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1

Sonntag, 4. Dezember 2011, 21:39

Normierte Modellrechnung laut VVG

Hallo Forum,

ich habe folgende Frage: inwiefern eignen sich die Modellrechnungen bei
Direktversicherungen zum Vergleich verschiedener Angebote?


Hintergrund dazu: ein Vertreter einer großen
Versicherungsgesellschaft sagte mir, die Berechnungen seien vollkommen sinnlos,
da lediglich der zusätzliche Zins (2,76% usw.) für die Berechnung verpflichtend
sei, andere Methoden, um das Endergebnis "schön zu rechnen", eben
nicht.

Das mag ich nicht wirklich glauben, zudem würde ich
erwarten, dass der einheitliche Zinssatz so massiv ausschlaggebend ist, das
kein wesentlicher Unterschied zwischen Anbietern bestehen sollte.


Vielen Dank!
Cabrito

2

Mittwoch, 7. Dezember 2011, 01:14

Ich kann Ihnen bei Ihrer Frage nicht 100% folgen. könnten Sie den Kern Ihrer Frage evtl. noch weiter ausführen?

An sich sollten sich an Hand der "Modellrechnungen" schon unterschiedliche ABlaufwerte feststellen lassen, da sich niedrigere Kostenquoten hierbei positiv auswirken.

Allerdings sagen die Modellrechnungen noch lange nichts über die Solidität eines Versicherers und den künftigen Anlageerfolg....

3

Montag, 12. Dezember 2011, 21:49

Hallo Konfuzius,

besten Dank für die Rückmeldung!

Vielleicht helfen Daten besser, das Ganze zu verstehen:
  • Beide Anbieter: Einzahlung per Direktversicherung von 220 Euro über 34 Jahre
  • 1. Anbieter: 120.000€ garantierte Abfindung, 440€ garantierte Rente // bei 2,76% Modellrechnung: 135.000€ Kapital, 520€ Rente
  • 2. Anbieter: 116.000€ garantierte Abfindung, 435€ garantierte Rente // bei 2,76% Modellrechnung: 166.000€ Kapital, 720€ Rente
Beides sind große bankgebundene Anbieter. Der in der Modellrechnung "unterlegene" Anbieter sagt, dass die Modellrechnungen alle Blödsinn seien.

Was ich nicht verstehe: eigentlich müssten die Wertunterschiede ähnlich sein, da prozentual aufgeschlagen wird, wenn ich das richtig verstehe. Ist es aber nicht.
Besten Dank!
Cabrito

4

Sonntag, 18. Dezember 2011, 18:11

Hallo Forum,ich habe folgende Frage: inwiefern eignen sich die Modellrechnungen bei
Direktversicherungen zum Vergleich verschiedener Angebote?



Hallo Cabrito,

eine Modellrechnung nach § 154 VVG ist letztlich eine Prognose, auf die man keinen gesetzlichen Anspruch erwirken kann. Man sollte bei einem Vergleich also die garantierten Leistungen im Fokus behalten.

Du sprichst von einer Direktversicherung. Für gewöhnlich befindet man sich dann im Bereich der betrieblichen Altersversorgung. Ist dem so? Wenn ja, stellen sich im Vorfeld erhbelich mehr Fragen, als jene, die dich im Moment interessiert ;)


Gruß
Tobias


limburgerbub

Fortgeschrittener

Beiträge: 683

Wohnort: Limburg

Beruf: Versicherungsmakler

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5

Montag, 19. Dezember 2011, 23:00

der normierte zinssatz ist allenfalls dafür zu gebrauchen, um festzustellen, welcher versicherer relativ teuer ist (verwaltungskosten)
das ist aber nur eine seite der medallie...auf der anderen seite stehen die überschüsse, die die gesellschaften erwirtschaften.
um die richtige auswahl zu treffen....oder sagen wir besser eine gute auswahl, zählen auch noch andere aspekte, die längerfristig zu sehen sind (stichwort bilanzkennzahlen)

@marquis
willkommen im club....muß schon etwas schmunzeln....honorarberatung muß nicht ehrlicher sein....kann aber natürlich.....vorausgesetzt man kann sich die leisten. problem ist doch die teilweise unseriöse umdeckerei....nur was soll sich daran ändern ? dann berät halt ein vertreter auf erfolgshonorar und schwupps wird das ding trotzdem platt gemacht ;-) theorie und praxis liegen da weit auseinander....
und ein großes problem sehe ich da nicht bei den vielen, die einen anständigen job machen.....sondern bei denen, die eben keine zulassung bei der IHK brauchen, bzw. die von vertrieben geschützt werden.
und alles mit hilfe der politik....ich habe mich schon mal wegen so einer umdeckung bei einem strukturvertrieb beschert....dafür hab ich dann eine abmahnung kassiert....das nannte man dann lustigereise unlauterer wettbewerb
Tel. 06431/477201 fax: 06431/477368 y
Ich bin hier ausschließlich als Privatperson unterwegs. Alle Beiträge sind ausschließlich privater Natur..,.ob diese nun von mir, meiner Frau, oder von wem auch immer erstellt wurden ;)
E-mail-Adresse: info@juergen-hartenstein.de

www.vermittlerregister.info D-ACQY-20IVL-63

6

Dienstag, 20. Dezember 2011, 17:07

Hallo limburgerbub,

wie bei Allem ist die Honorarberatung nicht unbedingt in letzter Konsequenz das Maß aller Dinge. Ich bin davon überzeugt, dass diese Art der Beratung aber ein ernormer Schritt in die richtige Richtung wären. Vorallem vor dem Hintergrund der Strukturvertriebe - wie von dir ja auch schon angesprochen.

Warum sollte das Ding "platt" gemacht werden. Der Berater würde dem Kunden dann alle möglichen Konsequenzen aus seinem Handeln aufdecken - letztendlich muss der Kunde entscheiden. Das Hauptproblem liegt wohl eher im Bereich der Ausbildung. Mit Verlaub stellt für mich die "Ausbidlung" (ob Fachmann, Fachwirt usw.)bei der IHK keinen Grundsatz für den Vertrieb von Finanzprodukten dar - wenn überhaupt nur Sachgeschäft. Ich selber habe damals meinen Versicherungsfachmann noch über den BWV gemacht. Wenn ich mein Wissen (Studium fast absolviert), welches ich jetzt habe, mit dem von damals vergleiche - so muss ich mir eingestehen, dass ich damals nicht geeignet war, Finanzprodukte zu verkaufen (Sachgeschäft wohl, Lebengeschäft nein!).

Wer von den Versicherungsfachmann-Absolventen ist denn mathematisch dazu in der Lage zu beurteilen, ob LV A (läuft event. schon ein paar Jahre) besser oder schlechter ist, als LV B ? Ich bin so mutig und behaupte - keiner! Je nach Produkt und Miteinbezug von Opportunitätskosten würde auch ich mir das nicht ohne weiteres zutrauen.

Ich möchte auch nicht zu sehr OFF-Topic werden, die Diskussion ist sicher spannend und auch notwendig. Potenzielle Kunden verstehen einfach nicht, dass eine solide Ausbildung im Finanzbereich über Jahre in Anspruch nimmt und dann auch dementsprechend honoriert werden sollte.


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