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Sonntag, 25. Dezember 2016, 11:47

Zu viele Versicherungen - Brauche einen Tipp

Hallo,

ich habe hier schon sehr interessante Themen gelesen, aber heute möchte ich mal selber etwas schreiben, da ich einen Rat benötige.

Meine Frau und ich möchten im nächsten Jahr ein Haus bauen. Damit wir unser die Hausrate besser leisten können, schaue ich gerade, ob ich wirklich alle meine Versicherungen benötige.

Folgendes habe ich aktuell:
HDI Maxi Rent Fondsgebunden seit 2004 - monatlicher Beitrag ~90
HDI Basis Rente Fondsgebunden seit 2007 - monatlicher Beitrag ~35
HDI Rieser Rente Fondsgebunden seit 2007 - monatlicher Beitrag ~15
DWS Rieser Rente Fondsgebunden seit 2011 - monatlicher Beitrag ~100

Mein Versicherungsvermittler ist zugleich mit mir verwandt und hat, als ich noch minderjährig war, die Beiträge für mich gezahlt. Ich gehe davon aus, dass er nur das beste für mich wollte. Aber aktuell ist die monatliche Belastung einfach zu hoch. Ich versuche mind. 100€ zu "sparen". Meine vsl. gesetzliche Rente wird (wie ich finde) relativ gut sein. Das wusste man natürlich bei Abschluss der Versicherungen noch nicht, da ich da noch nicht mal gearbeitet habe.

Warum ich hier schreibe, und nicht meinen Vermittler frage? Ich brauche einfach mal eine neutrale Meinung, von Leuten, die Ahnung haben.

Wir überlegen jetzt, was wir tun können. Kündigen wird wahrscheinlich das schlechteste Möglichkeit sein, da wir Verlust machen (obwohl ich mir z.B. bei der Maxi Rent auch nicht sicher bin, das will ich noch mal selber bei der Versicherung erfragen - die läuft ja schon 12 Jahre).

Auch über Wohnriester denken wir aktuell nach. Die Nachteile mit Nachbesteuerung und, dass man an die Immobilie "gebunden" ist, finden wir weniger schlimm, da man dafür ja das Darlehen schneller los ist.

Ich fürchte aber, dass mind. eine Versicherung weg muss und bin mir nicht sicher, welche Versicherung besser ist. Riester gibt Zuschüsse. Dafür ist die Maxi Rent afaik im Alter steuerfrei, da in 2004 abgeschlossen. Ich nehme an, dass die Basis Rente am wenigsten bringt, im Vergleich zum Rest. Aber dafür ist dort auch der Beitrag sehr gering. Man kann afaik bei allen Versicherungen die Beiträge auf ein Minimum von 60€ im Jahr reduzieren.

Kann mir jemand einen Tipp geben?

Frohe Weihnachten!

Thomas Kliem

Administrator

Beiträge: 2 098

Wohnort: Berlin

Beruf: Fachmakler für PKV, BU-Versicherungen, Altersvorsorgeprodukte und Finanzierungen. Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK)

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2

Sonntag, 25. Dezember 2016, 12:22

Verstehe ich Sie richtig, dass 100 EUR mehr oder weniger Ausgaben im Monat sich dafauf auswirken, ob Sie sich die Finanzierung leisten können oder nicht?
Thomas Kliem
Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK)

Ihr Fachmakler für PKV, BU, Altersvorsorge und Finanzierungen

3

Sonntag, 25. Dezember 2016, 12:29

Nein, zum Glück nicht. Verstehen Sie mich nicht falsch, wir haben keine Geldprobleme. Aber wir haben bald 2 Kinder und wollen mehr oder weniger den gleichen Lebensstandard haben wie bisher. Ich habe schon andere Dinge etwas gekürzt (keine Versicherungen), aber da ich hier schon immer das Gefühl hatte, dass ich zu viel zahle, wollte ich das jetzt auch mal in Angriff nehmen.

Thomas Kliem

Administrator

Beiträge: 2 098

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Beruf: Fachmakler für PKV, BU-Versicherungen, Altersvorsorgeprodukte und Finanzierungen. Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK)

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4

Sonntag, 25. Dezember 2016, 12:47

Das klingt für mich widersprüchlich. Offensichtlich müssen Sie sich nach der Geburt des 2. Kindes finanziell einschränken, um den Lebensstandard zu halten.
Sie investieren tendenziell eher zu wenig als zu viel für die Altersvorsorge (dafür sind die von Ihnen genannten Verträge offensichtlich vorgesehen).

Schauen Sie sich einfach mal an, was aus den Verträge prognostiziert an Rentenzahlungen zu erwarten ist. Nehmen Sie die Spalte mit max. 4% prognostizierter Wertentwicklung.
Addieren Sie die zu erwartende gesetzliche Rente.
Dann bereinigen Sie die Summe der zu erwartenden Renten um die Inflation. Rechnen Sie mindestens mit 2% jährlich von heute an bis zum Rentenbeginn.

Von diesem inflationsbereinigten Wert ziehen Sie noch die Kranken- und Pflegepflichtversicherung ab (wenn GKV versichert sicherheitshalber 20%).

Das machen Sie für sich und für Ihre Frau.

Was da unter dem Strich heraus kommt ist Ihre voraussichtliche Altersrente vor Steuern. Wenn Sie sich eine aktuelle Steuertabelle schnappe, können Sie überschlägig die Nettorente ermitteln.
Das ist natürlich nur ein Näherungsverfahren. Aber glauben, Sie mir, da kommt tendenziell eher zu viel als zu wenig heraus!

Ich prognostiziere, das Sie spätestens dann eher über den Abschluss weiterer Vorsorgeverträge nachdenken und nicht an die Kündigung bestehender Verträge.

Und bitte machen Sie nicht den Fehler, eine selbst genutzte Immobilie als Altersvorsorge anzusehen. Spätestens im Rentenalter werden Sie massive Summen benötigen, um das Objekt in Schuss zu halten (Dach, Fenster, Dämmung, Heizung, Fassade etc.).

Außerdem sehe ich nicht, dass Sie eine BU-Versicherung und eine Todesfallabsicherung haben.
Die brauchen Sie aber und das kostet auch noch einmal Geld.

Immobilien zur Eigennutzung sind Luxus und wirtschaftlich kaum sinnvoll.
Aber natürlich ist ein schönes Haus auch etwas, was das Leben schöner machen kann. Aber das fällt und Emotio. Ich bin hier für Ratio zuständig :-)
Thomas Kliem
Bankkaufmann und Fachwirt für Finanzberatung (IHK)

Ihr Fachmakler für PKV, BU, Altersvorsorge und Finanzierungen

5

Montag, 26. Dezember 2016, 11:52

Hallo,

ich habe hier nur die Rentenversicherungen genannt. Mein Frau hat auch noch mal einmal 2 Rentenversicherungen und wir beide haben jeweils noch BU, Zusatz KV und LV. Die Beiträge der BU sind schon über 100€ pro Versicherung. Unsere erwartete gesamt Rente ist fast so viel wie das, was wir jetzt zusammen verdienen. Und bis zur Rente wollten wir eigentlich mit dem Hauskredit durch sein. Wir können aktuell noch gut leben, auch mit den aktuellen Versicherungen. Aber wenn alle Versicherungen mind. das Abwerfen, was sie mind. versprechen, können wir im Alter mehr als gut leben.

Mein Gedanke dabei ist, dass ich doch lieber jetzt besser leben will. Zusammen zahlen wir mehr als 300€ für Rentenversicherungen. Und wir sind 30 und 28. Das finde ich einfach etwas viel.

Framal

Versicherungsprofi

Beiträge: 211

Beruf: Versicherungsmakler & Finanzberater

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6

Dienstag, 27. Dezember 2016, 08:29

Hallo SpezialK,

vor allem fußt die Vorsorge lediglich auf "Geldversprechen". Die Sache mit dem Haus und dem abgezahlten Kredit bis dahin, ist schon gut gedacht. Aber das Thema ist so umfangreich, das kann in einem Forum nie und nimmer sinnvoll ausdiskutiert werden. Geben Sie den Rahmen vor:
Wieviel Geld haben wir, welche Rücklagen behalten wir, welche Rücklagen lösen wir bzgl. Kredit auf, was benötigen wir an Kredit(en), was kann/muss der Kredit kosten (Dauer der Zinsbindung/Tilgungshöhe), was muss für Versicherungen (BU, KV, Todesfall ...) aufgewendet werden, was kann für Versicherungen bleiben (Altersvorsorge, ... ), was sparen wir variabel, .... .
Suchen Sie sich einen (mehrere) Ansprechpartner und besprechen Sie diese Themen.

MfG
Framal

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