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Dienstag, 28. November 2017, 11:18

Unterschiedliche KV-Beiträge hauptberufl.vs nebenberufl.Selbständiger und freiwilliger Mitgliedschaft?

Spielt es eine Rolle, ob man (in Bezug auf die Krankenversicherungsbeiträge) hauptberuflich oder nebenberuflich selbständig ist?

Angenommen man verdient als hauptberuflich Selbständiger 20000 Euro im Jahr.

Dann muss man doch die gleichen Krankenversicherungsbeiträge zahlen wie wenn man 20000 Euro im Jahr als nebenberuflich Selbständiger
tätig ist (und (jeweils) keine sonstige Festanstellung hat), oder?

Kann man in beiden Fällen freiwilliges Mitglied sein?

Die Klassifikation als nebenberuflich oder hauptberuflich Selbständiger erfolgt doch nach der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit
(und nicht nach der Höhe des Einkommens).
Meines Wissens ist die Grenze doch 20 Stunden/Woche, oder?

Was ist, wenn man die Projekt/Auftragslage im zukünftigen Jahr nur schwer einschätzen kann?

Empfiehlt es sich dann besser zu niedrig zu schätzen und sich als nebenberuflich Selbständiger klassifizieren zu lassen?

D.h. ist es erstrebenswert sich als nebenberuflich Selbständiger klassifizieren zu lassen oder gibt es dadurch irgendwelche Nachteile?

Peter

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 587

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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Dienstag, 28. November 2017, 19:59

Hallo,

Nein, eben nicht.

Nebenberuflich selbstständig kann man nur sein, wenn man den größten Teil seiner Arbeitszeit entweder eine Anstellung hat oder mit Kinderbetreuung, Haushalt, Pflege von Angehörigen, Studium o.ä. ausgelastet ist. Wenn man nur deshalb unter 20 Wochenstunden bleibt, weil die Auftragslage schlecht ist, ist man trotzdem hauptberuflich selbstständig.

Als nebenberuflich Selbstständiger und freiwillig Versicherter zahlt man nach dem tatsächlichen Einkommen, mindestens den Mindestbeitrag.

Als hauptberuflich Selbstständiger gibt es als Regelbeitrag den Höchstbeitrag. Reduzierungen sind zu beantragen, aber auch dann gelten höhere Mindestbeiträge. Besonderheiten gibt es auch für Existenzgründer.
Unbefriedigend ist vor allem, dass die Beiträge zunächst aufgrund des letzten Einkommensteuerbescheids zu zahlen sind und nicht nach dem tatsächlichen Einkommen. Bisher sind Beitragsnachforderungen möglich, aber keine Beitragsreduzierungen, wenn die Einkommen höher bzw. niedriger sind. Ab 2018 sollen die Beiträge immer rückwirkend nach dem tatsächlichen Einkommen festgesetzt werden.

Wegen der höheren Mindestbeiträge wird es aber oft dabei bleiben, dass der hauptberuflich Selbstständige mehr zahlt.

Viel Glück

Barmer

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