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Dienstag, 2. August 2016, 17:21

Beunruhigende Entwicklung eines Haftpflichtfalls

Hallo Forum!
Mein Hund hat Anfang Juli eine ältere Radlerin zu Fall gebracht. Sie sah den Hund am Strassenrand,bremste aus langsamer Fahrt und kippt aus dem Stand um.Keine Frage,das ich als Hundehalter hier in Haftung genommen werde.Für Verletzungen ,die Infolge des Sturzes entstanden sind. Aber genau hier fängt das Problem an.
Die Radfahrerin hatte bei Nachschau intakte Bekleidung,weder Kratzer,noch sonstige erkennbaren Verletzungen. Auf Nachfrage meinte sie,sie habe nichts,die Schulter täte zwar weh,aber das habe sie schon vorher gehabt und deshalb am morgen auch eine Spritze ins Gelenk bekommen.Das Pflaster über der Injektionstelle war vorhanden.
Auf Nachfrage,ob ich sie nach Hause bringen soll,verneinte sie und ging alleine heim.
Das die Frau mit dem Knie und der Schulter seit Jahren Probleme hat,das ist im Ort bekannt.
Meldete den Vorfall vorsorglich der Versicherung.Die schrieb dann Tage später,ich solle anfallende Rechnungen halt einreichen.
Am Tag nach dem Sturz die Radlerin nochmal anrief.Wir sind ein kleines Dorf. Da kennt man sich u.versucht das ordentlich zu regeln.Wie es ginge? Im Krankenhaus wäre sie gewesen,die Schulter hätte etwas abgekriegt.Sagte zu,das ich mich darum kümmern würde.
Nun nach 4 Wochen rief die Frau an,sie wollte den Namen der Versicherung,um diverse Unterlagen einzureichen.Bat sie,mir diese zwecks Regulierung auszuhändigen,aber dazu kommt es nicht,weil die Frau die Tür nicht öffnet,noch ans Telefon geht.
Nun per Handy(andere Nummer)die Frau sprechen konnte. Sie sagte,das sie wegen des Sturzes anhaltend Schulterprobleme hat u. mir keine Rechnungen gibt.Das macht ein Anwalt jetzt. Ich erinnerte sie daran,das sie beim Unfall vor Zeugen geäussert hat,das die Schulter schon vorher nicht ok war. Das könnte ich ihr nicht beweisen,sagte sie und legte auf.
Nun habe ich den Verdacht,das die Geschädigte die Rechnungen nicht abgeben wollte,damit ich nicht erkennen kann,was sie geltend macht.Auch das nun die gesamte Schulterproblematik auf den Unfall geschoben wird.Mit dem Ziel,mich,bezw. die Versicherung ordentlich zu schröpfen.
Klar sehe ich ein,für entstandenen Schaden aufzukommen,aber was jetzt abläuft,die Art und Weise,macht mir doch erheblich Sorgen. Im schlimmsten Fall muss man ein Leben lang zahlen,für etwas,was nicht durch den Sturz verursacht wurde.
Frage mich,ob die Haftpflichtversicherung Möglichkeiten hat,den Schadensumfang realistisch zu bewerten und wie die Erfahrungen mit solchen Situationen hier im Forum sind. Sieht ja alles nicht so gut aus.Danke erstmal.Fürs lesen und für Informationen.

markuswalter

Versicherungsprofi

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2

Dienstag, 2. August 2016, 17:26

Hallo am besten rufen Sie den Schadensachbearbeiter an und schildern ihm den Fall, oder Sie machen es schriftlich.

Der Versicherung wird berechtigte Ansprüche entsprechend Entschädigen und unberechtigte Ansprüche, Notfalls auch vor Gericht, abwehren.

Da kann ein kleiner Hinweis von Ihnen schon sehr Hilfreich sein für den Sachbearbeiter.

Viel Erfolg!

Darüber hinaus wird es Interessant, ob wirklich der Hund an dem "umkippen" schuld ist, hat er die Dame angesprungen? Oder ist sie "einfach" so umgekippt ohne irgendwelche "Einwirkung" des Hundes?
Meine Beiträge sind Persönliche Ansichten und stellen keine Rechtsberatung da :!:

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »markuswalter« (2. August 2016, 17:31)


3

Dienstag, 2. August 2016, 18:37

Hundeunfall

Danke für die Antwort,aber sehe schon die Schuld am Sturz bei mir.Der Hund hat den Weg betreten und die Radlerin ist erschrocken,weil sie einen Zusammenstoss befürchtete.Alles verständlich.
Die Frau wusste ja nicht,das der Hund im Falle einem Rad ausweichen würde,oder beim Kommando "Platz" eh liegt,weil BH-IPO 3 Prüfung.Dazu kam es aber garnicht,denn sie sah den Hund,zog beide Lenkerbremsen zum Vollstopp,fand mit dem Standbein keinen Halt,verdrehte den Lenker und fiel um.
Hier radelt sonst niemand,weil nur die Dorfstrasse hintenraus eben ist,der Rest sind Berge.Aber die Frau,weil sie wegen dem Knie nicht mehr laufen kann,schafft sich ein nagelneues Rad an,mit 75 Jahren.Null Fahrpraxis,dann komm ich und der Hund...
Murks halt.
Mein Hund war eben die Ursache.Also mein Bier.Nur was die Geschädigte jetzt ableitet,das ist eine ganz andere Sache.
Werde es so machen,wie hier geraten wird. Den Sachverhalt nun der Versicherung melden,damit die das alles wissen.
Es ist unglaublich frustrierend,wenn sogar in kleinen Dörfern die Abzockmentalität bei passender Gelegenheit hemmungslos beim Schopfe gepackt wird.Früher hätte man sich geschämt für so ein Verhalten,aber heute nimmt man mit,was man kann.
Danke ans Forum.

Beiträge: 239

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Beruf: Versicherungsmakler, Finanzanlagenvermittler

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4

Mittwoch, 3. August 2016, 09:43

Ich verstehe Ihr Problem nicht. Sie haben sowieso keinen Einfluss darauf ob, und wenn ja, was die Versicherung der Geschädigten zahlt. Ihre Hundehalterhaftpflicht prüft und wehrt dann ggf. unberechtigte Ansprüche ab. Wenn die Frau Ihnen die Unterlagen nicht geben will, umso besser. Die geschädigte Person wurde doch sowieso von Ihrer Versicherung kontaktiert, dann soll sie doch die Belege usw. dort direkt einreichen und dann wird Ihre Versicherung das schon regeln.
Uwe Haensch

Alle Aussagen in meinen Beiträgen erfolgen ohne Gewähr und stellen keine (Rechts)Beratung dar.

markuswalter

Versicherungsprofi

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Wohnort: Köln

Beruf: Versicherungen

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5

Mittwoch, 3. August 2016, 17:02

Das Problem ist das der TE nicht möchte das seine Versicherung für irgendwas zahlt was nicht berechtigt ist, hier lag ja offensichtlich eine Vorerkrankung der Geschädigten Person vor.

Hier ist der beste Weg, wie ich schon geschrieben habe, den Sachbearbeiter kontaktieren und informieren, den Rest regelt die Hundehalterhaftpflicht.

Viel Erfolg ;)
Meine Beiträge sind Persönliche Ansichten und stellen keine Rechtsberatung da :!:

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