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Montag, 7. Juli 2008, 20:18

Invalidität-Wann Gutachten/Reha-Krankenhaustagegeld oder Kurbeihilfe?

Hallo!
Mein Name ist Thomas und habe ein paar Fragen zu meinem Unfall und der Versicherung?
Hatte vor 1 Jahr ein schweren Unfall.Habe Invaliditätsansprüche bei meiner Unfallversicherung gestellt da bleibende Schäden zu erwarten sind.Die UV ist der Meinung das ein Gutachten erst erfolgen kann wenn das Metall aus meinem Rücken entfernt ist und die Behandlung abgeschlossen ist.Wann muß ich meinen Schaden gelten machen,und kann es auch länger als 18 Monate dauern?Da ich dann vor der Metallenfernung wieder gesund bin und arbeite habe ich angst was falsch zu machen.Meine 2 Frage ist was man bei der Reha(nach Krankenhausaufenhalt) beantragen kann?Krankenhaustagegeld oder Kurbeihilfe) Beides steht in meinem Vertrag aber ist eine Reha dann eine Kur?
Danke im vorraus,freue mich auf die Antworten Thomas

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Dienstag, 29. Juli 2008, 15:56

Lies Dir das mal durch, wenn noch Fragen schreibe

Der Leistungsanspruch setzt voraus, dass der Unfall zu einer dauernden Beeinträchtigung der Gesundheit führt. Von Dauer ist die Beeinträchtigung grundsätzlich, wenn zu erwarten ist, dass sie lebenslang andauern wird. Lässt sich dies nicht mit Sicherheit feststellen, so genügt es, wenn sie nach ärztlicher Prognose wenigstens drei Jahre andauern wird. Die Invalidität muss dann innerhalb eines Jahres eingetreten und innerhalb von 15 Monaten ärztlich festgestellt und im gleichen Zeitraum auch schriftlich gemacht worden sein.

Die Höhe der zu zahlenden Versicherungsleistung richtet sich nach der Höhe der vereinbarten Versicherungssumme, dem ermittelten Invaliditätsgrad anhand der Gliedertaxe und anhand der in Betracht kommenden Abzüge, beispielsweise aufgrund dessen, dass Krankheiten oder Gebrechen bei der durch ein Unfallereignis verursachten Gesundheitsschädigung oder deren Folgen mitgewirkt haben. Dann vermindert sich im Falle einer Invalidität der Prozentsatz des Invaliditätsgrades entsprechend dem Anteil der Krankheit in Höhe des Gebrechens.

Der Versicherer zahlt nach einem Unfall den im Versicherungsschein festgelegten Betrag, wenn der Versicherte innerhalb von drei Jahren vom Unfalltage an gerechnet wegen der durch das Unfallereignis hervorgerufenen Gesundheitsschädigung oder deren Folgen eine Kur von mindestens drei Wochen Dauer durchgeführt hat. Bei der Mitwirkung von Krankheit oder Gebrechen mindert sich die Leistung entsprechend.



Kurkostenbeihilfe

Bis zur vereinbarten Summe werden Kosten übernommen, wenn die versicherte Person nach einem Unfall innerhalb von drei Jahren eine Kur zur Erholung von den Unfallfolgen antritt und die Kosten nicht von einem gesetzlichen Unfallversicherer übernommen werden. Der Versicherte muss nachweisen, dass die Kur medizinisch notwendig ist und in Zusammenhang mit dem Unfall steht.

Bei Mitversicherung des Krankenhaustagegeldes erfolgt eine Zahlung für jeden Kalendertag eines aufgrund eines Unfalles notwendigen medizinisch vollstationären Heilbehandlungsaufenthalts. Nicht geleistet wird für Aufenthalte in Kuranstalten, Sanatorien oder Erholungsheimen.

Fälligkeit der Leistungen

Der Versicherer ist verpflichtet, innerhalb eines Monats, bei einem Invaliditätsanspruch innerhalb von drei Monaten, zu erklären, ob und in welcher Höhe er einen Anspruch anerkennt. Die Fristen beginnen mit dem Eingang der Unterlagen. Diese Unterlagen bestehen aus dem Nachweis des Unfallhergangs und der Unfallfolgen sowie beim Invaliditätsanspruch zusätzlich in dem Nachweis über den Abschluss des Heilverfahrens, soweit es für die Bemessung der Invalidität notwendig ist. Die ärztlichen Gebühren, die zur Begründung des Leistungsanspruches entstehen, werden seitens des Versicherers bei Invalidität bis zu 5 ‰ der versicherten Jahresrente, bei Krankenhaus-Tagegeld bis zu einem Krankenhaustagegeldsatz übernommen.

Der Versicherer verpflichtet sich zu einer Leistung innerhalb von zwei Wochen, wenn der Anspruch anerkannt wird oder man sich mit dem Versicherungsnehmer über Grund und Höhe der Leistung geeinigt hat.

Steht die Leistungspflicht zunächst nur dem Grunde nach fest, so wird ein angemessener Vorschuss geleistet. Vor Abschluss des Heilverfahrens kann eine Invaliditätsleistung innerhalb eines Jahres nach dem Unfall nur bis zur Höhe der vereinbarten Todesfallsumme beansprucht werden.

Versicherer und Versicherungsnehmer sind berechtigt, den Grad der Invalidität jährlich, längstens bis zu drei Jahren nach dem Unfall erneut ärztlich bemessen zu lassen. Bei Kindern bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres verlängert sich diese Frist von drei auf fünf Jahre. Dieses Recht muss seitens des Versicherers gleichzeitig mit der Erklärung über die Leistungspflicht und seitens des Versicherungsnehmers spätestens drei Monate vor Ablauf der Frist ausgeübt werden. Ergibt die endgültige Bemessung eine höhere Invaliditätsleistung, als der Versicherer bereits erbracht hat, so ist der Mehrbetrag mit 5 Prozent jährlich zu verzinsen.

Zur Prüfung der Voraussetzung für den Rentenbezug ist der Versicherer berechtigt, Lebensbescheinigungen anzufordern. Wird die Bescheinigung nicht unverzüglich übersandt, ruht die Rentenzahlung ab der nächsten Fälligkeit.

Der Versicherungsnehmer besitzt keinen Anspruch auf Versicherungsschutz, wenn er den Anspruch auf die Leistung nicht innerhalb von sechs Monaten gerichtlich geltend gemacht hat, nachdem der Leistungsanspruch vom Versicherer abgelehnt wurde.

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