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1

Freitag, 11. Juli 2008, 19:04

"Guter Rat ist teuer" ich hoffe ich finde ihn hier.Brauche Ratschläge von Profis!

Hallo ,

Ich habe ein paar Fragen an die Experten und zwar,

ich habe vor kurzem eine Private Unfallversicherung
abgeschlossen und heute den Versicherungsschein bekommen in dem es soweit alles
so steht wie ich es damals in den Antrag aufgenommen habe (Grundsumme, Progression
usw.) bis auf folgende Hinweise:

An den kenntlich gemachten Stellen weicht der Versicherungsschein von
dem Antrag ab.

Wenn nicht innerhalb eines Monats
nach Empfang des Versicherungsscheines schriftlich widersprochen wird, gelten
die Abweichungen als genehmigt.


So jetzt
meine Frage,

ich habe vorher angegeben, dass mein rechtes
Augen nur 10% Sehstärke seit meiner Geburt hat und jetzt schließen die mein
rechtes Auge ganz aus. Ich dachte dass, das Auge in so einem Fall mit 10 %
Versichert ist?

Weitere Ausschlüsse von der
Versicherung:


-Verschlimmerung von Anfallsleiden

- Verletzungen der Rotatorenmanschette

- Verletzungen der Menisken

- Verletzungen der Achillessehnen

- Unfallfolgen, bei denen Diabetes mitwirkt,
sind in Ergänzung von Ausschlüssen und in Abänderung von „Auswirkungen von
Krankheiten oder Gebrechen“ vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.


- Verschlimmerung der Diabetes
begründet keinen Anspruch auf Versicherungsleistungen.



So dann steht noch weiter unten wortwörtlich folgendes:


Änderung Mitwirkungsanteil ????

Was meinen die mit der Formulierung?

Ich habe bzw. hatte keine Vorerkrankungen, keine Vorschäden am Körper und
kein Diabetes, wie kommen die jetzt auf sowas? Oder ist es Üblich bei den Unfallversicherer,
dass so was gleich ausgeschlossen wird?


Soll ich solche Bedingungen hinnehmen oder lieber Gebrauch vom [font='&quot']Widerrufsrecht[/font] machen und wo anders mich versichern
lassen?


Vielen Dank im Voraus


MfG: Informer

limburgerbub

Fortgeschrittener

Beiträge: 683

Wohnort: Limburg

Beruf: Versicherungsmakler

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2

Freitag, 11. Juli 2008, 19:44

ups, sicherheitshalber würde ich erst mal widersprechen....... sehr suspekt...nicht wegen dem auge...aber der rest.....
Tel. 06431/477201 fax: 06431/477368 y
Ich bin hier ausschließlich als Privatperson unterwegs. Alle Beiträge sind ausschließlich privater Natur..,.ob diese nun von mir, meiner Frau, oder von wem auch immer erstellt wurden ;)
E-mail-Adresse: info@juergen-hartenstein.de

www.vermittlerregister.info D-ACQY-20IVL-63

3

Freitag, 11. Juli 2008, 22:05

Guten Abend,

mal sehen, ob wir hier rausfinden, was passiert ist. Nicht übel nehmen, wenn das geschriebene Wort etwas herb klingt. Sie haben angegeben, dass ein Auge nur noch zu 10% Gebrauchsfähig ist. Soweit so gut - ob Ausschluss oder nicht, das macht das Kraut auch nicht fett. Das können Sie ruhig hinnehmen, was übrigens auch mit dem Mitwirkungsanteil zusammenhängt.

Mitwirkungsanteil bedeutet, dass Sie im Falle eine weiteren Invalidität durch Ihre Gebrechen oder Krankheiten an der Invalidität selbst mitwirken. Das wiederum hängt zusammen mit dem Unfallbegriff an sich: Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. (korrigiert) Ihr Anteil kommt quasi von Innen - so könnte man sich das merken.

Wie wirkt sich das aus. Ohne auf Progression o.a. eingehen zu wollen ein Beispiel. Sie stürzen unglücklich auf die Schulter und Ihr Arm bleibt aufgrund der Schulterverletzung gebrauchsunfähig. Laut Standard-Gliedertaxe würde ein Invaliditätsgrad von 70% festgelegt. Jetzt kommt der Mitwirkungsanteil ins Spiel. Als Beispiel: die Schulter war schon zu 30% hinüber. Also würde das angerechnet und sie würden statt 70%, nur noch 49% der vereinbarten Versicherungssumme (Progression aussen vor) erhalten (0,7*0,7), wenn ich mich nicht verrechnet habe (ist ja schon spät). Soweit so schlecht.

Nun gibt es Versicherer, die einen Mitwirkungsanteil erst ab 25% oder auch 40% berücksichtigen - je nach Bedingungen, das wäre für Sie ggf. schonmal besser - sofern das klappen könnte (kann ich hier nicht beurteilen).

Nächster Act: Anscheinend haben Sie Diabetes, hier nicht näher definierte Anfallsleiden, eine bombige Schulterverletzung und Ihre Gelenke und Sehnen sind auch nicht mehr top in Schuss. Unfallfolgen, die damit in Zusammenhang stehen, schliesst der Versicherer aus. Wenn hier keine Vorerkrankungen da sind, muss der Versicherer einen Grund haben, das auszuschliessen - ggfs. im Zusammenhang mit den Anfallsgeschichten.

Nun kämen Sie wieder dran. Was genau ist oder wäre das für ein Produkt? Viele Versicherer haben den Unfallbegriff extrem erweitert - für Kerngesunde Menschen eine saubere Sache. In Ihrem Fall nimmt der Versicherer diese Erweiterungen weitestgehend zurück. Ob zu Recht - keine Ahnung aus der Ferne.

Lesen Sie noch mit?

Was können Sie tun? Also erstmal haben Sie gut drei Wochen ab Eingang der Police Zeit zu widersprechen (Postversand beachten, ggf. Einschreiben nutzen, zusätzlich faxen). Die Zeit sollten Sie trotzdem nutzen, um herauszufinden, was genau hier los ist.

Zum Thema andere Versicherung wählen. Wenn der aktuelle Versicherer nicht brutal irrt (soll ja mal vorkommen), dann wird das schwierig ...

Und nun kommt ein Standardspruch: Gehen Sie zu demjenigen, der Ihnen das Produkt angetragen hat und nehmen Sie ihn in die Pflicht: 1. er oder sie soll Sie aufklären, was da von Seiten der Versicherung passiert ist und 2. eine für Sie bessere Lösung erarbeiten.

So wie das hier aussieht, könnte (Achtung: KÖNNTE) die Versicherung in diesem Fall für Sie aufrund der "Diabetesklausel" sogar vollkommen wertlos sein. Das kommt aber auf das Produkt an.

Trotzdem, sonniges Wochenende, ein ziemlich wortkarger ;)

ara
Wer mehr (über mich) wissen möchte -> PN schreiben.
Ohne vernünftige Analyse und Bedarfsermittlung keine Beratung, das gilt auch im Netz. Somit sind meine Aussagen in diesem Forum lediglich ein Denkanstoss und keine endgültige Empfehlung.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »ara« (13. Juli 2008, 11:54)


4

Freitag, 11. Juli 2008, 22:54

Guten Späten Abend,


Vielen Dank zuerst für Ihre Arbeit und einen guten Denkanstoss!


Ja ich werde meinen Makler
in die Pflicht nehmen ,leider ist er erst nächste Woche erreichbar und
ich denke, dass die Versicherung irrt, denn beim welchen Arzt haben die nachgeschaut?

Ich habe sicher kein Diabetes
und mein Schultergelenk hat noch nie ein Schaden gehabt und meinen Sehnen fehlt
sowieso nichts (ich treibe kein Sport, Fußball usw.)und dass ich Epilepsie habe
wusste ich bis jetzt nicht. (nicht böse gemeint)

Mal schauen wie sowas zustande gekommen ist.

Vielen Dank noch mal.

MfG:Informer

5

Freitag, 11. Juli 2008, 23:20

Wat??? "Kerngsund", der Mann und ich schreib mir die Finger wund. ... ;(

Bitte berichten Sie doch über den Ausgang der Geschichte und um Himmels willen machen Sie vom Widerspruchsrecht Gebrauch. Können Sie mir ein PN schreiben, welche Versicherung das war? Bitte nicht öffentlich, sonst kriech ich mgl. Ärger. ...
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limburgerbub

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6

Dienstag, 15. Juli 2008, 15:08

deswegen hatte ich ja geschrieben, sofort widersprechen...hat ja nur die augengeschichte.....wundert mich nur daß der makler selbst noch nichts unternommen hat.......also ich kriege im regelfall immer vorab meldung, falls leistungsauschlüsse vereinbart werden sollen/müssen.......
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7

Mittwoch, 16. Juli 2008, 14:11

Hallo,

habe heute mit meinem Makler geredet und er hat gesagt, dass
die Geschichte mit Meniskus, Achillessehnen und Rotatorenmanschette bei allen Unfallversicherungspolicen
drin steht und ganz normal sei, als ich gedrängt habe den Fall mit der
Versicherung zu klären erst dann war er bereit dies zu tun .

Ok ,dass Diabetesmitwirkung und Anfallsleiden ausgeschlossen
sind das kann ich noch glauben aber der Rest. Frage: was passiert nach dem
Widersprechen Z.B?

Im Versicherungsschein steht, dass man einen Monat Zeit hat um denen Abweichungen
von dem Antrag zu widersprechen, wenn nicht dann gelten die Abweichungen als
genehmigt.

Danke im Voraus!

MfG:Informer

8

Mittwoch, 16. Juli 2008, 16:16

Hallo Informer,

lesen Sie bitte die Standard-Bedingungen des GDV ( AUB 2008 ), diese finden Sie hier http://www.gdv.de/Downloads/allg_Bedingu…SV/AUB_2008.pdf (bitte entfernen, wenn nicht erlaubt).

Das ist nicht allgemein verbindlich, aber die meisten Versicherer legen diese Bedingungen Ihrem "günstigsten" Tarif zu Grunde. Also überdenken Sie die Aussage Ihres Maklers hinsichtlich der "Normalität".

Was nach dem Widersprechen passiert ... Wenn Sie nur den Änderungen widersprechen, wird der Versicherer entweder den Vertrag von sich aus lösen wollen oder er macht Ihnen ein neues Angebot. Wenn Sie dem Vertrag in Gänze widersprechen, dann ist es so, also ob Sie die Versicherung nie gehabt haben bzw. der Vertrag endet (genaueres steht in Ihren Versicherungsbedingungen bzw. im Merkblatt).

Auch hier müsste Ihr Makler Sie unterstützen, das ist nunmal sein Job. Also bleiben Sie am Ball.

Grüße
ara
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mischa

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9

Donnerstag, 17. Juli 2008, 11:29

Einen Vertrag mit derartigen Einschränkungen würde ich niemals unterschreiben. Es gibt genug Alternativen auf dem Markt!
Liebe User, da ich in diesem Forum nicht mehr regelmäßig aktiv bin, können (allgemeine) Fragen an mich über meinen (neuen) Blog gestellt werden: http://www.finanzberater-augsburg.de

Individuelle Beratung: http://www.versicherungsmakler-augsburg.com

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10

Donnerstag, 17. Juli 2008, 14:44

Ihr schreibt immer so drastisch. Aber es stimmt natürlich.
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11

Donnerstag, 17. Juli 2008, 14:49

Da hier keine Gesellschaften oder Tarife genannt werden, brauchen wir kein Blatt vor den Mund nehmen. Klartext also.
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12

Donnerstag, 17. Juli 2008, 15:29

Hallo,


Ich habe den Vertrag mit derartigen Einschränkungen nicht unterschrieben,
sonder damals den Antrag und da standen die Einschränkungen nicht unter Bedingungen.

Der Versicherer hat nur mitgeteilt, dass Versicherungsschein
weicht vom Antrag ab und man kann innerhalb eines Monats diesen Einschränkungen
widersprechen, ansonsten gelten die als genehmigt.

Bis auf mein rechtes Auge(wurde ausgeschlossen weil es nur
10% Sehkraft seit meine Geburt hat ) war ich mit Versicherungsbedingungen
zufrieden, aber die Sehnen, Bänder, Diabetes-Einschränkungen machen mich
stutzig. Nicht, dass der Risikoprüfer da was falsch verstanden hat?

Es ist INTERLLOYD Versicherung Tarif Unfall Protec

So ist es jetzt eine Richtige Versicherungsgesellschaft für mich?,
wenn nein Empfehlungen/ Alternativen zuerst ohne Persönliche Berechnung so aus
Erfahrung sozusagen.

Danke im Voraus!

MfG:Informer

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13

Donnerstag, 17. Juli 2008, 16:19

Nein, Empfehlungen gibt es hier im Forum nicht, nur Rat. Und der muss lauten: Widersprechen Sie, und zwar sofort. Dann können sie immer noch mit Ihrem Vermittler über einen neuen Abschluss verhandeln - oder sich einen anderen suchen. Wenn Sie den Widerspruch verpassen, kommen Sie so schnell nicht mehr aus dem Vertrag raus.
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