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Freitag, 2. Juni 2017, 18:31

Angst vor Schweigepflichtsentbindung und Risikozuschlag

Liebe Forumsgemeinde,

nehmen wir folgenden Fall an:

Jemand ist als Beamter seit 2010 bei der DEBEKA privat krankenversichert.

Aktuell befindet er sich wegen Bluthochdruck in Behandlung. Nach Rücksprache mit der Arztpraxis wird die Rechnung rund 2.000 € betragen.

Zuletzt war er als Kind wegen erhöhter Blutdruckwerte beim Arzt. Dies wurde jedoch bei Abschluss der Versicherung wohl nicht angegeben. Genau wüsste er es nicht mehr.

Jetzt stellt sich die Frage, ob er die Rechnung einreichen soll oder nicht.

Er hat Angst, wenn er die Rechnung einreicht, dass ihm die Debeka eine Schweitepflichtsentbindung schickt und letztendlich mit einem Risikozuschlag zu rechnen ist. Oder ist das nach so langer Zeit eher unwahrscheinlich, dass die Versicherung noch nachfragt?

Er hatte schon Erfahrungen mit Schweigepflichtsentbindungen der DEBEKA. Diese wurden aber immer wieder eingestellt und die Leistungspflicht bestätigt.

2

Freitag, 2. Juni 2017, 19:03

Hallo,

Liebe Forumsgemeinde,

Jemand ist als Beamter seit 2010 bei der DEBEKA privat krankenversichert.



vorbehaltlich dessen, dass nach 2010 kein Tarifwechsel mit Gesundheitsangaben mehr stattfand und ohne Prüfung, ob der frühere Hypertonus angaberelevant war, ist die Zeit für einen Rücktritt des Versicherers möglicherweise verstrichen.

§21 (3) VVG" 1Die Rechte des Versicherers nach § 19 Abs. 2 bis 4 erlöschen nach Ablauf von fünf Jahren nach Vertragsschluss; dies gilt nicht für Versicherungsfälle, die vor Ablauf dieser Frist eingetreten sind. 2Hat der Versicherungsnehmer die Anzeigepflicht vorsätzlich oder arglistig verletzt, beläuft sich die Frist auf zehn Jahre."

Ich wünsche ein schönes Wochenende.

Grüße
CM
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
http://www.lamers-gmbh.eu/ http://www.lamers-gmbh.de/ https://www.debeka.de/svb/butzbach/index.html

3

Freitag, 2. Juni 2017, 19:35

In dem besagten Fall fand ein Tarifwechsel im Jahr 2015 vom Anwärtertarif zum "Normaltarif" statt.

4

Freitag, 2. Juni 2017, 23:08

Hallo,

wenn der Wechsel fristgerecht war, waren keine Gesundheitsfragen anzugeben. Schauen Sie bitte mal in der Antragskopie nach.

Grüße
CM
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5

Samstag, 3. Juni 2017, 12:25

Den Vertragsunterlagen war zu entnehmen, dass es ein "Antrag auf Änderung einer Krankenversicherung" war.

Gesundheitsfragen wie beim erstmaligen Abschluss der privaten Krankenversicherung 2010 wurden nicht gestellt.

Barmer

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6

Samstag, 3. Juni 2017, 13:51

Hallo, wenn er als Kind wegen Bluthochdrucks behandelt wurde und dann ca. 15 Jahre bis zur Verbeamtung tatsächlich nichts war, lag das 2010 sicherlich schon außerhalb der abgefragten Fristen. Das sollte sich ja anhand der Antragskopie zweifelsfrei klären lassen.Dann wären die (richtigen) Überlegungen, ob die Frist für einen Rücktritt abgelaufen ist, nicht nötig.

Bei der rechtzeitigen Umstellung von Anwartschaft auf Normaltarife werden keine Gesundheitsfragen gestellt.

Bei einer so zentralen Diagnose wie Hypertonie macht es unabhängig davon keinen Sinn, Rechnungen einzubehalten. Das wird irgendwann sowieso auf den Tisch kommen.

Viel Glück

Barmer

7

Montag, 5. Juni 2017, 14:54

Danke für die Antworten.

Wie sieht es mit Beitragserhöhungen und einem Risikozuschlag aus?

Barmer

Versicherungsberater

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8

Dienstag, 6. Juni 2017, 12:51

Wenn nichts verschwiegen wurde (und das ist doch der Stand der Diskussion), gibt es auch keinen Risikozuschlag. Und Beitragserhöhungen natürlich ab und zu im Kollektiv des Tarifs, aber nicht individuell.

Viel Glück

Barmer

9

Dienstag, 6. Juni 2017, 16:05

Aber die Frage ist ja, ob die Versicherung nach so langer Zeit überhaupt noch eine Schweigepflichtsentbindung zusendet oder nicht.

Barmer

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10

Donnerstag, 8. Juni 2017, 22:48

Ja, Hellsehen können wir auch nicht. Hast du keine allgemeine Schweigepflichtentbindung abgegeben ?

Gruß

Barmer

11

Freitag, 9. Juni 2017, 14:53

Eine allgemeine Schweigepflichtsentbindung? Nein.

Aber dann wäre es wirklich das Geschickteste abzuwarten bis die 10 Jahre rum sind. Zumal keine Medikamente etc. verschrieben wurden.

12

Samstag, 10. Juni 2017, 13:30

Vom Bauchgefühl her sage ich, reichen Sie ein, da wird nichts mehr passieren.
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