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Dienstag, 31. Januar 2017, 21:18

Rentenversicherung plötzlich mit gesunkenen Zinserträgen trotz gleichem Zinssatz

Hallo,
ich habe eine Rentenversicherung in die ich vor Jahren einen einmaligen großen Betrag eingezahlt hatte.
Die Garantieversichrung ist stets gleich und die monatliche Prämie stiegt in den letzten Jahren kontinuierlich leicht.
Nun sind die zu erwartenden monatlichen Renten aber bei gleichem theoretischen Zinssatz (6%) von 219€ auf 153€ gesunken.

Wie kann das sein?

Denn in allen Jahren wurde bei den Abrechnungen von 6% Beispiel-Rendite ausgegangen.

D.h. das ist ein fiktiver, aber fester Rendiesatz! Dabei ist es unerheblichob nun 2%, 10% oder 0% erzielt wird. Genauso unerheblich sind die aktuellenMarktentwicklungen, da es sich ja nur um einen Beispielzins handelt.Wie kann es also sein, dass 6% in 2015 noch 219€ pro Monat und 2016 nur 153€ bei 6% herauskommen?

Ist mit schon klar, dass es Theoriewerte sind. Aber dann sollten aktuell tatsächliche Marktrendite doch nicht allzu sehr ins Gewicht fallen, außer der Rentenfonds hat letztes Jahr extrem Kapital verloren.
Das kann aber nicht sein, da meine Anteile, Wert des Fonds und demzufolge Gesamteinlage im Fond lt. gleichem Rentenversicherungs-Auszug leicht gestiegen sind!

Mein Versicherungsmarkler argumentiert so:

Zitat

In der aktuellen Kapitalmarktsituation gibt es erhebliche Abweichungen in den dargestellten Leistungen. Der Hauptbetreiber für die Abweichungen ist der dauerhaft niedrige Zins. Aufgrund der veränderten Bedingungen an den Kapitalmärkten wurde von der Versicherungsgesellschaft bedingungsgemäß die Anpassung des Rentenfaktors vorgenommen. Auch daraus ergeben sich neue Werte. Der Rentenfaktor wird fortlaufend in Abhängigkeit der Zinsmärkte ermittelt. In der aktuellen Kapitalmarktsituation führt dies im Vergleich zur Police sowie den letzten Leistungsübersichten zu deutlich reduzierten Rentenfaktoren. Umgekehrt führt dies bei steigenden Zinsen zu steigenden Rentenfaktoren. Somit kann in der aktuellen Situation zwar das Fondsvolumen steigen aber bei gleichzeitig sinkendem Rentenfaktor die mögliche Investment Rente sinken.
Danke für eure Sichtweisen, Tobias

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Toschma« (31. Januar 2017, 21:25)


Framal

Versicherungsprofi

Beiträge: 211

Beruf: Versicherungsmakler & Finanzberater

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2

Mittwoch, 1. Februar 2017, 09:56

Hallo Toschma,

die 6% sind sehr wahrscheinlich die unterstelle Rendite in der Ansparphase, also der Zeit, bis zum Renteneintritt. Und da ist für den Rentenfonds ein Zins von 6% unterstellt, mit dem ein Guthaben von xy € erreicht wird. Und diese xy € werden dann verrentet.
In der Rentenphase werden nicht mehr die 6% unterstellt, sondern eine Rendite, die die Versicherung unterstellt. Diese wird durch den Rentenfaktor ausgedrückt.
In dieser Rentenphase „vereinnahmt“ die Versicherung Deine xy € und zahlt Dir dafür eine lebenslange Rente.
Als die Versicherung abgeschlossen wurde, hat die Versicherung für diese Zeit vielleicht mit einem Zins von 4% gerechnet. Heute vielleicht nur noch mit 2%.
Und somit kommt die geringere Rente zustande.

MfG Framal

3

Mittwoch, 1. Februar 2017, 14:48

Vielen Dank für die ausführliche Erklärung, die ich von meiner Versicherung auch erwartet habe.
Dennoch kann ich nicht verstehen, dass bei weiteren 25 Jahren Ansparphase und bisherigen 10 Jahren Laufzeit (also insgesamt 35 Jahre Ansparphase mit einmaliger Zahlung) die monatlichen Rentenzahlungen bei gleichbleibenden Zinssatz von 6% in den nächsten 25 Jahren sich um über 30% reduzieren! Das erscheint mir sehr extrem, gerade mit dem Hintergrund, dass die letzten Jahre die monatlichen theoretischen Rentenzahlungen bei 6% stets gestiegen sind...

4

Mittwoch, 1. Februar 2017, 16:41

Guten Tag Toschma,

verschiedene Faktoren können diesen Effekt verursachen. Wenden Sie sich einfach mal schriftlich an Ihren Versicherer und verlangen eine schriftliche Erläuterung. Vielleicht bringt dies mehr Licht ins Dunkle.




Beste Grüße
Andreas Matin
-Versicherungsfachwirt-
_________________________________________________

Versicherungen, Vorsorge & mehr ...

5

Mittwoch, 1. Februar 2017, 17:01

Dies habe ich bereits getan. Die Versicherung hat mit obigen Absatz geantwortet. Dieser ist so ziemlich nichtsaussagend, bzw. erklärt nicht wirklich den Umterschied der Monatsrenten bei gleichen Werten.

Aber hier noch mal:
Mein Versicherungsmarkler argumentiert so:

Zitat


Zitat

In der aktuellen Kapitalmarktsituation gibt es erhebliche Abweichungen in den dargestellten Leistungen. Der Hauptbetreiber für die Abweichungen ist der dauerhaft niedrige Zins. Aufgrund der veränderten Bedingungen an den Kapitalmärkten wurde von der Versicherungsgesellschaft bedingungsgemäß die Anpassung des Rentenfaktors vorgenommen. Auch daraus ergeben sich neue Werte. Der Rentenfaktor wird fortlaufend in Abhängigkeit der Zinsmärkte ermittelt. In der aktuellen Kapitalmarktsituation führt dies im Vergleich zur Police sowie den letzten Leistungsübersichten zu deutlich reduzierten Rentenfaktoren. Umgekehrt führt dies bei steigenden Zinsen zu steigenden Rentenfaktoren. Somit kann in der aktuellen Situation zwar das Fondsvolumen steigen aber bei gleichzeitig sinkendem Rentenfaktor die mögliche Investment Rente sinken.

Framal

Versicherungsprofi

Beiträge: 211

Beruf: Versicherungsmakler & Finanzberater

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6

Mittwoch, 1. Februar 2017, 17:36

Hallo Toschma,

Zitat

"Dennoch kann ich nicht verstehen, dass bei weiteren 25 Jahren Ansparphase und bisherigen 10 Jahren Laufzeit (also insgesamt 35 Jahre Ansparphase mit einmaliger Zahlung) die monatlichen Rentenzahlungen bei gleichbleibenden Zinssatz von 6% in den nächsten 25 Jahren sich um über 30% reduzieren!"
Das Kapital was in der Versicherung angespart wird, ändert sich NICHT!!! Wenn bei 6% Zinsen 50.000 € Endkapital (Verrentungskapital) in Aussicht gestellt wurden, ändert sich daran NICHTS!
Es bleibt bei dem "Zielkapital" 50.000 €.

Nur war die Versicherung bei Abschluss der Meinung, aus dem Endguthaben i.H.v. 50.000 € eine lebenslange Monatsrente von 219 € machen zu können.
Heute schätzen sie, die 50.000 € reichen nur noch die 156 € lebenslange Rente.

Lg
Framal

7

Mittwoch, 1. Februar 2017, 17:50

Mein Versicherungsmarkler argumentiert so:





In der aktuellen Kapitalmarktsituation gibt es erhebliche Abweichungen in den dargestellten Leistungen. Der Hauptbetreiber für die Abweichungen ist der dauerhaft niedrige Zins. Aufgrund der veränderten Bedingungen an den Kapitalmärkten wurde von der Versicherungsgesellschaft bedingungsgemäß die Anpassung des Rentenfaktors vorgenommen. Auch daraus ergeben sich neue Werte. Der Rentenfaktor wird fortlaufend in Abhängigkeit der Zinsmärkte ermittelt. In der aktuellen Kapitalmarktsituation führt dies im Vergleich zur Police sowie den letzten Leistungsübersichten zu deutlich reduzierten Rentenfaktoren. Umgekehrt führt dies bei steigenden Zinsen zu steigenden Rentenfaktoren. Somit kann in der aktuellen Situation zwar das Fondsvolumen steigen aber bei gleichzeitig sinkendem Rentenfaktor die mögliche Investment Rente sinken.

Ihr Versicherungsmakler ist nicht der Versicherer.

Es ändert zwar nichts an der Tatsache, aber verhilft vl zu mehr Klarheit, obwohl hierzu das wesentliche schon gesagt wurde.



Beste Grüße
Andreas Matin
-Versicherungsfachwirt-
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