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Montag, 4. September 2017, 11:43

Fragen zur Rückkehr in die GKV

Hallo zusammen,

per Zufall bin ich auf dieses Forum gestoßen und nachdem ich gesehen habe, dass eine Vielzahl an Fragen wirklich gut beantwortet wurden dachte ich, dass ich hier mit meinem Problem richtig bin :)

Vorgeschichte: Ich war bis zum 28.08.2017 PKV versichert, das Unternehmen ist aufgrund von Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht vom Vertrag zurückgetreten. Da ich vermutlich keine andere Wahl habe, als in den Basistarif zu wechseln (mein Makler versucht zwar eine Kündigungsrücknahme zu erwirken, aber das ist (denk ich) eher unwahrscheinlich und ein Wechsel zu einer anderen PKV wohl aufgrund der VU-Kündigung auch eher eine Wunschvorstellung), wäre mein mittelfristiges Ziel wieder in die GKV zu wechseln.

Nun meine Fragen:

1. Wielange muss ich versicherungspflichtig sein, um wechseln zu können? Kann ich sobald ich 1 Jahr unter die Jahresentgeldgrenze falle wieder zurück in die GKV oder müssen es mehrere Jahre (2,3,...) sein?

2. Wird Krankengeld, welches von der PKV gezahlt wurde und nun (vermutlich) zurückgefordert werden wird auf die Jahresentgeldgrenze angerechnet?

3. Stimmt es, dass bei einem Wechsel von der PKV zurück in die GKV die Krankenkasse einen auch nicht versichern muss?



Vielen Dank und viele Grüße
Melanie

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 574

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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2

Samstag, 9. September 2017, 21:22

Hallo,

zu 1.) seit einigen Jahren reicht eine beliebig kurze Pflichtversicherung, um automatisch freiwillig weiter versichert zu werden. Die Vorversicherung von 12 Monaten steht zwar noch im SGB V, ist aber nur noch für Sonderfälle nötig. Also 1 Monat reicht auf jeden Fall.

zu 2.) nein. Aber was hat das mit dem Problem zu tun ?

zu 3.) bei Eintritt von Pflichtversicherung haben Sie die freie Wahl unter den Kassen.

Lassen Sie Ihren Makler mal machen, vielleicht erreicht er eine Prämienerhöhung, wenn die verschwiegene Erkrankung grundsätzlich versicherbar gewesen wäre.

Viel Glück

Barmer

3

Dienstag, 12. September 2017, 10:00

Hallo,

vielen Dank für die Antworten:

zu 1.) das ist gut zu wissen, vielen Dank.

zu 2.) ich war in diesem Jahr im Krankengeld, wenn dies nicht angerechnet wird ist doch mein Einkommen dieses Jahr geringer oder? Beispiel: die Versicherungspflichtgrenze liegt z.B. bei 10.000€, ich verdiene 15.000, also müsste ich theoretisch 5001€ weniger verdienen, damit ich wieder in die GKV wechseln kann, richtig? Wenn ich nun aber 15.000€ bekommen habe, von denen 2.000€ Krankengeldzahlung waren (was nicht angerechnet wrid), müsste ich doch "nur" noch 3.001€ weniger verdienen, um in die GKV zu wechseln, oder mache ich einen Denkfehler? Hintergrund ist der, dass ich überlege durch eine Einmalzahlung in die BAV mein Gehalt soweit zu drücken, dass ich in die GKV wechseln kann.

zu 3.) auch das ist gut zu wissen.



Vielen Dank und Grüße

Melanie

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 574

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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4

Dienstag, 12. September 2017, 14:29

Hallo, jetzt habe ich die Frage 2 verstanden.

Entscheidend ist das regelmäßige Entgelt aus einer Beschäftigung. Mit Wiederaufnahme nach Krankheit ist das regelmäßige Entgelt ja wieder das hochgerechnete Jahreseinkommen.

Mit der Gehaltsumwandlung funktioniert es prinzipiell, aber bei einer Einmalzahlung könnte man wieder die Regelmäßigkeit in Frage stellen.

Zuverlässig funktioniert nur eine Gehaltsreduzierung über Arbeitszeitverkürzung, ohne dass die Dauer von vornherein festgeschrieben wird. Am besten auch noch über einen Jahreswechsel. Dabei ist es nicht erforderlich, dass das Jahreseinkommen unter die Jaeg kommt, es kommt auf das hochgerechnete Monatseinkommen an.

Sie müssen das Ganze zuallererst mit Ihrem Arbeitgeber klarmachen und der muss auch die Vorschriften richtig kennen. Das ist leider nicht immer der Fall.

Viel Glück

Barmer

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