Sie sind nicht angemeldet.

1

Donnerstag, 10. Januar 2008, 08:11

Anfängerfrage zur Ambulanten Krankenzusatzversicherung

Hallo zusammen,


wie ihr sicherlich merken werdet, bin ich im Thema Versicherungen nicht so fit...


Ich plane, meine Krankenversicherung bei der AOK BW zu kündigen und dafür dann zur IKK-direkt zu gehen.
Bei dieser spare ich pro Monat ca. 30 Euro und bekomme zusätzlich über das Bonusprogramm 120 Euro für eine "gesundheitsbezogene Zusatzversicherung von privaten Krankenversicherungsunternehmen".


Da ich bei einer Behandlung bei meinem Arzt wie ein Privatpatient behandelt werden will, würde ich gerne für diesen Betrag (also max. ca. 40 Euro) eine günstige "Ambulante Krankenzusatzversicherung" und evtl. eine "Krankenhauszusatzversicherung für Chefarztbehandlung" abschließen.

Kennt jemand hierfür einen guten Vergleichsrechner?

Auf was muss ich dabei achten?

Wichtig ist mir halt, dass ich als Privatpatient laufe, also nicht so lange auf einen Termin warten muss und dass eben der Arzt mehr Zeit für mich hat...

MfG.
N. Wonnerth

fwilke

V.I.P.

Beiträge: 680

Wohnort: Osnabrück

Beruf: freier Makler

  • Nachricht senden

2

Donnerstag, 10. Januar 2008, 10:29

Guten Morgen nowo,

tja... wo soll ich anfangen. Zum ersten: Bekommen Sie das Geld ausgezahlt, oder müssen Sie eine der Zusatzversicherungen bei der IKK direkt nehmen? Dann wären das nämlich die Inter KV oder KarstadtQuelle, die nicht unbedingt die Paradebeispiele für Zusatzversicherungen erfunden haben.

Sie haben zwei Möglichkeiten, Ihren ambulanten Versicherungsschutz aufzupolieren
1.) wie von Ihnen vorgeschlagen eine ambulante Zusatzversicherung. Diese erstattet aber meist eher Restkosten, gesteht dem Arzt aber keine höhere Bezahlung zu. Der Wunsch, in diesem Fall als Privatpatient behandelt zu werden, ist eher eingeschränkt erfüllbar.
2.) sie wählen bei der IKK direkt (die übrigens nicht mehr 12,0% sondern 12,4% Beitragssatz hat falls sich das noch nicht rumgesprochen hat) im ambulanten Bereich das Kostenerstattungsprinzip und schließen eine private Restkostenversicherung ab. Das ist etwas völlig anderes, denn nun sind Sie in der Tat Selbstzahler in der GKV. Der Arzt kann sie angemessen abrechnen und unterliegt nicht den Zwängen wie bei Kassenpatienten. Freie Medikamentenauswahl, angemessene Leistungsabrechnung, schnellerer Geldfluss, etc. etc. Sie bekommen dann vom Arzt eine Rechnung, die Sie zuerst bei der IKK direkt einreichen. Diese erstattet unter Abzug eines Verwaltungskostensatzes den Betrag, den Sie bei Abrechnung über die Chip-Karte bekommen hätten. Dieses (also Rechnung und ERstattung durch GKV) reichen Sie bei der Privaten Zusatzversicherung ein, die ggffls je nach gewähltem Tarif einige oder alle Restkosten übernimmt. DANN wären Sie echter PRivatpatient.

Alle Vergleichsrechner im Internet sind aus meiner Sicht Unfug, da hier weder konkrete Leistungen verglichen werden noch auf den Gesundheitszustand Rücksicht genommen wird, und schon gleich gar nicht der gesamte MArkt abgedeckt wird. Das kriegen Sie nur bei Kollegen aus der Versicherungsbranche, entweder direkt in den Büros vor Ort über Einfirmenvertreter oder Makler, aber auch über's Internet oder Telefon.

Viel Erfolg bei der Suche!
Frank Wilke
Investment, Beteiligung, Versicherung

3

Donnerstag, 10. Januar 2008, 10:39

Ich möchte zusätzlich noch einwerfen:
Wenn Sie eine Zusatzversicherung nur mit der Beitragsersparniss bezahlen möchten, oder schlimmer, vielleicht nur können, dann sollten Sie schon mal kurz an 2009 denken. Wenn es einen Gesundheitsfond geben soll, wo alle Kassen erstmal das gleiche einzahlen. Es könnte passieren, und davon gehen so ziemlich alle aus, dass die momentan preiswerteren Kassen ihren Beitragssatz anpassen müssen. Somit wäre das Geld, was Sie durch den Wechsel sparen möchten, weg und Sie müssen die Zusatzversicherung aus einem anderen Topf bezahlen.
Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten :tongue:


Meine Seite

4

Donnerstag, 10. Januar 2008, 14:41

@fwilke:


Das Geld bekomme ich nach einem geeigneten Nachweis (z.B. Rechnung der Versicherung) bei Abschluss des Jahres (Ende vom Bonusprogramm) erstattet, muss also in Vorleistung treten.
Muss also nicht zwingend bei der IKK & Co. sein. Einzigste Bedingung: es muss eine "gesundheitsbezogene Zusatzversicherung von PRIVATEN Krankenversicherungsunternehmen" sein.


Dass sie inzwischen teurer wurde, ist mir bekannt. Dennoch ist Sie noch die günstigste und dazu kann man ja noch das Bonusprogramm nutzen (40 bis 80 Euro Bar oder eben 120 Euro, wenn Zusatzversicherung).


So wie ich das sehe, ist die "Gefahr" bei Punkt 2 wohl, dass man in Vorleistung treten muss, sprich: man muss genügend Euros auf der Seite liegen haben, was ich nicht habe...
Aber wenn ich eine günstige finde, die ALLE Restkosten übernimmt, wäre das natürlich die bessere Wahl (geht aber bei mir leider nicht wegen meinem geringen finanziellen Puffer).


Dass die Vergleichsrechner nicht gerade optimal sind, sollte eigentlich jeder wissen.
Ich nutze sie auch nur, um einen groben Überblick zu bekommen.
Natürlich ist ein genaues Untersuchen der Leistungen auf den jeweiligen Internetseiten der Versicherungen extrem wichtig.


So wie ich das einschätze, verlangen die Makler dann auch wieder ein Gebühr fürs vorstellen usw. ?



@tommi69:


Aus diesem Grund schaue ich mich bevorzugt nach Versicherungen um, die max. 1 Jahr laufen müssen.
Dann muss ich im schlimmsten Fall 1 Jahr zahlen.


Aber vielen Dank für den Hinweis bez. dem Fond, hab ich noch gar nicht so genau drüber nachgedacht...



Jetzt weiß ich gar nichtmehr, was ich machen soll...


An ner Chefarztbehandlung wäre ich halt schon interessiert, ebenso wie eben schneller einen Termin zu bekommen (ambulant und stationär). Weil meine Freundin ist privatversichert über deren Eltern und da merkt man halt schon die Unterschiede.


Müsste halt mal wissen, wie viel die Zusatzversicherungen kosten würden.


Habe zwar schon im Internet ein paar Sachen gefunden, aber die wollen meine Adresse wissen.
Vermutlich um die Sachen mir zu schicken, aber die könnten ja auch andere Sachen mit meiner Adresse machen.


Ein Vergleichsrechner, wo man online die Beiträge abfragen könnte, wäre schon ne Hilfe, weil oft sinds halt nur Pakete, wo man für etwas zahlen muss, was man vielleicht gar nicht will...


Ich müll euch hier zu mit meinen Gedanken und ihr seid bestimmt verwirrt (bin ich auch gerade).
Also das, was ich jetzt suche, ist eben ein Vergleichsrechner, wo man online die Beiträge abfragen kann.


Vielen Dank für die bisherige Hilfe!

fwilke

V.I.P.

Beiträge: 680

Wohnort: Osnabrück

Beruf: freier Makler

  • Nachricht senden

5

Donnerstag, 10. Januar 2008, 17:22

Hallo nochmal,

der Großteil der Experten geht davon aus, dass der zwingend eingeführte Beitragssatz zum 01.01.2009 über 15% liegen wird. Das ist sicherlich eine realistische Zahl.

Was das Problem bei Nr. 2 angeht: Nein, Sie müssen nicht in Vorleistung treten. Der Arzt gewährt Ihnen in der Regel mindestens zwei Wochen, bei meinen Ärzten hier sind vier Wochen, Zahlungsziel. Sobald Sie die Rechnung haben, geht's ab zur IKK, und zwei Wochen später ist das Geld da. Den Rest schicken Sie dann zur privaten , und auch hier ist das Geld zwei Wochen später auf dem Konto. DANN bezahlen Sie die Rechnungen der Ärzte.

Makler nehmen keine Gebühr für's Erstellen von Vergleichen, sollten Sie zumindest nicht, ebenso wenig wie die Kollegne in der Ausschließlichkeit. Honorarberater tun das!

Da ich keinen ordentlichen Vergleichsrechner kenne, kann ich leider keinen nennen.

Frank Wilke
Investment, Beteiligung, Versicherung

Thema bewerten


Home Lebensversicherun Rentenversicherung Berufsunfähigkeitsversicherung Private Krankenversicherung Krankenzusatzversicherung Pflegezusatzversicherung Autoversicherung Motorradversicherung

  My-Versicherung Motorradversicherung Autoversicherung Private-Unfallversicherung Private-Haftpflicht Bausparen  Privatrechtsschutz Pflegepflichtversicherung