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Montag, 26. Dezember 2016, 12:57

Bausparkasse empfiehlt Erhöhung der Bausparsumme, gleichzeitiger Tarifwechsel und Empfehlung auf Untersparung

Hallo zusammen,

mich beschäftigt gerade folgender Fall:

Einer Person aus meiner Familie (31 Jahre alt) hat 2008 einen BSV abgeschlossen, Summe 20.000 Euro, Verzinsung 1,0%, Regelsparrate 100 Euro. Alles okay soweit.
Im Jahre 2013 rief dann die Bausparkasse an und meinte, man müsse "unbedingt reden". Es ist ja allgemein bekannt, das viele Bausparkasse gerade in diesem Zeitraum versuchten, Kunden aus gut verzinsten Altverträgen zu drängen.
Ich weiß nicht genau, was in diesem Gespräch geredet wurde, letztlich ging diese Person aber mit einem 100.000er Vertrag raus. Die Bausparkasse hat die Summe um 80.000 Euro erhöht und dafür
800 Euro Provision kassiert. Gleichzeitig wurde ein Tarifwechsel vorgenommen, die 1% Guthabenverzinsung war weg und nur noch 0,25% stattdessen.

Was mir ebenfalls sauer aufstößt: Die Regelsparrate für den 100.000er läge bei 6 Promille, tatsächlich wurde die Regelsparrate aber bei Abschluss auf 250 Euro angepasst. Das Sparziel wäre so in ca. 16 Jahren erreicht.
Diese Untersparung wurde vom Berater so empfohlen und steht sogar so in den Unterlagen.

Was sagt ihr zu diesem Fall?

Thomas Kliem

Administrator

Beiträge: 2 072

Wohnort: Berlin

Beruf: Fachmakler für PKV, BU-Versicherungen, Altersvorsorgeprodukte und Finanzierungen. Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK)

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2

Montag, 26. Dezember 2016, 13:08

Ohne den genauen Inhalt des Gespräch zu kennen, ist eine Bewertung schwer.

Vielleicht wurde eine Erhöhung durchgeführt, weil in Zukunft ein Darlehen in Anspruch genommen werden soll. Dafür wäre ein Tarifwechsel und die Erhöhung der Bausparsumme sinnvoll, wenn der Darlehenszins im neuen Tarif geringer ist ist im alten Tarif.

Vielleicht wurde die Erhöhung auch nur vorgenommen, um Provision zu kassieren und der Bausparkasse einen Zinsvorteil für den Sparanteil zu verschaffen.

Gibt es eine Beratungsdokumentation, in der die Kundenwünsche aufgeschrieben wurden bzw. was sagt Ihr Familienmitglied über seine/ihre geäußerten Wünsche?
Thomas Kliem
Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK)

Ihr Fachmakler für PKV, BU, Altersvorsorge und Finanzierungen

3

Dienstag, 27. Dezember 2016, 13:40

Im Gespräch wurde die Untersparung des Vertrags mit 250 Euro statt 600 Euro sogar empfohlen und im im Vertrag selbst vermerkt. Die Kundin hat explizit gesagt, dass sie nicht mehr als 250 Euro sparen kann. Daran gemessen ist die Bausparsumme doch viel zu hoch.

Eine Beratungsdokumentation gibt es nicht, der Berater kann sich an das Gespräch gar nicht mehr erinnern.

Die Initiative des Gesprächs ging vom Berater aus, man "sich den alten Bausparvertrag mal genauer ansehen".

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Eismännchen« (27. Dezember 2016, 13:42)


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