Hauses (auch hier muss man die Summe ja nicht komplett an die Bank zahlen, sondern kann von der Summe Jahre lang das fehlende Gehalt des Partners kompensieren) und 50.000€ für Anpassungen im Alltag.

Ich würde vielleicht noch weiter gehen (da bin ich vielleicht zu wenig der Romantiker). Ich würde davon ausgehen, dass innerhalb von 5 Jahren nach dem Tod ich oder meine Partnerin jemanden neues finden, welcher durch sein Gehalt die "Lücke" füllt und somit die Überbrückung gar nicht so lange sein müsste (und die Hälfte des Hauses auch nicht abzahlt werden müsste). Somit würde eine konstante Summe von 5 Jahren Gehalt des Partners ausreichen.

Aber da spricht wie gesagt weniger der Romantiker als der Realist aus mir raus.

Beiträge: 1 583

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4

Donnerstag, 2. März 2017, 11:10

Hallo,

bei der Anpassung an dern Darlehensverlauf macht nur die volle Summe Sinn, weil der Verlauf sonst ohnehin nicht passt.
Wieviel Kapital tatsächlich abgesichert werden soll, ist natürlich höchst individuell. Die Frage ist aber auch, ob sich die Bank mit einer 50%-Absicherung zufrieden gibt.

Am Ende ist es eine Frage des Beitrags, und die sind bei der Risiko-LV ja ohnehin nicht extrem hoch. Von daher würde ich die Summen lieber höher ansetzen, denn über zuviel Kapital hat sich noch niemand beschwert. Wenn "ein paar tausend Euro" fehlen und das Haus deshalb veräußert werden muss, sieht die Sache anders aus ...

Grüße

Framal

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5

Freitag, 3. März 2017, 08:01

Hallo Hagiman2000,

ich würde die volle Summe konstant und so lange wie nur möglich absichern. Die "über Kreuz" Variante ist sehr gut.

Begründung: Heute hast Du das Darlehen vor Augen. Diesbezüglich kann man natürlich rüber die von Dir angedachten Varianten nachdenken. Wer würde dies nicht tun?
Aber wenn ihr ü50 seid, das Haus abbezahlt ist, ist das Risiko abzuleben höher als heute. Wollt Ihr Euch da nicht gegenseitig abgesichert wissen?
Ferner, was sind 300.000 € in 25 oder 30 Jahren wert? Welche Kaufkraft haben sie? Sollte dann einer von Euch beiden vom Recht des Ablebens gebrauch machen, hat der andere Partner ein schuldenfreies Haus und Barvermögen.

Ich würde bei diesen Gedankenspielen NICHT nur das jetzige Darlehen betrachten, sondern mir auch mal den Plan für das zukünftige gemeinsame Leben vor Augen führen.
Im "normalen" Leben sagt man doch so schön, wer billig kauft, kauft 2 mal. Sorry, aktuell sind Deine Gedankenspiele beim Billigkauf.

Ich wünsche ein glückliches Händchen, den richtigen Weg zu finden.
Framal

6

Dienstag, 7. März 2017, 16:49

@Framal

Ich kann dir nicht ganz folgen. Wenn wir das Haus abbezahlt haben und ich Tod noch 300.000€ "wert" bin, dann bin ich Tod mehr wert als lebendig. Eine Versicherung soll doch nicht dazu dienen den Partner reich zu machen, damit er danach ein Auto oder teure Reisen kaufen kann. Es sollen Risiken abgedeckt werden (dafür sind doch Versicherungen da) und wenn das Haus abbezahlt ist besteht auch kein Risiko mehr. Hier kann ein eventueller Verdienstausfall (Gehalt / Rente) kompensiert werden sowie eventuelle Beerdigungskosten (die decken aber schon meine UV und LV ab).

Du schreibst "Billigkauf" ich würde es anders herum als über versichert darstellen. Wenn ich Tod bin hat meine Frau 300.000€ und ein abbezahltes Haus. Ich nenne das Luxus, kann man machen muss man aber nicht.

Framal

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7

Dienstag, 7. März 2017, 17:38

Hallo Hagimann2000,

ich sehe es aus der Sicht eines Menschen deutlich Ü50, seit etwa der Steinzeit mit derselben Frau verheiratet :) . Und als ich jung war, hatte ich nicht die Sicht auf die Dinge, wie ich sie heute habe.
Es war nur ein gut gemeinter Ratschlag. Mach was und wie Du es willst, wir leben in einem freien Land.

Lg
Framal

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 622

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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8

Mittwoch, 8. März 2017, 00:11

Hallo,

Hagiman2000 ist jedenfalls näher dran am Sinn und Zweck einer Versicherung.

Viel Glück

Barmer

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