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1

Freitag, 1. Februar 2019, 09:48

Psychotherapie selbst zahlen?

Hallo,

kurze Frage:
Unser Kind (10 Jahre) muss evtl. eine Psychotherapie machen.
Macht es Sinn, diese selbst zu zahlen?
Ist es dann legitim, wenn das Kind dann bspw. in 10-15 Jahren bei Gesundheitsfragen angibt, dass noch nie eine Psychotherapie gemacht wurde?

Oder ist es lediglich eine rechtliche Grauzone?
Eigentlich müsste man es angeben, aber man verschweigt es, da es die Versicherung normalerweise nicht herausfinden kann.

Danke im Voraus!

Thomas Kliem

Administrator

Beiträge: 2 112

Wohnort: Berlin

Beruf: Fachmakler für PKV, BU-Versicherungen, Altersvorsorgeprodukte und Finanzierungen. Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK)

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2

Freitag, 1. Februar 2019, 10:29

Für die Angabepflicht spielt es keine Rolle, wie die Behandlung bzahlt wurde.
Thomas Kliem
Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK)

Ihr Fachmakler für PKV, BU, Altersvorsorge und Finanzierungen

3

Freitag, 1. Februar 2019, 11:33

Für die Angabepflicht spielt es keine Rolle, wie die Behandlung bzahlt wurde.


Danke für die Antwort!

In der Praxis wird es einem aber immer so von den Therapeuten verkauft, dass man als Selbstzahler den Vorteil hat, dass man auf Nachfrage eine Therapie verneinen kann.

Was ist, wenn man bspw. prophylaktisch einen Psychologen aufsucht?
Wann fängt eine Therapie an?
Vielleicht kommt der Therapeut nach 3-5 Sitzungen zu dem Ergebnis, dass keine weiteren Sitzungen erforderlich sind.
Hat man dann schon eine Psychotherapie gemacht?

Peter Wolnitza

Versicherungsprofi

Beiträge: 266

Wohnort: Nidderau

Beruf: Versicherungsmakler

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4

Freitag, 1. Februar 2019, 13:55

Frage teilt sich eigentlich in zwei Unterfragen

Die Frage teilt sich eigentlich in zwei Unterfragen auf:

Frage 1: Muss ich es angeben?

- die Antwort hängt u.a. auch davon ab, welche Fragen der Versicherer in seinem Antrag auf BU Versicherung in X Jahren stellen wird. (das ändert sich nämlich fatalerweise von zeit zu zeit)
Da heute niemand weiss, bei welchem Versicherer er in X Jahren vorstellig werden möchte, ist die Frage alleine von daher schon nicht vernünftig und rechtssicher zu beantworten

Frage 2: Angenommen, ich stelle in X Jahren einen Antrag auf BU Versicherung, hätte es angeben müssen, tue es aber nicht, werde in Y Jahren dann tatsächlich BU und stelle einen Antrag auf Leistung (Richtig eigentlich: lasse von einem Profi den Antrag stellen) - kann der Versicherer das raus finden?

Die Antwort auf die Frage kann heute auch keiner geben.
Hängt davon ab, wie groß die Zeitspanne zwischen X und dem Therapie ENDE ist.
Die Antwort hängt weiterhin davon ab, wie groß die Zeitspanne zwischen X und Y ist.

Mist..ich finde gerade meine Glaskugel nicht...

Und zudem: pebkack ! (problem exists between keypoard and computer)

Wie erfolgreich ist Ihre Strategie, Ihrem heute 10 jährigen Kind heute mal einzuhämmern, dass es diese erfolgte Beratung/Therapie tunlichst zu vergessen hat, wenn es darum geht, bei einer evtl. in Y Jahren erneut erfolgenden Therapie die erste Frage des Therapeuten:
"war da schon mal was?" mit "NEIN" zu beantworten?

Lassen Sie das mal ganz normal über die Kasse laufen - zumal ja nicht absehbar ist, welchen Rahmen das ganze annehmen wird.
Peter Wolnitza
Makler für BU, PKV, Altersvorsorge
Zert_FP (FH Frankfurt)
Tel . : 06187 - 90 29 89
www.wolnitza.de
info@wolnitza.de

5

Freitag, 1. Februar 2019, 15:32

@Peter Wolnitza: Vielen Dank für die ausführliche Antwort.

Meine Frau hat heute mit der Therapeutin gesprochen und die meinte, dass das eigentlich kein Problem sei.
Es sei bei unserem Kind jetzt sehr wahrscheinlich auch nur ein temporäres Problem (Beginn Pubertät, Schulwechsel) und sie könne nach ein paar weiteren Sitzungen bescheinigen, dass diese "Störung" nicht mehr vorhanden sei.

Sie hätte andere Patienten, die nach einer Therapie ohne Probleme eine BU oder PKV abschließen konnten.
Können die Versicherungsprofis das bestätigen?

Peter Wolnitza

Versicherungsprofi

Beiträge: 266

Wohnort: Nidderau

Beruf: Versicherungsmakler

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6

Montag, 4. Februar 2019, 12:34

Moin,

das hängt stark von X und der jeweiligen Diagnose ab.
Gab es ein auslösendes Ereignis?
Wie wurde therapiert? Wie lange? Medikamente etc..etc...
Peter Wolnitza
Makler für BU, PKV, Altersvorsorge
Zert_FP (FH Frankfurt)
Tel . : 06187 - 90 29 89
www.wolnitza.de
info@wolnitza.de

Beiträge: 1

Wohnort: Bergisch Gladbach

Beruf: Versicherungsmakler

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7

Sonntag, 10. Februar 2019, 18:30

Therapeutin kennt die Prüfszenarien der Zukunft???

Als erstes ist die Gesundheitsversorgung Ihres Kindes wichtig. Ob es später eine BU abschließen kann oder nicht ist ja in der Situation sekundär.
Dennoch super, dass Sie so weit voraus denken.

Ob aber eine Therapeutin dazu geeignet ist das Risiko einer späteren Ablehnung eines BU-Antrages einzuschätzen halte ich wiederum für eher unwahrscheinlich. So wie ich als Versicherungsmakler nicht über ausreichend Kenntnis verfüge eine Psychotherapie durchzuführen so wenig wird eine Therapeutin abschätzen können wie die Prüfszenarien der Zukunft aussehen werden.
Letzteres fällt auch uns als Makler etwas schwer.

Heute schon ist es so, dass eine Anzeigepflichtverletzung recht schnell detektiert werden kann. Aber:
Der Betrachtungszeitraum ist auf jenen Zeitraum begrenzt in dem auch abgefragt wird. Der liegt zwischen 5 und 10 Jahren.

Eine Ausweitung dieser Zeiträume ist aus heutiger Sicht nicht beim Gesetzgeber beantragt. Das würde auch schwierig werden, weil die Angemessenheit den Verbrauchern gegenüber damit nicht mehr gewahrt bliebe.

Nach meiner persönlichen Einschätzung können Sie bzgl. eines Antrages auf BU-Versicherung gelassen in die Zukunft schauen.

Viele Grüße ins schöne Saarland und Alles Gute weiterhin

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