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1

Freitag, 10. Oktober 2008, 20:16

private Pflegeversicherung mit freier Arztwahl & Inflationsberücksichtigung

Hallo,

ich bin 29 und männlich, Erzieher. Welche Pflegeversicherung ist zu empfehlen & bietet freie Arztwahl, bei Festellung der Pfelgebedürftigkeit und des Grades der Pflegebedürftigkeit.

abgesichert sein sollen ca. 1500€ monatlich lebenslang & eine Inflationssteigerung soll darin enthalten sein von mindestens 2% - besser 2,75%.

Vielen Dank,

Pascal

2

Freitag, 10. Oktober 2008, 20:38

Hallo Pascal,

wir kennen Sie doch schon, fragen Sie doch einfach ihren Direktversicherer ;-)

Bei Fragen wie Arztwahl und Pflegeversicherung zeigt sich, dass Sie mal wieder eine richtige Beratung vor Ort benötigen!

Gruß
CM
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
http://www.lamers-gmbh.eu/ http://www.lamers-gmbh.de/ https://www.debeka.de/svb/butzbach/index.html

Piet

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3

Samstag, 11. Oktober 2008, 09:49

freie Arztwahl, bei Festellung der Pfelgebedürftigkeit und des Grades der Pflegebedürftigkeit
:thumbsup:

okay, ich verkneif´s mir ...

Wer eine vernünftige Frage stellt, soll auch eine vernünftige Antwort haben, auch wenn´s schwerfällt...

Die Pflegebedürftigkeit nach dem Sozialgesetzbuch wird ausschließlich durch den medizinischen Dienst festgestellt. Danach richten sich die Versicherer als erstes Kriterium. Viele Versicherer bieten als zweite Möglichkeit, sich zusätzlich oder alternativ von einem Arzt untersuchen zu lassen. Dieser kann dann ggf. unabhängig vom medizinischen Dienst die vom Versicherer geforderten Kriterien attestieren.
Dass Sie diesen Arzt frei wählen können ist ohnehin die Regel.

Sie wissen ja: konkrete Produktempfehlungen sprechen wir hier nicht aus! Da ja inzwischen bekannt ist, dass Sie preissensibel sind und sich für gut informiert halten, sei Ihnen der Rat gegeben, dass die Preisspanne, auf die Sie treffen werden, falls Sie wiedermal ohne einen Profi weiterkommen wollen, schon ihren Sinn hat.

Gruß
Piet

4

Samstag, 11. Oktober 2008, 13:30

Vielen Dank schonmal,

"Viele Versicherer bieten als zweite Möglichkeit, sich zusätzlich oder alternativ von einem Arzt untersuchen zu lassen. Dieser kann dann ggf. unabhängig vom medizinischen Dienst die vom Versicherer geforderten Kriterien attestieren."
Genau das entspricht ja einer meiner Anforderungen - ich habs halt nur anders ausgedrückt, aber der Effekt ist doch der selbe.

Ich würde mich auch gerne vorab informieren. Kennt jemand vielleicht schon eine gute Pflegeversicherung, die meine Kriterien erfüllen kann - evl. mit Abstrichen?

ein sonniges Wochenende!

Pascal

Thomas Kliem

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Beruf: Fachmakler für PKV, BU-Versicherungen, Altersvorsorgeprodukte und Finanzierungen. Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK)

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5

Samstag, 11. Oktober 2008, 14:37

Hallo,

es gibt Versicherer, die eine Prüfung anhand eigener ADL (=activities of daily living) Kataloge in ihren Bedingungen definiert haben. nach meiner Einschätzung sind die ADL-Kataloge für den Kunden oft eher nachteilig im Vergleich zur Einstufung durch den MDK. Aber das muss im Einzelfall geprüft werden.

Es gibt auch Versicherer, die nach ADL-Katalog oder MDK-Einstufung leisten (je nachdem was zutreffend ist).

Grundsätzlich muss unterschieden werden, ob der Vertrag in der Sparte Krankenzusatz- oder Lebensversicherung angesiedelt ist. Beide Sparten bieten Vor- und Nachteile.

Es ist weiterhin grundsätzlich zu unterscheiden, ab welcher Pflegestufe welche Summe gezahlt wird und ob es sich um eine Tagegeldversicherung (Leistung ohne besonderen Kostennachweis) oder um eine Pflegekostenversicherung (gegen Kostennachweis) handelt.

Es gibt Tarife, die mit geringen Beiträgen und geringen Leistungen beginnen und mit einem garantierten Optionsrecht auf Höherversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung ausgestattet sind. Weiterhin: Leistungsdynamik (auch im Pflegefall) und Beitragsbefreiung im Leistungsfall. Und und und...
Thomas Kliem
Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK)

Ihr Fachmakler für PKV, BU, Altersvorsorge und Finanzierungen

6

Sonntag, 12. Oktober 2008, 16:07

Danke erstmal! Also es gibt auch Versicherungen, die z.B. die Einschätzung durch den Hausarzt akzeptieren, ohne MDK.

Die anderen Punkte habe ich ja schon in meinem ersten Posting beschrieben. Was fehlte war, dass ich das Geld unabhängig von Rechnungen bekommen möchte. Lebensversicherung soll es nicht sein. Die 1500€ bezogen sich auf Plegestufe 1 und 2 - es ist ei ca.-Wert - ob jetzt 1300€ oder 1700€ bezahlt werden ist nicht vorrangig. Wichtiger eine Inflationssteigerung z.B. nach der dann aktuellen Inflation bzw. einem Wert um die 3%.

Vielen Dank,

Pascal

Piet

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7

Montag, 13. Oktober 2008, 13:39

Hallo,
die Einschätzung durch den Hausarzt akzeptieren
das ist nicht ganz richtig. Die Versicherer akzeptieren, dass der Hausarzt prüft, aber nach den Spielregeln (Fähigkeitenkatalog, ADL, etc.) des Versicherers. Wenn der Hausarzt Ihnen ein Gutachten erstellt, nachdem Sie einen Grad X der Pflegebedürftigkeit haben, interessiert das den Versicherer überhaupt nicht.

Die zwei anderen Punkte freie Verfügbarkeit und Leistungsdynamik stellen keine Herausforderungen dar.

Gruß
Piet

mischa

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8

Montag, 13. Oktober 2008, 14:41

Sorry, aber da muss ich ein wenig "nachbessern".

Es gibt durchaus Angebot(e) auf dem Markt, wo für eine Übergangsfrist von 6 Monaten ein Hausarztattest für die Zahlung des Pflegetagegeldes ausreicht. Dann allerdings muss ein Gutachten des med. Dienstes vorliegen. Aber die lange Warte- bzw. Bearbeitungszeit für dieses Gutachten ist erst einmal überbrückt...

Außerdem ist es möglich, 100% Leistung in allen 3 Pflegestufen zu versichern.

Freie Verfügbarkeit und Dynamisierungsmöglichkeiten sind ebenfalls, wie schon erwähnt, kein Problem.
Liebe User, da ich in diesem Forum nicht mehr regelmäßig aktiv bin, können (allgemeine) Fragen an mich über meinen (neuen) Blog gestellt werden: http://www.finanzberater-augsburg.de

Individuelle Beratung: http://www.versicherungsmakler-augsburg.com

mischa


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9

Montag, 13. Oktober 2008, 19:13

Außerdem ist es möglich, 100% Leistung in allen 3 Pflegestufen zu versichern.
Wer macht das z.B.? Ansonsten könnte man auch die Tagespauschale einfach entsprechend höher wählen, so dass z.B. 60% davon dem gewünschtem Wert entsprechen.
Die Versicherer akzeptieren, dass der Hausarzt prüft, aber nach den Spielregeln (Fähigkeitenkatalog, ADL, etc.) des Versicherers. Wenn der Hausarzt Ihnen ein Gutachten erstellt, nachdem Sie einen Grad X der Pflegebedürftigkeit haben, interessiert das den Versicherer überhaupt nicht.
Hmmm.. wie nennt man den diese Klausel, also wo auch der Hausarzt prüfen darf (halt´ nach dem Fähigkeitenkatalog(ADL)). Der Katalog wird sich dabei aber an gesetztlichen Vorgaben orienteiren müssen, also dürfen die Versicherungen nicht einfach selbst Kriterien festlegen - der Hausarzt natürlich auch nicht - also würde sein Katalog evlt. doch ausreichen. Naja, sei es drum - hauptsache der Arzt prüft und nicht der Medizinische Dienst.

->
Also beim Volkswohlbund steht z.B. in den Bedingungen:
"Leistungsvoraussetzungen: Ihr Arzt beurteilt, ob Sie in der Lage sind, die nachfolgend aufgeführten Aktivitäten des täglichen Lebens (Pflegepunkte) ohne fremde Hilfe zu bewältigen.
Die Überprüfung Ihres Leistungsvermögens wird anhand von sechs klar definierten Pflegepunkten vorgenommen. Sind Sie nicht inder Lage diese nachfolgend genannten Verrichtungen - auch bei Einsatz technischer oder medizinischer Hilfsmittel - ohne fremde Hilfe zu bewältigen, dann gilt der Pflegepunkt als erreicht.

Dies sind:
Mobilität
An- und Auskleiden
Einnehmen von Mahlzeiten und Getränken
Körperpflege
Baden und Duschen
Verrichten der Notdurft

Das vorliegen eines Autonomieverlustes infolge Demenz fürht ebenfalls zur Zahlung einer Rente.

Tarif: Kompfort:
100% der versicherten Rente bei Erreichen von sechs Pflegepunkten
50% der versicherten Rente bei Errichen von fünf Pflegepunkten oder Vorligen eines Autonomieverlustes infolge Demenz
Beitragsbefreiung bei Erreichen von vier Pflegepunkten"
Volkswohlbund Pflegevorsorge, www.link-gemäß-den-forenregeln-entfernt.cm

Gruß und Dank!

Pascal

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Cassiesmann« (14. Oktober 2008, 09:17)


mischa

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10

Dienstag, 14. Oktober 2008, 08:43

Wir empfehlen hier eine Beratung, aber keine Gesellschaften.
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11

Dienstag, 14. Oktober 2008, 17:13

Eine Leistung von 100% in allen drei Pflegestufen machen einige wenige Versicherer, ABER das ist leider überhaupt nicht sinnvoll oder bedarfsgerecht, denn die Pflegekosten, die dir ein ambulanter Dienst oder Pflegeheim in Rechnung stellt, sind nunmal nach Stufen gestaffelt. 50 EUR in allen drei Pflegestufen kostet ca. 25 EUR, während eine gestaffelte Variante für weniger als die Hälfte zu haben ist.

Zu den Rechnungen: Einen Nachweis der Pflegekosten durch Rechnungen musst du nur bei einer Pflegekostenversicherung erbringen. Dafür sind diese aber auch ein Stück weit günstiger im Vergleich.

Grundsätzlich gilt als Versicherungsfall nicht die Einstufung durch den MDK oder eine Krankenkasse oder den Hausarzt, sondern natürlich gilt die Grundregel: "Versicherungsfall ist die Pflegebedürftigkeit der versicherten Person." und "Der Versicherungsfall beginnt mit der ärztlichen Feststellung der Pflegebedürftigkeit." (§1 der Musterbedingungen). Der Versicherer darf natürlich zu Beginn des Versicherungsfalls und in regelmäßigen Abständen Nachweise darüber verlangen. Was der Versicherer als Nachweis akzeptiert, ergibt sich aus den Obliegenheiten (§9 der Bedingungen). Dort wird meist darauf verwiesen, dass eine Einstufung durch den Träger der Pflegepflichtversicherung vorgewiesen werden muss, in einigen wenigen Fällen wird auch eine Bescheinigung des Hausarztes akzeptiert. Auf Verlangen des Versicherers kann auch aber jederzeit eine zweite Meinung durch einen vom Versicherer beauftragten Arzt eingeholt werden.

Aus Maklersicht muss ich hier allerdings sagen: Wie sich ein Versicherer im Leistungsfall verhält, kann ich nur schwer abschätzen. Ich denke, es gibt viele Kollegen, denen geht es genau so. Hier kann ein vermeindlich teurer Anbieter genauso rumzicken wie ein vergleichsweise Günstiger. Geld zu verschenken hat kein Unternehmen. Gerade wenn der Versicherungsfall nicht klar ist (MDK sagt Nein, Hausarzt sagt Ja), ist Streit vorprogrammiert - völlig egal bei welcher Gesellschaft.
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12

Dienstag, 14. Oktober 2008, 19:53

ja klar, aber wenn der Hausarzt akzeptiert wird, dann kommt der MDK erst gar nicht, also gibts auch keinen Streit. Aber wie sieht es aus, wenn der Hausarzt sagt: Pfelgebedürftig und die Versicherung erst mal 6 Monate zahlt und dann auf die Idee kommt, das durch den MDK prüfen zu lassen oder durch einen Arzt ihrer Wahl(wenn in den AVG so vereinbart). Der MDK sagt dann -> die Person ist nicht Pflegebedürftig. Muss das Pflegegeld dann für die 6 Monate zuvor zurückbezahlt werden?

Gruß

Pascal

mischa

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13

Mittwoch, 15. Oktober 2008, 12:27

Ich bin hier völlig anderer Meinung als "Übergangsweise".

Die nach Leistung der Pflegepflichtversicherung verbleibende Lücke in Pflegestufe 1 und 2 ist nicht wesentlich geringer als in der Pflegestufe 3. Nur weniger als 10% der tatsächlichen Pflegefälle landen in der Pflegestufe 3! In fast jedem Fall ist die stufenweise Absicherung, wie sie üblicherweise angeboten wird, nicht bedarfsgerecht. Sinn macht dagegen eine Unterscheidung zwischen ambulanter und stationärer Pflege, eine solche Abstufung ist möglich. Beispielsweise also ein Tagegeld von 30,-- Euro bei ambulanter Pflege und 50,-- Euro für stationäre Pflege...

Eine Rückzahlung der 6 Monate "Vorschußleistung" wird übrigens nicht verlangt, die Leistung wird aber eingestellt, wenn der medizinische Dienst keine Pflegebedürftigkeit feststellt.
Liebe User, da ich in diesem Forum nicht mehr regelmäßig aktiv bin, können (allgemeine) Fragen an mich über meinen (neuen) Blog gestellt werden: http://www.finanzberater-augsburg.de

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14

Dienstag, 2. März 2010, 15:19

Unterschied Pflegetagegeld zu Pflegerente

ein kleiner Tipp am Rande.
Vielleicht sollte man sich auch mal Gedanken darüber machen welches Produkt sinnvoller für einen ist.

Pflegerente oder Pflegetagegeld
Achtung: Meine Beiträge dienen lediglich als Orientierungshilfe und ersetzen auf keinen Fall eine persönliche Beratung.
Mehr zu mir finden Sie unter unabhängige Finanzberatung .

15

Dienstag, 2. März 2010, 16:09

RE: Unterschied Pflegetagegeld zu Pflegerente

ein kleiner Tipp am Rande.
Vielleicht sollte man sich auch mal Gedanken darüber machen welches Produkt sinnvoller für einen ist.

Pflegerente oder Pflegetagegeld


Ein kleiner Tipp, der Thread ist über 500 Tage alt!
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