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Montag, 9. Februar 2015, 15:28

Kanadierin, Selbstaendig, Wie Komme ich aus der Rentenversicherung heraus?

Guten Tag!

Ich bin vor 3 Jahren aus privaten Gruenden von Kanada nach Deutschland gezogen. Ich arbeite selbstaendig als Consultant fuer ein Kunde in Kanada (der Vertrag mit mein Kunde macht es sehr klar dass ich NICHT scheinselbstaendig bin), habe keine Angestellten, und verdiene von meiner Selbstaendiger Taetigkeit mehr als 450 Euro im Monat. Als ich in Deutschland angekommen bin, habe ich mich fuer 3 Jahre von der Rentemitgliedschaft befreit; diese 3 Jahre sind Dezember 2014 abgelaufen. Mein Plan war, mehrere Vertraege zu bekommen und ein paar Leute anzustellen. Dann wurde ich unerwartet schwerkrank. Ich arbeite immer noch, aber nur ungefaehr 8-10 Stunden im Monat. Ich habe nebenbei auf einer Fachhochschule etwas unterrichtet, aber mache es nicht weiter da ich jeden dritten Tag 5 Stunden an einer Maschine angeschlossen bin um am Leben zu bleiben. Mein Facharzt moechte dass ich ueberhaupt nicht arbeite, aber finanziel klappt dass fuer mich nicht. Ich bin inzwischen als Schwerbehindert eingestuft.

Ich werde mit 62 Jahren eine Rente aus Kanada bekommen (bin jetzt 47). Zusaetzlich habe ich habe genuegend Kapital fuer mein alter gespart. Ich moechte nicht in der Deutschen Rentenversicherung Beitraege bezahlen, da ich mit meinen jetztigen Verdiensten und Zinseinkommen nur sehr knapp finanziel ueber die Runden komme. Die zusaetzlichen 15% (?) Rentenbeitraege wuerden mich finanziel ins rote schmeissen; da muesste ich an mein Kapital heran, dass eigentlich fuer meine Rentejahre gedacht ist, um mein Lebensunterhalt zu finanzieren.

Ich habe ein schreiben von der Deutschen Rentenversicherung bekommen, dass ich unter 2 Nr. 9 des Sechstes Buches ein Mitglied in der Rentenversicherung werden muss, es sei dann, ich verdiene weniger als 450 Euro im Monat, was bei mir nicht der Fall ist.

Kennt einer von Euch Moeglichkeiten fuer jemand in meiner Situation um:

1. Aus dieser Rentenmitgliedschaft komplet herauszukommen? Vielleicht irgendwie wegen meiner Kanadischen Rente? Macht es finanziel Sinn meinen Lebenspartner mit dem ich wohne als Arbeiter anzustellen um aus dieser Renten Mitgliedschaft herauszukommen, und wenn ja, wieviel Geld muss ich ihn bezahlen/wie?
2. Wenn (1) nicht moeglich ist, gibt es optionen, die Beitraege zu reduzieren? Vielleicht wegen meinem Schwerbehinderten Status oder meiner Kanadischen Rente?
3. Koennte ich waehlen, anstelle von in der Deutschen Rente, in der Kanadischen Rente weiter einzuzahlen? Da sind die Beitraege viel geringer und mann bekommt dafuer eine vernuenftige Rente die nicht von den jetztigen Arbeitern bezahlt wird, sondern von den eigenen Beitraege finanziert ist.

Sorry um mein Deutsch, und vielen Dank im Voraus!

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 538

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1

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2

Dienstag, 10. Februar 2015, 15:45

Hallo,

ich konnte ihnen - wie ich meine - schon zweimal gut weiterhelfen. In diesem Punkt kann und möchte ich es nicht.

Eine Pflichtmitgliedschaft in der Deutschen Rentenversicherung halte ich in Ihrer gesundheitlichen und sonstigen Situation für außerordentlich sinnvoll, da sie so wenigstens Minimalabsicherungen für Erwerbsunfähigkeit und Rehabilitationsleistungen erhalten können. Die Altersrente ist nur ein Teil der Leistungen.

Viel Glück

Barmer

3

Dienstag, 10. Februar 2015, 20:33

Hallo!

Vielen dank fuer Ihre Antwort, ich lege einen sehr hohen Wert auf Ihren Rat.

Was mir nicht klar ist, was bekomme ich dafuer, dass ich jeden Monat 18.xx% von meinen selbstaendigen Einkommen einzahle?

Ich kann mit 62 eine Deutsche Rente bekommen. Da ich aber schon 47 bin, und sowieso nicht so lange leben werde wie der Durchsnittsmensch, bekomme ich mein eingezahltes 18% auf dieser Weise warscheinlich nicht zurueck.

Da meine Krankheit unheilbar ist, glaube ich nicht, dass Rehabilitation mir etwas bringt, sonst haette es mein Facharzt bestimmt schon empfohlen. Und wenn ich sie heilen koennte, haette ich es sowieso laengst auf eigene Kosten gemacht.

Angehoerige habe ich keine. Also auch da nichts.

Da bleibt die Erwerbsminderungs Rente. Da muss ich mich beraten lassen, aber ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die DRV mir ploetzlich eine Erwerbsminderungs Rente bezahlen wuerde.

Sind da noch andere Vorteile an die ich nicht gedacht habe?

Viele Gruesse

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