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Sonntag, 18. Juni 2017, 16:58

Haftpflicht bei Unfall Fahrradd versus Auto

Hallo. Ich hoffe mir kann hier jemand einen Tipp geben.



Ich habe eine Frage und versuche mich kurz und präzise zu halten. Ein
Fahrradfahrer (Ich) fährt in ein Auto rein und verursacht Schaden. Der
Fahrradfahrer hat Schuld. Nun regeln die Versicherungen alles untereinander (so wurde mir berichtet) und der
Autofahrer erhält von seiner Versicherung das Geld für den Schaden. (Ich
glaube die Auto-Versicherung holt sich das Geld von der Versicherung
des Fahrradfahrers wieder???) Seine Auto-Versicherung hat eine
Selbstbeteiligung von 300€ ( Diese 300€ bekommt er quasi nicht für die Reparatur seine KFZ, aber den großen Teil über der 300€-Grenze). Der Autofahrer fordert diese 300€ vom
Fahrradfahrer. Kann der Fahrradfahrer dieses bei seiner Haftpflicht
geltend machen und fließen die 300€ irgendwann an den Autofahrer?

Für eine Antwort wäre ich dankbar

mit freundlichen Grüßen

Karsten

pas-ko

V.I.P.

Beiträge: 594

Wohnort: Nauort

Beruf: Versicherungsfachwirt (IHK)

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2

Montag, 19. Juni 2017, 10:41

Hallo,

Deine Ausführungen deuten darauf hin, dass der Autofahrer seinen Unfall-Schaden zunächst von seiner eigenen KFZ-Vollkasko-Versicherung als Vorleistung regulieren lässt. Dies ist üblich, da sich die Schadenregulierung über Haftpflicht hinziehen kann, bis alle Details geklärt sind und die rechtliche Schuldfrage feststeht.

Der Autofahrer kann somit seinen Schaden beheben lassen und rechnet zunächst über seine Vollkasko ab. Dabei bleibt selbstverständlich die Selbstbeteiligung, die der Autofahrer mit seiner Versicherung vereinbart hat, übrig. Das gleiche gilt für eventuelle Kosten eines Leihwagens sowie Wertverlust. Auch diese Kosten bekommt er von seiner Kasko-Versicherung nicht ersetzt.

Letztlich übernimmt Deine Haftpflichtversicherung sämtliche Kosten, die Du - Deine Schuld vorausgesetzt - in diesem Zusammenhang zu leisten hast. Wichtig zu wissen ist, dass hierbei geprüft wird, was Du alles zu bezahlen hast. Sind hier Forderungen aufgelistet, auf die der Autofahrer keinen Anspruch hat, wehrt Deine Haftpflicht diese auch für Dich ab.

Den Anspruch, den der Autofahrer an Dich stellt, leitest Du einfach Deiner Versicherung weiter. Die befassen sich damit. Berechtigte Ansprüche werden erstattet, unberechtigte oder zu hohe Ansprüche abgewehrt.

Es bleibt abzuwarten, ob Du tatsächlich Schuld an dem Unfall hast. Es kann durchaus sein, dass es für den Laien so aussieht, der Verkehrsjurist hier aber zu anderen Ergebnissen kommt. Denkbar wäre auch, dass den Autofahrer eine Teilschuld trifft, oder aber, dass die Betriebsgefahr des Autos in diesem Fall höher zu werten ist. In den Fällen könntest Du Deine Ansprüche noch beim Autofahrer geltend machen.


Ich schreibe hier als Privatperson. Versicherung ist auch mein Hobby 8o
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3

Dienstag, 20. Juni 2017, 21:55

Hallo pas-ko
Vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Wie kann ich herausfinden ob die Forderung der 300 € an mich (die ich dann an die Haftpflicht weiter gebe) berechtigt sind. Gibt es dafür eine Art "Katalog"?

Die Mitarbeiter der Versicherung wollten das am Telefon nicht zusagen.

Gruß
Karsten

4

Donnerstag, 22. Juni 2017, 07:34

Hallo Karsten,

das zu prüfen ist Aufgabe der Versicherung. Leiten Sie den Brief mit der Forderung an die Versicherung weiter und informieren den Geschädigten, dass er sich zwecks seiner Ansprüche an Ihre Haftpflichtversicherung wenden soll. Dann ist das Thema für Sie beendet. Aber das schrieb pas-ko oben ja auch schon.

Grüße
CM
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
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