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Sonntag, 30. Dezember 2018, 09:41

Versicherung für Schaden an der Wohnungstür durch Einbruch

Hallo allerseits,

ich bin mal wieder von der Spitzfindigkeit der Versicherungen überrascht. Ich habe in einem Mehrfamilienhaus eine Gebäudeversicherung, die Schäden durch Einbruch am Gebäude bedingungsgemäß ersetzt. Die Täter sind nun wohl trickreich ins Gebäude, also den gemeinsamen Treppenflur, gelangt, haben also die Hauseingangstür nicht aufgebrochen. Der Aufbruch geschah nur an der Wohnungstür im OG. Die Versicherung meint nun, es sei keine Leistung zu gewähren, da die Täter ja nicht ins Gebäude selbst eingebrochen seien sondern "nur" in eine Wohnung. Die Versicherungsbedingungen schreiben expliziert zwar: ...wenn ein unbefugter Dritter "in" das Gebäude eingebrochen, eingestiegen oder mittels falscher Schüssel oder anderer Werkzeuge eingedrungen ist oder versucht hat einzudringen...".

Das klingt auf den ersten Blick natürlich sehr deutlich, würde aber dann vermutlich 90% aller Einbrüche in Mehrfamilienhäuser ausschließen, da die Täter ja zumeist durch irgendwelche Tricks in den Hausflur gelangen. Mir fällt das Klingeln mit der Falschangabe "hier ist die Post" nur so als eine Möglichkeit ein. Meine Frage daher: ist die Auslegung der Versicherung richtig und falls ja, gibt es eine Versicherung, die solche Differenzierung nicht vornimmt und auch leistet, wenn "nur" eine Wohnungstür aufgebrochen wurde? Da die Wohnung ja Teil des Gebäudes ist, ist der Täter meiner Meinung nach noch immer "ins" Gebäude eingedrungen.

Schöne Grüße ins Forum und guten Rutsch ins Neue Jahr!

Beiträge: 1 599

Wohnort: Bergisches Land

Beruf: Versicherungsmakler, Finanzberater

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Mittwoch, 9. Januar 2019, 10:10

Hallo,

die Versicherung handelt hier grundsätzlich richtig. Die Spitzfindigkeit ergibt sich aber aus dem Strafrecht, denn daher kommt der Unterschied zwischen einbrechen und einschleichen, was hier wohl zutreffen dürfte.
Eine Möglichkeit wäre, dass sich ggf. die Hausratversicherung des vom Einbruch betroffenen Mieters kulanzweise beteiligt. Eine andere wäre, je nachdem wie der Einbrecher ins Haus gelangt ist, die Haftpflichtversicherung desjenigen, der den Täter hereingelassen hat. Habe den Fall in der Form zwar noch nicht gehabt, aber ich würde das Verschulden mal prüfen lassen, wenn z.B. jemand die "Post" ohne weitere Prüfung ins Haus lässt....

Grüße

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Donnerstag, 10. Januar 2019, 07:50

ja, aber...

Sehr geehrter Herr Hacke,
vielen Dank für Ihre Antwort. Im Prinzip pflichte ich Ihnen bei. Der Text der Versicherungsbedingungen ist eindeutig, jedoch gibt es wohl Versicherungen, die den Text um die Worte "ins Gebäude -oder einen Raum des Gebäudes-" ergänzt haben. Drei Worte mehr, die für den Vermieter einen deutlichen Unterschied machen. Ihr Vorschlag mit der Hausratversicherung des Mieters ist sehr gut, setzt aber voraus, dass der Mieter eine solche hat. Ob man ihn bei Vertragsschluss dazu verpflichten kann, ich weiß es nicht? Auch die Ermittlungsarbeit, wer hat den Täter ins Haus gelassen, ist bei einem Zweifamilienhaus sicher nicht so schwierig, aber auch dort nicht einfach. Wenn der zweite Mieter steif und fest behauptet, die Tür nicht "für die Post" geöffnet zu haben, dann wird es schwierig das Gegenteil zu beweisen. Ein weiteres Beispiel: der zweite Mieter hat Besuch eines Dritten und dieser lässt die Hauseingangstür versehentlich offen. Ich sehe da erhebliche Probleme bei der Beweislast. Fakt ist, es fand ja innerhalb des Hauses ein Einbruch in eine Wohnung statt. Dies möchte ich als Vermieter -zumindest was den Gebäudeschaden angeht- versichert sehen. Was zudem genau passiert ist, steht seit gestern fest. Das Ermittlungsergebnis der Polizei liegt vor. Ich schicke es Ihnen aber mal per E-Mail, weil das so genial ist, dass es Nachahmer finden könnte.

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