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Montag, 22. Januar 2018, 15:36

Gesundheitsprüfung BU - falsche Angaben

Liebes Forum,

ich möchte eine BU abschließen, habe allerdings vor knapp fünf Jahren eine Psychotherapie gemacht - so weit, so schlecht. Einfach warten, bis die fünf Jahre rum sind, ist u. U. schwierig (ich kann gerne per PM Fragen dazu beantworten, öffentlich nicht). Nun hat mir ein Versicherungsmakler telefonisch mitgeteilt, ich könne die Therapie verschweigen; solange in den nächsten fünf Jahren der Versicherungsfall nicht eintritt, könne mir danach eigentlich nichts mehr passieren. Ich bin insofern verwundert, als ich bisher überall gelesen und gehört habe, man dürfe auf gar keinen Fall bei der Gesundheitsprüfung falsche Angaben machen, weil das Risiko viel zu hoch sei, dass das rauskommt. Dementsprechend verwirrt mich dieser Vorschlag etwas. Kann mir jemand dazu etwas sagen (gerne auch per privater Nachricht, falls das hier nicht hergehört)? Vielen Dank!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Keksine« (22. Januar 2018, 16:11)


Fairsichert

Fortgeschrittener

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2

Montag, 22. Januar 2018, 15:46

Finger weg !!!

Nun hat mir ein Versicherungsmakler telefonisch mitgeteilt, ich könne die Therapie verschweigen; solange in den nächsten fünf Jahren der Versicherungsfall nicht eintritt, könne mir danach eigentlich nichts mehr passieren
Hallo !

Aufgrund aktuellem Zeitmangel nur kurz: Lassen Sie die Finger von diesem "Makler" :cursing: X( , bei Befolgung von diesem Rat kommen Sie in Teufel's Küche.

Sicherlich kommt in Kürze mehr dazu von dem ein oder anderen Kollegen, bis dahin bitte die Füße still halten.

Viele Grüße

Beiträge: 176

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Beruf: Versicherungsmakler

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3

Mittwoch, 24. Januar 2018, 15:54

Nun hat mir ein Versicherungsmakler telefonisch mitgeteilt, ich könne die Therapie verschweigen; solange in den nächsten fünf Jahren der Versicherungsfall nicht eintritt, könne mir danach eigentlich nichts mehr passieren.


Der "Rat" Ihres "Maklers" ist gefährlich! Sie sollten jemand anderen mit dem Mandat beauftragen! Mal abgesehen von den ganzen möglichen Konsequenzen, hat er bzgl. der "5-Jahre" zusätzlich sogar noch unrecht. Er zielt mutmaßlich auf die sogenannte Verjährung ab!? Diese Frist ist aber wesentlich länger, zumindest wenn Ihnen arglistige Täuschung oder Betrug vorgeworfen wird (desweiteren gibt es unterschiedliche Rechtsauffassungen dazu!)

Mit den Gesundheitsfragen muss sorgsam umgegangen werden! Die Frage ist, ob nicht eine BU-Aktion mit gar keinen oder vereinfachten Gesundheitsfragen evtl. genutzt werden kann? Das kommt allerdings auf Ihre individuelle Situation an, und kann pauschal nicht beantwortet werden. Ich gehe davon aus, das dieses Thema wohl nicht thematisiert wurde? In diesem Zusammenhang muss aber auch auf einiges geachtet werden; so z.B. auf das Urteil des LG Heidelberg vom 08.11.2016 - 2 O 90/16
Thomas Schösser
Ihr spezialisierter Versicherungsmakler für
Private Krankenversicherung - Berufsunfähigkeitsversicherung - Private Altersvorsorge
Am Pfahl 10
85077 Manching (bei Ingolstadt)
Website: www.pkv-inhalte.de
Tel.: 0 84 59 / 32 43 32

Peter Wolnitza

Versicherungsprofi

Beiträge: 256

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Beruf: Versicherungsmakler

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4

Mittwoch, 24. Januar 2018, 17:20

3 Tipps

Hallo, in aller Kürze nur schnell drei Tipps zum weiteren Vorgehen:

1.) Den Makler höflich, aber bestimmt vor die Tür setzen (ich persönlich würde ihn sogar in den A... treten, aber das muss ja nicht unbedingt sein- obwohl er es mit seiner Inkompetenz verdient hätte- war das wirklich ein MAKLER?)
Er versucht, Geschäfte zu machen, dessen Risiko im Ernstfalle SIE tragen müssen - geht gar nicht!

2.) Die Gesundheitshistorie sorgfältig und lückenlos aufbereiten, Arztberichte einholen und Einblick in die Arztakten nehmen. Danach über einen qualifizierten Makler, der weiß, was er tut, bei mehreren Gesellschaften Risikovoranfragen stellen.
(eine Anlassbezogene PT bei bestimmten Ereignissen stellt u.U. gar kein Problem mehr da - zumindest bei einigen Gesellschaften)

3.) Wenn da kein vernünftiges Ergebnis bei rumkommt, sollten Sie prüfen lassen, ob - wie vom Kollegen Schösser vorgeschlagen, eine Aktion mit vereinfachter Gesundheitsprüfung evtl. die Lösung sein kann.
(Die sind leider meistens ein bisserl lmitiert, daher erst Step2)

Denke, wenn Sie diese Reihenfolge einhalten, sind Sie auf dem richtigen Wege.
Viel Erfolg!
Peter Wolnitza
Makler für BU, PKV, Altersvorsorge
Zert_FP (FH Frankfurt)
Tel . : 06187 - 90 29 89
www.wolnitza.de
info@wolnitza.de

5

Donnerstag, 25. Januar 2018, 09:13

Hallo erst mal,

auch wenn ich dem Frageseller hier nicht direkt antworte, möchte ich hier mich gerne wiederholen - wir sollten mit unseren Äußerungen über Kollegen / Mitbewerbern vorsichtiger sein und dies mit dem nötigen Respekt / Anerkennung machen. Denn wir kennen hier im Forum immer nur eine Seite der Medaille und wissen nie wie die Gespräche im Detail stattgefunden haben.

Ggf. waren die hier vorgeschlagenen Vorgehensweisen sogar ein Thema und das vom Fragesteller nun thematisierte nur ein kleiner Ausschnitt bzw. sogar mit einem Augenzwinkern ;) geäußert.

Wenn ich darüber nachdenke wenn Kunden / Interessenten aus meinen Gesprächen nur einen bestimmten Teilausschnitt in Netz stellen würden - ohne Kontext, da stellen sich selbst mir die Nackenhaare auf.

war das wirklich ein MAKLER?
Und welchen Status der Vermittler hatte ist in diesem Fall erst mal völlig nebensächlich. Ich möchte die Diskussion auch nicht in eine andere Richtung lenken, aber "missverständliche" Aussagen kann jeder treffen - da hilft auch der pseudo Heiligenschein "Makler" nichts.

Dies war nun mein diesjähriger Appell an die Menschheit für mehr Nächstenliebe und Verständnis füreinander - der für Weltfrieden folgt nächsten Monat.


Allen noch eine angenehme Restwoche
Andreas Matin
-Versicherungsfachwirt-
_________________________________________________

Versicherungen, Vorsorge & mehr ...

6

Donnerstag, 25. Januar 2018, 17:42

Danke für die Antworten, die spiegeln in etwa auch mein Bauchgefühl wider. (Es wurde noch eine andere Vorgehensweise im Gespräch angedacht; auch ob die Therapie anlassbezogen war - aus meiner Sicht ja, aus Sicht der Versicherer nein - war Thema; danach wurde dann aber durchaus in Richtung "einfach falsche Angaben machen" beraten, mit der Begründung, dass arglistige Täuschung ohnehin nie nachzuweisen sei. Insofern: ja, andere Möglichkeiten wurden angesprochen, aber von Augenzwinkern bzgl. der erstgenannten war nix zu merken, es war schon deutlich eine Empfehlung.)
Die Frage mag blöd sein, aber - wie finde ich heraus, ob ein Makler was taugt?
Bisher ist auch noch die Option offen, das ich einfach warte, bis die Therapie länger als fünf Jahre her ist (das wäre noch in diesem Jahr der Fall); es hängt aber von verschiedenen Dingen ab, ob das möglich ist.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Keksine« (25. Januar 2018, 17:50)


Peter Wolnitza

Versicherungsprofi

Beiträge: 256

Wohnort: Nidderau

Beruf: Versicherungsmakler

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7

Donnerstag, 25. Januar 2018, 18:34

Danke für die Antworten, die spiegeln in etwa auch mein Bauchgefühl wider. (Es wurde noch eine andere Vorgehensweise im Gespräch angedacht; auch ob die Therapie anlassbezogen war - aus meiner Sicht ja, aus Sicht der Versicherer nein - war Thema; danach wurde dann aber durchaus in Richtung "einfach falsche Angaben machen" beraten, mit der Begründung, dass arglistige Täuschung ohnehin nie nachzuweisen sei. Insofern: ja, andere Möglichkeiten wurden angesprochen, aber von Augenzwinkern bzgl. der erstgenannten war nix zu merken, es war schon deutlich eine Empfehlung.)

Nochmal ganz deutlich: Bei so einem brisanten Thema gib es m.E. kein "Augenzwinkern". Hier muss man glasklar beraten, was auf den Versicherten zukommen kann und das fachlich richtig.
Ohne genaue Anamnese und Arztberichte ist hier keine belastbare Aussage möglich. Wurden schon Versicherer angefragt? (klingt zwischen den Zeilen so raus)

Zu Ihren beiden Fragen:
Die Frage mag blöd sein, aber - wie finde ich heraus, ob ein Makler was taugt?

Kommunikation ist immer ein erster guter Schritt - ein paar Dinge wissen Sie ja nun schon: Denke, daß Sie da durchaus in einem ersten Gespräch raushören können, aus welcher Richtung der Wind weht und ob die Chemie stimmt.


Bisher ist auch noch die Option offen, das ich einfach warte, bis die Therapie länger als fünf Jahre her ist (das wäre noch in diesem Jahr der Fall); es hängt aber von verschiedenen Dingen ab, ob das möglich ist.

Nicht ganz ungefährlich:
a) Shit happens - es gibt auch andere Dinge, die kurzfristig und überraschend eintreten können und eine BU zur Folge haben - oder einen BU Abschluß noch unwahrscheinlicher machen
b) werden solche Diagnosen von den Ärzten gerne dauerhaft "durch geschleift" und sind somit nach 5 Jahren noch lange nicht aus der persönlichen Krankenakte verschwunden.

Drücke die Daumen!
Peter Wolnitza
Makler für BU, PKV, Altersvorsorge
Zert_FP (FH Frankfurt)
Tel . : 06187 - 90 29 89
www.wolnitza.de
info@wolnitza.de

8

Donnerstag, 25. Januar 2018, 18:35

Ob ein Vermittler / Berater was taugt... hängt auch davon ab, was man darunter versteht. Dies kann eine sehr subjektive Entscheidung sein. Grundsätzlich sollten Sie bei einem Berater ein "gutes Gefühl" habe. Und wenn Sie sich u. a. auch hier im Forum informieren, merken Sie ggf. recht schnell, ob Ihr Berater von der Materie Ahnung hat - und das ist das aller wichtigste, Sympathie usw. spielt aus meiner Sicht eine völlig untergeordnete Rolle. Denn schließlich beauftragt man einen Berater dafür, dass er seine Arbeit gut macht, und nicht um mit ihm am Abend ein Bierchen zu trinken.

Anderseits ist ein Berater auch nicht schlecht, nur weil er einmal eine Wahl / Entscheidung getroffen hat, die dem Kunden zumindest auf den ersten Blick nicht zwingend zusagt. Oder wechseln Sie immer Ihre Werkstatt wenn da einmal was nicht zu 100% geklappt hat? Oder den Bäcker, weil die Verkäuferin mal unfreundlich und eine Brezel zerbrochen war? Ähnlich sehe ich es bei Anwälten - wenn mein Anwalt gewinnt, ist es ein guter Anwalt. Wenn er verliert - taugt er nichts. Diese Sichtweise ist völlig verkehrt (kommt ja auch auf die Rechtslage usw. an), aber so werten es eben die meisten Menschen.

Daher, Sie machen sich schon die richtigen Gedanken. Den Fragezeitraum abwarten ist durchaus eine Option.

Im Endeffekt müssen Sie Ihren "Vermittler Ihres Vertrauens" finden. Dies wird sicherlich nicht von jetzt auf nachher geschehen. Empfehlungen von Freunden / Kollegen können hilfreich sein. Ansonsten heißt es... einfach mit verschiedenen Kontakt aufnehmen und dann wird das hoffentlich schon.

Wenn Leute mich fragen, wie Sie einen guten Versicherungsvermittler finden, frage ich je nach Situation gerne zurück.

Entweder:

- Wie hast du denn deinen guten Anwalt / Werkstatt / Steuerberater / Metzger gefunden?

oder

- Es wird schon einen Grund geben warum Sie bei mir im Büro sitzen 8)


In diesem Sinne, einen angenehmen Feierabend
Andreas Matin
-Versicherungsfachwirt-
_________________________________________________

Versicherungen, Vorsorge & mehr ...

9

Donnerstag, 25. Januar 2018, 18:53

Erneut vielen Dank! Nein, es wurde noch kein Versicherer angefragt. Falls Sie sich auf die Aussag beziehen, dass die Therapie aus Sicht der Versicherer nicht anlassbezogen war - aus erster Hand weiß ich das tatsächlich nicht, aber mein Anlass für die Therapie war bei weitem nicht so gravierend wie die Beispiele, die bei so etwas immer genannt werden (Todesfall in der Familie und ähnliches).
Da ich vor vier Jahren umgezogen bin und bei dem Arzt, der mir damals eine Überweisung für die PT ausgestellt hat, zuletzt im März oder April 2013 war (die PT ging bis September 2013), vermute ich, dass ich diagnosenmäßig von den Ärzten, bei denen ich nach Abschluss der Therapie war, nichts zu befürchten hätte. Aber wie gesagt, was diese Variante angeht, ist noch eine andere Frage offen, und natürlich stimmt es auch, dass die BU einen sehr plötzlich treffen kann ...

Wie dem auch sei, ich werde mich mal weiter ein bißchen umhören, ob im Bekanntenkreis vielleicht jemand jemanden empfehlen kann. :)

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