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Donnerstag, 10. Februar 2011, 13:03

Betriebliche Altersvorsorge vorzeitig kündigen

Hallo,

Ich besitze seit 2006 eine betriebliche Altersvorsorge, jedes Jahr wird dort das Urlaubs und Weihnachtsgeld steuerfrei eingesahlt, das sind 810Euro jährlich! Was wäre, wenn ich diese Altersvorsorge nun kündigen würde?Würde das gesammte Geld versteuert werde?Wenn ja mit wieviel Verlust müsste ich rechnen??


Liebe Grüße und danke im vorraus!!!

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2

Donnerstag, 10. Februar 2011, 20:38

Hallo Kaya123!
Sie sollten damit rechnen, dass Sie alle Ersparnisse an Steuern und Sozialabgaben zurück zahlen müssen.
Außerdem kann es sein, dass Ihr Tarif in den ersten Jahren mit den Gebühren für den Abschluss belastet wurde. Das würde den Rückkaufswert erheblich reduzieren. Die Kostenbelastung hängt aber vom Tarif ab, es gibt auch Tarife aus denen diese Kosten über die ganze Laufzeit verteilt entnommen werden. Dann wäre dieser Effekt nicht sehr hoch.
MfG
Alexander Reibold
Für persönliche Nachrichten bin ich erreichbar unter alexanderreibold@aol.com.
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Die hier verfassten Aussagen beziehen sich auf bestimmte Anfragen. Da diese in der Regel nur wenige Daten des Fragenden enthalten, kann auch die Antwort nur als vorläufige Aussage zu den gegebenen Informationen gelten. Für eine korrekte Aussage zu Versicherungs- und Finanzthemen gehört ein ausführliches Beratungsgespräch das im Internet nicht möglich ist!

3

Donnerstag, 10. Februar 2011, 21:10

Meines Erachtens kommt man an eine bAV vor dem 60. Lebensjahr nicht mehr dran, zumindest nicht legal ;-)
Sämtliche Antworten, Aussagen und E-Mails werden von mir als Privatperson getätigt und sind ohne jegliches gewerbliches/berufliches Interesse und ohne Anspruch auf Richtigkeit!
http://www.lamers-gmbh.eu/ http://www.lamers-gmbh.de/ https://www.debeka.de/svb/butzbach/index.html

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4

Freitag, 11. Februar 2011, 17:48

Naja, kündigen kann man den Vertrag mit Zustimmung des Arbeitgebers (dann muss hier Arbeitsrechtlich allerdings auch die Zusage "aufgehoben" werden) schon, solange man sich im laufendem Arbeitsverhältnis befindet.

Hierbei werden dann vom Rückkaufswert der Versicherung ggf. Sozialversicheungsbeiträge fällig (zumindest sollte der AG dies bei der Krankenkasse nachfragen). Der ausgezahlte Betrag wird durch das Versicherungsunternehmen in vollem Umfang an die entsprechende Stelle (ZfA oder so) gemeldet. Sie erhalten dann eine Leistungsmitteilung durch den Versicherer für Ihre Steuererklärung. Der Rückkaufswert ist also auch im vollem Umfang steuerpflichtig (persönlicher Steuersatz). Eine vorzeitige Kündigung bringt neben den vom "Vorredner" bereits erwähnten Verlusten durch die Kosten, auch weitere abzugsbedingte Nachteile.

Allerdings gibt es gerade bei "Neu"-Verträgen (neues Steuerrecht), die Beiträge z.B. zu reduzieren oder auf eine monatliche Zahlungsweise umzustellen.

Aus meiner Sicht sollte man den Vertrag bestehen lassen - Reduzieren / beitragsfrei stellen usw. - da sich erst im Rentenalter der steuerliche Vorteil auswirkt. Man muss ja auch bedenken das jeder Neuabschluss mit neuen Kosten verbunden ist!

Gruß
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5

Freitag, 11. Februar 2011, 17:58

Ich bleibe bei meiner Aussage, eine bAV kann nur beitragsfrei gestellt werden, eine Auszahlung des Kapitals erfolgt i.d.R. nicht vorm 60. LJ


--> OLG Hamm vom 19.07.2006
20 U 72/06
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6

Freitag, 11. Februar 2011, 18:05

die Unverfallbarkeit des Vertrages tritt meines Erachtens erst "wirklich" zum Zeitpunkt des Ausscheidens (Dienstaustritt) ein - danach, da geb ich dir Recht, kann der Vertrag nur noch beitragsfrei gestellt werden, solang er nicht unter den Abfindungsgrenzen (garantierte beitragsfreie Jahresrente € 306,00 in 2011 nicht übersteigt (West)) liegt und der Arbeitgeber die Abwfindung der Bagatellanwartschaft wünscht.

Bis dahin kann der Arbeitgeber die Anwartschaft im lfd. Arbeitsverhältnis - soweit ich weiß - immer Abfinden, da es hier keine gesetzl. Regelung gibt.
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7

Freitag, 11. Februar 2011, 21:05

Hallo!
Auch ich habe in der Ausbildung zum Fachberater BAV gelernt, dass man eine laufende BAV nicht vo rdem 60. Geburtstag kündigen kann.
Entgegen dieser Regel, kenne ich aber Kunden die z.B. von der Gothaer einen Rückkaufswert bekommen haben.
Vielleicht kann einer der Kollegen hier einmal aufklären, ob es bestimmte Bedingungen gibt unter denen die Rückzahlung möglich ist.
Mit dem Begriff "Unverfallbarkeit" hat das aber nichts zu tun. Der beschreibt den Zeitpunkt ab dem ein Rentenanspruch, der dem Arbeitnehmer versprochen wurde, vom Arbeitgeber nicht mehr zurück genommen werden kann. Das ist nur bei rein Arbeitgeberfinanzierten Verträgen interessant, da bei der Entgeltumwandlung sofort die Unverfallbarkeit eintritt.
MfG
Alexander Reibold
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Freitag, 11. Februar 2011, 21:30


Entgegen dieser Regel, kenne ich aber Kunden die z.B. von der Gothaer einen Rückkaufswert bekommen haben


Die Fälle kenne ich auch, von daher sagte ich i.d.R.. Das Gesetz resp. die Rechtssprechung sieht es so vor, was in der Praxis teils läuft ist eine andere Sache.

@Cent: Mit der Unverfallbarkeit hat das nichts zu tun, das ist eine Sache die mit dem Übergang der Ansprüche der Beitrag des AG auf den AN zu tun hat. Eigen Beitrage des AN sind z.B. stets unverfallbar wie der Kollege schon richtiger weise erklärte.
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9

Sonntag, 13. Februar 2011, 17:29

Das ist richtig, Entgeltumwandlungen sind ab Beginn unverfallbar. Der Gesetzgeber hat aber keine Regel für die Höhe der "Abfindungen" im laufendem Arbeitsverhältnis geschaffen und es gibt hier auch kein gesetzliches Verbot dieser Abfindungen. Deshalb gibt es viele Gesellschaften die hier einem Kündigungswunsch des Arbeitgebers und des Arbeitnehmers nachkommen. Die arbeitsrechtliche / interne handhabe dieser Abfindung ist Sache zwischen AN und AG.
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Freitag, 18. Februar 2011, 13:27

Meines Erachtens sollte man sich bei solchen Fragen je nach Möglichkeit einen Berater engagieren... Ich zumindest bin immer relativ unsicher bei Fragen die Altersvorsorge o.ä. betreffen, und habe daher meistens einen Berater gehabt.. (kostet natürlich, aber man spart Nerven und bewahrt sich vor einem möglichen Fauxpas :))
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