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1

Mittwoch, 11. Mai 2011, 14:49

Zweitstudium mit 29Jahren, Wechsel GKV->PKV möglich?

Hallo zusammen,

vorweg kurz zu meiner Situation:
Ich (29 Jahre) bin seit dem 01.04.2011 eingeschrieben als Student. Momentan arbeite ich jedoch noch Vollzeit bis zum 01.10.2011. Ab diesem Zeitpunkt beschränkt sich die Arbeitszeit auf max. 20 Stunden (Nettolohn: ca. 1000Euro). Nun meine Fragen..
- Ist für mich ein Wechsel in die PKV generell möglich? Aus einem Gespräch mit einem Versicherungsfachmann ging hervor das man nur in die PKV als Student wechseln kann wenn das Einkommen unter 400Euro bleibt. (Soll irgendwie mit der Pflegeversicherung zusammenhängen?) Das halte ich erstmal für falsch. Sicherlich wird es Versicherungen geben die diese Grenze haben, aber genauso sollte es auch welche ohne geben oder? Aus meiner Sicht ist nur die Stundenzahl <20 als Student zu beachten?
- Als Student muss man sich in den ersten 3 Monaten entscheiden ob man PKV oder GKV versichert sein möchte. Wie sieht das in meinem Fall aus? Offiziell gelte ich ja, weil ich bis zum 1.10 mehr als 20 Stunden arbeite, erst ab dem 1.10 als Student oder nicht?

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Viele Grüsse,
Pankoke

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 598

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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2

Mittwoch, 11. Mai 2011, 23:50

Da geht einiges durcheinander. Vorab: die Regelungen sind im SGB V (bzw. in den gemeinsamen Auslegungen der Spitzenverbänder der GKV) festgelegt, da gibt es keine Ausnahmen nach Kasse. Wenn eine private Krankenversicherung möglich ist (s.u.), gelten allerdings die Annahmerichtlinien des Unternehmens.

Normalerweise wird man als Student pflichtversichert in der GKV. Bei einem Zweitstudium tritt allerdings in der Regel keine Pflichtversicherung mehr ein. Also wäre eine private Krankenversicherung als Student möglich.

Bei den bisher genannten Einkommen geht bis 1.10. aber die Pflichtversicherung als Arbeitnehmer vor. Danach wäre zu prüfen, ob das Studium vorrangig ist und für die Beschäftigung das Werkstudentenprivileg gilt. Wenn es sich um die gleiche Beschäftigung wie vorher handelt, könnte man aber auch die Meinung vertreten, dass die Beschäftigung weiter Vorrang hat und das Studium daneben her läuft. (Das wäre auch die preiswertere Lösung, weil der Arbeitgeber die Hälfte zahlt. Ich halte wenig von einer PKV für einen Studenten und zwar für alle Beteiligten.) Entschieden werden diese Fragen von der GKV.

Wenn Versicherungsfreiheit als Student vorliegt, hat man 3 Monate Zeit sich für eine freiwillige Weiterversicherung in der GKV oder eine PKV zu entscheiden. Wenn man eine PKV findet, die einen aufnimmt.

Barmer

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Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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3

Mittwoch, 11. Mai 2011, 23:51

falsches Brett

.. und natürlich gehört das ins Brett "GKV".

4

Donnerstag, 12. Mai 2011, 07:55

--> schieb
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
http://www.lamers-gmbh.eu/ http://www.lamers-gmbh.de/ https://www.debeka.de/svb/butzbach/index.html

5

Donnerstag, 12. Mai 2011, 10:41

Da geht einiges durcheinander. Vorab: die Regelungen sind im SGB V (bzw. in den gemeinsamen Auslegungen der Spitzenverbänder der GKV) festgelegt, da gibt es keine Ausnahmen nach Kasse. Wenn eine private Krankenversicherung möglich ist (s.u.), gelten allerdings die Annahmerichtlinien des Unternehmens.

Normalerweise wird man als Student pflichtversichert in der GKV. Bei einem Zweitstudium tritt allerdings in der Regel keine Pflichtversicherung mehr ein. Also wäre eine private Krankenversicherung als Student möglich.

Bei den bisher genannten Einkommen geht bis 1.10. aber die Pflichtversicherung als Arbeitnehmer vor. Danach wäre zu prüfen, ob das Studium vorrangig ist und für die Beschäftigung das Werkstudentenprivileg gilt. Wenn es sich um die gleiche Beschäftigung wie vorher handelt, könnte man aber auch die Meinung vertreten, dass die Beschäftigung weiter Vorrang hat und das Studium daneben her läuft. (Das wäre auch die preiswertere Lösung, weil der Arbeitgeber die Hälfte zahlt. Ich halte wenig von einer PKV für einen Studenten und zwar für alle Beteiligten.) Entschieden werden diese Fragen von der GKV.

Wenn Versicherungsfreiheit als Student vorliegt, hat man 3 Monate Zeit sich für eine freiwillige Weiterversicherung in der GKV oder eine PKV zu entscheiden. Wenn man eine PKV findet, die einen aufnimmt.
Vielen Dank für ihre Hilfe. Ein paar Fragen bleiben.
Also ich überlege (versuche )in die PKV zu wechseln da ich Lehramt studiere. Daher hoffe ich das ich verbeamtet werde und somit in die PKV muss. Es wäre doch sinnvoll nun direkt in die PKV zu wechseln da ich "noch" keine Beschwerden vorweise. Oder sehe ich das etwas falsch? Der Beitrag müsste auch in etwa gleich liegen (ca. 150Euro).
Für mich wird ab dem 1.10 ganz klar das Studium im Vordergrund stehen (<20Std. davon Arbeit am WE). Da die Arbeit mit dem Studium nicht zusammenhängt (Softwareentwickler vs. zukün. Lehrer) und ich spätestens nach 1 Jahr mich voll auf das Studium komzentriere, sehe ich da erstmal keine Problem das die Arbeit im Vordergrund stehe sollte.

Merger

Fortgeschrittener

Beiträge: 243

Wohnort: Großraum Kaiserslautern / Rheinland-Pfalz

Beruf: Versicherungsfachmann

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6

Freitag, 13. Mai 2011, 10:01

Da geht einiges durcheinander. Vorab: die Regelungen sind im SGB V (bzw. in den gemeinsamen Auslegungen der Spitzenverbänder der GKV) festgelegt, da gibt es keine Ausnahmen nach Kasse. Wenn eine private Krankenversicherung möglich ist (s.u.), gelten allerdings die Annahmerichtlinien des Unternehmens.

Normalerweise wird man als Student pflichtversichert in der GKV. Bei einem Zweitstudium tritt allerdings in der Regel keine Pflichtversicherung mehr ein. Also wäre eine private Krankenversicherung als Student möglich.

Bei den bisher genannten Einkommen geht bis 1.10. aber die Pflichtversicherung als Arbeitnehmer vor. Danach wäre zu prüfen, ob das Studium vorrangig ist und für die Beschäftigung das Werkstudentenprivileg gilt. Wenn es sich um die gleiche Beschäftigung wie vorher handelt, könnte man aber auch die Meinung vertreten, dass die Beschäftigung weiter Vorrang hat und das Studium daneben her läuft. (Das wäre auch die preiswertere Lösung, weil der Arbeitgeber die Hälfte zahlt. Ich halte wenig von einer PKV für einen Studenten und zwar für alle Beteiligten.) Entschieden werden diese Fragen von der GKV.

Wenn Versicherungsfreiheit als Student vorliegt, hat man 3 Monate Zeit sich für eine freiwillige Weiterversicherung in der GKV oder eine PKV zu entscheiden. Wenn man eine PKV findet, die einen aufnimmt.


Vielen Dank für ihre Hilfe. Ein paar Fragen bleiben.
Also ich überlege (versuche )in die PKV zu wechseln da ich Lehramt studiere. Daher hoffe ich das ich verbeamtet werde und somit in die PKV muss. Es wäre doch sinnvoll nun direkt in die PKV zu wechseln da ich "noch" keine Beschwerden vorweise. Oder sehe ich das etwas falsch? Der Beitrag müsste auch in etwa gleich liegen (ca. 150Euro).

Solange Sie sich im Studium für ein Lehramt befinden können Sie in der PKV lediglich eine Anwartschaftsversicherung abschließen. Das bedeutet heutige Gesundheitsprüfung und Versicherungsschutz aktivieren, wenn Sie Studienreferendar werden.


Für mich wird ab dem 1.10 ganz klar das Studium im Vordergrund stehen (<20Std. davon Arbeit am WE). Da die Arbeit mit dem Studium nicht zusammenhängt (Softwareentwickler vs. zukün. Lehrer) und ich spätestens nach 1 Jahr mich voll auf das Studium komzentriere, sehe ich da erstmal keine Problem das die Arbeit im Vordergrund stehe sollte.
Viele Grüße!

Barmer

Versicherungsberater

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7

Samstag, 14. Mai 2011, 00:30

Die Überlegungen von Pankoke sind nachvollziehbar.

Nur der Vollständigkeit halber: Man muss als Beamter nicht in die PKV, in aller Regel empfiehlt es sich aber. Es kann aber sinnvoll sein, als Referendar noch in der GKV zu bleiben, weil man bei Lücken zwischen Referendariat und Übernahme je nach Familiensituation dann günstiger versichert ist. Das geht aber nicht mehr, wenn man vorher PKV-versichert war.

Die Anwartschaftsversicherung wäre eine Möglichkeit, den Gesundheitszustand zu konservieren - hier muss man aber die Beiträge und die Wechselbedingungen vergleichen.

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