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Donnerstag, 15. Dezember 2016, 17:16

Wasserschaden (nicht meine Schuld) an im Keller gelagerten Wohnungstüren (Eigentum des Vermieters) der Mietwohnung. Welche Versicherung ist zuständig?

Ich habe zwei Türen und einen Küchenschrank (gehört zum Inventar der gemieteten Wohnung, nicht mein Eigentum) im Keller zwischengelagert, da ich diese in der Wohnung nicht brauche. Jetzt gab es vor dem Mietshaus einen Wasserrohrbruch, das Wasser ist in den Keller eingedrungen und kurz gesagt die Türen und der Schrank sind Schrott. Habe dies auch meinem Vermieter gleich gemeldet, doch jetzt ist die Frage wer übernimmt den Schaden:
  • Wohngebäudeversicherung des Vermieters? (diese sagt nein und verweist auf Hausratversicherung. Hausverwaltung stellt sich stur)
  • Hausratversicherung? (habe ich nicht und es ist ja auch nicht mein Eigentum das beschädigt wurde und auch nicht meine Schuld dass ein Schaden entstand)
  • Meine Haftpflicht? (weil ich die Türen/Schrank nicht im Keller hätte lagern dürfen?)
Eigtl ist es die Schuld der Stadtwerke, lag auch nicht an höheren Umständen, Hochwasser o.ä., sondern war ein Bruch eines Leitungswasserrohrs, also müssten die/deren Versicherung doch letztendlich zahlen oder?
Interessant anzumerken ist noch, dass die Versicherungsgesellschaft der Gebäuderversicherung (Generali) auch der Vermieter ist. Schon klar warum die Gebäudesicherung den Schaden nicht begleichen will oder?
Wer sollte hier haften und wie sollte man am besten Vorgehen?
Danke für die Antworten

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2

Freitag, 16. Dezember 2016, 09:57

Hallo,

Sie sollten den Schaden in jedem Fall Ihrer Haftpflichtversicherung melden. Die ist nämlich auch dazu da, unberechtigte Ansprüche abzuwehren. Sie haften für den Schaden, wenn Sie ein Verschulden trifft. Damit tue ich mir hier schwer. Ihre Haftpflichtversicherung wird das in jedem Fall für Sie klären.

Grüße

pas-ko

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3

Freitag, 16. Dezember 2016, 18:42

Hallo,

ich bin hier anderer Meinung.

Ja, der Schadenfall sollte der privaten Haftpflichtversicherung gemeldet werden.

Nein, der Haftpflichtversicherer wird die Haftungsfrage nicht in jedem Fall klären. Denn bei dem Schrank handelt es sich um gemietetes Mobiliar (mobile Gegenstände). Mietsachschäden an beweglichen Gegenständen sind noch längst nicht in JEDER Haftpflichtversicherung gedeckt.

Sofern diese Klausel also nicht vereinbart gilt, wird der Haftpflichtversicherer seinen Versicherungsschutz mangels Deckung ablehnen.

Bei den Türen sieht das schon anders aus. Hiefür die Frage: Handelt es sich dabei um Zimmertüren oder um Schranktüren? Als Zimmertüren, selbst in ausgebautem Zustand, handelt es sich hier um Gebäubebestandteile, somit fallen diese unter die Deckung für Mietsachschäden an Gebäuden. Sollte es sich um Schranktüren handeln, sind wir wieder bei dem (wahrscheinlichen) Ausschluss, wie vorhin geschildert.

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Eine Haftung des Mieters für diesen Schaden könnte durchaus vorliegen, sollte der Mieter bei der Lagerung von Tür und Schrank Nässeschäden vorhersehen müssen. Die Haftung zu prüfen, überlasse ich jedoch Juristen. M.E. ist es durchaus möglich, dass der Mieter hier Schadenersatz (Zeitwert) leisten muss, selbst, wenn er für den Leitungswasserschaden als solches keine Verantwortung trägt.

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Sofern es sich bei der Türe um eine Zimmertüre handelt, stellt diese einen Gebäudebestandteil dar (auch, wenn sie durch den Mieter ausgebaut wurde) und ist somit auch zum Neuwert Gegenstand der Gebäudeversicherung und hierüber zu regulieren. Ein Regress des Gebäudeversicherers an den Mieter ist ausgeschlossen, da er über die NK-Abrechnung selbst die Wohngebäude-Versicherung bezahlt und eine grobe Fahrlässigkeit des Mieters ausgeschlossen werden kann.

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Der Schrank sowie Türe (sollte diese zu einem Schrank gehören), die gemietet sind, sind zugleich auch Hausrat des Mieters und Gegenstand einer Hausratversicherung (die ja leider nicht besteht). Ich empfehle dringend den Abschluss einer Hausratversicherung.

Alternativ könnte es auch eine private Haftpflichtversicherung tun, die Schäden an mobilen Gegenständen in ausreichender Höhe mitversichert, um sich gegen einen Regress des Vermieters für das Inventar zu wappnen.



Hoffe, ich konnte Ihnen helfen.


Ich schreibe hier als Privatperson. Versicherung ist auch mein Hobby 8o
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4

Samstag, 17. Dezember 2016, 11:19

Hallo nochmal,

ohne jetzt eine Diskussion von Zaun brechen zu wollen halten wir fest: Unbedingt den Schaden der Haftpflichtversicherung melden.
Die Klärung der Haftung geht der Prüfung auf Deckung voraus.

Grüße

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