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1

Freitag, 21. Juli 2017, 13:24

Ermittlung der Wohnfläche eines EFH

Hallo,
ein anstehender ins Auge gefasster Wechsel einer Gebäudeversicherung wirft Fragen auf.
Die Berechnung - so habe ich festgestellt, der Wohnfläche wird von Versicherer unterschiedlich gehandhabt.
Dabei präzisiere ich sowohl von vorgeschalteten Maklern als auch von Internetangeboten, da stecken ja auch häufig Makler dahinter.

Unterschiedlich berechnet je nach Versicherer z.B.: Flur, Treppen, Kniestock, Balkone, Terrassen, Raumhöhe um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Frage: Gibt es eine einheitliche Brechnungsvorgabe zur Anwendung?

Freundliche Grüße

Karl

uwehaensch

Fortgeschrittener

Beiträge: 263

Wohnort: Paderborn

Beruf: Versicherungsmakler, Finanzanlagenvermittler

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2

Freitag, 21. Juli 2017, 16:10

Nein, die gibt es nicht.
Uwe Haensch

Alle Aussagen in meinen Beiträgen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine (Rechts)Beratung dar.

3

Freitag, 21. Juli 2017, 19:21

Nein, die gibt es nicht.



Das ist schon sonderbar, der geneigte Antragsteller gibt die Fläche nach dem Flächenplan oder selbst berechnet ein und glaubt alles richtig gemacht zu haben.
Von der Versicherung erhält er im Antrag keine oder nur wenige Hinweise wie oder nach welchen Vorgaben die Berechnung erfolgen muss.
Nicht jede Versicherung fordert eine Berechnung nach einem vorgegebenen Muster. Fallstricke bei nicht Beachtung bestimmter Merkmale (siehe bitte mein erstes Posting) sind vorgegeben.

Angenommen folgender Fall: EFH 200 m² davon 100 m² EG, 100m² Obergeschoss. Das Obergeschoss hat Dachschrägen, hier hat der Antragsteller aufgrund der lichten Höhe von 1,95m die Fläche zu 50% also 50m² angegeben. Bei einem Schaden erkennt die Versicherung dies nicht an.

Wert des Hauses 400T€. Bei einem Totalschaden würde der VN nur 300T€ erhalten, vielleicht noch mit dem Hinweis der Versicherung Sie haben ja auch nur für 150m² Beiträge bezahlt.

Nach meiner Einschätzung wäre hier eine präzise Vorgabe wie die Wohnfläche zu berechnen ist bei einem Antrag zwingend erforderlich.

Sicher gibt es auch Kleinigkeiten z.B. Balkonfläche berechnen, Treppen, Flure etc.

Hier sollte sich die BaFin mal einschalten und eine einheitliche Vorgehensweise vorschreiben.

Sicher sieht der ein oder andere Makler das als nicht wesentlich an, für einen VN kann so eine Vorgehensweise einer Versicherung sich schon finanziell zum Nachteil auswirken.


MfG
Karl

4

Samstag, 22. Juli 2017, 09:02



Das ist schon sonderbar, der geneigte Antragsteller gibt die Fläche nach dem Flächenplan oder selbst berechnet ein und glaubt alles richtig gemacht zu haben.


Warum stellen Sie den Antrag denn ohne Hilfe, wenn Sie damit überfordert sind? Es gibt neben den Flächenberechnung m.E. noch weitere gravierende Gefahren bei eine Antragsstellung durch einen Laien.



Hier sollte sich die BaFin mal einschalten und eine einheitliche Vorgehensweise vorschreiben.


Also muss alles, was ein Laie nicht versteht abgeschafft werden? Dann schlage ich als nächste Punkte die vereinheitlicht werden müssen Schwerkraft, schlechtes Sommerwetter und unterschiedliche Kraftstoffarten vor!


Sicher sieht der ein oder andere Makler das als nicht wesentlich an, für einen VN kann so eine Vorgehensweise einer Versicherung sich schon finanziell zum Nachteil auswirken.


Ich glaube kein Makler/Versicherungsvermittler sieht den Punkt mit der falschen Versicherungssumme als unwesentlich an!

Grüße
CM
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
http://www.lamers-gmbh.eu/ http://www.lamers-gmbh.de/ https://www.debeka.de/svb/butzbach/index.html

5

Samstag, 22. Juli 2017, 10:18

Also muss alles, was ein Laie nicht versteht abgeschafft werden? Dann schlage ich als nächste Punkte die vereinheitlicht werden müssen Schwerkraft, schlechtes Sommerwetter und unterschiedliche Kraftstoffarten vor!

Man sollte "Laien" nicht unterschätzen. So hat eigentlich ja schon der Gesetzgeber - insoweit ja auch für Versicherungen, mit der Wohnflächenverordnung ein probates Mittel an die Hand gegeben, man müsste es nur anwenden. aber, wie Versicherungen nun mal sind, sehen dieses z.B. den § 4 WoFlV als Hindernis, eine gesamte Wohnfläche beitragspflichtig zu versichern.

"...Warum stellen Sie den Antrag denn ohne Hilfe, wenn Sie damit überfordert sind? Es gibt neben den Flächenberechnung..."

ihr Hinweis "überfordert" klingt schon sehr abgehoben. Wenn eine Versicherung die WoFlV nicht als Anwendung vorgibt, dann sollte sie schon präzise angeben wie was zu berechnen ist - aber diese Vorgabe fehlt häufig bei Versicherungen.

Es wird schon so sein, je unklarer oder nicht, wie die Berechnung einer Wohnfläche von der Versicherung vorgegeben wird, je mehr Begründungen hat eine Versicherung Ansprüche abzulehnen bzw. zu kürzen

MfG
Karl

6

Samstag, 22. Juli 2017, 11:16

Ich wünsche viel Erfolg beim eigenständigen Beantragen. Sollte im Schadenfall eine Kürzung kommen, dann aber bitte auch im Hinterkopf behalten, dass Sie es auf eigene Faust versucht haben!
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