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1

Donnerstag, 19. Mai 2016, 15:52

Zahnzusatzversicherung Wartezeit

Hallo,

ich habe folgendes Problem.



Ich war lange nicht beim Zahnarzt, müsste also mal wieder hin. Ich habe
aber gelesen, dass die GKV immer weniger Leistungen übernimmt. Daher
möchte ich eine Zahnzusatzversicherung abschließen. Nun habe ich
verschiedene Angebote durchgelesen und manche Sprechen von einer
Wartezeit und andere nicht.

Was bedeutet das für mich - also wann kann ich zum Zahnarzt gehen und
mir sicher sein, dass die Zahnzusatzversicherung die Leistungen
übernimmt, falls da etwas sein sollte?



Gruß

uwehaensch

Fortgeschrittener

Beiträge: 261

Wohnort: Paderborn

Beruf: Versicherungsmakler, Finanzanlagenvermittler

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2

Donnerstag, 19. Mai 2016, 17:03

Zuerst, es gibt ein inzwischen ein paar Versicherer/Tarife am Markt die Dich nicht annehmen wenn Du nicht im letzten Jahr beim Zahnarzt warst (zwecks Kontrolle) oder wenn Dein letzter Zahnarztbesuch zu lange zurück liegt. Da bei den Antragsfragen aufpassen, wenn danach gefrat wird und Du warst länger nicht beim Zahnarzt, wird meist ein aktueller Zahnstatus benötigt.

Die Wartezeit gem. Musterbedingungen beträgt für Zahnersatz 8 Monate. D.h. in den ersten 8 Monaten der Vertragslaufzeit gibt es hier keine Leistungen, Ausnahme wären erforderlicher Zahnersatz wegen eines Unfalls (z.b. Zahn herausgebrochen). Manche Tarife haben eine verkürzte Wartezeit von nur 6 Monaten, einige wenige (aber nur sehr wenige leistungsstarke) haben gar keine Wartezeit.

Wenn der Tarif auch Leistungen für den Bereich Zahnbehandlung (z.B. Parodontose, Wurzelbehandlungen) und/oder professionelle Zahnreinigung vorsieht, kann es sein dass für diesen Bereich (insbesondere Zahnreinigung) andere, sprich kürzere, oder keine Wartezeiten gelten.

In den jeweiligen Bedingungen heißt es regelmäßig: "Der Versicherungsschuzt beginnt ... nicht vor Ablauf von Wartezeiten. Für Versicherungsfälle, die vor Beginn des Versicherungsschutzes eingetreten sind, wird nicht geleistet. Nach Abschluss des Versicherungsvertrags eingetretene Versicherungsfälle sind nur für den Teil von der Leistungspflicht ausgeschlossen, der in die Zeit vor Versicherungsbeginn oder in Wartezeiten fällt."

Und um ggf. Deiner nächsten Frage zuvor zu kommen, der Versicherungsfall ist so definiert: "Versicherungsfall ist die medizinisch notwendige Heilbehandlung einer versicherten Person wegen Krankheit oder Unfallfolgen. Der Versicherungsfall beginnt mit der Heilbehandlung; er endet, wenn nach medizinischem Befund Behandlungsbedürftigkeit nicht mehr besteht."

Also, entweder die Wartezeit des jeweiligen Tarifes abwarten oder einen Tarif wählen ganz ohne Wartezeit. Leistungsstarke Tarife bieten hier z.B. die Ergo Direkt, Württembergische (neue Tarifgeneration), DFV und die R+V.
Uwe Haensch

Alle Aussagen in meinen Beiträgen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine (Rechts)Beratung dar.

3

Donnerstag, 19. Mai 2016, 17:33

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Um deutlicher zu werden: ich habe leichte Zahnschmerzen und will deshalb zum Zahnarzt. Ich habe diese Schmerzen bislang nicht behandeln lassen. Sie schreiben:
Versicherungsfall ist die medizinisch notwendige Heilbehandlung einer versicherten Person wegen Krankheit oder Unfallfolgen.
ist allein mit den Schmerzen eine "medizinische notwendigekeit" der Heilbehandlung eingetroffen?

Weiterhin wurde ja keine Heilbehandlung angefangen

Zitat

Der
Versicherungsfall beginnt mit der Heilbehandlung;
Daraus lese ich, dass ohne Heilbehandlung der Versicherungsfall nicht vor Vertragsabschluss eingetreten ist.


Verstehe ich das richtig?

uwehaensch

Fortgeschrittener

Beiträge: 261

Wohnort: Paderborn

Beruf: Versicherungsmakler, Finanzanlagenvermittler

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4

Donnerstag, 19. Mai 2016, 19:50



ist allein mit den Schmerzen eine "medizinische notwendigekeit" der Heilbehandlung eingetroffen?

Daraus lese ich, dass ohne Heilbehandlung der Versicherungsfall nicht vor Vertragsabschluss eingetreten ist.

Verstehe ich das richtig?


Ihre jetzigen Schmerzen interessieren die Krankenversicherung nicht, die Schmerzbehandlung ggf. schon. Bei Antragstellung dürfen halt keine Behandlungen geplant oder angeraten sein oder in sich in der Durchführung befinden. Wenn Sie zum Zahnarzt gehen, muss die Behandlung angeschlossen sein, d.h. es darf keine weiteren Behandlungsbedarf geben (auch nicht im Zahnstautus) der dokumentiert ist.
Uwe Haensch

Alle Aussagen in meinen Beiträgen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine (Rechts)Beratung dar.

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