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Dienstag, 14. April 2015, 17:57

bestehende BU bis 60 weiterlaufen lassen oder Neuvertrag?

Hallo zusammen,

ich stehe vor einer Entscheidung für die ich nicht wirklich eine Lösung parat habe.
Ich habe Ende 2012 eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei der Debeka über 1.000 Euro inklusive Dynamik bis zum 60. Lebensjahr abgeschlossen. Anfangs lag der Beitrag bei 31,74 Euro, mittlerweile zahle ich 32,38 Euro.
Warum ich damals nur bis zum 60. Lebensjahr vereinbart habe kann ich jetzt nicht mehr genau sagen. Ich denke, dass es wohl ein Kostenfaktor war.
Mittlerweile würde ich die Versicherung gerne bis +/- 65 Jahre und auf +/- 1.200 Euro inklusive Dynamik ausweiten. Doch diese Möglichkeit lässt die Debeka mit dem bestehenden Vertrag nicht zu. Man könnte es zwar ausweiten, dann würde aber die Versicherungssumme bei gleichem Beitrag gekürzt werden. Was ja auch nicht Sinn der Übung ist.

Was würdet ihr machen?

Ist es eurer Meinung nach überhaupt sinnvoll die Laufzeit zu verlängern? Sinnvoll ist die Frage aber vernünftig wäre es wohl. Nicht, dass ich dann im Alter meine bis dahin getilgte Eigentumswohnung verkaufen muss, um überleben zu können.

Wobei ich sagen muss, dass eine Berufsunfähigkeit in meinem Job wohl eher in den nächsten 10-15 Jahren eintreten könnte/würde. Ich bin Controller und daher stress- und verantwortungsbedingt wohl eher ein Burnout-Kandidat als sonst irgendwas. Wenn ich bis zum 60. Lebensjahr noch keinen Burnout gehabt habe wird dies wohl auch nicht mehr eintreten (meine Meinung).

Oder soll ich die Laufzeit bei der Debeka erhöhen und erstmal mit 800 bis 900 Euro Versicherungssumme weitermachen und auf eine baldige Hochzeit hoffen, sodass ich die Summe pushen kann?

Soll ich kündigen und einfach einen neuen Vertrag abschließen? Wenn ja, was wären interessante Anbieter, bei denen ich mal Angebote einholen sollte? (Allianz liegt mir bereits vor)

ICH WEIß ES WIRKLICH NICHT! :)
Es wird halt schnell ziemlich teuer, wie ich finde und ob es wirklich notwendig ist, ist die große Frage.

Über ein paar Anregungen würde ich mich sehr freuen. :)

Danke! :thumbsup:

Gruß
Christoph

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Christoph90« (14. April 2015, 18:02)


MatthiasHelberg

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2

Dienstag, 14. April 2015, 18:38

Hallo,


da niemand heute wissen kann, in welcher Situation er in 30 Jahren wirklich sein wird, lautet meine stete Empfehlung: Die BU (wenn es irgend möglich ist) bis Endalter 67 abschließen. "Verlängern" kann man sie - wie man hier einmal mehr sieht - eben nicht.

Wer mit 60 berufsunfähig ist, wird es höchst wahrscheinlich auch mit 67 noch sein. 7 Jahre weniger BU-Rente (bei Vertragsende mit 60) bedeuten in so einem Fall bei nur 1.000 EUR BU-Rente / Monat dann auch einen Verzicht auf bis zu 84.000 EUR Versicherungsleistungen und womöglich 7 Jahre weniger Zeit für den Kapitalaufbau der Altersvorsorge.

In den meisten Fällen ist das Murks. Besser: Abschluss bis Endalter 67 und dann mit 60 oder später, wenn die Schäfchen tatsächlich im Trockenen sind, die BU kündigen und sich dann die Beiträge sparen. Das ist auf jeden Fall der sicherere Weg.

Ob ein Wechsel, ein Zusatzvertrag, oder ein Anschlussvertrag die richtige Lösung sind, kann man meines Erachtens erst beurteilen, wenn man genau weiß, zu welchen konkreten Konditionen (mit jetzigem Beruf, Sportarten, Gesundheitshistorie...) man jetzt neu versichert werden kann.

Viel Erfolg!
Herzliche Grüße aus Osnabrück

Matthias Helberg
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3

Dienstag, 14. April 2015, 18:51

Hallo,

Klar ist natürlich, dass mit dem Endalter 60 eine gewaltige Versorgungslücke unversichert bleibt. Ist man berufsunfähig, so ist jedes Jahr mehr an Leistungsdauer natürlich imens wertvoll, auch im Zusammenhang auf die darauf folgende Altersrente...

Sie schrieben:

Zitat

Mittlerweile würde ich die Versicherung gerne bis +/- 65 Jahre und auf +/- 1.200 Euro inklusive Dynamik ausweiten.


Wieso nur 65 und nicht 67 oder lebenslang?
Die Frage nach der passenden, bedarfsgerechten Rentenhöhe im Falle einer BU kann man nur beantworten, wenn man auch Ihre persönliche Situation erfassen und kennen würde. Dazu gehört unter anderem die finanzielle Situation, Einkommen, Zukunftspläne und vieles weitere mehr...Dies sollte im Rahmen einer professionellen Beratung eigentlich zum Standard gehören.
Haben Sie auch an eine garantierte Steigerung in der Leistungsphase gedacht?

Bevor Sie irgendetwas unbedachtes tun, sollten Sie sich über alle Möglichkeiten, die es in Ihrer jetzigen Situation gibt, informieren und beraten lassen. Dabei müssen alle Vor- und auch Nachteile beleuchtet werden. Beachten Sie unter anderem auch das Thema vorvertragliche Anzeigepflicht bei Abschluss von Neuverträgen, um ein Beispiel zu nennen.

Ob Sie jetzt Ihren bisherigen BU-Vertrag verändern, unverändert lassen, mit einer zusätzlichen Absicherung erweitern, und / oder eine sogenannte Anschluss-BU (Laufzeitverlängerung über anderen Anbieter), Optionsrechte nutzen, gar alles neu machen, oder andere Wege beschreiten, können am Ende nur Sie alleine entscheiden. Aus dem Forum heraus einen Emfpehlung nach dem Motto "machen Sie es so oder so" zu geben, ist aus meiner Sicht auf Grund der wenigen Informationen nicht wirklich möglich und zielführend. Punkte wie Ihre gesundheitliche Situation, Hobbies, Ausgestaltung der beruflichen Tätigkeit und andere Dinge müssen hierbei beachtet werden.

Beachten Sie, dass es unter den Versicherungsvermittlern, die Unterscheidung zwischen Versicherungsvertretern und Versicherungsmaklern gibt. Neben diesen gibt es noch Versicherungsberater.
Thomas Schösser
Ihr spezialisierter Versicherungsmakler für
Private Krankenversicherung - Berufsunfähigkeitsversicherung - Private Altersvorsorge
Am Pfahl 10
85077 Manching (bei Ingolstadt)
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Tel.: 0 84 59 / 32 43 32

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4

Donnerstag, 16. April 2015, 09:26

Hallo,

Einen BU-Vertrag bis Endalter 60 können Sie sich getrost schenken - meine Meinung.

Sie sollten selbst überhaupt keine Angebote einholen. Das überlassen Sie besser einem Versicherungsmakler (auf Provisionsbasis) oder einem Versicherungsberater (auf Honorarbasis). Es gibt hervorragende Anbieter, an die kommen Sie sonst gar nicht dran.

Grüße

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Freitag, 17. April 2015, 18:37

Hallo zusammen,

vielen Dank für die raschen und ausführlichen Antworten.

Dann führt wohl kein Weg dran vorbei zu handeln.

Wie stellt man sich einen Besuch beim Makler bzw. Berater genau vor?
Was ist denn für mich als Verbraucher genau der Unterschied?
Kommen Kosten auf mich zu?
Auf was sollte ich bei der Auswahl des Maklers bzw. Beraters achten?

Sorry für die blöden Fragen aber aufgrund meines jungen Alters musste ich mir die Fragen noch nie stellen. :D
Im Internet konnte ich leider auch keine befriedigenden Antworten finden.

Danke!

Gruß
Christoph

Beiträge: 176

Wohnort: Manching (bei Ingolstadt)

Beruf: Versicherungsmakler

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6

Samstag, 18. April 2015, 21:58

Zitat

Was ist denn für mich als Verbraucher genau der Unterschied? Kommen Kosten auf mich zu?


Die Kurzversion (keine vollständige Ausführung):

Versicherungsmakler gehören zur "Kategorie" der Versicherungsvermittler, und erhalten in den meisten Fällen bei erfolgreicher Vermittlung eines Vertrages eine Courtage (Vergütung) direkt vom Versicherer. Unterschiede zwischen Abschluss- und Bestandspflegeprovision, sowie Provisionen für Dynamikerhöhungen sind zu beachten. Diese können sich je nach Courtagevereinbarung voneinander unterscheiden. Es gibt Makler die offen darüber sprechen, und ihre Vergütung dem Kunden gegenüber transparent offenlegen. In den meisten Fällen stellt die Abschlussprovision bei Vermittlung einer neuen Lebens- und Rentenversicherung von den drei genannten Provisionen den allergrößten Teil dar.

Versicherungsvertreter (sind von einem oder mehreren Versicherungen damit betraut Verträge zu vermitteln), gehören auch zu der Kategorie der Versicherungsvermittler, sind aber KEINE Versicherungsmakler.

Versicherungsberater, dagegen erhalten für ihre Dienstleistung (Beratung) i.d.R. direkt vom Kunden ein Honorar. Versicherungsberater erhalten dafür aber keine Vergütung von einem Versicherer.



Zitat

Auf was sollte ich bei der Auswahl des Maklers bzw. Beraters achten?


Meine persönliche Meinung:

Abfrage des Tätigkeitschwerpunktes (Erfahrungen?, täglicher Arbeitsschwerpunkt? bzw. Spezialisierung, was kann er / sie am besten?)

Das die Aussagen und Ratschläge z.B. durch Quellenangaben des Maklers / Beraters überprüft werden können.

Die Beratung sollte m.E. auf Grundlage von objektiven Kriterien, blei gleichzeitiger Transparenz für Sie als Kunde erfolgen.

Der Berater / Makler sollte bereit und in der Lage sein kritische Fragen objektiv und auf Grundlage von Fakten zu beantworten
Thomas Schösser
Ihr spezialisierter Versicherungsmakler für
Private Krankenversicherung - Berufsunfähigkeitsversicherung - Private Altersvorsorge
Am Pfahl 10
85077 Manching (bei Ingolstadt)
Website: www.pkv-inhalte.de
Tel.: 0 84 59 / 32 43 32

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Sonntag, 19. April 2015, 11:57

Hallo Christoph,

es ist gut das du dich schon in jungen Jahren mit dem Thema BU beschäftigst, das sollte meiner Meinung jeder tun bereits bei Beginn der Ausbildung.

Deine Denkweise ist auch nicht falsch, wenn du sagst das du mit 60 noch kein Burnout hattest dann das auch nicht mehr passiert, somit kannst du die BU mit 60 enden lassen aber deine Leistungszeit solltest du auf 67 Jahren hochschrauben. Das heisst wenn du mit 59 Jahren BU wirst bekommst du bis 67 deine BU-Rente, wenn du allerdings erst mit 61 BU wirst gibt gibts natürlich keine.
So etwas bieten einige Versicherer an.

Was es am Markt neuerdings auch noch gibt ist das die BU-Rente bis zum Tod ausgezahlt wird, also auch in der Zeit in der du Rente beziehst, das kostet nicht viel mehr und meiner Meinung nach eine feine Sache auch für eine eventuelle Pflege im Alter.

8

Montag, 20. April 2015, 13:07

Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für die weiteren Antworten!

Ich habe gerade einen Termin bei einem VersicherungsMAKLER vereinbart. Am Telefon hat er bereits einen sehr sympathischen und kompeteten Eindruck auf mich gemacht.

Zitat

es ist gut das du dich schon in jungen Jahren mit dem Thema BU
beschäftigst, das sollte meiner Meinung jeder tun bereits bei Beginn der
Ausbildung.
Das war auch so geplant, doch leider haben wir oder ich damals noch nicht so weit gedacht, dass man vll. doch bis Renteneintritt gehen sollte. Naja mal abwarten, was der Makler aus dem Hut zaubert. 8)

Mal gucken, was er mir so anbietet. Ich möchte aber nicht unbedingt ein Vermögen dafür ausgeben aber mit 50 bis 60 Euro muss ich wohl rechnen. :whistling:

Danke erstmal! Ich werde mich nach dem Termin nochmal melden bzw. wenn ich der Zwischenzeit weitere Fragen auftauchen sollten.

Gruß
Christoph

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