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Dienstag, 10. Januar 2017, 17:45

Völlig überfordert

Hallo zusammen,

ich habe einige Fragen zum Abschluss einer PKV. Bin totaler Neuling auf dem Gebiet und beschäftige mich erst seit kurzem mit dem Wechsel in eine PKV, da ich voraussichtlich Anfang Februar verbeamtet werde.

1. Hab ich überhaupt eine Chance in eine PKV aufgenommen zu werden?
Dummerweise bin ich in den letzten drei Jahren (das ist doch der Zeitraum, der bei den meisten PKV abgefragt wird?!) oft zum Arzt gegangen. Hatte mehrere leichte Blasenentzündungen (Blase wurde auch untersucht, aber ohne Befund), auch mal eine Bindehautentzündung, zwei mal stressbedingt eine Dermatitis im Gesicht... Das alles ist folgenlos verheilt. Allergien habe ich laut Hautarzt auch, von denen ich aber bis auf die Katzenallergie nichts merke.
Dummerweise bin ich dazu noch letztes Jahr im Sommer zum Orthopäden gegangen, da ich immer wieder mit Schulter- bzw. Nackenschmerzen zu kämpfen hatte. Dieser hat mir dann angeraten, mich röntgen zu lassen, da er den Verdacht hatte, dass ich eine Skoliose haben könnte. Den Röntgentermin hab ich dann jedoch nicht mehr wahrgenommen, sondern hab durch mehr Sport, Yoga und Rückenübungen mittlerweile gar keine Schmerzen mehr. Sollte ich jetzt besser das Röntgen nachholen oder einfach in der Gesundheitsabfrage "Verdacht auf Skoliose" angeben? Was meint ihr?

Außerdem musste ich als ich den Wohnort gewechselt habe, einen neuen Zahnarzt aufsuchen, der mir dann prompt eine Knirschschiene verschrieben hat, die ich allerdings auch nie abgeholt habe, da ich selber noch nie gemerkt habe, dass ich knirsche und auch weder mein Freund noch je ein anderer Zahnarzt mir dies gesagt hat. Bin dann für eine zweite Meinung zu einem anderen Zahnarzt, der mir auch gesagt hat, dass man an meinen Zähnen rein gar nichts vom Knirschen sehen würde. Soll ich mir da ein Attest holen? Knirschen wird ja auch schnell mal auf die Psyche geschoben. Ich habe aber (bis auf die Sache mit der PKV jetzt) eigentlich überhaupt keinen Stress oder so, der das Knirschen erklären könnte.

Wegen der Blasenentzündungen war ich auch 1-2 mal beim Notdienst im Krankenhaus. Weiß aber überhaupt nicht mehr genau wann und in welcher Klinik, da das in meinem alten Wohnort war und jetzt ja auch schon fast 3 Jahre her ist. Wie soll ich das angeben?

Können gelaserte Augen eigentlich auch ein Problem beim Abschluss einer PKV sein?

2) Ich habe etwas von einem Öffnungsantrag der PKV gelesen? Was ist der Nachteil? Kann mir das mal jemand erklären? Ich verstehe nicht ganz, wieso dann plötzlich doch jeder die Chance hat, in die PKV aufgenommen zu werden? Kann ich denn zuerst mal bei den PKV anfragen, ib es auch ohne Öffnungsantrag geht und den dann immer noch stellen?

3) Wo finde ich einen unabhängigen Makler, der mir bei der Wahl der richtigen PKV hilft?

Ich hoffe meine Fragen sind nicht allzu diffus und jemand kann mir helfen. Bin echt gerade verzweifelt.

Viele Grüße von der Ahnungslosen

Beiträge: 226

Wohnort: Paderborn

Beruf: Versicherungsmakler, Finanzanlagenvermittler

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2

Dienstag, 10. Januar 2017, 22:52

Was genau meinst Du mit verbeamtet ? behinnst Du mit der Ausbildung (Beamter auf Widerruf) oder hast Du das schon hinter Dir und wirst jetzt Beamter auf probe ?
Wieso, wenn Du das doch weißt, fängst Du jetzt erst damit an ??? Es muss doch schon länger klar gewesen sein das Du irgendwann mal verbeamtet wirst, wir haben jetzt Mitte Januar und die Zeit ist verdammt knapp.

Wie auch immer, Du musst Deine Krankengeschichte sorgfältig aufarbeiten (ggf. mit Hilfe der Akten der entsprechenden Ärzte und Deiner GKV), dann via Versicherungsmakler (und zwar einer der sich mit Beamten wirklich auskennt) Voranfragen machen lassen. Vorher musst Du natürlich mit Hilfe des Maklers sorgfältig die Angebote / Tarife vergleichen und auswählen was Du haben willst. Welche Leistungen sind Dir wichtig, welche egal, und vor Allem, lass Dir alle sgenau erklären. Du musst auch das Zusammenspiel mit der Beihilfe verstehen und die Änderungen die sich im Laufe der Zeit ergeben können. Auch solltest Du grundsätzlich auch über die Alternative freiwillige GKV nachdenken und die jeweiligen Vor- und Nachteile kennen.

Ich kenne einige solche Makler, Eigenwerbung oder Werbung für jemanden bestimmten ist hier natürlich verboten.

Was die Öffnungsklausel angeht, das geht nur bei erstmaliger Verbeamtung auf Probe, und nur einmal bei einem Versicherer deiner Wahl (nicht alle am Markt machen mit). Dann gibt es max. 30 % Risikozuschlag und Du wirst angenommen. Du solltest es erst einmal ohne Öffnungsklausel versuchen, die Öffnungsklausel kannst Du dann immer noch nutzen. Damit erhälst Du auch i.d.R. nicht den vollen Versicherungsschutzsondern nur die Basisabsicherung ohne Beihilfeergänzung und meist auch ohne zusätzliche Bausteine. Hier kann Dich aber ein versierter Makler auch beraten.

P.S.: das mit dem Attest bez. Knirscherschiene ist schon mal eine gute Idee. Das mit dem Röntgen lass´ erstmal, das kann (oder muss ggf.) später nachgeholt werden, vorerst reicht die Diagnose des Orthopäden.
Uwe Haensch

Alle Aussagen in meinen Beiträgen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine (Rechts)Beratung dar.

3

Mittwoch, 11. Januar 2017, 05:46

Ich werde Beamtin auf Probe. Ist aber auch meine erste Verbeamtung. Beamtin auf Widerruf war ich nie. Ich wusste bis vor kurzem nicht zu 100%, ob ich verbeamtet werde, da die Stelle erst genehmigt werden musste. Kann man denn nicht rückwirkend in der PKV versichert werden? D.h., wenn ich den Vertrag erst in einem Monat abschließe, dann für Anfang Februar? So hat es glaub ich eine Kollegin von mir gemacht bzw. sogar für 2 Monate rückwirkend.

Diese Voranfragen muss man dann genau kennzeichnen, oder? Damit man sich die Sache mit der Öffnungsaktion nicht verbaut?! Makler bekommen bei der Öffnungsaktion ja keine Provision, oder, d.h. das ist wohl nicht so beliebt, oder? Hab etwas Angst an den falschen zu geraten...

Wie bekomme ich das mit den Notdiensten raus? Soll ich da meine GKV fragen?

Danke schonmal für die Antworten!

Beiträge: 226

Wohnort: Paderborn

Beruf: Versicherungsmakler, Finanzanlagenvermittler

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4

Mittwoch, 11. Januar 2017, 09:39


Kann man denn nicht rückwirkend in der PKV versichert werden? D.h., wenn ich den Vertrag erst in einem Monat abschließe, dann für Anfang Februar? So hat es glaub ich eine Kollegin von mir gemacht bzw. sogar für 2 Monate rückwirkend.


Ja, das geht.


Diese Voranfragen muss man dann genau kennzeichnen, oder? Damit man sich die Sache mit der Öffnungsaktion nicht verbaut?!


Na ja, Voranfragen sollte man als solche stellen, mit so detaillierten Gesudnheitsangaben wie möglich, auf keinen Fall Anträge stellen.


Makler bekommen bei der Öffnungsaktion ja keine Provision, oder, d.h. das ist wohl nicht so beliebt, oder?


Das stimmt, aber wenn es denn so kommt, ist das so. Ein versierter Vermittler kann aber auch bei der Suche nach einem geeigneten Versicherer für einen Antrag unter Nutzung der Öffnungsaktion helfen. Denn, wie schon angedeutet, bieten unterschiedliche Versicherer unterschiedliche Möglichkeiten und es kommt ggf. auf die Tarifstruktur u.a. an.


Wie bekomme ich das mit den Notdiensten raus? Soll ich da meine GKV fragen?


Ja, das ist eine Möglichkeit. ihre GKV kann IHnen grundsätzlich eine Übersicht über alle Direktabrechnungen zur Verfügung stellen. Ich habe schon welche gesehen aus denen die Daten und auch die Diagnosen hervorgingen.
Uwe Haensch

Alle Aussagen in meinen Beiträgen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine (Rechts)Beratung dar.

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Mittwoch, 11. Januar 2017, 18:19

Jetzt habe ich bei einem Makler in meiner Stadt angerufen und der hat mir gesagt, man könne bei vielen Versicherungen keine Voranfragen stellen?! Ist das so oder will er nur möglichst schnell ´nen Antrag stellen? Auf die Frage zur Öffnungsaktion reagierte er auch nicht so begeistert...

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Mittwoch, 11. Januar 2017, 18:26

Hallo,

zur Öffnungsaktion muss man folgendes wissen: Versicherungsmakler bekommen im Regelfall keine Courtage, arbeiten also für lau - das hast du schon richtig recherchiert. Manche wenige zahlen wohl ein bißchen was - war zumindest früher so, ob immer noch, weiß ich nicht UND Öffnungsaktion kann nicht jeder UND Öffnungsaktion hat Nachteile: Wenn ein Normalantrag möglich ist, ist dieser im Regelfall vorzuziehen, auch ggf. mit Risikozuschlag.

Risikovoranfragen beantwortet meines Wissens nahezu jeder Versicherer, wenn sie von einem Makler kommen.

Such noch einmal weiter nach einem Versicherungsmakler, der sich auf Beamte spezialisiert hat und auch mit Öffnungsaktionen Erfahrung hat (richtig ist nämlich auch, dass Risikovoranfragen und Probeanträge schadlos sind, ein echter Antrag der Öffnungsaktion aber schadet.

Alternativ gibt es auch Versicherungsberater (auch da gibt es nur wenige, die sich mit dem Thema gut auskennen und das anbieten) und diese Dienstleistung ist dann honorarpflichtig.

Viel Erfolg
Angela

Beiträge: 226

Wohnort: Paderborn

Beruf: Versicherungsmakler, Finanzanlagenvermittler

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7

Mittwoch, 11. Januar 2017, 21:34

Jetzt habe ich bei einem Makler in meiner Stadt angerufen und der hat mir gesagt, man könne bei vielen Versicherungen keine Voranfragen stellen?! Ist das so oder will er nur möglichst schnell ´nen Antrag stellen? Auf die Frage zur Öffnungsaktion reagierte er auch nicht so begeistert...


Nein, das ist nicht so. Das funktioniert überall, ich kenne einen Versicherer der seit Kurzem etwas herumzickt, aber auch da geht es, wenn man weiß wie.
Uwe Haensch

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