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Donnerstag, 17. September 2015, 13:59

Bescheinigung nach § 5 Abs. 7 PflVersG und "zurückgekaufte" Haftpflichtschäden

Eine einfachere Frage, die ich mir als Laie aber nicht beantworten kann, da die Versicherungen sich, im Einzelfall oder generell, weigern, beim Versicherungswechsel innerhalb Deutschlands die Schadensbescheinigung nach § 5 Abs. 7 PflVersG

"Das Versicherungsunternehmen hat dem Versicherungsnehmer bei
Beendigung des Versicherungsverhältnisses eine Bescheinigung über dessen
Dauer, die Anzahl und Daten während der Vertragslaufzeit gemeldeter
Schäden, die zu einer Schadenzahlung oder noch wirksamen
Schadenrückstellung geführt haben, auszustellen; ist die Rückstellung
innerhalb einer Frist von drei Jahren nach ihrer Bildung aufgelöst
worden, ohne daß daraus Leistungen erbracht wurden, so hat der
Versicherer auch hierüber eine Bescheinigung zu erteilen. Während des
Versicherungsverhältnisses hat das Versicherungsunternehmen dem
Versicherungsnehmer jederzeit eine Bescheinigung nach Satz 1 innerhalb
von 15 Tagen ab Zugang des entsprechenden Verlangens bei dem
Versicherungsunternehmen zu erteilen."


an den Versicherungsnehmer herauszurücken; dies ist klar ein Rechtsbruch, denn die Bestimmung ist eindeutig:

"Das Versicherungsunternehmen hat dem VERSICHERUNGSNEHMER bei
Beendigung des Versicherungsverhältnisses eine Bescheinigung..."

Dennoch wird das verweigert, mit dem Argument der "Unüblichkeit", und die Bescheinigung wird an den Folgeversicherer gesandt, auch Fotokopie wird verweigert.

Daher habe ich eine solche Bescheinigung in meinem Leben noch nicht gesehen und weiss daher nicht, wie die inhaltlich "aussieht".

Die gesetzl. Bestimmung ist mir unklar:

"...Bescheinigung über dessen
Dauer, die Anzahl und Daten während der Vertragslaufzeit GEMELDETER
Schäden, DIE zu einer SCHADENZAHLUNG oder noch wirksamen
Schadenrückstellung GEFÜHRT haben, auszustellen; ist die Rückstellung
innerhalb einer Frist von drei Jahren nach ihrer Bildung AUFGELÖST
worden, ohne daß daraus Leistungen erbracht wurden, so hat der
Versicherer AUCH HIERÜBER eine Bescheinigung zu erteilen".

1) Mal abgesehen von der Schadenrückstellung, die total unklar ist - wird für einen Schaden von 450 euro eine Rückstellung gebildet und dann, bei Rückkauf aufgelöst, also erschiene hierüber ein Vermerk in der Bescheinigung, nach Gesetzestext? -,

2) ist auch der erste Satzteil des Gesetzestext völlig unklar, denn ein hernach rückgekaufter Schaden WURDE ja erst einmal gemeldet und HAT zu einer Schadenzahlung geführt, die dann aber nachträglich vom Versicherungsnehmer erstattet/ersetzt/rückgekauft wurde:

Nach meinem laienhaften Verständnis des Gesetztestextes würden also auch rechtzeitig zurückgekaufte Bagatellschäden, die NICHT zu einer Rabatt-Rückstufung geführt haben, in diesen Bescheinigungen auftauchen, u.U. nach 1), aber noch wahrscheinlicher nach 2).

Interessant ist, dass eine ausführliche Internetrecherche zu diesem Thema vollumfänglich schweigt: Offensichtlich handelt es sich um Geheimwissen, das die Versicherungsnehmer nicht erfahren sollen.

Möchte hier ein Insider sein Wissen preisgeben?

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »helm20« (17. September 2015, 14:03)


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