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Freitag, 18. August 2017, 18:37

Erhalt der Rückstellungen bei Wechsel v. PKV zu GkV

Guten Abend!
Ich, mannlich, 52 Jahre alt war jetzt ca. 25 Jahre bei der PKV (BBK) versichert und habe jetzt "kurz vor knapp" wieder in die GKV gewechselt (TK).
Bin seit 01.06.17 bei der TK angemeldet, die PKV ist noch nicht gekündigt. Dies geht rückwirkend bis 3 Monate meines Wissens.
Leistungen habe ich seit 01.06.17 bei der PKV keine bezogen.

Die bei der PKV gebildeten Rückstellungen würde ich mir gerne über eine Umwandlung in eine Zusatzversicherung erhalten.
Wie gehe ich dies an? Umwandlung beantragen? PKV noch nicht kündigen?
Ist die PKV an sowas überhaupt interessiert bzw. kann ich mit einem fairen Angebot rechnen?
Inweit habe ich Zugriff auf "meine" Rückstellungen? Entsprechend niedrigerer Beitrag für die Zusatzversicherung?

Mein Hausarzt hat mir empfohlen eine Zusatzversicherung für stationäte KH Aufenthalte abzuschließen,
für ambulant macht nicht wirklich Sinn meinte er.

Besten Dank schonmal für Tips!

VG
Olaf

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 598

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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2

Samstag, 19. August 2017, 23:34

Hallo, der Erhalt der Alterungsrückstellungen ist ganz oder teilweise über Zusatzversicherungen möglich. Voraussetzung ist natürlich, dass es sich um eine Zusatzversicherung handelt, die auch Alterungsrückstellungen kennt. Das ist heute nicht mehr selbstverständlich.

Es handelt sich dabei übrigens um eine freiwillige Leistung der PKV, denn im Gegensatz zu einem Tarifwechsel innerhalb der Vollversicherung ist hier gesetzlich nichts vorgesehen. Ich kenne aber keine PKV, die das nicht macht.

Allerdings werden in der Regel nur Rückstellungen innerhalb der Leistungsarten ambulant, stationär und Zahn, ggf. Krankentagageld erhalten, d.h. für einen vollen Erhalt wären umfassende Zusatzversicherungen erforderlich. Es gibt jeweils Beitragsnachlässe bis hinunter zum niedrigsten Beitrag für Erwachsene.

Eine Gesundheitsprüfung entfällt, solange keine Mehrleistungen versichert werden. Wenn also jetzt vom Zweibettzimmer aus Einbettzimmer erhöht werden soll, um mehr Rüchstellungen zu retten, wird es Gesundheitsfragen geben.

Ich würde jetzt kündigen mit Nachweis der Pflichtversicherung und um Angebote auf umfassende Zusatzversicherungen bitten. Die drei Monate sind bald um !
Ohne Kündigung wäre eine Anfrage nach Zusatzversicherungen unverständlch.

Viel Glück

Barmer

Barmer

3

Montag, 21. August 2017, 08:54

Besten Dank für die ausführliche Amtwort!

VG
Olaf

Peter Wolnitza

Versicherungsprofi

Beiträge: 249

Wohnort: Nidderau

Beruf: Versicherungsmakler

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4

Montag, 21. August 2017, 12:58

Zwei Fallstricke zu beachten

Hallo,

generell sollten bei solch einer Umstellung zwei Dinge beachtet werden:

a) Ist die Umwandlung einer Voll-KV in eine Zusatz-KV möglich ? - oder besser noch: in den Vertragsbedingungen fest geschrieben ? (Das ist der Unterschied zwischen: Der Versicherer kann... und Der Versicherer muss...)
Hier hat @Barmer eigentlich schon alles zu gesagt...

b) Im Gegensatz zu einer Voll-KV kann der Versicherer bei einer Zusatz-KV in einem Schadensfall in den ersten drei Jahren Laufzeit des neuen Vertrages kündigen. (elegante Möglichkeit, doch noch aus der Nummer aus zu steigen)
Manche Versicherer schließen in ihren Vertragsbedingungen allerdings diese Kündigungsmöglichkeit explizit aus!

Beides ist m.E. bei der BBKK ordentlich gelöst, Umstellung möglich, Kündigung ausgeschlossen - aber zur Sicherheit nochmal in den Vertragsbedingungen genau nachlesen!
Peter Wolnitza
Makler für BU, PKV, Altersvorsorge
Zert_FP (FH Frankfurt)
Tel . : 06187 - 90 29 89
www.wolnitza.de
info@wolnitza.de

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