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Dienstag, 28. November 2017, 18:31

Kapitallebensversicherung - lohnt sich das noch?

Liebe Leute,

da ich jetzt endlich stolzer Vater geworden bin, suche ich eine geeignete Lebensversicherung um meine Familie abzusichern. Nun weiß ich leider noch nicht, was sich mehr lohnt: Kapitallebensversicherung oder Risikolebensversicherung? Klar, die Beiträge für die Kapitallebensversicherung sind höher, aber dafür krieg ich da die Beiträge irgendwann zurück - und sogar noch ein Bisschen was obendrauf. Aber einige Leute sagen, dass sich die Rendite bei ner Kapitalleben gar nicht mehr lohnt, früher war das wohl besser. Die Risikoleben ist pro Monat deutlich günstiger - und das Geld was man spart, sollte man lieber in Fonds anlegen. Aber sind Fonds nicht riskanter? Bietet eine Kapitalleben nicht eine gewisse Sicherheit dass man das Geld wieder zurückkriegt?

Was meint ihr dazu? Vielleicht könnt ihr mir ja bei der Entscheidung helfen...

Viele Grüße,
Mark

Barmer

Versicherungsberater

Beiträge: 1 587

Wohnort: Wuppertal, Münster

Beruf: Rentner, Versicherungsberater 34e Abs.1 i.R.

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2

Freitag, 1. Dezember 2017, 17:53

Hallo,

richtig ist (leider), dass die Kapital-LV ihre gute Zeit hinter sich hat. Das liegt nicht nur an den derzeit historisch niedrigen Zinsen, sondern vor allem am Wegfall des sog. LV-Privilegs 2005, das es der LV ermöglichte durch die steuerfreie Auszahlung vergleichbar sichere Anlagen bezüglich des Netto-Ergebnisses nach Steuern zu übertreffen. Die neueren Alternativ-Modelle der Versicherer werden daher überwiegend als Rentenversicherungen angeboten, die klassische gemischte LV ist fast ausgestorben.

In Ihrer Situation brauchen Sie eine Risiko-LV und falls nicht schon vorhanden, eine BU-Versicherung. Beides sollte grundsätzlich nicht mit der Altersversorgung kombiniert werden, damit bei Zahlungsengpässen nicht auch der Versicherungsschutz gefährdet ist.

Für die Altersversorgung sollte ein ausgewogener Mix verschiedener Anlageformen gewählt werden, wobei m.E. auch eine private Rentenversicherung dabei sein dürfte.

Viel Glück

Barmer

3

Freitag, 1. Dezember 2017, 19:27

Hallo Barmer,

vielen Dank für deine ANtwort! Wusste nicht dass auch noch Steuervorteile weggefallen sind und die Kapitalleben damit einen Vorteil weniger hat...weiß nur dass mein Vater vor vielen Jahren die Lebensversicherung richtig als Geldanlage genutzt hat, muss so Anfang der 90er gewesen sein...Bringt eine BU (Berufsunfähigkeitsversicherung) denn wirklich was? Dachte, dass man eine Erwerbsminderungsrente kriegt sobald man nicht mehr arbeiten kann...

4

Samstag, 2. Dezember 2017, 15:53

Hallo,

ja ja, früher war alles besser. Nein - ernsthaft, die Zeiten haben sich eben geändert. Barmer hat das entsprechend aufgeführt.

Bringt eine BU (Berufsunfähigkeitsversicherung) denn wirklich was? Dachte, dass man eine Erwerbsminderungsrente kriegt sobald man nicht mehr arbeiten kann...

Hier bestehen leider kapitale Missverständnisse. Man erhält nicht eine Erwerbsminderungsrente "sobald" man nicht mehr arbeiten kann. Hierfür gibt es klar definierte Voraussetzungen (z. B. bzgl. mögliche Stundenanzahl einer Tätigkeit), wodurch dann noch die Halbe- sowie Volle Erwerbsminderungsrente unterschieden wird.
Und ebenfalls extrem wichtig ist hierbei, dass eine BERUFS-unfähigkeit nicht mit einer ERWEBRS-unfähgkeit verwechselt / vermischt werden darf. Dies sind zwei völlig unterschiedliche Sachen.

Ob eine (BU)-Versicherung wirklich was bringt, kann ich nur mit einem klar ja beantworten. Jeder, der auf sein Einkommen angewiesen ist, muss sich mit dem Thema zumindest auseinandersetze. Wenn "nichts" geschieht und die Versicherung keine Leistungen erbringen muss, hatten Sie und Ihre Familie das gute Gefühl abgesichert gewesen zu sein. Sie mussten selbst keine - für den Normalbürger nicht zu stemmenden - Rücklagen bilden und das haben Sie mit den paar Euro Beitrag zur BU erreicht.
Und falls der Ernstfall eintritt, haben Sie im Idealfall (z. B. BU-Rente richtig bemessen, richtiger Tarif usw.) ein Monatseinkommen, welches Ihnen ermöglicht die nicht nur finanziell schwierige Zeit der Berufsunfähigkeit zu überstehen.

Hierzu ist, neben einer gewissen Selbstrecherche, natürlich der Rat von Experten erforderlich. Setzen Sie sich einfach mal mit Ihrem Versicherungsvertreter des Vertrauens zusammen und lassen Sie sich nur informieren - abschließen können Sie dann immer noch.



Beste Grüße
Andreas Matin
-Versicherungsfachwirt-
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Versicherungen, Vorsorge & mehr ...

5

Dienstag, 5. Dezember 2017, 17:38

Oh, der deutsche Staat hält sich ja sehr zurück mit seinen Hilfen...Erwerbsunfähigkeit dürfte also deutlich seltener sein als Berufsunfähigkeit, und die volle Erwerbsunfähigkeitsrente gibts sogar erst wenn man nicht mehr als 3 Stunden täglich arbeiten kann: https://ich-möchte-wegen-werbung-gesperrt-werden.CM Vielleicht suche ich mir neben der Risikoleben tatsächlich gleich eine BU, Berufsunfähigkeit dürfte für meine Familie ein größeres Risiko sein als mein Tod...Finde es nur sehr schwierig, zu entscheiden, wie viel Geld mir die Versicherung auszahlen soll. Können ja viele Sachen passieren: ich kann nicht mehr als Eventmanager arbeiten sondern nur noch im Büro und verdiene dann immer noch ganz gut. Aber halt nicht mehr ganz so viel. Dann brauch nicht nicht so viel Geld als Ergänzung von der BU. Kann aber auch sein, dass ich Depressionen kriege und gar nicht mehr richtig arbeiten kann. Dann würde ich ja nur das Bisschen von der Erwerbsminderungsrente kriegen und brauche mehr Geld von der BU. Wie sollte ich die Versicherungssumme festlegen? habt ihr dazu Tipps?

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