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Mittwoch, 12. Juli 2017, 09:17

Mietsachschaden: Haftpflicht zahl den Vermieter nach deren Meinung zuwenig. Nur Zeitwert

Hallo,

folgendes Problem:
Ein Mietsachschaden ist entstanden (beschädigung einer Zimmertür). Die Haftpflicht hat den Schaden angenommen und dem Vermieter 100 Euro gezahlt.
Der Vermieter meint dafür bekomme er keine neue Tür und der Mieter soll den Rest der Kosten übernehmen.
Die Haftpflicht zahlt den Restwert, da die Tür schon über 30 Jahre alt und abgewohnt ist.
Der Vermieter ist aber der Meinung, dass die Wohnung wieder so herzustellen ist, wie sie war. Also mit funktionierende Tür und nicht mit 100 Euro Abschlag.

Irgendwie bin ich der Meinung, dass der Vermieter in einer falschen Welt lebt. Dafür habe ich die Haftpflicht ja, damit die mein Schaden übernimmt.

Was ist eure Meinung dazu???

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »hallo_spencer« (12. Juli 2017, 09:51)


pas-ko

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2

Mittwoch, 12. Juli 2017, 11:50

Der Vermieter hat schlicht und einfach nur den Anspruch auf den Zeitwert (Schadenersatz!). Fordert der Vermieter mehr, läuft seine Forderung ins Leere.

Der Mieter gibt den Anspruch des Vermieters wieder an seine Haftpflicht weiter, die für den Mieter die Abwehr des Anspruches betreibt. Ob der Vermieter nun eine neue Tür einbaut (die hier anfallende Wertverbesserung muss er halt selber tragen), oder eine alte gebrauchte Türe, ist ja seine Sache.

Wenn Ihr 10 Jahre altes Auto durch Unfall zerstört wird, bekommen Sie von der gegnerischen Versicherung auch keinen Neuwagen hingestellt. Bei Schadenersatz gilt grundsätzlich, dass der Geschädigte nur Anspruch auf den Zeitwert hat. So hat es der Gesetzgeber geregelt.


Ich schreibe hier als Privatperson. Versicherung ist auch mein Hobby 8o
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3

Mittwoch, 12. Juli 2017, 14:43

Ja so habe ich das auch verstanden, Zeitwert bekommt er, ansonsten würde er sich ja bereichern. Ich glaube die Handwerkerleistung müsste die Versicherung komplett übernehmen. Also Handwerkerleistung + Zeitwert der Tür.
Ich denke das weiß der Vermieter. Frech ist dass er ein Kostenvoranschlag auf meinen Namen angefragt hat und diesen mir zugesendet hat. Sowas geht doch nicht wegen Datanschutz. Ich habe gar nichts angefragt noch meine Zustimmung gegeben.
Ich denke der Vermieter will das auf meinen Namen haben, damit ich am Ende die Rechnung tragen muss.
Haha

Was sollte ich machen? Das Angebot ignorieren und ihn anschreiben Angebot auf Namen des Vermieters oder Rechnung auf Namen des Vermieters???

pas-ko

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4

Mittwoch, 12. Juli 2017, 15:46

Ich würde den Versicherer kontaktieren und ihm das mitteilen, verbunden mit der Frage, ob Handwerkerleistungen über den Zeitwertschaden hinaus übernommen werden.


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5

Mittwoch, 12. Juli 2017, 15:47

Was sollte ich machen? Das Angebot ignorieren und ihn anschreiben Angebot auf Namen des Vermieters oder Rechnung auf Namen des Vermieters???
Hallo !

Melden Sie dieses weitere Vorgehen Ihres Vermieters umgehend an Ihre Haftpflichtversicherung und machen Sie bis dahin gar nichts weiter.

Diese befriedigt nicht nur , wie in diesem Fall ja bereits geschehen , berechtigte Ansprüche , sondern wehrt auch unberechtigte Ansprüche ab.
Denn eine Privathaftpflichtversicherung hat auch eine "passive" Rechtsschutzfunktion , um den Versicherungsnehmer vor unberechtigten Ansprüchen zu schützen und diese abzuwehren.

Viel Erfolg !

6

Mittwoch, 12. Juli 2017, 16:34

Ja so ist auch mein Plan. Ich reiche alles der Versicherung weiter. Was die damit macht ist deren Sache. Und dass es wie eine Art kleine Rechtschutz ist habe ich auch schonmal gehört.
Fakt ist, dass der Vermieter die Wohnung wieder so haben will, wie sie war. Das geht ja nun nicht. Das geht nur, das ist das Ziel des Vermieters, wenn ich eine Firma beauftrage den Schaden zu reparieren. Da ein Schaden jedoch nicht halb repariert werden kann, wäre somit die Rechnung der Firma eine zum Neuwert. Somit würde ich ja auf den Kosten hängen bleiben und den Vermieter bereichern.

7

Donnerstag, 13. Juli 2017, 14:55

Hey,

also ich würde auch alles an Deine Haftpflichtversicherung weiterleiten. Klar will der Vermieter mehr Geld als ihm für eine 30 Jahre alte Tür zustehen würde. Frag beid er Versicherung nochmal nach zwecks Kosten für den Einbau und eine Kopie des Kostenvoranschlags kannst Du ja auch dazulegen. Die Sachbearbeiter dort wissen was zu tun ist. Und die hatten sicher auch schon mehrere solcher Forderungen seitens der Vermieter.
Und sollte Dich der Vermieter fragen, würde ich sagen, dass Du das mit der Versicherung klären musst.

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Mietsachschaden, Mietschaden

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