Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Versicherungtalk.de. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

1

Mittwoch, 10. April 2013, 23:53

BAV widerrufen / kündigen

Hallo,

vor ca. 4 Monaten habe ich einen Antrag auf eine Betriebliche Altersvorsorge unterschrieben. Leider fand ich erst danach Zeit mich intensiver damit zu beschäftigen und genau nachzurechnen. Ich kam zu dem Schluß, dass ich diese Versicherung nicht will und teilte dies meinem Arbeitgeber und dem Makler ca. 3 Wochen später mit. Der Makler sagte ich solle widerrufen. Im Antrag gab es keine Widerrufsbelehrung. Danach geriet die Sache bei mir in Vergessenheit. Nun kam ein Schreiben von der Versicherung und es fiel auf das der Vesicherungsschein schon einige Zeit in der Firma rumliegt und die Beiträge vom Firmenkonto abgebucht wurden. Einen Widerruf hat die Versicherung jetzt nicht mehr akzeptiert.

Kann ich wirklich nur mit einer Unterschrift unter dem Antrag eine Versicherung abgeschlossen haben, ohne eine Widerrufsbelehrung oder ähnliches unterschrieben zu haben?
Für mich ist ein Antrag noch kein Vertrag und für einen Vertrag muss ich einen Vertrag unterschreiben - sehe ich das falsch?

Wie komme ich da wieder raus?

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 587

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

  • Nachricht senden

2

Donnerstag, 11. April 2013, 11:49

Hallo,

ein Vertrag kommt nicht nur bei Versicherungen durch Antrag (ich vermeide den Begriff Angebot) und Annahme zustande. Du hast einen Antrag gestellt und die Versicherung hat angenommen.

Da es eine BAV ist, kann es auch etwas anders sein: der Betrieb ist in der Regel Versicherungsnehmer, Du nur versicherte Person. Deshalb liegt auch der Versicherungsschein beim Arbeitgeber rum. Vielleicht ist es auch ein Gruppenvertrag und Du hast nur eine Anmeldung oder Beitrittserklärung unterschreiben, die aussieht wie ein Antrag.

In jedem Fall dürfte ein Hinweis auf die Widerrufsmöglichkeiten dabei gewesen sein, Du hat ja eine Kopie bekommen. Wenn wirklich nicht: dann beginnt die Frist erst mit Erhalt der Belehrung. Und im übrigen nochmal mit Erhalt des Versicherungsscheins. Dann solltest Du das der Versicherung so detailliert mitteilen. (§§ 8 und 152 VVG).

Ob es die Beiträge zurückgibt, ist eine andere Frage.

Viel Glück

Barmer

3

Donnerstag, 11. April 2013, 22:09

Vielen Dank für die Antwort.

Es handelt sich nicht um einen Gruppenvertrag.

Im Antrag wird nur darauf hingewiesen, dass sich die Widerrufsbelehrung im Versicherungsschein findet.

Der Versicherung habe ich das schon detailiert geschildert und die Antwort war nur, das sie nichts dafür können wenn der Versicherungsschein beim Arbeitgeber liegt.
Kann die Firma eigentlich die Beiträge, soweit möglich, einfach zurückbuchen - ich hatte gelesen, das die Beiträge bei Lebens- und Rentenversicherungen eingefordert werden können?

Im übrigen war die bearbeitende Sekretärin in der Zeit 8 Wochen krank :(

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »sodo« (11. April 2013, 22:16)


Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 587

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

  • Nachricht senden

4

Donnerstag, 11. April 2013, 23:11

Da sieht man mal, wie sich anfängliche Schusseligkeiten - "Danach geriet die Sache bei mir in Vergessenheit" - dramatisch entwickeln können.

Du kannst jedenfalls auch nichts dafür, dass die Police solange rumliegt. Da würde ich hart bleiben. Das Gesetz ist eindeutig.

Da der Arbeitgeber hier auch die Weitergabe versäumt hat, sollte er Dir helfen. Natürlich kann er nicht die Beiträge zurückbuchen. Aber da die Versicherung ja noch mehr Geschäft mit ihm machen will, wird sie ihm entgegenkommen.

Viel Glück

Barmer

5

Donnerstag, 1. August 2013, 23:12

Ruhig brauner ;-)

Also jetzt machen wir mal Schule - Arbeitsrecht - Versicherungsrecht!

Arbeitsrechtlich hat dein Arbeitgeber mit dir eine Versorgungszusage abgeschlossen. Somit besteht für den Arbeitgeber auch die Pflicht für dich "was zu machen!" Dein AG schliesst jetzt für dich eine DV (Direktversicherung) ab, und beginnt ggf. schon zum Zeitpunkt der Versorgungszusage - mit der Umwandlung + Zahlung. Diese geschieht Steuer und Sozialversicherungsfrei --> wenn du dödel jetzt auf die total clevere idee kommst das ganze zu canceln, dann mach das - und sag deinem arbeitgeber er darf alles seit dem letzten umgewandelten beitrag zurück rechnen!!! EIN HOCH AUF DEN BESTEN MITARBEITER!!!!

6

Freitag, 2. August 2013, 17:18

... wenn du dödel jetzt ...


Gelbe Karte!
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
http://www.lamers-gmbh.eu/ http://www.lamers-gmbh.de/ https://www.debeka.de/svb/butzbach/index.html

Thema bewerten


Home Lebensversicherun Rentenversicherung Berufsunfähigkeitsversicherung Private Krankenversicherung Krankenzusatzversicherung Pflegezusatzversicherung Autoversicherung Motorradversicherung

  My-Versicherung Motorradversicherung Autoversicherung Private-Unfallversicherung Private-Haftpflicht Bausparen  Privatrechtsschutz Pflegepflichtversicherung