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Dienstag, 1. November 2016, 13:30

Interrisk

Hallo,

wir planen eine Unfallversicherung für mich, meine Frau und unser Kind (3) bei der Interrisk abzuschließen.
Geplant war eigentlich die XXL Variante, mit Gliedertaxe Plus und Plusprogression.
Um Nachfragen zu ersparen, BU und LV existieren.

Nun hat uns unser Makler verschiedene Varianten (Grundsumme, Progression und monatliche Unfallrente) durchgerechnet und zugeschickt und wird die nächsten Tage bei uns vorbeikommen.
Neben den Maklerberechnungen habe ich noch etwas mit dem Online-Rechner der Interrisk rumgespielt.
Dabei haben sich ein paar Fragen ergeben, die ich gern vor dem nächsten Gespräch schonmal für mich klären wollte.

Wie legt man sinnvollerweise die Höhe der Grundsumme, die Progression und die Unfallrente fest. Ist es eher sinnvoll die kleinen Sachen mit hoher Grundsumme und niedriger Progression absichern, weil die wahrscheinlicher sind oder lieber mit niedrigerer Grundsumme und hoher Progression die existenzbedrohenden Sachen abzusichern?
Gibt es da irgendwelche Anhaltspunkte hinsichtlich des Verdienstes oder des potentiellem Risikos?
Sportlichen Tätigkeiten oder irgendwelche aufregenden Hobbys wird nicht nachgegangen.
Als Mitarbeiter im Büro kann man höchstens mal vom Bürostuhl fallen, also auch dort ist jetzt nichts aufregendes zu erwarten und obwohl ich gerne und auch mal zügig Auto fahre, sind wir keine Riesenstrecken unterwegs. Insofern ist das Gefahrenpotential recht übersichtlich. Versichert ist also eher der stinknormale Alltag.

Neben den oben genannten Punkten wurde noch Krankenhaustagegeld/Genesungsgeld und die Todesfallleistung angeboten.
Prinzipiell bräuchten wir die Todesfallleistung eigentlich nicht, da eine LV besteht, die BUV auf eine kleine LV aufbaut und somit auch zahlt und auch die betriebliche AV meiner Frau bei Todesfall zahlt.
Nun wurde aber als Grund vom Makler die Sofortzahlung der Todesfallleistung bei Unfall genannt. Macht die also trotzdem Sinn?

KTG und Genesungsgeld halten einige hier im Forum für überflüssig. Als Nichtselbständiger hat man ja erstmal 6 Wochen volles Gehalt und dann noch das Krankengeld. Das ist zwar ein Stück niedriger als das Netto, aber für uns nicht existenzbedrohend. Gibt es trotzdem Gründe die dafür sprechen?

Wie regelt man die Höhen sinnvollerweise beim Kind?

Vielen dank schonmal im Vorraus.

2

Mittwoch, 2. November 2016, 18:36

Keiner eine Meinung?

uwehaensch

Fortgeschrittener

Beiträge: 261

Wohnort: Paderborn

Beruf: Versicherungsmakler, Finanzanlagenvermittler

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3

Donnerstag, 3. November 2016, 11:26

XXL Variante, mit Gliedertaxe Plus und Plusprogression.
Hervorragender Tarif mit der m.E. richtigen Gliedertaxe.

Warum überhaupt Unfallrente ? Wenn die sinnvoll sein soll, wird das bei der InterRisk extrem teuer. Ich halte von U(fallrenten nichts, entweder die leisten ab 50 % (was ist wenn 49 % ?) oder sie leisten prozentual schon früher, dann ist die Rente zu gering um Sinn zu machen. ggf. kann man das für das Kind überlegen, es müsste ja die lämgste Zeit mit den Einschränkungen leben, für Erwachsene halte ich eine Unfallrente für sinnlos. Lieber eine höhere Grundsumme / Progression, das ist deutlich günstiger und erfüllt denselben Zweck (können Sie gerne selbst rechnen).

Ist es eher sinnvoll die kleinen Sachen mit hoher Grundsumme und niedriger Progression absichern, weil die wahrscheinlicher sind oder lieber mit niedrigerer Grundsumme und hoher Progression die existenzbedrohenden Sachen abzusichern?

Das genau müssen Sie entscheiden. Meine persönliche Meinung - wenn Sie eine BU haben und Ihren Beruf auch bei kleineren Invaliditätsschäden weiterhin ausüben können, dann eher geringere Grundsumme und hohe Progression. Bei niedrigeren Invaliditätsgraden werden wohl auch nicht so viele Folgekosten entstehen.
M.E. kommt eine 500er Progression (Kind ggf. sogar 1000% wenn keine Unfallrente) in Frage. Alles unter der Voarussetzung dass keine Unfallrente abgeschlossen wird. Ansonsten ist der Bereich über 50 % genügend abgedeckt und man kann eine flachere Prog.-kurve wählen.

Nun wurde aber als Grund vom Makler die Sofortzahlung der Todesfallleistung bei Unfall genannt. Macht die also trotzdem Sinn?

Das ist bei leistungschwachen Tarifen möglicherweise eine Überlegung, aber m.E. nicht beim XXL der InterRisk. Da kennt Ihr Makler offenbar die Tarifbedingungen nicht s o genau.
Lesen Sie mal die XXL-Bedingungen bez. vorgezogene Leistung bei schweren Schäden u.ä., und überlegen ob das Argument noch greift.

KTG/GG - Gibt es trotzdem Gründe die dafür sprechen?


Nein, gibt es nicht, überflüssig.
Uwe Haensch

Alle Aussagen in meinen Beiträgen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine (Rechts)Beratung dar.

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Freitag, 4. November 2016, 06:49

hallo Herr Haensch,

vielen Dank für Ihre umfangreichen und sehr hilfreichen Ausführungen.

Ich habe mal mit dem online-Rechner der Interrisk etwas rumgespielt.
Bei unserem in etwa anvisiertem Bereich 100T€ Grundsumme 225% Progression und 1000€ Unfallrente kämen wir bei einer angenommenen Rentenzahlung von 25Jahren tatsächlich bessere Leistungen, wenn wir die Grundsumme auf knapp über 130T€ und die Progression auf 500% erhöhen. Einzige Ausnahme bildet dabei der Bereich zwischen 50% und 60% Invaliditätsgrad, in dem die Leistungen aus der Unfallrente besser wären. Da aber mit der Gliedertaxe Plus der Bereich bei vielen Gliederschäden übersprungen wird, sehe ich das Risiko an der Stelle eher gering.
Nun habe ich die Rentenzalung erstmal mit 25 Jahren angesetzt. Mit Mitte bzw. Ende 30 wäre lebenslang eventuell etwas mehr als 25 Jahre.
Im Gegenzug ist aber die unterschiedliche steuerliche Behandlung zwischen Rente und Einmalzahlung zu berücksichtigen und dass ich für eine genaue Berechnung durch den unterschiedlichen Liquiditätsfluss eigentlich die Leistung auf bzw. abgezinst werden müsste. Aus dem Bauch heraus würde ich sagen, dass die Einmalzahlung somit auch einem Vergleich mit einer Unfallrente über 30-35 Jahren standhalten könnte. (Ausnahme immer noch der Bereich zwischen 50 und 60% Invaliditätsgrad).
Berücksichtigt man eine längere Zahlung als 35 Jahre, dann verschiebt sich der Bereich in dem die Unfallrente besser wäre auf 50-70%.
Bei einer statistischen Lebenserwartung von knapp über 80 Jahren und einem aktuellen Alter von Ende 30, wäre das zumindest bei mir also schon bald. 8o


Zu den schweren Unfällen werde ich die Tarifbedingungen nochmal selbst nachlesen.
Irgendwie hab ich mit meinen Versicherungsverkäufern -vertretern/-maklern nicht das beste Händchen. Da sucht man schon die Versicherung und den Tarif selber und will für den letzten Feinschliff und für einen eventuellen Schadensfall eine Makler zu Hand haben und dann versagt er schon bei Punkt 1. Das bestärkt mich schon wieder an meiner Einstellung zur Versicherungsbranche. :wacko: (auch wenn sie das nicht so gerne hören wollen)
Zum Glück hatte ich mit Ausnahme der KFZ Haftpflicht und Kasko (welche direkt übers AH abgewickelt wurden) in all den Jahren noch keinen Schadensfall, so dass ich die Qualität der Vertreter nicht testen brauchte.

5

Donnerstag, 17. November 2016, 11:48

Da das Thema noch nicht ganz abgeschlossen ist, nochmal eine kurze Nachfrage über die ich gestern gestolpert bin.

Bei der Interrisk gibt es ja die Altersanpassung.
Interpretiere ich das richtig, dass für unser Kind bis zum 18. Lebensjahr jedes Jahr die Beiträge um 5% angehoben werden und dafür keine Mehrleistung geboten wird?
Das gleiche würde dann bei uns ab 45 bzw. bei der Rente ab 50 passieren?

uwehaensch

Fortgeschrittener

Beiträge: 261

Wohnort: Paderborn

Beruf: Versicherungsmakler, Finanzanlagenvermittler

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6

Donnerstag, 17. November 2016, 18:12

Korrekt
Uwe Haensch

Alle Aussagen in meinen Beiträgen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine (Rechts)Beratung dar.

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Interrisk XXL

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