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Samstag, 21. Januar 2017, 23:52

Lebensversicherung mit BUZ und UZV beitragsfrei stellen oder kündigen

Guten Tag liebes Forum,

ich bitte um Hilfe in diesem Fall:

Meine Frau hat (leider) 2007 eine Kapitallebensversicherung mit BUZ und UZV abgeschlossen. Diese wurde 8 Jahre bespart und läuft aktuell seit einem Jahr beitragsfrei. Nicht wegen Zahlungsschwierigkeiten, sondern weil wir einfach nicht mehr an diese Art der Altersvorsorge glauben.

Wir möchten nicht mehr in diese Art der Geldanlage investieren, sondern stattdessen unser Geld "vernünftiger" anlegen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung entspricht auch nicht mehr unseren Vorstellungen (zu kurze Laufzeit, zu wenig Absicherung, schlechtes Regelwerk), weshalb wir eine eigenständige BU abschließen wollen. Eine vollständige Kündigung des Vertrags haben wir bisher vermieden, denn der Verlust läge bei ca. 3000 Euro. Dann fällt auch noch Abgeltungssteuer an...

Was mich nun interessiert:

Wie sieht es aus, wenn so ein Vertrag tatsächlich bis 2045 beitragsfrei läuft? Fressen die laufenden Gebühren bis dahin einen Großteil der Einlagen auf? So eine Versicherung erwirtschaftet doch kaum noch Überschüsse und ein beitragsfrei geführter Vertrag ist ja auch nicht umsonst. Oder bleiben zumindest die Einzahlungen komplett erhalten? Aber dann stellt sich auch die Frage, ob der Verlust einer Kündigung in 30 Jahren nicht doch durch eine vernünftige Anlage kompensiert werden kann...

Weiter:

Hat es Nachteile, dass vor der Beitragsfreistellung die UZV und die BUZ nicht "rausgekündigt" wurden sondern quasi ohne Beiträge mitlaufen?

Die Versicherung verbietet komischerweise, dass ich aus dem beitragsfrei geführten Vertrag diese Zusatzversicherungen kündige. Wieso? Das muss einen Grund haben.

Aber ich könnte die Beitragsfreistellung ja vorübergehend aufheben, die Zusatzversicherungen kündigen und dann sofort wieder beitragsfrei stellen, oder nicht? :)

Oder hat es keinerlei Nachteile, wenn BUZ und UZV bis 2045 beitragsfrei mitlaufen? Wie ich die Versicherungen kenne, knüpfen die sich hierfür sicherlich auch Gebühren ab.

Die Versicherung wollte mir auch nicht sagen, ob Stornokosten für eine Beitragsfreistellung anfallen. So ein undurchsichtiges Produkt wollen wir einfach nicht mehr.

Danke für fachkundige Hilfe!

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 621

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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2

Sonntag, 22. Januar 2017, 22:59

Hallo, im Gegensatz zu dem Produkt aus der anderen Frage scheint hier wirklich etwas suboptimal. Eine UZV frisst natürlich Rendite und macht eigentlich nie Sinn.

Und die UZV und die BUZ verbrauchen natürlich auch während der Beitragsfreistellung Geld, keine bösen Gebühren, sondern natürlich die dafür nötigen Risikoanteile. Für die Beitragsfreistellung fallen aber keine Stornokosten an.

Natürlich wäre es sinnvoll, beides rauszukündigen (wenn BU-mäßig anderweitig Versicherungsschutz gefunden wurde), dazu sollte die DV des Versicherers auch in der Lage sein. Aber wenns vertraglich anders vereinbart ist, kommt man nur mit Einvernehmen weiter. Zur Vertragsänderung gehören immer beide Seiten.

Wenn Sie die vernünftige Geldanlage gefunden haben, die für 30 Jahre sicher und renditestark ist, sagen Sie doch bitte hier Bescheid.

Viel Glück

Barmer

3

Montag, 23. Januar 2017, 00:13

Danke für die Antwort.

Aber wissen Sie, warum ich diese Zusatzversicherungen laut Bedingungen nicht aus einer beitragsfreien Versicherung kündigen kann?

Jetzt muss ich es tatsächlich so machen:

Beiträge wieder aufnehmen bis ich die Bestätigung des Versicherers habe, dann UZV und BUV sofort kündigen und Beitrag senken. Sehr umständlich.
Aber vielleicht lässt der Vericherer die Wiederinkraftsetzung gar nicht mehr zu, wenn ich die Zusatzversicherungen sofort kündige.

Ich habe schon mehrfach gelesen, dass eine Beitragssenkung als Novation gilt und der Garantiezins dann weg ist. Aber hier weiß sicherlch auch die Assekuranz Bescheid.

Barmer

Versicherungsberater

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Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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4

Montag, 23. Januar 2017, 19:40

Hallo, eine Beitragssenkung durch Kündigung der Zusatzversicherungen beeinflusst den Garantiezins nicht. Bei einer Erhöhung (auch bei gleichbleibendem Gesamtbeitrag) müsste man sich sicherheitshalber erkundigen.

Viel Glück

Barmer

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