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Donnerstag, 5. November 2015, 01:27

Wann stellt der Krankentagegeld-Versicherer seine Leistung wegen BU ein?

Hallo liebe Forumler, :)

ich habe mal eine Frage.
Diagnose: schwere Depression

Nach wievielen Wochen/Monaten erklärt ein privater Krankentagegeld-Versicheren vermutlich den Kunden als berufsunfähig? und stellt damit die Leistung ein X( :?:

Wie sind da Eure Erfahrungen?

Danke für Eure Beiträge
Vera

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »verabeck« (5. November 2015, 01:37)


uwehaensch

Fortgeschrittener

Beiträge: 256

Wohnort: Paderborn

Beruf: Versicherungsmakler, Finanzanlagenvermittler

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2

Donnerstag, 5. November 2015, 09:13

Krankentagegeld wird bei Arbeitsunfähigkeit unbegrenzt gezahlt, diese ist gem. Musterbedingungen definiert:
"Arbeitsunfähigkeit im Sinne dieser Bedingungen liegt vor, wenn die versicherte Person ihre berufliche Tätigkeit nach medizinischem Befund vorübergehend in keiner Weise ausüben kann, sie auch
nicht ausübt und keiner anderweitigen Erwerbstätigkeit nachgeht."

§ 15 b der MB/KT besagt nun dass das Versicherungsverhältnis (und damit natürlich auch die Leistung) endet :
"mit Eintritt der Berufsunfähigkeit. Berufsunfähigkeit liegt vor wenn die versicherte Person nach medizinischem Befund im bisher ausgeübten Beruf auf nicht absehbare Zeit mehr als 50 % erwerbsunfähig ist. Besteht jedoch zu diesem Zeitpunkt in einem bereits eingetretenen Versicherungsfall Arbeitsunfähigkeit, so endet das Versicherungsverhältnis nicht vor dem Zeitpunkt, bis zu dem der Versicherer seine im Tarif aufgeführten Leistungen für diese Arbeitsunfähigkeit zu erbringen hat, spätestens aber drei Monate nach Eintritt der Berufsunfähigkeit."

Es kommt also darauf an ärztlicherseits "vorrübergehend" oder "auf nicht absehbare Zeit" attesiter wird.

Diese Definition von Berufsunfähigkeit ist übrigens nicht identisch mit der einer Berufsunfähigkeitsversicherung !!
Es könnte also dazu kommen dass weder die eine noch die andere zahlt.
Uwe Haensch

Alle Aussagen in meinen Beiträgen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine (Rechts)Beratung dar.

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Dienstag, 28. Juni 2016, 03:01

interessanter Beitrag. V.a. wer entscheidet was "auf nicht absehrbare Zeit" ist ... selbst eine EMR wird meistens nur befristet genehmigt, darauf kann sich der KTG-VR nicht berufen.

Die Frage die ich hier habe:

Wer muss denn die BU feststellen. Ist nicht der VR beweispflichtig?
Darf VN sich darauf berufen, dass der VR dies selbst begutachtet und nicht sich auf die Entscheidung eines ebenfalls vorhandenden BU-Versicherers beruft (man denke nur daran, dass die
Versicherungsbedingungen ja beim BU-VR und KTG-VR durchaus unterscheiden können).

Was meinen die Expterten hierzu?

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