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Freitag, 4. Dezember 2009, 14:18

Wer haftet bei Warendiebstahl aus einem Auto?

Hallo,

ich habe ein Versicherungsproblem, bei welchem keine Seite für den Schaden aufkommen will. Ich habe mir die meisten Themen zu Versicherungsfällen bereits durchgelesen, doch trifft nichts auf meinen spezifischen Fall zu, weshalb ich mich sehr über Hilfe freuen würde.

Folgendes:
Ich bin als Handelsvertreterin für eine amerikansiche Firma tätig, bin also nicht angestellt, habe für mein Auto auch eine spezielle Einbruch/Diebstahlversicherung angemeldet, welche allerdings nicht aufgenommen wurde (ich weiß, das hätte mir auffallen müssen, ist es jedoch nicht und nun habe ich den Salat). Die amerikanische Firma hat vor einigen Monaten auf einer deutschen Fachmesse ausgestellt. Da sie für solche Messen einen recht kostenintensiven Drucker benötigt, wurde dieser immer von einem ihrer deutschen Kunden ausgehliehen, bisher per Spedition zum Messegelände transportiert. Dieses Mal habe ich den Drucker jedoch mit meinem privaten Auto abgeholt (genau aus diesem Grund wollte ich eigentlich auch die entsprechende Zusatzversicherung), um unserem Kunden die Transportkosten zu ersparen. Leider wurde in der Tiefgarage meines Hotels in mein Auto eingebrochen und der Drucker gestohlen. Anzeige wurde von der Polizei natürlich auf aufgenommen, aber wie es zu erwarten war, wurde das Verfahren eingestellt.

Nun das Problem:
Die Versicherung meines Kunden sagt wohl, dass nur Firmenfahrzeuge mit bei der Versicherung registrierten Kennzeichen gegen solche Schäden / Diebstahl versichert sind.
Die Versicherung meines amerikanischen Auftraggebers hält sich da auch fein raus, doch kommt hier ja auch anderes Recht zur Anwendung.
Meine private Autoversicherung deckt solche Schäden von nicht fest eingebauten Gegenständen logischerweise nicht ab.
Meine private Eigentumsversicherung deckt nur Diebstahl von Gegenständen dessen Eigentümer ich bin ab.

Durch einen anderen Thread habe ich verstanden, das der Auftraggeber bzw. der Verleiher zumindest mit einem Schaden der Leihsache rechnen muss und daher auch seine Versicherung für den Schaden aufkommt. Trifft dies auch bei Diebstahl zu? Meine Versicherung hat mir dies zumindest ähnlich bestätigt, nun fühle ich mich von meinem Kunden etwas auf die Schippe genommen, da so ich persönlich auf diesem sehr hohen Kosten sitzen bleiben würde.

Ich wäre für jeden Anhaltspunkt wirklich sehr, sehr dankbar!!!

2

Freitag, 4. Dezember 2009, 15:02

Hi,

blöde Sache!

In der Hausratversicherung besteht evtl. eine Chance, wenn es sich nicht um eine Handelswaren handelt! Dadurch, dass das verschlossene KFZ in der Tiefgarage stand, besteht für versicherte Gegenstände im KFZ Versicherungsschutz (unabhängig vom gängigen Ausschluss für Diebstahl von elektrischen Geräten aus dem KFZ). Allerdings gibt es für einige was beruflich genutzte Gegenstände Versicheurngsschutz gemäß VHB 08 § 6 Nr. 2 Punk c hh (http://www.gdv.de/Publikationen/versiche…nhalt21072.html).

ABER: Dies war die Theorie zu den Musterbedingungen, entscheidend ist, was in Ihren VHBs steht. Ansonsten sehe ich wenig Chancen.

Ich befürchte aber nichts gutes.

Gruß
CM
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
http://www.lamers-gmbh.eu/ http://www.lamers-gmbh.de/ https://www.debeka.de/svb/butzbach/index.html

3

Freitag, 4. Dezember 2009, 16:50

Hallo Cassiesmann,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ja, leider fällt diese Sache unter die Hausratsgegenstände, die ausgeschlossen werden, da das Gerät ausschließlich gewerblich genutzt wird. Hier also keine Chance, dass ist mir klar.
Aber wie sieht es mit der Regelung aus, dass der Verleiher mit einem Schaden rechnen muss, würde das in diesem Fall nicht zum tragen kommen? Der Verleiher bleibt ja Eigentümer, mit was hätte ich solch einen Diebstahl also im Vorfeld versichern sollen, geht doch eigentlich gar nicht, oder? Befördert wurde das Gerät quasi im Namen meines Kunden unter Zustimmung, dass dies mit meinem Privatwagen geschieht. Oder sollte ich mir besser anwaltlichen Rat suchen?

Liebe Grüße!

4

Freitag, 4. Dezember 2009, 18:50

Das geht zu sehr in Richtung Rechtsberatung, eine anwaltliche Auskunft wäre hier nicht verkehrt, wenn der Wert des Gerätes höher ist und der Aufwand lohnt.
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
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5

Freitag, 4. Dezember 2009, 19:23

Ja, das werde ich machen. Falls es interessiert, kann ich die Ergebnisse ja posten.

Und danke noch mal!

6

Freitag, 4. Dezember 2009, 22:56

Ja, das werde ich machen. Falls es interessiert, kann ich die Ergebnisse ja posten.


Gerne, wir drücken die Daumen!
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
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Andre2905

Fortgeschrittener

Beiträge: 809

Wohnort: Wiesbaden

Beruf: Versicherungskaufmann

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7

Montag, 7. Dezember 2009, 23:20

Es gibt eine sogenannte Autoinhaltsversicherung, die solche Schäden abdeckt. Und Sie schreiben ja selbst, Sie hätten die entsprechende Versicherung "angemeldet".

WO haben Sie das gemacht ? Haben Sie die vielleicht beantragt, aber der Versicherer hats übersehen und nicht policiert ? Wenn ja, hätten Sie gute Karten, denn wenn Sie darauf nicht hingewiesen wurden, gilt der Vertrag als wie beantragt geschlossen.

Und inzwischen gibt es sogar ne Menge guter Deckungskonzepte auf dem Markt, bei denen man eine GeschäftsInhaltsversicherung abschliesst (also für das eigene Büro z.B.) und dann sogar eine Autoinhalt als Zusatzbaustein für kleines Geld eingeschlossen werden kann.

Ich weiss, NACH dem Schaden hilft Ihnen das wenig, aber jetzt wissens Sie´s zumindest für die Zukunft.
Viele Grüsse
André


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