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Mittwoch, 24. Mai 2017, 09:13

Suche dringend Betriebsinhaltsversicherung

Hallo,

ich habe ein ziemliches Problem. Wir sind eine Handels-GmbH und der Firmensitz ist mit im Haus eines unserer Gesellschafter. Wir lagern einen großen Teil unseres Warenbestands - fast schon klassisch - dort in der Garage und benötigen eine Betriebsinhaltsversicherung, Wir haben jetzt schon 2 Makler durch und scheinbar keine Gesellschaft möchte uns versichern (also die Garage). Das wäre wirklich wichtig und ich bin für jeden Tipp dankbar! Gerne auch per PM.

Vielen Dank und Gruß, Sphin

uwehaensch

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2

Mittwoch, 24. Mai 2017, 16:52

Woran liegt es denn ? An den Sicherungsanforderungen die Ihre Garage nicht erfüllt ? Wird denn diese Garage auch privat genutzt ?
Uwe Haensch

Alle Aussagen in meinen Beiträgen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine (Rechts)Beratung dar.

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3

Freitag, 26. Mai 2017, 10:18

Hallo,

ich kann ebenfalls aus der bisherigen Schilderung nicht erkennen, woran es denn gescheitert sein könnte. Haben Sie bisher irgendwelche Rückmeldungen erhalten, warum niemand das Risiko versichern möchte?

Grüße

pas-ko

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4

Sonntag, 28. Mai 2017, 08:40

WAS wird denn gehandelt (und dementsprechend gelagert) und wie hoch ist der Versicherungswert?


Ich schreibe hier als Privatperson. Versicherung ist auch mein Hobby 8o
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5

Sonntag, 28. Mai 2017, 22:31

Vielen Dank für die Antworten!

Einer der Makler hat mir nur geantwortet, dass er mir keine anbieten kann, ein anderer schrieb mir auf meine Nachfrage, wo denn der große Unterschied zwischen einer Garage und einer Lagerhalle mit Rolltor ist, wörtlich: "leider kann ich Ihnen keine Inhaltsversicherung für eine Garage anbieten - egal welche Sicherheitsstufe verbaut ist! Inhaltsversicherungen sind nur für dafür ausgewiesene Lagerhallen möglich so die Versicherung! Warum und weshalb leuchtet mir auch nicht ein, ist aber leider so!"
Ich muss dazu erwähnen, dass ich mit beiden Maklern bereits gute Erfahrungen gemacht habe, deshalb denke ich mir, dass ich jetzt ein großes Problem habe. Wir wären auch bereit zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen einzubauen.

Wir handeln Restposten, d.h. wir können uns nicht festlegen auf irgendwelche Waren. Schwerpunkt sind EDV, DSL-Equipment und Zubehör, aber wir haben gerade auch ein paar Paletten Luxus-Herrenhemden (es ist eine Doppelgarage) eingelagert. Dementsprechend variiert auch der Wert der Lagerware, aber ich würde die momentane Obergrenze bei ca. 140 TEUR sehen und das sehe ich auch als Versicherungssumme. In der Garage ist nicht mehr viel Platz, aber es liegen auch ein paar Reifen des Privat-PKWs unseres Gesellschafters darin. Aber wenn jegliche private Nutzung untersagt ist, soll das auch kein Problem sein.

6

Montag, 29. Mai 2017, 10:02

Guten Morgen,

da Sie schon zwei Makler beauftragt hatten - mit welchen Sie zudem bereits gute Erfahrungen gemacht haben - sehe ich hier ein größeres Problem. Nachdem Sie die Versicherungssumme sowie die Art der Ware beschrieben haben, ist es auch verständlich, weshalb die meisten Versicherer hier dankend ablehnen. Für Elektronikteile bestehen i. d. R. hohe Sicherungsvorschriften, zudem ist die Versicherungssumme in einer Region, wo oft "erhöhte" Voraussetzungen verlangt werden.

Pauschale Aussagen ob hier Versicherungsschutz möglich ist oder auch nicht sind nicht zielführend und entbehren jeder fachlichen Begründung. Fragen wie ...

WAS wird denn gehandelt (und dementsprechend gelagert) und wie hoch ist der Versicherungswert?


... zeigen den Weg auf. Auch dann, wenn die Antwort vl bedeutet, dass kein Versicherungsschutz zu erhalten ist.

Als Hauptrisiko sehe ich die Gefahr ED. Wenn die beiden Makler bereits tätig waren und im gewerblichen Bereich die vorhanden Möglichkeiten genutzt haben, wird es schwer. Auch ist es vorstellbar, dass andere Vermittler den erhöhten Recherche- sowie Beratungsaufwand scheuen und daher ablehnen.

Ohne weitere Einzelheiten (z. B. Kundenverbindung) zu kennen würden mir hier nur sehr wenige Versicherer / Assecuradeure einfallen, wo eine Anfrage als sinnvoll bezeichnet werden kann. Nicht zu vergessen, dass hier wohl mit einer Selbstbeteiligung sowie einer "angemessenen" Prämie gerechnet werden muss.

Viel Erfolg dabei.



Mit besten Grüßen
Andreas Matin
-Versicherungsfachwirt-
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uwehaensch

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7

Montag, 29. Mai 2017, 14:21

In wie weit wären Sie denn bereit auf Forderungen seitens einer Versicherung bez. der Sicherungsanforderungen einzugehen ? Z.B. Einbau einer aufgeschalteten VDS-Alarmanlage.
Uwe Haensch

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8

Dienstag, 30. Mai 2017, 13:35

Ich weiß zwar ad hoc nicht, auf was ich mich kostenmäßig mit so einer Alarmanlage einlasse, aber ich bin dem nicht grundsätzlich abgeneigt. Das ist letztendlich eine Kalkulationsfrage des Gesamtpakets (Alarmanlage einmalig, laufend + Versicherungsprämie).

pas-ko

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9

Dienstag, 30. Mai 2017, 13:58

Die Aussagen der beiden Makler, die Sie kontaktiert hatten, kann ich fachlich nicht nachvollziehen.

Bei den angegebenen Warengruppen versteht der Versicherer:

a) EDV, DSL-Equipment und Zubehör, --> Elektronikartikel-Handel (mit Unterhaltungselektronik)
b) paar Paletten Luxus-Herrenhemden (es ist eine Doppelgarage) --> Bekleidungsartikelhandel

Bei beiden Betriebsarten gilt:

- Gefahren Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel etc. --> einfaches Geschäft
- Gefahr Einbruchdiebstahl --> schweres Geschäft, diebstahlgefährdete Waren

Sofern die sonstigen Risikoverhältnisse (die es noch zu erfragen gibt) positiv sind, ist eine Zeichnung für F / LW / StHg ohne Weiteres möglich.

Für Einbruch-Diebstahl bei solch "hohen" Summen werden Sie kaum ohne Einbruch-Meldeanlage (EMA) auskommen. Die Versicherer verlangen hier grundsätzlich eine EMA der VdS-Klasse C mit Aufschaltung auf ein VdS-attestiertes Schließ- und Wachunternehmen; mindestens mal die VdS-Klasse B, ebenfalls mit Aufschaltung.

Die Aufschaltung hat Unterhaltungskosten von etwa 1.000 EUR p.a., die Erstellung der EMA hängt von den individuellen Gegebenheiten ab. Die Versicherer haben Listen von VdS-anerkannten EMA-Errichtern.

Als Anhaltspunkt eines Versicherers, ohne Sondernachlässe, Anhaltsquotierung:

- VSSU 150.000 EUR
- ED-Zone 3 (von 5)
- Betriebsunterbrechnung NICHT enthalten

Feuer: 260,25 EUR
ED: 1.233,79 EUR
LW: 149,40 EUR
StHg: 28,92 EUR

weitere Gefahren ggf. möglich.

Ich denke, die Wahrheit wird bei der Inhaltsversicherung irgendwo zwischen 1.000 und 2.000 EUR p.a. betragen, zzgl. ca. 1.200 EUR Unterhalt der EMA zzgl. Gestehungskosten.

Hoffe, konnte Ihnen ausreichend überschlägige Anhaltswerte geben, um eine Grundsatzentscheidung für sich treffen zu können.


Ich schreibe hier als Privatperson. Versicherung ist auch mein Hobby 8o
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uwehaensch

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10

Dienstag, 30. Mai 2017, 15:58

Um hier weiter zu kommen (individuelle Anfrage), benötigt man zusätzlich:
- Bauartklasse der garage bzw. Materialien der Wände und des Daches
- Anzahl und Art der Zugänge
- Art der Verschlüsse (ggf. an Türen) und vor allem an den Garagentoren.

Das ist auf jeden Fall (ED) ein SG III Risiko (auch wegen Höhe der Versicherungssumme), d.h. eine aufschaltbare EMA (Details siehe pas-ko). Es kommt aber auch auf die Sicherungen an den Garagentoren an, denn normalerweise sind solche nicht besonders gegen Einbruch (Aufhebeln u.ä.) geschützt, hier muss ggf. auch noch nachgebessert werden.

Ich habe mal mit 2 größeren, gewerblichen Versicheren gesprochen - grundsätzlich ja, aber natürlich in Abhängigkeit der Details.

Noch ein Gesichtspunkt, aus einer völlig anderen Richtung. Ich nenne mal die Stichworte Garagen(ver)ordnung, Nutzungsänderung, Bebauungs- & Nutzungsplan (Gewerrbe ?). Ich weiß nicht ob diese Dinge bei Ihnen relevant sind, aber haben Sie belastbar geklärt dass Sie dort die genannten Dinmge zu gewerblichen Zwecken lagern dürfen ?
Uwe Haensch

Alle Aussagen in meinen Beiträgen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine (Rechts)Beratung dar.

11

Mittwoch, 31. Mai 2017, 09:13

Vieles wäre, hätte, vielleicht, wenn dann, grundsätzlich ja aber... am Ende hilft hier nur eine konkrete Anfrage mit den exakten Angaben. Zur EMA möchte ich jedoch aus einem aktuellen Fall berichten: Bei einem Fotogeschäft wurde ebenfalls von nahezu allen Versicherern eine VdS Anerkannte Anlage mit Aufschaltung verlangt. Die Anschaffungs- sowie Installationsangebote lagen in diesem Fall bei ca. 6.000 € - 9.000 €.
Der VN hat sich dann ganz schnell für einen der (extrem) wenigen Versicherer entschieden, welcher die mechanischen Sicherungen vor Ort geprüft und die ein oder andere kleine Änderung gewünscht hat entschieden.

Ich bin kein Risikoprüfer / Underwriter, sehe jedoch auch den Zugang von der Wohnung / Haus zur Garage als Problem. Doch damit dürfen sich zum Glück andere beschäftigen.

Weiterhin viel Erfolg.


Mit besten Grüßen
Andreas Matin
-Versicherungsfachwirt-
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