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Dienstag, 20. März 2012, 12:53

Versicherer kündigt rückwirkend

Wer hat Ahnung von Versicherungs-Vertragsrecht

Schlechte Erfahrungen mit einer Direkt Versicherung

Zu
1.) Am 10.01.2012 ging der Antrag auf Auto-Versicherung im Hause
…..Direkt ein. Auf diesem wurde die monatliche Zahlweise angekreuzt,
jedoch keine Einzugsermächtigung erteilt.

Zu 2.) Die Police
wurde angeblich am 17.01.2012 mit jährlicher Zahlweise per Überweisung
und dem Hinweis, dass die unterjährige Zahlweise nur per
Einzugsermächtigung möglich ist erstellt.
Anmerkung::::: Diese ist hier aber nie angekommen, so das man vom Inhalt der Police keinerlei Kenntnis hatte.

Zu
3.) Am 07.02.2012 ging dann der Rückfragebogen mit Angaben zum
aktuellen km-Stand, jedoch ohne erteilte Einzugsermächtigung, ein.

Zu
4.) Laut Telefonat mit Ihrem Ehemann am 11.02.2012 wollten Sie die
Monatsbeiträge für Januar und Februar überweisen und uns eine
schriftliche Einzugsermächtigung zukommen lassen.

Zu 5.) Die
Überweisung von 49,00 Euro ging dann am 27.02.2012 im Haus …. Direkt
ein, jedoch lag noch keine Einzugsermächtigung vor, so dass wir den
Vertrag nicht auf die monatliche Zahlweise umstellen konnten.

Zu 6.) Am 17.02.2012 wurde eine Mahnung (Jährlicher Betrag) und am 13.03.2012 den Rücktritt zugesandt.


Schreiben an die Versicherung
Sehr geehrte Damen und Herren,

Bei
meinem Vertragsabschluss zum 01.01.2012 habe ich darauf hingewiesen das
ich eine monatliche Abrechnung meiner Beiträge zu dem oben benannten
Vertrag wünsche. Dies habe ich auch in mehreren Schreiben an Sie genau
so mitgeteilt. Zuletzt in einem Schreiben mit der momentanen
Kilometerzahl. In einem Telefonat (ende Januar anfangs Februar) mit
einem ihrer Servicemitarbeiter wurde mir die monatliche Beitragszahlung
auch so zugesagt und auch bestätigt. Daraufhin wurde (nach Zusage ihres
Mitarbeiters) die monatlichen Zahlungen aufgenommen und Jan, Feb wie mit
ihm vereinbart angewiesen. Hierbei möchte ich darauf hinweisen das hier
noch keine schriftlich fixierte Versicherungspolice vorliegt aus der
hervorgeht ab wann die Zahlungen zu leisten sind. Laut ihren Schreiben
die hier vorliegen wurde immer darauf hingewiesen das eine endgültige
Abschluss meines Vertrages auf Grund von angeblich fehlenden Unterlagen
nicht bearbeitet werden kann. Das heißt, das zu mindest bis ende Januar
noch kein endgültiger Vertrag fixiert wurde.

Die Versicherung
wurde daher auch mit der ersten Zahlung zu der von ihnen in
schriftlicher Form angebotenen Kraftfahrtversicherung eingelöst und auch
zu mindest bis zu ihrem Rücktrittsschreiben (13.03.2012) in Anspruch
genommen.

Ich sehe ihren Rücktritt daher als gegenstandslos da
die Beträge geflossen sind. Im Übrigen bietet ihre Versicherung
monatliche Zahlungen an, die mir auch bei Einholung ihres an mich
gerichtetes Angebot meinem Ehemann Herrn ........ so am Telefon
bestätigt wurden. Wie sonst soll ich auf die Höhe des monatlichen
Betrags kommen? Nur aus diesem Grund wurde das Angebot angenommen und
die Deckungskarte eingelöst. Einen Grund warum Sie in meinem Fall keine
monatlichen Zahlungen wünschen haben Sie mir nicht genannt. In dem Fall
würde hier von ihrer Seite aus Vortäuschung falscher Tatsachen
vorliegen.
Sollten Sie auf eine Kündigung bestehen, so rechnen Sie
ordnungsgemäß bis zum nächstmöglichen Kündigungszeitraum ab und kündigen
Sie fristgemäß.

Nach Rücksprache mit einem in unserem Ort und
mir bekannten Versicherungsmakler hat dieser mir empfohlen mit einer
Direkt Versicherung nur in die schriftliche Form zu korrespondieren. Er
hat mir auch zu diesem Schreiben empfohlen.
Weiter möchte ich Sie
bitten mir den Eingang meiner Zahlung Jan, Feb, zu bestätigen. Die
Zahlung für März wurde recht vorsorglich an Sie überwiesen. Auf Grund
der Dringlichkeit erwarte ich ihre Antwort bis spätestens 20.03.2012,
anderenfalls sehe ich mich gezwungen die Angelegenheit einem Fachanwalt
mit Schwerpunkt Vertragsrecht zur weiteren Bearbeitung zu übergeben.

Mit freundlichen Grüßen

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Dienstag, 20. März 2012, 12:54

Weiteres Schreiben an die Versicherung
Sehr geehrte Damen und Herren,

Der
guten Ordnung halber möchte ich Sie bitten mir meinen Antrag nebst der
Versicherungspolice in Kopie zukommen zu lassen. Beide liegen mir nicht
vor, da der Antrag zurück an sie gegangen ist und die Police bis dato
heute hier noch nicht vorliegt. Weiter möchte ich Sie bitten mich
darüber aufzuklären warum man mir am Sa. den 17.03.12 mitgeteilt hat,
das der Betrag von ihnen in Höhe von 49,00€ zurück auf mein Konto bei
der Sparda Bank überwiesen wurde. Heute Mo. den 19.03.2012 hat man mir
dann mitgeteilt das dieser Betrag nicht zurück überwiesen wurde und das
noch ein offener Betrag in Höhe von 21,93€ bestehe. Sehr geehrte Damen
und Herren, da Sie auf diesen Betrag in Höhe von 70,93 € bestehen und
Jan und Feb, geflossen sind, so bestand auch bis zu diesem Zeitpunkt
12.03. Kündigungschutz. Ich darf Sie daher bitten mir dies auch so zu
bestätigen.
Sobald mir die fehlenden Unterlagen vorliegen werde ich die Angelegenheit von einem Anwalt überprüfen lassen.

Mit freundlichen Grüßen


Antwortschreiben Versicherung
vielen Dank für Ihre erneute E-Mail.

Der Beitrag für den Zeitraum 01.01.2012-31.12.2012 betrug 281,35 EUR.

In unserer Mahnung vom 17.02.2012 teilten wir Ihnen mit, dass aufgrund der
Nichtzahlung kein Versicherungsschutz besteht, da es sich um die Erstprämie
handelt.

Mit Ihrer Teilzahlung vom 27.02.2012 in Höhe von 49,- EUR ist immer noch kein
Versicherungsschutz gegeben.

Da zum 13.03.2012 die Forderung noch nicht ausgeglichen war, haben wir von unserem
Rücktrittsrecht Gebrauch gemacht und den Vertrag ab Beginn aufgehoben.

Was nun noch aussteht ist unsere Geschäftsgebühr. Bitte überweisen Sie den Betrag von
21,93 EUR.

Anbei die Kopie der Police und des Antrages.


Schreiben an die Versicherung
Erst
ab der Anforderung der Police und des Antrages liegt mir heute erst die
Police (Versicherungsschein) vor. Ich hatte bis heute keinerlei
Kenntnis von Inhalt der Police.

Darauf habe ich dann wie folgt geantwortet und darauf hingewiesen.

(1)
Wird die einmalige oder die erste Prämie nicht rechtzeitig gezahlt, ist
der Versicherer, solange die Zahlung nicht bewirkt ist, zum Rücktritt
vom Vertrag berechtigt, es sei denn, der Versicherungsnehmer hat die
Nichtzahlung nicht zu vertreten.

(2) Ist die einmalige oder die
erste Prämie bei Eintritt des Versicherungsfalles nicht gezahlt, ist der
Versicherer nicht zur Leistung verpflichtet, es sei denn, der
Versicherungsnehmer hat die Nichtzahlung nicht zu vertreten. Der
Versicherer ist nur leistungsfrei, wenn er den Versicherungsnehmer durch
gesonderte Mitteilung in Textform oder durch einen auffälligen Hinweis
im Versicherungsschein auf diese Rechtsfolge der Nichtzahlung der Prämie
aufmerksam gemacht hat.

Die Erstprämie muss innerhalb von 14
Tagen nach Zugang des Versicherungsscheins eingelöst werden. In der
Regel wird der Versicherungsschein ausgehändigt, so dass die
Zweiwochenfrist mit Aushändigung des Versicherungsscheins anfängt zu
laufen.

Auf die Nichtzahlung der Erstprämie kann sich der
Versicherer nur berufen, wenn auch eine ordnungsgemäße
Erstprämienforderung vorliegt. Der Versicherer muss dem
Versicherungsnehmer die Höhe der zu leistenden Prämie zutreffend
mitgeteilt und fällig gestellt haben. Hieran werden wegen der
Leistungsfreiheit und dem Rücktrittsrecht des Versicherers hohe
Anforderungen gestellt (vgl. BGH VersR 1988, 464). Die Beweislast für
eine korrekte Mitteilung der Höhe der Prämie und Mitteilung der
Fälligkeit und Zahlungsfrist trägt der Versicherer. Die Mitteilung des
Versicherers, welche regelmäßig mit dem Versicherungsschein erfolgt,
muss eine zutreffende Bezifferung der Prämie und die richtige
Kennzeichnung desjenigen Betrages enthalten, der zur Erlangung bzw. -
bei einer vorläufigen Deckungszusage - zur Erhaltung des
Versicherungsschutzes aufgewendet werden muss.

Haben die Parteien
ein Lastschriftverfahren vereinbart, muss der Versicherer dieses in
Anspruch nehmen. Hier muss der Versicherer den Versicherungsnehmer über
die Folgen eines erfolglosen Abbuchungsversuches belehren. Die Belehrung
- bei einem vereinbarten Lastschriftverfahren - muss darauf erstreckt
werden, dass der Versicherungsnehmer sich selbst durch nachträgliche
Zahlung den Versicherungsschutz auch für die Vergangenheit dennoch
erhalten kann. Das gehört zu einer ordnungsgemäßen Belehrung des
Versicherers (vgl. OLG Hamm VersR 1991, 220). Dieses
Belehrungserfordernis gilt auch für die im Bereich der
Kraftfahrthaftpflichtversicherung vereinbarten vorläufigen Deckung. Es
muss deutlich und umfassend auf die Folgen verspäteter Zahlung und die
Gefahr des rückwirkenden Wegfalles des Versicherungsschutzes hingewiesen
werden (vgl. BGH VersR 1985, 981, 983). Diese Belehrungspflicht ist für
den Bereich der PKW-Haftpflichtversicherung ausdrücklich auch in § 1
Abs. 2 Satz 4 AKB geregelt (vgl. auch OLG FrankfSchlechte Erfahrungen
mit einer Direkt Versicherung

Zu 1.) Am 10.01.2012 ging der
Antrag auf Auto-Versicherung im Hause Cosmos Direkt ein. Auf diesem
wurde die monatliche Zahlweise angekreuzt, jedoch keine
Einzugsermächtigung erteilt.

Zu 2.) Die Police wurde angeblich
am 17.01.2012 mit jährlicher Zahlweise per Überweisung und dem Hinweis,
dass die unterjährige Zahlweise nur per Einzugsermächtigung möglich ist
erstellt. Diese ist hier aber nie angekommen, so das man vom Inhalt der
Police keinerlei kenntnis hatte.

Zu 3.) Am 07.02.2012 ging dann
der Rückfragebogen mit Angaben zum aktuellen km-Stand, jedoch ohne
erteilte Einzugsermächtigung, ein.

Zu 4.) Laut Telefonat mit
Ihrem Ehemann am 11.02.2012 wollten Sie die Monatsbeiträge für Januar
und Februar überweisen und uns eine schriftliche Einzugsermächtigung
zukommen lassen.

Zu 5.) Die Überweisung von 49,00 Euro ging dann
am 27.02.2012 im Haus Cosmos Direkt ein, jedoch lag noch keine
Einzugsermächtigung vor, so dass wir den Vertrag nicht auf die
monatliche Zahlweise umstellen konnten.

Zu 6.) Am 17.02.2012 wurde eine Mahnung (Jährlicher Betrag) und am 13.03.2012 den Rücktritt zugesandt.

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Dienstag, 20. März 2012, 12:55

Sehr geehrte Damen und Herren,

Bei meinem Vertragsabschluss zum
01.01.2012 habe ich darauf hingewiesen das ich eine monatliche
Abrechnung meiner Beiträge zu dem oben benannten Vertrag wünsche. Dies
habe ich auch in mehreren Schreiben an Sie genau so mitgeteilt. Zuletzt
in einem Schreiben mit der momentanen Kilometerzahl. In einem Telefonat
(ende Januar anfang Februar) mit einem ihrer Servicemitarbeiter wurde
mir die monatliche Beitragszahlung auch so zugesagt und auch bestätigt.
Daraufhin wurde (nach Zusage ihres Mitarbeiters) die monatlichen
Zahlungen aufgenommen und Jan, Feb wie mit ihm vereinbart angewiesen.
Hierbei möchte ich darauf hinweisen das hier noch keine schriftlich
fixierte Versicherungspolice vorliegt aus der hervorgeht ab wann die
Zahlungen zu leisten sind. Laut ihren Schreiben die hier vorliegen wurde
immer darauf hingewiesen das eine endgültige Abschluss meines Vertrages
auf Grund von angeblich fehlenden Unterlagen nicht bearbeitet werden
kann. Das heißt, das zu mindest bis ende Januar noch kein endgültiger
Vertrag fixiert wurde.

Die Versicherung wurde daher auch mit der
ersten Zahlung zu der von ihnen in schriftlicher Form angebotenen
Kraftfahrtversicherung eingelöst und auch zu mindest bis zu ihrem
Rücktrittsschreiben (13.03.2012) in Anspruch genommen.

Ich sehe
ihren Rücktritt daher als gegenstandslos da die Beträge geflossen sind.
Im Übrigen bietet ihre Versicherung monatliche Zahlungen an, die mir
auch bei Einholung ihres an mich gerichtetes Angebot meinem Ehemann
Herrn ........ so am Telefon bestätigt wurden. Wie sonst soll ich auf
die Höhe des monatlichen Betrags kommen? Nur aus diesem Grund wurde das
Angebot angenommen und die Deckungskarte eingelöst. Einen Grund warum
Sie in meinem Fall keine monatlichen Zahlungen wünschen haben Sie mir
nicht genannt. In dem Fall würde hier von ihrer Seite aus Vortäuschung
falscher Tatsachen vorliegen.
Sollten Sie auf eine Kündigung
bestehen, so rechnen Sie ordnungsgemäß bis zum nächstmöglichen
Kündigungszeitraum ab und kündigen Sie fristgemäß.

Nach
Rücksprache mit einem in unserem Ort und mir bekannten
Versicherungsmakler hat dieser mir empfohlen mit einer Direkt
Versicherung nur in die schriftliche Form zu korrespondieren. Er hat mir
auch zu diesem Schreiben empfohlen.
Weiter möchte ich Sie bitten mir
den Eingang meiner Zahlung Jan, Feb, zu bestätigen. Die Zahlung für
März wurde recht vorsorglich an Sie überwiesen. Auf Grund der
Dringlichkeit erwarte ich ihre Antwort bis spätestens 20.03.2012,
anderenfalls sehe ich mich gezwungen die Angelegenheit einem Fachanwalt
mit schwerpunkt Vertragsrecht zur weiteren Bearbeitung zu übergeben.

Mit freundlichen Grüßen


Sehr geehrte Damen und Herren,

Der
guten Ordnung halber möchte ich Sie bitten mir meinen Antrag nebst der
Versicherungspolice in Kopie zukommen zu lassen. Beide liegen mir nicht
vor, da der Antrag zurück an sie gegangen ist und die Police bis dato
heute hier noch nicht vorliegt. Weiter möchte ich Sie bitten mich
darüber aufzuklären warum man mir am Sa. den 17.03.12 mitgeteilt hat,
das der Betrag von ihnen in Höhe von 49,00€ zurück auf mein Konto bei
der Sparda Bank überwiesen wurde. Heute Mo. den 19.03.2012 hat man mir
dann mitgeteilt das dieser Betrag nicht zurück überwiesen wurde und das
noch ein offener Betrag in Höhe von 21,93€ bestehe. Sehr geehrte Damen
und Herren, da Sie auf diesen Betrag in Höhe von 70,93 € bestehen und
Jan und Feb, geflossen sind, so bestand auch bis zu diesem Zeitpunkt
12.03. Kündigungschutz. Ich darf Sie daher bitten mir dies auch so zu
bestätigen.
Sobald mir die fehlenden Unterlagen vorliegen werde ich die Angelegenheit von einem Anwalt überprüfen lassen.

Mit freundlichen Grüßen


vielen Dank für Ihre erneute E-Mail.

Der Beitrag für den Zeitraum 01.01.2012-31.12.2012 betrug 281,35 EUR.

In unserer Mahnung vom 17.02.2012 teilten wir Ihnen mit, dass aufgrund der
Nichtzahlung kein Versicherungsschutz besteht, da es sich um die Erstprämie
handelt.

Mit Ihrer Teilzahlung vom 27.02.2012 in Höhe von 49,- EUR ist immer noch kein
Versicherungsschutz gegeben.

Da zum 13.03.2012 die Forderung noch nicht ausgeglichen war, haben wir von unserem
Rücktrittsrecht Gebrauch gemacht und den Vertrag ab Beginn aufgehoben.

Was nun noch aussteht ist unsere Geschäftsgebühr. Bitte überweisen Sie den Betrag von
21,93 EUR.

Anbei die Kopie der Police und des Antrages.

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Dienstag, 20. März 2012, 12:55

Erst ab der Anforderung der Police und des
Antrages liegt mir heute erst die police (Versicherungsschein) vor. Ich
hatte bis heute keinerlei Kenntnis von inhalt der Police.

Darauf habe ich dann wie folgt geantwortet und darauf hingewiesen.

(1)
Wird die einmalige oder die erste Prämie nicht rechtzeitig gezahlt, ist
der Versicherer, solange die Zahlung nicht bewirkt ist, zum Rücktritt
vom Vertrag berechtigt, es sei denn, der Versicherungsnehmer hat die Nichtzahlung nicht zu vertreten.

(2)
Ist die einmalige oder die erste Prämie bei Eintritt des
Versicherungsfalles nicht gezahlt, ist der Versicherer nicht zur
Leistung verpflichtet, es sei denn, der Versicherungsnehmer hat die
Nichtzahlung nicht zu vertreten. Der Versicherer ist nur leistungsfrei,
wenn er den Versicherungsnehmer durch gesonderte Mitteilung in Textform
oder durch einen auffälligen Hinweis im Versicherungsschein auf diese
Rechtsfolge der Nichtzahlung der Prämie aufmerksam gemacht hat.

Die Erstprämie muss innerhalb von 14 Tagen nach Zugang des Versicherungsscheins eingelöst werden. In
der Regel wird der Versicherungsschein ausgehändigt, so dass die
Zweiwochenfrist mit Aushändigung des Versicherungsscheins anfängt zu
laufen.

Auf die Nichtzahlung der Erstprämie kann sich der
Versicherer nur berufen, wenn auch eine ordnungsgemäße
Erstprämienforderung vorliegt. Der Versicherer muss dem
Versicherungsnehmer die Höhe der zu leistenden Prämie zutreffend
mitgeteilt und fällig gestellt haben. Hieran werden wegen der
Leistungsfreiheit und dem Rücktrittsrecht des Versicherers hohe
Anforderungen gestellt (vgl. BGH VersR 1988, 464). Die
Beweislast für eine korrekte Mitteilung der Höhe der Prämie und
Mitteilung der Fälligkeit und Zahlungsfrist trägt der Versicherer. Die
Mitteilung des Versicherers, welche regelmäßig mit dem
Versicherungsschein erfolgt, muss eine zutreffende Bezifferung der
Prämie und die richtige Kennzeichnung desjenigen Betrages enthalten, der
zur Erlangung bzw. - bei einer vorläufigen Deckungszusage - zur
Erhaltung des Versicherungsschutzes aufgewendet werden muss.


Haben
die Parteien ein Lastschriftverfahren vereinbart, muss der Versicherer
dieses in Anspruch nehmen. Hier muss der Versicherer den
Versicherungsnehmer über die Folgen eines erfolglosen
Abbuchungsversuches belehren. Die Belehrung - bei einem vereinbarten
Lastschriftverfahren - muss darauf erstreckt werden, dass der
Versicherungsnehmer sich selbst durch nachträgliche Zahlung den
Versicherungsschutz auch für die Vergangenheit dennoch erhalten kann.
Das gehört zu einer ordnungsgemäßen Belehrung des Versicherers (vgl. OLG
Hamm VersR 1991, 220). Dieses Belehrungserfordernis gilt auch für die
im Bereich der Kraftfahrthaftpflichtversicherung vereinbarten
vorläufigen Deckung. Es muss deutlich und umfassend auf die Folgen
verspäteter Zahlung und die Gefahr des rückwirkenden Wegfalles des
Versicherungsschutzes hingewiesen werden (vgl. BGH VersR 1985, 981,
983). Diese Belehrungspflicht ist für den Bereich der
PKW-Haftpflichtversicherung ausdrücklich auch in § 1 Abs. 2 Satz 4 AKB
geregelt (vgl. auch OLG Frankfurt Urteil vom 29.11.2000 AZ 7 U 195/99).

Nur wenn der Versicherer im beschriebenen Umfang den Versicherungsnehmer ordnungsgemäß aufgeklärt hat

- über die Höhe,
- über die Zahlungsfrist,
-
über die Leistungsfreiheit der Versicherung, wenn die fällige Prämie im
Zeitpunkt des Versicherungsfalls noch nicht bezahlt war sowie
- darüber, dass durch eine nachträgliche Zahlung der Versicherungsschutz auch für die Vergangenheit, erhalten bleiben kann

und
der Versicherungsnehmer dann nicht innerhalb von 14 Tagen ab
Aushändigung bzw. Erhalt des Versicherungsscheins seine Erstprämie
gezahlt hat, so ist die Versicherung berechtigt, von dem Vertrag
zurückzutreten.


Anmerkung:::: Da diese in dem oben benannten Vorraussetzungen (ordnungsgemäß aufgeklärt) nicht vorlagen liegt auch kein Rücktrit vor.
Wie
schon in meinem Vorschreiben liegt hier kein schriftlich fixierter
Vertrag über die Höhe, über die Zahlungsart, über die Leistungsfreiheit
der Versicherung, wenn die fällige Prämie im Zeitpunkt des
Versicherungsfalls noch nicht bezahlt war sowie darüber, dass durch eine
nachträgliche Zahlung der Versicherungsschutz auch für die
Vergangenheit, erhalten bleiben kann vor.

Für einen
ordnunggemässen Zugang der Versicherungspolice ist der
Versicherungsgeber beweispflichtig. Da hier bis dato heute kein
schriftlich fixierter Versicherungsvertrag mit oben benannten
Aufklärungen vorliegt, habe ich den Sachverhalt nicht zu vertreten.


Mit freundlichen Grüßen

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 289

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Vorruhestand, Versicherungsberater 34e Abs.1

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5

Dienstag, 20. März 2012, 15:23

Alles super. Einen Anwalt brauchts hier nicht.

Wenn jetzt auch noch eine Einzugsermächtigung erteilt würde, wäre der Versicherer vielleicht auch gewillt, den Vertrag fortzusetzen.

Wenn nicht, würde ich mir neuen Versicherungsschutz suchen, bevor der Wagen stillgelegt wird.

Und bitte nicht alles dreimal schicken.

Gruss

Barmer

6

Dienstag, 20. März 2012, 15:25

gehören all 3 zu einem beitrag. war nur zu lange. um eine andere versicherung bemüht sich heute ein versicherungsmakler hier bei uns im ort. oder kennt jemand zufällig ne günstige versicherung.

Barmer

Versicherungsberater

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Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Vorruhestand, Versicherungsberater 34e Abs.1

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7

Mittwoch, 21. März 2012, 00:31

Man muss sich schon entscheiden - Makler - oder Direkt.

Gruss

Barmer

8

Mittwoch, 21. März 2012, 15:42

das malör hat sich erledigt. ich konnte die versicherung mit ihren eigenen vorbringen (was widersprüchlich war) überzeugen das ein fehler ihrer seits vorlag. nach 2 maliger prüfung hat die versicherung den vertrag dann wieder rückwirkend aktiviert. zuvor hatte ich mit schadenerstazforderungen und anwalt gedroht. schleißlich war es nicht der fehler des versicherungsnehmer das der vertrag nicht ordnungsgemäss mit den förmlichen hinweisen hier angekommen ist.

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