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Mittwoch, 27. Januar 2010, 11:16

wie sinnstiftend ist eine BU?

Hallo liebes Forum,



ich, 32, besitze seit 9 Jahren eine BU mit angeknüpfter LV.

Im Versicherungsfall bekomme ich eine BU-Rente in Höhe von 800 €. Die BU kostet anteilig 45 €, 40 € gehen in die LV.



Nun meint mein unabhängiger Versicherungsmakler, dass diese BU im Fall des Falles nicht ausreichend ist. Er hat im Grunde recht.

Er schlägt vor, die kombinierte Versicherung zu kündigen und 60 € in eine neue BU zu investieren. Dort würde ich dann 1300 € Rente beziehen.



Die Rückkaufsumme der LV käme in eine Riesterrente, aber das ist ein anderes Thema (was an anderer Stelle diskutiert werden muss).

Aber dann hab ich keine LV mehr und mein Kind wäre im Todesfall nicht berücksichtigt.



Ich bin Sachbearbeiterin und völlig gesund. Fahre kaum Auto, treibe (leider) keinen Sport.

Was muss passieren, dass eine Büroangestellte mal berufsunfähig wird? Die Versicherungen finden doch meist immer ein Argument, um jemanden eine alternative Tätigkeit zuzumuten. Und solange mir nicht der Kopf abfällt, ich psychisch krank werde (wobei ich relativ stabil bin) oder meine Hände nicht mehr mitmachen, kann ich doch bis zum Lebensende diesen Job ausführen, wenn ich wollte.



Und mal ein kleiner Gedanke am Rande: 800 € reichen nicht zum Leben, aber Vater Staat federt sein Volk bekanntlich ab. Wieso soll ich jeden Monat so viel Geld in eine BU buttern. 1300 € Absicherung oder Grundsicherung lt SGB II- so einen großer Unterschied sehe ich da auch nicht. Ich schreibe das hier nur, weil ich monatlich so viel Geld in Versicherungen investiere (Unfall, Haftpflicht, private Rente, Zusatz-KV für mich und das Kind & dann noch LV + BU). Ein bisschen zum Leben muss ja auch noch bleiben.

Sven-Hennig

Fortgeschrittener

Beiträge: 325

Wohnort: BERGEN

Beruf: Spazialmakler PKV/ BU

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2

Mittwoch, 27. Januar 2010, 11:44

Hallo,

generell stellt sich die erste Frage- wer hat Ihnen dieses Produkt was Sie derzeit haben mal verkauft? Der gleiche Berater??

Recht hat er zum Teil.

Neben der BU ist die Absicherung der Privaten Altersvorsorge nicht ganz unwichtig.

Recht haben Sie aber auch: Was zum leben muss eben auch bleiben und nur für Versicherungen arbeiten macht keinen Sinn.

Auf der anderen Seite stellt sich mir eine andrer Frage:

1.) Wie hoch ist ihr Einkommen?

2.) Welche laufenden Kosten bestehen?

3.) Wie wurden die 1.300 EUR ermittelt?

4.) Nach welchen Kriterien wurde die BU ausgewählt?

5.) nach welchen Kriterien die Altersvorsorge?

Zitat

Folgende Punkte bedürfen einer weitergehenden Klärung:

Wie definiert der Versicherer den Beruf und welche Änderungen ergeben sich gegenüber der gesetzlichen Definition?
Welche Ereignisse sind auslösend und wie lange muss die Beeinträchtigung bestehen/ bestanden haben?
Welche Behandlungen kann der Versicherer anordnen?
Was passiert bei Berufswechseln mit dem Schutz, was wenn Sie (länger) Ausscheiden aus dem Beruf?
Welche Bereiche oder Szenarien sind generell ausgeschlossen? (Krieg? Terror?)
Was ist im Leistungsfall? Umorganisation möglich/ notwendig?
Kann der Versicherer abstrakt oder konkret verweisen?
Wann und wie lange erkennt er die Berufsunfähigkeit an? Kann er nachprüfen? Wann? Wie?
Wie lange versichert man Sie? 67? 65? Unbegrenzt?
Wollen Sie die Absicherung "solo" oder in Kombinantion mit einer Lebens-/ Rentenversicherung oder einer betrieblichen Altersvorsorge?


Sie sehen, es gibt eine ganze Reihe von Punkten, welche besprochen werden müssen, bevor ein Vertrag geschlossen wird oder der Antrag gestellt. Diese Fragen lassen sich meist nicht allein, sondern nur mit einem geeigneten und ausreichend spezialisierten Berater lösen.

Das Risiko der BU sollte m.E. nur in besonderen Fällen kombiniert werden. Zuerst geht es hier um einen reinen Risikoschutz der den Verdienstausfall absichert. Bei dem Vergleich mit der Grundsicherung, den ich so nicht teile, ist auch die Frage Altersarmut zu berücksichtigen.

Gruß

SH
Gruß
_________________
Sven Hennig
-Spezialmakler für PKV und BU-
pkv@online-pkv.de

Tel. 03838 30 75 33
www.online-pkv.de

3

Mittwoch, 27. Januar 2010, 12:34

Hallo.

Auf den Staat würde ich mich in Ihrem Fall nicht verlassen. Sie sind nach 1961 geboren und haben somit keinen Anspruch auf eine Berufsunfähigkeitsrente, sondern lediglich eine Erwerbsminderungsrente (hier besteht ein sehr großer Unterschied).

Die Rente wegen voller Erwerbsminderung wird aus allen bis zum Eintritt der vollen Erwerbsminderung zurückgelegten rentenrechtlichen Zeiten errechnet. Tritt die volle Erwerbsminderung vor dem 60.Lebensjahr ein, wird zuzüglich noch eine Zurechnungszeit gewährt. Die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung entspricht der halben Vollrente.

Wieviel Prozent Sie bei Erwerbsminderung erhalten, hängt von Ihrem zeitlichen Leistungsvermögen ab. Also, wieviel Stunden könnten Sie überhaupt noch irgendeine Tätigkeit ausüben?

Anbei eine Vielzahl von Erkrankungen, die auf jeden Fall zu einer Berufsunfähigkeit führen. Es gibt noch viel mehr ... Sind Sie vor diesen sicher?

Operationen an der Niere: Nierentransplantation Nierentransplantation Creutzfeldt-Jakob-Krankheit Creutzfeldt-Jakob-Krankheit Jacob-Creutzfeld-Syndrom sklerosierende Panenzephalitis Progressive multifokale Leukenzephalopathie multifokale Leukoenzephalopathie Sonstige atypische Virus-Infektionen des Zentralnervensystems Kuru-Syndrom Slow-Virus-Infektion Angeborenes Jodmangelsyndrom Angeborenes Jodmangelsyndrom, nicht näher bezeichnet Kretinismus Angeborene Hypothyreose ohne Struma Angeborene Schilddrüsenunterfunktion Kongenitale Hypothyreose Störungen des Sphingolipidstoffwechsels und sonstige Störungen der Lipidspeicherung GM2-Gangliosidose Tay-Sachs-Krankheit Sonstige Sphingolipidosen Krabbe-Syndrom Leukodystrophie Morbus Gaucher Sphingolipidose, nicht näher bezeichnet Sphingolipidose Neuronale Zeroidlipofuszinose Amaurotische Idiotie Zerebrale Lipidose Störung der Lipidspeicherung, nicht näher bezeichnet Lipidspeicherung im Gewebe Stoffwechselstörung der Markscheiden Vaskuläre Demenz Vaskuläre Demenz, nicht näher bezeichnet Arteriosklerotische Demenz Nicht näher bezeichnete Demenz Altersverwirrtheit Präsenile Demenz Senile Demenz Senile Psychose Demenz Delir, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt Sonstige Formen des Delirs epileptischer Verwirrtheitszustand Delir, nicht näher bezeichnet Akutes Delir Delir Prädelir posttraumatische organische Psychose Delirium Dämmerzustand Temporallappensyndrom Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Abhängigkeitssyndrom Absinthabhängigkeit Abhängigkeit von Alkohol Alkoholismus Chronischer Alkoholismus Dipsomanie Alkoholsucht Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Psychotische Störung Alkoholische Paranoia Alkoholische Psychose Alkoholwahn Psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol: Amnestisches Syndrom Amnestisches Syndrom Korsakow-Krankheit

Gruß AdA (Absicherung der Arbeitskraft)
Absicherung der Arbeitskraft. Nähere Infos unter http://www.berufsunfaehigkeitsversicherung-nuernberger.de

4

Donnerstag, 28. Januar 2010, 08:23

Morgen Kollegen,

habt Ihr den Satz hier überhaupt gelesen?
ich, 32, besitze seit 9 Jahren eine BU mit angeknüpfter LV.

Diesen Vertrag will der "neue Berater" kündigen (!!!) und eine neue BU abschliessen. Anscheinend völlig ungeprüft! Mir klingt das nach Provisionsorientierter Beratung.

Warum diesen "schönen" Altvertrag kündigen? Fragen Sie Ihren "unabhänigen" Makler doch mal nach dem Thema Steuerfreiheit ... Warum die alte BU nicht auftsocken (EUR 500 sollten dann doch so um die EUR 25,00 EUR kosten, wenn ich das aus EUR 1300 umrechne = ganz schön billg - hier fehlen die Eckdaten ... BU bis 55 wahrscheinlich *Ironie aus*).

Welchen Vorteil hat der Riester gegenüber der bestehenden LV? "Der Rückkaufswert der LV käme in eine Riester-Rente" ... wozu, warum nicht beitragfrei stellen?

Klären Sie mit Ihrem Makler erstmal diese Fragen ... entweder er beantwortet das schlüssig oder nicht. Erst dann sollten Sie sich mit dem Thema neue BU-Bedingungen etc. aus einander setzen.

Immer Augen auf, wenn LV/RV-Verträge gekündigt werden sollen, die vor 2001/2002 abgeschlossen wurden. Niemals unreflektiert handeln.

Grüße
ara

PS: Ich will hier nicht über die Sinnhaftigkeit einer BU diskutieren. Die ist m.E, unbestritten. Aber auch den Vergleich zwischen gesetzlicher Absicherung und privater BU müsste Ihnen Ihr Berater erklären können. Prognose: die gesetzliche Absicherung wird nicht besser werden.

PPS: Beiträge vor dem zweiten Kaffee klingen immer so böse ... hm.
Wer mehr (über mich) wissen möchte -> PN schreiben.
Ohne vernünftige Analyse und Bedarfsermittlung keine Beratung, das gilt auch im Netz. Somit sind meine Aussagen in diesem Forum lediglich ein Denkanstoss und keine endgültige Empfehlung.

5

Donnerstag, 28. Januar 2010, 08:52

Ich tippe mal, das der "Arbeitgeber" des "unabhängigen" Maklers 3 oder 4 Buchstaben hat!
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
http://www.lamers-gmbh.eu/ http://www.lamers-gmbh.de/ https://www.debeka.de/svb/butzbach/index.html

Sven-Hennig

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6

Donnerstag, 28. Januar 2010, 10:11

Ich tippe mal, das der "Arbeitgeber" des "unabhängigen" Maklers 3 oder 4 Buchstaben hat!


ich auch :-))

ABER DENNOCH EINS:

Das Überdenken der BU kann durchaus Sinn machen, wenn die Bedingungen nicht passen.

Dann aber eben nur der BUZ Baustein, nicht der Gesamtvertrag.
Gruß
_________________
Sven Hennig
-Spezialmakler für PKV und BU-
pkv@online-pkv.de

Tel. 03838 30 75 33
www.online-pkv.de

7

Donnerstag, 28. Januar 2010, 22:27

Hallo und guten Abend! Vielen Dank für die hilfreichen Antworten. Ich bin beeindruckt :thumbsup:





generell stellt sich die erste Frage- wer hat Ihnen dieses Produkt was Sie derzeit haben mal verkauft? Der gleiche Berater??




Nein, der ist glücklich mit dem alten Vertrag. Ein neuer Berater einer Vermögensberatung. Der alte Berater arbeitet dirket für eine Versicherung.

Wie ich finde, ist die LV nicht besonders attraktiv - aber sie beinhaltet immerhin die BU und eine Unfall-Zusatzversicherung (wobei ich zugeben muss ich nicht weiß, was das ist/ sie beinhaltet. Schließlich hab ich eine klassische UV beim gleichen Verein).


Auf der anderen Seite stellt sich mir eine andrer Frage:




1.) Wie hoch ist ihr Einkommen?

ca. 1800 €

2.) Welche laufenden Kosten bestehen?

ca. 1300 €

3.) Wie wurden die 1.300 EUR ermittelt?

siehe 2.

4.) Nach welchen Kriterien wurde die BU ausgewählt?

damals: ich war jung und "blind" (naiv besser gesagt) - keine Kriterien

heute im aktuellen Fall: ich vermute nach Provision des Maklers - ich hatte ihm lediglich den €-Richtwert gegeben

5.) nach welchen Kriterien die Altersvorsorge?

siehe 4.



Für die BU wurde eine Versicherungsdauer von 31 Jahren vereinbart - tatsächlich, wenn ich 55 bin. Die Ironie verstehe ich leider nicht. :wacko: Die LV wird mit 65 ausgezahlt.



Die LV will ich eigentlich nicht beitragsfrei stellen und auch nicht kündigen. Ich bin zwar nicht ganz so glücklich damit, weil ich mich über den AG höherversorgen kann, aber ich kann mit der LV leben. All die Empfehlungen machte der Makler, der bei einer Vermögensberatung arbeitet mit mehr als 5 Buchstaben ^^



Der Gedanke, die alte BU aufzustocken, klingt interessant. Vielen Dank!


Sven-Hennig

Fortgeschrittener

Beiträge: 325

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8

Donnerstag, 28. Januar 2010, 23:19

Hallo,

sorry, aber auch der 2. Berater scheint nicht wirklich was von dem zu verstehen was er macht.

Vermögendberatung? Besteht aus zwei Worten die Forma? D.. V...

egal.

Warum sollte ein Endalter 55 sinnvoll sein?

Wie wurde diese begründet?

Neben der Aufstockung (nur dann wenn der Tarif, die Bedingungen etc. bei der bestehenden BUZ passen) ist eine Anhebung des Endalters sinnvoll, es sei denn Sie können den Zeitraum ab 55. selbst überbrücken.

Weiterhin wäre über den Ausschluss der BU dort und die Neuausrichtung nachzudenken.


Mann, Mann, wenn solche "Berater" beraten, müssen wir uns in der Branche über manchen Ruf nicht wundern.

Gruß
Gruß
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Sven Hennig
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www.online-pkv.de

Andre2905

Fortgeschrittener

Beiträge: 809

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Beruf: Versicherungskaufmann

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9

Donnerstag, 4. Februar 2010, 14:46


Ein neuer Berater einer Vermögensberatung. Der alte Berater arbeitet dirket für eine Versicherung.



Da hätte ich mein letzes Hemd drauf gewettet, und wenn ich morgen nackt zur Arbeit hätte fahren müssen...

Nichts gegen "richtige" Makler, die machen den Job einfacjh ein wenig anders als ein Einfirmenvertreter. Aber ein guter Makler/Vertreter weiss wenigstens wovon er spricht.

Tip aus dem Leben:
Lassen Sie den "Vermögensberater" nicht mehr ins Haus. Das einzige Vermögen, dass der vermehrt, ist das seines Struktur-Oberen (Sie kennen dass bestimmt, Schneeballsystem....)
Und wenn Sie ihn doch mal wieder treffen, fragen Sie ihn doch mal nach seiner Qualifikation....

Wenden Sie sich an einen kompetenten Berater, und ruhig auch mal eine 2. oder 3. Meinung einholen, immerhin geht es hier um ein existenzielles Risiko...
Viele Grüsse
André


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