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Sonntag, 5. Februar 2012, 13:07

Unfall mit Fremdwagen, Haftpflichtversicherung nur auf Eigentümer festgeschrieben, Strafprämie erhoben

Hallo ihr Lieben,
bin neu hier.

Also ich schildere mal kurz meine Lage:
Ein Freund von mir hat seinen Führerschein verloren.
Jedenfalls hat er mich um eine Überfahrt zu seiner Garage gebeten weil das Auto abgemeldet werden sollte.

Es war frostig an dem Tag und jedenfalls haben wir einen Unfall gebaut. Wie schwer der Unfall war ist auch erstmal irrelevant,
aber der Schaden am Unfall"gegner" belief sich auf 300 Euro Eigenanteil um den es hier auch nicht gehen soll.



Nur er ist als Fahrer bei seiner Versicherung eingetragen!


Nun hat er von seiner Versicherung eine Strafprämie von 2400 Euro aufgebrummt bekommen. Allerdings kann ich dieses Geld einfach nicht bezahlen.
Woher denn? Ich bin 18 Jahre alt und fange demnächst erst meine Ausbildung an, dementsprechend ist das wohl schlecht möglich.

Meine Eltern sind keine Option!

Ich überlege jetzt ob ich mit der Annahme richtig gehe, das diese ganze Situation grobe Fahrlässigkeit meines Freundes war, weil er mich ja hat fahren lassen richtig?
Er hätte mich ja in diesem Wissen nicht fahren lassen dürfen. Bedeutet das, das ich keine Haftung für die Strafprämie übernehmen muss?

Der Eigenanteil ist privat bezahlt worden, als Gefälligkeit weil ich den Unfall ja verursacht habe und nicht er. Ebenfalls habe ich seinen Unfallwagen abgekauft, weil eine Reperatur sich sowieso nicht lohnen würde. Das Auto wäre verkaufsreif 500-600 Euro wert und die Reperatur um die 2000 Euro. (Hat übrigens nichtmal nen Motorschaden :D ist prinzipiell fahrbereit.)

Wenn ich der Mutter meines Freundes jetzt die Zahlung der Strafprämie verweigere, bin ich rechtlich gesehen auf der sicheren Seite?
Ich meine sein wir mal ehrlich, hätte er mir gesagt das seine Versicherung eine 4 Stellige Strafprämie verlangt nur wenn uns in diesem Auto was passiert, hätte ich ihm die Schlüssel gegeben und mich 50km vom Auto entfernt.

Was meint ihr?


Liebe Grüße,
Florian

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Vecelinus« (5. Februar 2012, 13:12)


Barmer

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2

Sonntag, 5. Februar 2012, 14:04

Hallo,

auf keinen Fall musst Du die Strafprämie zahlen. Denn das ist ja kein Schaden, den Du verursacht hast.

Er hat mit seiner Versicherung bestimmte Fahrer vereinbart (nur sich selbst) und Dich um einen Gefallen gebeten, nämlich zu fahren und damit hat er die Vereinbarung mit seiner Versicherung verletzt. Alles sein Problem.

Die Fahrervereinbarung sieht in der Regel Ausnahmen für Notfälle vor (z.B. Krankenfahrten). Hätte er sich vorher mit der Versicherung verständigt, ob die Überführung nach Führerscheinverlust auch ein Notfall ist, hätte das wahrscheinlich sogar geklappt. Nachträglich sind Versicherungen da eher zugeknöpft. Hat er das Problem der Versicherung geschildert ?

Du bist auf der sicheren Seite !

Viel Glück

Barmer

3

Montag, 6. Februar 2012, 18:16

Vielen dank für die Antwort! Dann lag ich ja garnicht so falsch.





Grüße,

Vecelinus

4

Donnerstag, 9. Februar 2012, 11:16

Hallo,

kommen wir zum größeren Problem des ganzen:



Mein Freund möchte jetzt über den Schaden am Hyundai (Unfallfahrzeug) den ich abgekauft und verkauft habe, soviel Geld rausschlagen wie möglich für die Strafprämie.

Das ist jetzt nicht grundlegend eine Versicherungsfrage aber vielleicht könnt ihr mir ja trotzdem helfen.



Rechtlich gesehen muss ich doch auch diesen Schaden nicht zahlen oder? Erst recht nicht wenn sie mir KEINE Rechnung vorlegen können sondern nur einen Kostenvoranschlag oder?

Da müsste ich ja eigentlich auf der sicheren Seite sein hoffe ich.





Grüße,

Vecelinus

Matthiashase

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5

Donnerstag, 9. Februar 2012, 13:06

Wo will er denn Geld rausschlagen? Du hast ihm doch schon das Unfallfahrzeug für einen bestimmten Preis abgekauft und er hat das Geld bekommen. Die ganze Geschichte hört sich sehr seltsam an.

Gruß
Matthias

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6

Donnerstag, 9. Februar 2012, 17:30

hallo,

dein "freund" will für einen fehler den er begangen hat kohle von dir haben.
ich an deiner stelle hätte ihn längst unfrei auf den mond geschossen.
er war in der verpflichtung seinem versicherer einen weiteren fahrer zu melden. das hat er nicht gemacht => pech gehabt. sein fehler => sein strafbeitrag!
er kann dir auf knien danken dass du ihm seine schrottkarre abkaufst.
warum du das macht ist mir übrigens auch ein rätsel. der typ zieht dich mit allen mitteln über den tisch!

snake

7

Donnerstag, 9. Februar 2012, 21:58

Um des nochmal einfacher verständlich zu machen:
Er hat nur einen Kostenvoranschlag der Reperatur, und will jetzt darauf hinaus das ich diesen Schaden ja verursacht habe. (Das Auto ist weg!)
Sie können mir aber keine Rechnung vorlegen, weil sie dieses Auto ja niemals reparieren lassen werden.

Ich wollte nur wissen ob das rechtlich angreifbar ist. Es könnte ja gut möglich sein das es da ein Schlupfloch für ihn gibt, das mich dazu zwingt den verursachten Schaden zu bezahlen.
Allerdings weiß ich jetzt das dies zwar unter ganz komischen Umständen möglich wäre, ich aber selbst dann nur den Wiederbeschaffungswert zahlen müsse.

Naja, was heißt er zieht mich über den Tisch? Natürlich hat er eine Vertragsverletzung begangen, aber den Unfall hab ja ich verursacht. Deswegen sieht er es nicht ein auf dem ganzen Schaden sitzen zu bleiben. Weil er kein Einkommen hat
wird er 100% einen 30 Jahres Titel bekommen und einen schönen Eintrag. Ich bezeichne das alles ganz gern als moralisches Dilemma.
Das Auto hab ich abgekauft damit ich mich A) nicht mehr so gefühlsmäßig fertig mache und B) damit er vielleicht eine kleine finanzielle Hilfe bekommt, denn seine Eltern sind anscheinend wohl ebenfalls keine Option.

Allerdings hab ich mal gelernt das ich mir von Moral nichts kaufen kann, auch wenns hart klingt.
Danke für die weiteren Antworten!


Grüße,
Vecelinus

Matthiashase

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8

Donnerstag, 9. Februar 2012, 22:13

Lass dich nicht von ihm fertig machen. Man hat keinen Anspruch auf die Bezahlung der Reparatur einer Sache, wenn die Reparatur deutlich teurer ist als der Restwert der Sache. Und dass er kein Einkommen hat ist doch nicht dein Problem.

Barmer

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9

Freitag, 10. Februar 2012, 13:00

Hallo,

vielleicht stehe ich auf der Leitung, aber ganz verstanden habe ich den Ablauf nicht.

Oben schreibst Du, Du hast den Eigenanteil bezahlt (welchen ?), dann hast Du ihm den Unfallwagen abgekauft (zum Restwert oder zum Wert, den er vorher hatte ?).

Und jetzt geht es noch um Reparaturkosten von 2000 EUR, die ja auch eine Versicherung nie gezahlt hätte bei einem Wert von 600 EUR ? Und wo ist denn der Wagen jetzt ?

Gruss
Barmer

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