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Dienstag, 14. Januar 2020, 12:50

Nach BU: Welcher Beruf ist versichert? Der alte oder der neue?

Hallo liebes Forum,
aus aktuellem Anlass frage ich mich, welcher Beruf versichert ist. In meinem alten Beruf (Kaufmännischer Angestellter mit Außendienst) habe ich für das ganze Jahr 2013 BU-Rente von der AM bekommen. Nun steht die Möglichkeit im Raum, dass ich dauerhaft AU in meinem neuen Beruf (Technischer Fachverkäufer im Außendienst) bin.
Wenn ich das richtig verstanden habe, steht in meinen VB sinngemäß: "übt der Versicherte einen anderen, vergleichbaren Beruf aus, müssen wir nicht mehr zahlen". Konkreter Verweis also. Abstrakten Verweis gibt es nicht in meinem Vertrag.
Heißt das, dass es egal ist, aus welchem Grund ich den neuen Beruf nicht mehr ausübe? Selbst, wenn ich kündigen sollte?
Aber die eigentliche Frage lautet: Welcher Beruf ist denn nun versichert? Der alte oder der neue? Für welchen wird die AU seitens der AM geprüft?

Viele Grüße

Klinger

2

Dienstag, 21. Januar 2020, 13:19

versichert ist immer der zuletzt ausgeübte Beruf vor Eintritt der Berufsunfähigkeit. Wenn also jetzt oder vor kurzem eine BU eingetreten ist, dann ist der letzte ausgeübte Beruf entscheidend - hier im Fall also der technische Fachverkäufer, wenn der Beruf schon über einen gewissen Zeitraum ausgeübt wurde

Tipp: Falls noch nicht vorhanden unbedingt vor BU-Antrag eine Rechtsschutz abschließen. Danach ist es nicht mehr möglich.

Peter Wolnitza

Versicherungsprofi

Beiträge: 274

Wohnort: Nidderau

Beruf: Versicherungsmakler

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3

Dienstag, 21. Januar 2020, 16:47

versichert ist immer der zuletzt ausgeübte Beruf vor Eintritt der Berufsunfähigkeit. Wenn also jetzt oder vor kurzem eine BU eingetreten ist, dann ist der letzte ausgeübte Beruf entscheidend - hier im Fall also der technische Fachverkäufer, wenn der Beruf schon über einen gewissen Zeitraum ausgeübt wurde

Tipp: Falls noch nicht vorhanden unbedingt vor BU-Antrag eine Rechtsschutz abschließen. Danach ist es nicht mehr möglich.


Gratulation!
Erster Beitrag und gleich zweimal Unsinn!

Es gab in der Vergangenheit durchaus Versicherer, die da andere Formulierungen in Ihren AVB stehen hatten bzgl versichertem Risiko. Da der TO hier von 2013 Leistungsbezug schreibt und wir nicht wissen können, wann der BU Vertrag seinerzeit abgeschlossen wurde,
wissen wir auch nicht, welche Formulierung zugrunde liegt und jede Aussage dazu ist heiteres Tarife raten!

Zum Thema Rechtsschutz
Auch hier gibt es bei den Versicherern unterschiedliche Definitionen, WANN das schadenauslösende Ereigniss eingetreten ist. Zumal der Tipp an den TO vor Antragstellung der BU eine RS abzuschliessen, mich daran zweifeln lässt,
ob Sie das Eingangsposting gelesen und verstanden haben...

Fehlt nur noch der Link auf: Hier können Sie RS vergleichen...
Peter Wolnitza
Makler für BU, PKV, Altersvorsorge
Zert_FP (FH Frankfurt)
Tel . : 06187 - 90 29 89
www.wolnitza.de
info@wolnitza.de

4

Montag, 27. Januar 2020, 15:23

Danke für die Antworten.
Der Vertrag wurde am 1.6.2002 unterschrieben.
§1 hat folgenden Wortlaut:

Allgemeine Versicherungsbedingungen für die Berufsunfähigkeits-Versicherung

Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, als Versicherungsnehmer sind Sie unser Vertragspartner; für unser Vertragsverhältnis gelten die nachfolgenden Bedingungen.

§1 Was ist Berufsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen?

(1) Berufsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen liegt vor, wenn die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich mindestens sechs Monate ununterbrochen zu mindestens 50 % außer Stande ist, ihrem zuletzt vor Eintritt dieses Zustands ausgeübten Beruf nachzugehen.

(2) Übt die versicherte Person jedoch nach Eintritt dieses Zustands eine andere, ihrer Ausbildung und Erfahrung sowie bisherigen Lebensstellung entsprechende Tätigkeit aus und ist sie dazu auf Grund ihrer gesundheitlichen Verhältnisse zu mehr als 50 % in der Lage, liegt keine Berufsunfähigkeit vor.

(3) Berufsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen liegt auch dann vor, wenn die versicherte Person infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, voraussichtlich mindestens sechs Monate ununterbrochen pflegebedürftig im Sinne von § 2 ist.

(4) Wird uns nachgewiesen, dass ein in Absatz 1 oder 3 beschriebener Zustand für einen Zeitraum von sechs Monaten ununterbrochen vorgelegen hat, gilt dieser Zustand von Beginn an als Berufsunfähigkeit.

(5) Scheidet die versicherte Person aus dem Berufsleben aus und werden später Leistungen wegen Berufsunfähigkeit beantragt oder übt die versicherte Person einen Beruf noch nicht aus, so kommt es bei der Anwendung der Absätze 1 und 4 darauf an, das die versicherte Person außer Stande ist, eine Tätigkeit auszuüben, die aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung ausgeübt werden kann und ihrer Lebensstellung entspricht.

Hilft das bei der Beantwortung meiner Fragen?

Viele Grüße
Klinger

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Klinger« (27. Januar 2020, 15:47)


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