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Samstag, 3. November 2018, 15:18

BU: Diese Bschwerden nachmelden?

Guten Tag zusammen,

ich möchte mich im Voraus schon einmal ganz herzlich für jegliche hilfreichen Hinweise bedanken.
Nun zu meinem Problem:

Ich bin Ende zwanzig und habe vor etwas mehr als 5 Jahren (noch als Studentin) eine BU abgeschlossen. Es handelt sich um einen Vertrag mit Option zur Verlängerung ohne erneute Gesundheitsprüfung. Die Gesundheitsfragen beantwortete ich nach besten Wissen direkt im Büro des Vermittlers. Fand das damals auch nicht problematisch, da ich außer zu Impfungen u Vorsorgeuntersuchungen glücklicherweise selten beim Arzt war.

Gefragt wurde nach Krankheiten, Störungen u Beschwerden der letzten 5 Jahre.

Meinen Heuschnupfen gab ich an, obwohl bisher keine Arztbesuche erforderlich waren, da er bei einer Frage als Beispiel aufgeführt war. Alle anderen Fragen beantwortete ich mit Nein.

Leider habe ich 2 Beschwerden vergessen:

Regelschmerzen jeweils am ersten Tag der Regel, die sich aber mit Ibuprofen 200mg (max. 400mg) gut in den Griff bekommen lassen und auch nicht jeden Monat auftreten. Am Anfang des 5-Jahreszeitraums hatte ich diesbzgl. noch ein (Privat?)Rezept vom Gynäkologen für ein Schmerzmittel bekommen.

Ca.3 Jahre vor Vertragsschluss wurden bei einem regulären Hautscreening Warzen unterm Fuß festgestellt. Diese wurden anschließend mit einer Lösung behandelt u ausgeschält (=2 weitere Arzttermine). Sie sind problemlos ausgeheilt und nicht
wiedergekommen.

Aufgefallen ist mir dieses Versäumnis erst als ich mich dieses Jahr beim Ausmisten alte Kalender durchgegangen bin u die Eintragungen für die angesprochenen Arzttermine fand. Da ich mich erst einige Tage zuvor mit der Verlängerungsoption der BU befasst hatte, hatte ich die Vertragsdaten noch gut im Kopf.

Wie gehe ich nun am besten vor?

Melde ich die beiden Beschwerden nach?
Habe allerdings die Befürchtung, dass mir die Versicherung aus der Ehrlichkeit einen Strick drehen u den Vertrag wg arglistiger Täuschung anfechten würde mit dem Argument, den harmlosen Heuschnupfen haben Sie doch auch angegeben, dann muss Ihnen die Gefahrerheblichkeit der Warzen u der Regelschmerzen doch auch bewusst gewesen sein.

Gibt es irgendeine Möglichkeit die Reaktion des Versicherers vorher (anonym) auszuloten?

Tue ich nichts und hoffe darauf, dass ich in den nächsten 5 Jahren nicht berufsunfähig werde, weil danach die 10-Jahrefrist für die Anfechtung abgelaufen ist?
Ist es richtig, dass die Ausübung der Verlängerungsoption, auch wenn dabei ein neuer Vertrag zu den geltenden Versicherungsbestimmungen abgeschlossen wird, keinen Einfluss auf den Ablauf der 10-jährigen Verjährungsfrist hat, da ja keine erneute Gesundheitsprüfung erfolgt? Sprich der Abschluss des neuen Vertrages führt nicht zum Neubeginn der Verjährungsfrist?

Schließe ich mit Hilfe eines Versicherungsmaklers einen weiteren BU-Vertrag ab, melde dann bei meiner jetzigen Versicherung nach? Ist die Nachmeldung erfolgreich könnte ich die neue Versicherung wieder kündigen. Ficht die alte Versicherung den Vertrag an, hätte ich weiterhin eine Absicherung durch den neuen Vertrag
Könnte es für den Abschluss eines neuen BU-Vertrages problematisch sein, dass ich in der Zwischenzeit aufgrund des Todes eines Elternteils für 2 Wochen mit der Diagnose Anpassungsstörung krankgeschrieben war? Habe gelesen, dass die
Versicherer bei psychischen Erkrankungen sehr vorsichtig sind. Oder wäre mit einer entsprechenden Erklärung durch den Arzt, dass die Krankschreibung aufgrund einer normalen Trauerreaktion u des Drucks einer anspruchsvollen Ausbildungsphase erfolgte, mit einer Normalannahme zu rechnen?


Danke :)

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 655

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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2

Sonntag, 4. November 2018, 00:10

Hallo,

Sie sollten die Idee einer neuen BU nicht weiter verfolgen, sondern die alte behalten. Die Anpassungsstörung ist ein größeres Problem als die vergessenen Diagnosen.

Die vergessenen Diagnosen hätten seinerzeit den Abschluss nicht gefährdet, die gemeldete Allergie ist nicht harmloser, sondern aus Sicht des Versicherers eher eine Zeitbombe. Eine Nachmeldung sollte daher unproblematisch ein, aber garantieren kann das niemand, da wir weder die Tagesform des zuständigen Sachbearbeiters noch die aktuellen Annahmerichtlinien des Versicherers kennen. Mein persönlicher Trend wäre: die Warzen nachmelden.

Viel Glück

Barmer

Peter Wolnitza

Versicherungsprofi

Beiträge: 263

Wohnort: Nidderau

Beruf: Versicherungsmakler

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3

Montag, 5. November 2018, 09:46

Hallo,


Wie gehe ich nun am besten vor?

Melde ich die beiden Beschwerden nach?
Habe allerdings die Befürchtung, dass mir die Versicherung aus der Ehrlichkeit einen Strick drehen u den Vertrag wg arglistiger Täuschung anfechten würde mit dem Argument, den harmlosen Heuschnupfen haben Sie doch auch angegeben, dann muss Ihnen die Gefahrerheblichkeit der Warzen u der Regelschmerzen doch auch bewusst gewesen sein.

Denke, das kann man beides ggfls. problemlos nachmelden, ohne dass es zu Schwierigkeiten kommen wird.

Gibt es irgendeine Möglichkeit die Reaktion des Versicherers vorher (anonym) auszuloten?

Theoretisch ja, praktisch allerdings ein ziemlicher Aufwand, nicht sinnvoll.

Tue ich nichts und hoffe darauf, dass ich in den nächsten 5 Jahren nicht berufsunfähig werde, weil danach die 10-Jahrefrist für die Anfechtung abgelaufen ist?
Ist es richtig, dass die Ausübung der Verlängerungsoption, auch wenn dabei ein neuer Vertrag zu den geltenden Versicherungsbestimmungen abgeschlossen wird, keinen Einfluss auf den Ablauf der 10-jährigen Verjährungsfrist hat, da ja keine erneute Gesundheitsprüfung erfolgt? Sprich der Abschluss des neuen Vertrages führt nicht zum Neubeginn der Verjährungsfrist?

Das Ausüben einer Nachversicherungsoption hat keine Auswirkung auf Fristen bzgl. des Usprungsvertrages.
Allerding: "Kippt" der Ursprungsvertrag, kippt auch der aus Nachversicherungsotion resultierende Vertrag.(Bei den meisten Gesellschaften)
Egal, ob bei der NVO ein neuer, zusätzliche Vertrag abgeschlossen wird oder der bestehende Vertrag erhöht wird:
Es gilt IMMER das aktuelle Eintrittsalter, nur eben OHNE Gesundheits/Risiko- Prüfung.

Daher folgender Tip: Lassen Sie erstmal abklären, wie aktuell Ihre Versicherungsmöglichkeiten aussehen: Risikovoranfrage bei diversen Versicherungen.
Danach - in Abhängigkeit von der Qualität der Vertragsbedingungen und den Entscheidungen der Gesellschaften:
Entscheidung a) Nachversicherungsoption bestehender Vertrag nutzen oder anderer Neuvertrag
Entscheidung b) Vergessene Angaben nachmelden oder anderer Neuvertrag

Schließe ich mit Hilfe eines Versicherungsmaklers einen weiteren BU-Vertrag ab, melde dann bei meiner jetzigen Versicherung nach? Ist die Nachmeldung erfolgreich könnte ich die neue Versicherung wieder kündigen. Ficht die alte Versicherung den Vertrag an, hätte ich weiterhin eine Absicherung durch den neuen Vertrag
Könnte es für den Abschluss eines neuen BU-Vertrages problematisch sein, dass ich in der Zwischenzeit aufgrund des Todes eines Elternteils für 2 Wochen mit der Diagnose Anpassungsstörung krankgeschrieben war? Habe gelesen, dass die
Versicherer bei psychischen Erkrankungen sehr vorsichtig sind. Oder wäre mit einer entsprechenden Erklärung durch den Arzt, dass die Krankschreibung aufgrund einer normalen Trauerreaktion u des Drucks einer anspruchsvollen Ausbildungsphase erfolgte, mit einer Normalannahme zu rechnen?

Kann man so nicht beurteilen: WANN war das, wie wurde behandelt/therapiert, ist es folgenlos ausgeheilt.... die üblichen Fragen eben :) - Empfehlung: siehe oben

Viel Erfolg!
Peter Wolnitza
Makler für BU, PKV, Altersvorsorge
Zert_FP (FH Frankfurt)
Tel . : 06187 - 90 29 89
www.wolnitza.de
info@wolnitza.de

4

Dienstag, 6. November 2018, 19:56

Vielen Dank für Ihre Einschätzungen

Mein persönlicher Trend wäre: die Warzen nachmelden.

Nur die und nicht auch die Regelschmerzen? Sind die aus irgendeinem Grund problematischer?

Das Ausüben einer Nachversicherungsoption hat keine Auswirkung auf Fristen bzgl. des Usprungsvertrages.
Allerding: "Kippt" der Ursprungsvertrag, kippt auch der aus Nachversicherungsotion resultierende Vertrag.(Bei den meisten Gesellschaften)
Egal, ob bei der NVO ein neuer, zusätzliche Vertrag abgeschlossen wird oder der bestehende Vertrag erhöht wird:
Es gilt IMMER das aktuelle Eintrittsalter, nur eben OHNE Gesundheits/Risiko- Prüfung.

Mir ist klar, dass wenn ich nachmelde und die Versicherung das zum Anlass nimmt anzufechten, die Versicherung mit oder ohne Ausübung der Verlängerungsoption weg ist. Mir ging es nur darum, ob trotz Abschluss eines neuen Vertrages die Anfechtungsfrist bzgl der vergessenen Angaben bereits in weiteren 5 Jahren abgelaufen sein wird. Wenn ich Sie richtig verstehe, ist dies der Fall.

Daher folgender Tip: Lassen Sie erstmal abklären, wie aktuell Ihre Versicherungsmöglichkeiten aussehen: Risikovoranfrage bei diversen Versicherungen.
Danach - in Abhängigkeit von der Qualität der Vertragsbedingungen und den Entscheidungen der Gesellschaften:
Entscheidung a) Nachversicherungsoption bestehender Vertrag nutzen oder anderer Neuvertrag
Entscheidung b) Vergessene Angaben nachmelden oder anderer Neuvertrag

Ich verstehe Ihre Ausführungen hier nicht ganz: Risikovoranfragen und dann Vertragsbedingungen vergleichen. Sollte ein neuer Vertrag bessere Bedingungen (als der alte mit Verlängerung) bieten, diesen abschließen? Dann hätte sich die Nachmeldung bei der alten Versicherung aber doch ohnehin erledigt?

Kann man so nicht beurteilen: WANN war das, wie wurde behandelt/therapiert, ist es folgenlos ausgeheilt.... die üblichen Fragen eben :) - Empfehlung: siehe oben

Das war vor über einem Jahr. Eine gesonderte Behandlung/Therapie hat nicht stattgefunden. Die Pause von der Ausbildung war sozusagen die Therapie - ich musste den Tod erst einmal verarbeiten und mir darüber klar werden, wie es für mich u.a. mit der Ausbildung weitergehen soll. Was würde man in so einem Fall unter einer folgenlosen Ausheilung verstehen?
Ich habe die Ausbildung inzwischen erfolgreich abgeschlossen und war seitdem auch nicht wieder krank geschrieben.

Peter Wolnitza

Versicherungsprofi

Beiträge: 263

Wohnort: Nidderau

Beruf: Versicherungsmakler

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5

Mittwoch, 7. November 2018, 19:12



Daher folgender Tip: Lassen Sie erstmal abklären, wie aktuell Ihre Versicherungsmöglichkeiten aussehen: Risikovoranfrage bei diversen Versicherungen.
Danach - in Abhängigkeit von der Qualität der Vertragsbedingungen und den Entscheidungen der Gesellschaften:
Entscheidung a) Nachversicherungsoption bestehender Vertrag nutzen oder anderer Neuvertrag
Entscheidung b) Vergessene Angaben nachmelden oder anderer Neuvertrag

Ich verstehe Ihre Ausführungen hier nicht ganz: Risikovoranfragen und dann Vertragsbedingungen vergleichen. Sollte ein neuer Vertrag bessere Bedingungen (als der alte mit Verlängerung) bieten, diesen abschließen? Dann hätte sich die Nachmeldung bei der alten Versicherung aber doch ohnehin erledigt?


Es gibt ja nicht nur entweder oder..
Evtl. kommt man ja zu dem Ergebnis, den Grundvertrag so zu lassen (evtl. aus Prämiengründen - Stichwort: Neue Berufsgruppe) - aber anstelle einer Nachversicherung über den Altvertrag besser eine zusätzliche Versicherung bei einem anderen Anbieter zu machen.
Peter Wolnitza
Makler für BU, PKV, Altersvorsorge
Zert_FP (FH Frankfurt)
Tel . : 06187 - 90 29 89
www.wolnitza.de
info@wolnitza.de

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