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Montag, 20. August 2018, 12:21

BUZ-Bedingungen von 1994

Ich habe meinen Sachverhalt schon unter priv. Krankenversicherung dargelegt:
Krankheit - Arbeitslosigkeit - Berufsunfähigkeit

Ich bin seit dem 07.05.2018 krankgeschrieben. Die BUZ wurde 1996 abgeschlossen und die Vertragsbedingungen gelten von 1994. Da gab es wohl noch keinen Verzicht auf Verweisung.

BUZ-Bedingung:
„Ist der Versicherte sechs Monate ununterbrochen infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, vollständig oder teilweise außerstande gewesen, seinen Beruf oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die aufgrund seiner Kenntnisse und Fähigkeiten ausgeübt werden kann und seiner bisherigen Lebensstellung entspricht, so gilt die Fortdauer dieses Zustandes als vollständige oder teilweise Berufsunfähigkeit.“

Habe ich denn bei dieser Bedingung "andere Tätigkeit ..." überhaupt eine Chance meine BUZ-Rente zu bekommen?


Welche Bedeutung hat denn die Bedingung mit den "6 Monaten krankgeschrieben"?
Rolf

Peter Wolnitza

Versicherungsprofi

Beiträge: 260

Wohnort: Nidderau

Beruf: Versicherungsmakler

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Dienstag, 21. August 2018, 13:46

Ich bin seit dem 07.05.2018 krankgeschrieben. Die BUZ wurde 1996 abgeschlossen und die Vertragsbedingungen gelten von 1994. Da gab es wohl noch keinen Verzicht auf Verweisung.

Doch - gab es schon, Du hast Dich aber für einen Versicherer entschieden, der die sog. Abstrakte Verweisung noch in seinen Vertragsbedingungen stehen hat.


BUZ-Bedingung:
„Ist der Versicherte sechs Monate ununterbrochen infolge Krankheit, Körperverletzung oder Kräfteverfalls, die ärztlich nachzuweisen sind, vollständig oder teilweise außerstande gewesen, seinen Beruf oder eine andere Tätigkeit auszuüben, die aufgrund seiner Kenntnisse und Fähigkeiten ausgeübt werden kann und seiner bisherigen Lebensstellung entspricht, so gilt die Fortdauer dieses Zustandes als vollständige oder teilweise Berufsunfähigkeit.“
Habe ich denn bei dieser Bedingung "andere Tätigkeit ..." überhaupt eine Chance meine BUZ-Rente zu bekommen?

Nächstes Beispiel für eine schlechte Formulierung: Der Versicherer prüft anhand von Deinen "Kenntnissen und Fähigkeiten", ob Du noch einen anderen Job (mit der verbliebenen Restgesundheit) ausüben könntest - ein guter Versicherer würde nach "Erfahrung und Ausbildung" prüfen - da liegt die Messlatte für den Nachweis durch den Versicherer höher.
(Polemisches Beispiel: Mal irgendwann einen Ikebana Kurs mitgemacht -> Kenntnisse und Fähigkeiten im Ikebana vorhanden -> wenn jetzt der Versicherer nachweisen kann, dass man noch als Ikebana Kraft in einem Blumenladen arbeiten könnte, wird es spannend - wenn jetzt eine Ikebana Fachkraft in etwa genauso viel verdienen würde, wie Du in Deinem alten Beruf (= bisherige Lebensstellung) - dann wird es traurig. Bei "Erfahrung und Ausbildung" dagegen wäre das Thema vom Tisch.

Zu Deiner Frage: Das kann Dir hier keiner aus der Ferne beantworten.
Hängt von der vorher ausgeübten Tätigkeit, der gesundheitlichen Beeinträchtigung und der Frage ab, inwiefern die Krankheit Deine Fähigkeit einschränkt, den Beruf weiter auszuüben (oder eben eine andere, vergleichbare Tätigkeit)


Welche Bedeutung hat denn die Bedingung mit den "6 Monaten krankgeschrieben"?
Rolf

Sorry, das steht da nicht! Die Krankschreibung sagt erstmal nix aus über BU ja oder Nein. (von speziellen Fällen mal abgesehen)
Deswegen steht da auch nix von krank geschrieben, sondern im Prinzip steht da: Wenn Du bereits 6 Monate Berufsunfähig warst, leistet der Versicherer (sog. fingierte BU), ohne daß man nachweisen muss, dass der Zustand voraussichtlich auf Dauer so sein wird. (jetzt mal stark vereinfacht dargestellt)

Empfehlung:
Versicherungsberater einschalten, der auf Leistungsfälle BU spezialisiert ist. Dem ein paar Euro Honorar zahlen und klären lassen, wie man weiter vorgehen soll.

Viel Glück!
Peter Wolnitza
Makler für BU, PKV, Altersvorsorge
Zert_FP (FH Frankfurt)
Tel . : 06187 - 90 29 89
www.wolnitza.de
info@wolnitza.de

3

Freitag, 24. August 2018, 12:00

Hallo Herr Wolnitza,

vielen Dank für die verständlichen Erklärungen. Der
Normalverbraucher sieht das halt immer etwas laienhaft.

Vielleicht könnten Sie die nächsten
Versicherungsbedingungen und Musterbedingungen und und und … ausarbeiten. Das
wäre für die Versicherungsnehmer ein großer Vorteil und würde viele Probleme
und Streitigkeiten beseitigen.

Ihrer Empfehlung werde ich folgen, ohne Berater geht es heutzutage vermutlich nicht mehr.
Schließlich stehen bei den Versicherungsgesellschaften ganze Abteilungen bei Fuß um eventuelle Ansprüche abzuwehren.

Ebenfalls alles Gute


Rolf

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